Valencia: Premier und König bei Besuch mit Schlamm beworfen

4. November 2024von 3,1 Minuten Lesezeit

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sowie König Felipe und seine Frau, Königin Letizia, wurden mit Steinen und Schlamm beworfen, als sie am Sonntagmorgen in Valencia eintrafen, um die Stadt nach den verheerenden Überschwemmungen persönlich zu besuchen. Die Bewohner der Stadt shen die Verantwortung für das Desaster bei Politik und Behörden.

Die königliche Familie und Sánchez wollten Berichten zufolge ihre Unterstützung, ihr Mitgefühl und ihr Beileid nach der Naturkatastrophe zum Ausdruck bringen, die bereits 214 Menschenleben gefordert hat und deren Zahl mit Sicherheit noch steigen wird.

Bei ihrer Ankunft in Paiporta wurden sie jedoch von wütenden Einheimischen mit Schlamm und Steinen beworfen, was auf Video festgehalten wurde. Viele von ihnen riefen: „Mörder!“

„Pedro Sánchez, du Bastard, hol uns sofort Hilfe“, rief einer. In einem Clip flieht Sánchez angeblich in einem Fahrzeug, während wütende Anwohner es angreifen. Es ist jedoch nicht bestätigt, ob Sánchez in dem Auto saß oder ob es einfach Teil seines Konvois war.

Die Einwohner von Paiporta in Valencia, das zum Zentrum der Katastrophe wurde, versuchen, die mit Schlamm und Trümmern bedeckten Straßen zu räumen und nach Leichen zu suchen. Sánchez kam zusammen mit dem Präsidenten der Region, Carlos Mazón, und der königlichen Familie in der Siedlung an, mitten in den Aufräum- und Rettungsarbeiten. Als die Einwohner sie sahen, begannen sie zu pfeifen und zu schreien, und einige warfen mit Stöcken, Steinen und Schlamm nach ihnen.

Nach Berichten, wonach die Regierung nicht auf die Flutgefahr reagierte und die Notrufe erst lange nach Beginn des Regens an die Telefone geschickt wurden, wird nun der Rücktritt von Sánchez gefordert.

Ein Mann forderte den König wegen der verspäteten Warnungen heraus: „Sie wussten es, sie wussten es, und doch haben sie nichts getan“, rief er. „Es ist eine Schande.“

Berichten zufolge wurde Sánchez vom Tatort weggeführt, während König Felipe versuchte, vor Ort zu bleiben und mit den Opfern zu sprechen. Berichten zufolge verließ er den Ort eine Stunde später.

„Wir sind sehr wütend und am Boden zerstört“, sagte Guillermo Luján, der Bürgermeister von Aldaia. „Wir haben eine Stadt in Trümmern. Wir müssen neu anfangen und ich flehe um Hilfe. Bitte helfen Sie uns.“

Die Gesamtzahl der Vermissten ist noch nicht bekannt, aber es wird befürchtet, dass noch Hunderte von Leichen gefunden werden könnten. Nach Informationen des Senders Antena3 wurden am Sonntag drei weitere Opfer in der Siedlung Pedralba gefunden, aber auch die Leiche einer Frau wurde in Letúr, Albacete, 12 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt, gefunden.

Berichte zu Valencia:

Zusammenhang von Flutkatastrophe in Valencia mit Geo-Engineering in Marokko?

Valencia-Unwetterkatastrophe – die Rolle der Meerestemperatur und des Klimawandels

Unwetter in Spanien – ein subjektiver Stimmungsbericht


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13 Kommentare

  1. Antermoya 5. November 2024 um 12:03 Uhr - Antworten

    Interessante Wortmeldungen hier in der Kommentarspalte!
    Am wichtigsten ist aber die Aufmüpfigkeit der Geschädigten. Wenn die eskaliert, geht es den Weichgepolsterten direkt ans Leder. Es dämmert diesen jetzt langsam, daß sie dann ungeschützt sein werden.
    In Berlin fordern Diverse der SPD auch schon vereinzelt Abschiebemaßnahmen.

  2. therMOnukular 4. November 2024 um 21:24 Uhr - Antworten

    Finde ich gut – wer immer nun beworfen wurde – so eine Schlammschlacht mit echtem Schlamm ist mal etwas anderes für die feinen Pinkel. Aber ich bin sicher, auch dieser Schlamm aktiviert die Hautgefäße und lässt einen dann jünger erstrahlen, also sollte man ihnen noch eine Rechnung dafür schicken.

    Warum mir das gefällt hat zwei simple Gründe:
    Zum Einen tut diesen Pinkeln diese pure Realität in Reinform gut.
    Zum Anderen beweist das, dass die Menschen noch nicht den Mut verloren haben und ihren Unmut auch offen zeigen.
    Irgendwann hat Mensch nämlich einfach keine Lust mehr, sich vor irgendwas zu fürchten……dieses „Irgendwann“ ist zufällig die Betonmauer, auf die der (geo-/politische) Westen zurast.
    Und den Knall hört man dann bis zum Mond… ;))

  3. Anton Vogel 4. November 2024 um 18:31 Uhr - Antworten

    Die Schlammwürfe galten vor Allem dem Premier und nicht den Monarchen.
    Nach dem der Primier die Flucht ergriffen hatte setzen die Monarchen ihren Besuch fast ungestört fort !!!!

