Veranstaltungstipp Wien: Friedensprojekt EU?

29. Januar 2025von 2,1 Minuten Lesezeit

Eine Podiumsdiskussion versucht am Donnerstag eine „Neubewertung der Europäischen Union“, die mittlerweile Kriegsunion geworden ist. 

Am Donnerstag veranstaltet die Gruppe „Stimmen für Neutralität“ eine Podiumsdiskussion zum Thema EU mit dem Titel: „Vom „Friedensprojekt“ zur Kriegsunion? Ein Versuch der Neubewertung der EU.“ Ab 18:30 Uhr wird am 30.01.2025 im Event Space „Blumenfabrik“, Neustiftgasse 36, 1070 Wien diskutiert.

Es diskutieren:

  • Günther Greindl (General i.R.)
  • Wilhelm Langthaler (Aktivist)
  • Daniel Jenny (Obmann des Bündnis NFÖ – Neutrales Freies Österreich)
  • Werner Murgg(Abgeordneter zum Landtag Steiermark a. D., Stadtrat in Leoben/KPÖ)

Moderation: 
• Robert Hilbert-Lahl (IT-Unternehmer, Aktivist der IPD und „Stimmen für Neutralität“)

Die Veranstaltung lädt mit diesem Text:

Mit dem Vertrag von Maastricht (1993) wurde die wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Europäischen

Gemeinschaften (EG) durch eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie um die Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres ergänzt, mit dem Lissaboner Vertrag auch durch eine Beistandspflicht verstärkt und verfestigt. Zu der von allen Parlamenten der EU-Mitgliedsländer geforderten Sozialunion ist es bis heute nicht gekommen.

Die offen antidemokratischen Strukturen der EU-Administration, wie auch die geringe Wahlbeteiligung an Wahlen, und die Anzahl der Stimmen reichen nicht aus, um noch von einer demokratischen Legitimität Brüssels im Namen der EU-Bürger sprechen zu können. Noch schlimmer ist es um die Fragen Frieden, Militarisierung und Kriegsbereitschaft bestellt. Einerseits wurde die enge Anbindung der EU bei Außenpolitik und Verteidigung an die US-Interessen im Jänner 2023 festgeschrieben. Andererseits sehen wir nicht erst seit der Eskalation des Ukrainekrieges 2022 eine zunehmende Militarisierung der EU (Rüstungsagentur, EU-Schlachtgruppen, Kriegskasse “Friedensfaszilität” etc.) und ein Mitmischen bei militärischen Auseinandersetzungen oder Wirtschaftskriegen auf verschiedenen Kontinenten. Denken wir nur an den völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 1999, gegen Libyen 2011, oder den

Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen die Russische Föderation mit aktiver Unterstützung der EU, oder

an die politische Billigung und Komplizenschaft beim Völkermord Israels am Palästinensischen Volk.

Wurde Österreich von allen im Parlament vertreten Parteien und den entscheidenden politischen Kräften

im Land in die EU hineingelogen? Sind die Mitgliedschaft Österreichs in der EU sowie das Mitmarschieren bei deren Militarisierung mit der in der Verfassung verankerten, mit einer ernsthaft gelebten Neutralität, vereinbar? Sind der EU-Parlamentsbeschluss, jährlich 1,2 Milliarden für die Unterstützung der Ukraine zu geben, oder auch die Anschaffung des NATO-„Sky Shield“-Systems gar verfassungswidrig und deshalb nicht im Interesse Österreichs? Diese und viele andere Fragen werden wir bei unserer Podiumsdiskussion thematisieren.


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3 Kommentare

  1. Varus 30. Januar 2025 um 11:01 Uhr - Antworten

    Eine Podiumsdiskussion versucht am Donnerstag eine „Neubewertung der Europäischen Union“, die mittlerweile Kriegsunion geworden ist.

    Die Trumpisten haben die EUdSSR ebenfalls neu bewertet – als Ergebnis ignorieren sie das Gebilde weitestgehend: https://uncutnews.ch/trump-setzt-markantes-zeichen-die-eu-steuert-auf-ihr-ende-zu/ Mittlerweile wird ganz offen vom Zerfall geredet – bis wann wird das inzwischen totalitäre Gebilde demontiert?

  2. cwsuisse 29. Januar 2025 um 18:41 Uhr - Antworten

    Ich habe „Die Welt“ abonniert, kann aber in diesem fake-news Blättchen keine relevanten Artikel zu den Verwirrungen von „Zensursula“, der EU-Wahlmanipulation in Rumänien oder den grossen geopolitischen Konflikten finden, welche nicht den Tatbestand der Einseitigkeit und der Propaganda erfüllen würden.

  3. Jan 29. Januar 2025 um 14:47 Uhr - Antworten

    Vom verstorbenen Staatsrechtler Schachtschneider gibt es ein Gutachten, dass die EU als „Tyrannis“ klassifiziert. Ein Gutachten der Juristen Gauweiler/Murswiek untermauert diese Sicht.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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