
Landeswarnzentrale Steiermark gefährdet Autofahrer mit Warnmeldung
Bekanntlich gab und gibt es derzeit in weiten Teilen Europas extreme Wettersituationen mit starken Regenfällen und hohen Windgeschwindigkeiten. Darüber berichten alle Medien mehr oder weniger Nonstop. Mehrere TKP-Leser klagen über störende und teils gefährliche Warnmeldungen seitens der Landeswarnzentrale Steiermark.
Eine Familie, die mit dem Auto unterwegs war, berichtet über insgesamt 18 Warnmeldungen, mit je sechs auf drei Smartphones gesendeten blinkenden roten Bildschirmen mit lauten Schnarrtönen. Die ersten Meldungen wurden auf der A2 im Gebiet der Pack bei Sonnenschein und gutem Herbstwetter empfangen. Die erste kam auf das Smartphone, auf dem das Navi lief, zum Glück auf gerader Strecke am Sonntag Nachmittag bei ganz wenig Verkehr. Eine spätere Meldung verdeckte allerdings mit Rot-Weiß blinkenden ganzseitiger, teils in englischer Sprache verfassten Text wichtige Informationen zum Abbiegen,. Noch dazu wurden die Sprachausgabe durch die schnarrenden Töne überlagert.
Wie hier im Screenshot zu sehen, wird eine Navi-App überlagert, die Routenführung erst wieder sichtbar, wenn man auf ok gedrückt hat.:

Die Landeswarnzentrale Steiermark sendete auch eine weitere Version davon mit rein deutschem Text:

Auch andere Leser beschwerten sich über die Nachrichten, mit dem Tenor „wie habe ich die letzten 50 Jahre ohne solche Warnungen überstanden“.
Informationen über die gesetzlichen Grundlagen, des zumindest in Österreich neuen Warnsysstems gibt es auf der Seite des Innenminsteriums. Darin wird auch erläutert, wie die Technologie funktioniert:
„Cell Broadcast“ ist ein Technologiestandard moderner Mobilfunknetze, der die Aussendung von schriftlichen Meldungen (z.B. sicherheitsrelevante Informationen, Warnungen) direkt auf Mobiltelefone in einem bestimmten, geografisch definierten Gebiet ermöglicht.
Man kann in den Einstellungen auf einem Android Phone festlegen, was man empfangen möchte und was nicht:

Es werden auch verschiedene Notfallstufen festgelegt und zwar:
AT-Alert-Meldungen umfassen verschiedene Warnstufen; grundsätzlich gibt es (abhängig vom Mobiltelefon):
- Notfallalarm
- Extreme Gefahr
- Erhebliche Gefahr
- Gefahreninformation
- Abgängige Personen
- Testwarnung
- Übungswarnung
Die höchste Warnstufe (Notfallalarm) kann nicht im Einstellungsmenü der Mobiltelefone eingesehen werden, ist standardmäßig eingeschaltet und kann nicht ausgeschaltet werden. Meldungen über diese Warnstufe kommen immer mit lautem Ton am Mobiltelefon an, auch wenn dieses auf leise geschaltet ist. Die anderen Warnstufen können über das Einstellungsmenü ein- oder ausgeschaltet werden (siehe Punkt „Einstellungen für AT-Alert-Meldungen am Mobiltelefon).
Die jeweils zuständige Behörde entscheidet dabei, mit welcher Warnstufe eine Meldung ausgesendet wird.
Bei Android lässt sich offenbar im Gegensatz zur Behauptung des Innenministeriums auch die Notfallwarnung ausschalten.
Grundsätzlich sind solche Warnung sinnvoll, allerdings sollte die Behörde etwas mehr mitdenken. Wenn ohnehin alle Kanäle mit Infos voll sind, macht eine Warnung der Stufe „Extreme Gefahr“ wenig Sinn. Das gesamte Display zuzumüllen ist generell wenig sinnvoll, da man eben dadurch neue Gefahren schaffen kann. Auch laute Töne abzugeben macht nur dann Sinn, wenn vor einem Angriff mit Atomwaffen oder einen Dammbruch in der Nähe gewarnt wird, und sofortige Aktion erforderlich wäre, aber nicht wenn Wind geht oder es regnet.
Übrigens Thema Extremwetter. Mainstream und ÖRR behaupten gerne, dass Extremwetter wegen Klimawandel häufiger und gefährlicher werden. Das ist klassische Mis-Information, tatsächlich zeigen wissenschaftliche Untersuchungen und Daten das Gegenteil.
Eine typische Dauereinblendung in Artikel ist beim ORF zum Beispiel dieses hier:

Konzern- und Regierungsmedien werden nicht müde Behauptungen zu verbreiten, es gäbe mehr Hitze/Kälte, Dürre/Überflutung, Stürme/Windstille, Waldbrände und deren Gegenteil wegen Klimawandel und Erderwärmung. TKP hat immer wieder über Studien berichtet, die zeigen, dass Extremwetter Ereignisse sogar rückläufig sind. So werden Dürreperioden tendenziell weniger, auch Wirbelstürme werden weniger sowie starke und heftige Tornados sind seit 1950 weniger geworden – um nur einige zu nennen.
Klimawandel und Extremwetter im Weinviertel seit dem Jahr 1271
Klimawandel verursacht nicht mehr Extremwetter-Ereignisse als früher
Extremwetter verursacht durch „Klimawandel“?
Dürreperioden werden tendenziell weniger – Einfluss von Klima, Temperatur oder CO2 nicht erkennbar
Christa Kummer, die ORF Wetterfröschin, hat bei der Vorwarnung zu den Regenfällen dezidiert gesagt: „Und Bitte, das ist Wetter, nicht Klima.“
Na! Hoffentlich sehen wir die noch lange!
Ich plädiere dafür, vor Einstellung von Mitarbeitern im Öffentlichen Dienst einen IQ-Test verpflichtend zu machen! Kandidaten mit einem IQ unter 30 sollten aussortiert werden.
Beim Smartphone gilt die Ballade vom Zauberlehrling:
„O du Ausgeburt der Hölle!“
„Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“