  4. Sabine Schoenfelder 4. November 2024 um 10:38 Uhr - Antworten

    Furchtbar, diese „Katastrophenbesichtigungen“ der abgehobenen Regierten-Blase.
    Wenn die Menge solche Menschen mit Dreck bewirft, gilt der alte Grabesspruch :
    Dreck zu Dreck, Staub zu Staub…..oder hieß es….ERDE ? 😳😉

  5. Patient Null 4. November 2024 um 9:35 Uhr - Antworten

    König mit Schlamm bewerfen wurde schonmal strenger geahndet. Oo

  6. Dorothea 4. November 2024 um 8:39 Uhr - Antworten

    Gerade in dieser Region finden durch die EU die größten Renaturierungsprogramme statt. Für jeden abgerissenen Staudamm zahlt die EU Prämien an das Land. Staudämme, Talsperren, Rückhaltebecken, Stützmauern, alles reisst man im Namen des Klimawandels ab. Das Wasser kommt mit voller Wucht in die Stadt. Schuld ist dann der Klimawandel.

    • therMOnukular 4. November 2024 um 21:13 Uhr - Antworten

      Hervorragend zusammengefasst. Es ist wie ein „symbiotischer Kreis(lauf)“….;))

    • Jurgen 4. November 2024 um 22:01 Uhr - Antworten

      Genau, lieber schon vorher die Sperren abreißen, bevor der die das Gegner das im 3.WK mit Gewalt tut…

  7. Gabriele 4. November 2024 um 8:11 Uhr - Antworten

    Hauptsache, das „traditionelle“ Quälen von Stieren und anderen Lebewesen funktioniert noch… schon deswegen sollte man dieses Land boykottieren. Und die affektierte Königin wird jetzt zufällig bemerkt haben, dass es auch ein Leben außerhalb ihrer Blase gibt. Der König kann einem eher leid tun, weil er ein durchaus gutwilliger Mann zu sein scheint. Trotzdem sind die eben, was sie sind… im Grunde überflüssig.

    • Sabine Schoenfelder 4. November 2024 um 10:46 Uhr - Antworten

      „Hauptsache, das „traditionelle“ Quälen von Stieren und anderen Lebewesen funktioniert noch… schon deswegen sollte man dieses Land boykottieren“….
      Bei Ihren strengen, wahllosen Kriterien können Sie die Erde bald ganz verlassen. Schlage die Venus vor. Dort existiert, mangels Stieren, auch kein Stierkampf und des abends können Sie uns vom Himmel runterwinken. 😂
      Frage Sie, was hat der Stierkampf mit diesem Leid zu tun ?😳
      Der König muß Ihnen auch nicht „leid tun“. Der vergnügt sich gerade, ganz offiziell, mit einem schwedischen Dessous-Modell. Hier schwingt er seine „Muleta“ und die Puppe läuft von ganz alleine…😁👍

      • Gabriele 4. November 2024 um 10:53 Uhr

        Ich unterscheide nicht zwischen dem Leid von Menschen und Tieren…. das hat es damit zu tun.
        Jedes unverschuldete Leid hat den gleichen „Wert“. Seien Sie vielleicht weniger überheblich…und ein bisschen weniger frech in Ihren Urteilen und „Ratschlägen“.

      • Sabine Schoenfelder 5. November 2024 um 23:56 Uhr

        Immer cool bleiben. „Jedes unverschuldete Leid hat den gleichen „Wert“.
        Nach Ihren edlen Ansprüchen müßten Sie auch mit jeder Antilope „leiden“, die vom Löwen gerissen, oder so mancher Stubenfliege, die erschlagen wird. Oder ist des Löwen Hunger „unverschuldetes Leid“ in den Augen der Antilope ?😂
        Kenne zahlreiche „edle Menschen“, die sich mit viel Theorie für bestimmte Tierarten stark machen, wenn ich mich allerdings in Pflegeheimen umschaue, so unter Menschen, die sich über mitmenschliche Unterstützung wirklich freuen würden, sehe ich keinen von EUCH Guten…..
        Mittlerweile besteht ein perverser Inhaltswandel des Mitleidbegriffes…
        Sie vergleichen einen Stier mit Menschen in einer katastrophalen Notlage.
        Auch der Stierkampf ist nicht nur dumpfes Töten. Er ist spanische Tradition. Ein Symbol der ewigen Herausforderung zwischen Mann und Frau.
        Reine Geschmackssache. Einen Krieg halte ich für tausend mal schlimmer….oder eine Zwangsimpfung. Auch im Bereich des Leids gibt es eine Skala.

    • Jurgen 4. November 2024 um 22:08 Uhr - Antworten

      Spanien, die Königsfamilie ist doch der Lehensnehmer des Vatikan, der fast alles Land in Europa „hält“ und als Lehen vergab. Darum hat der Adel in Deutschland doch schnell noch den 2.Wk an die UK-US-Alliierten „verlieren“ müssen, um die Lehen behalten zu können, weil die Russen hatten ja zuvor schon Russland „entlehnt“ durch die Ermordung der gesamten Zarenfamilie, was die Erbfolge zerstörte…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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