Die echten Grünen sind jetzt Brombeer – Bericht von Veranstaltung in Graz

16. Juni 2024von 1,6 Minuten Lesezeit

Die neu gegründete Partei „Liste Madeleine Petrovic“ hielt am Samstag in Graz die erste von mehreren geplanten öffentlichen Diskussionen ab. Dazu erreichte TKP der folgende Kurzbericht.

Das Thema dieser Veranstaltung war das derzeit wohl brennendste zumindest in Europa: „Frieden und Neutralität“. Neben zwei Frontfrauen der „echten Grünen“, Madeleine Petrovic und Monika Henninger-Erber, nahmen einerseits geladene Gäste und andererseits Interessierte teil. Drei Stühle wurden zunächst für Menschen freigehalten, die ihre Sichtweise einbringen wollten. Diese Möglichkeit wurde erfreulicherweise gut angenommen. Wichtige Punkte aus den Anregungen und Lösungsansätze wurden auf einem Flipchart festgehalten. Sie sollen im Parteiprogramm berücksichtigt werden.

Madeleine Petrovic schilderte ihre Eindrücke als sie im Balkankrieg Hilfsgüter persönlich nach Bosnien brachte. Auch einer der spontanen Gäste, berichtete über seine eigene Erfahrung als Zivilist in einem Krieg. Ein weiterer berichtete – sichtlich bewegt – davon, dass seine Großmutter ihn und seinen Bruder nach ihren im Zweiten Weltkrieg verstorbenen jungen Söhne benennen ließ. Kriege fügen nicht nur der unmittelbar betroffenen Generation Schmerzen zu.

Als über aktuelles Kriegsgeschehen gesprochen wurde, vertraten vor allem der Bibliothekar und ehemalige Mandatar mit eigener Liste, Dieter Kaltenbeck, und Franz Sölkner von der Steirischen Friedensplattform unterschiedliche Auffassungen zur Reaktion auf den Überfall der Hamas.

Die Friedensaktivistin und TKP-Autorin Andrea Drescher berichtete von der Donbasshilfe, die bereits lange vor dem Ukrainekrieg begann – schon seit 2014 verloren dort viele Menschen ihr Leben. Der Politologe Harald Haas plädierte für eine aktive Neutralitätspolitik und für die Beibehaltung des Einstimmigkeitsprinzip in der EU.


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28 Kommentare

  1. Taktgefühl 23. Juni 2024 um 8:14 Uhr - Antworten

    „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“ Warren Buffet (2006, NYT) Das Zitat habe ich überprüft. Ich denke, daß es darum geht, Verwirrung stiften, ständig die Zielrichtung ändern, Prioritäten verschieben, ablenken, spalten, Uneinigkeit erzeugen, Falschinformation streuen. Das Netz ist dafür ideal.

  2. Slobodan Covjek 17. Juni 2024 um 7:32 Uhr - Antworten

    Eine weitere Partei, die uns einreden möchte, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt und dass man sich das Geschlecht frei aussuchen kann?
    Wie steht diese Partei zur Massenimmigration?
    Die erste grüne Partei, die eine Lösung dafür hat, wie wir preiswerte Energie in ausreichender Menge zur Verfügung stellen können?

    Bei Corona, beim Impfen, bei der Neutralität und beim Ukrainekrieg teile ich die Standpunkte dieser neuen Partei.

    • Taktgefühl 23. Juni 2024 um 7:27 Uhr - Antworten

      Das Problem ist, daß Corona, Impfen, Neutralität gefällige Narrative in der alternativen Szene sind und reaktionäre Parteien oder Gruppierungen die als trojanische Pferde benutzen. Die Unterwanderung beginnt. Die Grünen sind in den 90er Jahren gekapert worden von ziemlich unfreundlichen Gesellen. Plötzlich hatten Massenzuwanderung, Entnationalisierung, Entstaatlichung, Krieg, Pharma-Interessen, Kapitalismus und ein verklärter „Antifaschismus“ das Primat auf der Agenda.

  3. andi pi 16. Juni 2024 um 17:12 Uhr - Antworten

    ich denke, ich werde im september ziemlich fix liste petrovic wählen. während meine stimme für die DNA letzten sonntag eine mit etwas bauchweh war, passen meine grundwerte und das vermutliche programm von petrovic & co. wohl besser zusammen, sodass ich hier kein bauchweh haben sollte. da anzunehmenderweise weder FPÖ noch liste petrovic der nächsten regierung angehören werden, wünsche ich mir eine gute oppositionszusammenarbeit der beiden parteien v.a. hinsichtlich coronadiktatur-aufarbeitung. ein diesbezüglicher untersuchungsausschuss könnte ja bereits in der ersten nationalratssitzung nach der wahl beschlossen werden. dass beide parteien zusammengerechnet auf das dafür notwendige viertel der mandate kommt – davon gehe ich mal aus. und ich tippe sehr stark, dass die LMP in gegensatz zur DNA letzten sonntag den einzug schafft, weil sie mehr alleinstellungsmerkmale haben wird (wiewohl ich es nach wie vor bedauerlich finde, dass dem künftigen EU-parlament eine derart starke coronaaufarbeitungsstimme wie jene von dr. hubmer-mogg sehr fehlen wird).

    • Peter Ruzsicska 16. Juni 2024 um 20:14 Uhr - Antworten

      Von irgendeiner Oppositionspartei im Ösioperettenstaate wie auch immer, kann als auch wird es niemals auch bloß nur eine vage an Löwingerbühnenzauber gemahnende Aufarbeitungskarikatur geben, abgesehen davon, daß dazu eine Sperrminorität von irgendeiner Regierung von mindestens 34% nötig sein wird.
      Irgendeine kitschbestialische Fundamentalfarce mit ausufernden unappetitlichsten Entschuldigungsstaccati wird denen sowieso zu jeder Gelegenheit mühelos eingefallen sein, wie nicht nur aus der jüngeren Historie schändlichst zu entnehmen war:

      Gepeinigte werden mit Gießkanne minimalstbealmost, der Rest nach wichtigsttuerischter Selbstbeweihräucherungsgequatsche in prächtigster PR-Manier schlicht dem Sozialindustriellen Elendsverdauungskomplex überantwortet – Der Rest ist Alltagsrauschen.

      • andi pi 16. Juni 2024 um 22:01 Uhr

        @ Peter Ruzsicska
        16. Juni 2024 at 20:14

        zweierlei zur sperrminorität:

        erstens ging es mir um die einsetzung eines untersuchungsausschuses. und das geht mit bereits 25%.

        und zweitens: die sperrminorität ist ja gerade für eine opposition relevanter als für eine regierung. denn fehlt der regierung eine 2/3-mehrheit, so muss sie für verfassungsgesetze mindestens eine oppositionspartei ins boot holen. das heißt, sobald FPÖ und liste petrovic gemeinsam die 33,4% erreichen, kann eine regierung – wie auch immer zusammengesetzt – die verfassung nicht nach belieben umändern (z.b. artikel 1 zu „österreich ist eine hygienische diktatur. ihr recht geht von der willkür des gesundheitministeriums aus“ umformulieren).

      • Peter Ruzsicska 17. Juni 2024 um 10:02 Uhr

        @ andi pi
        16. Juni 2024 at 22:01
        Widerspruch:

        Zu erstens:
        Was bei irgendwelchen Untersuchungsausschüssen des Parlamentes fürderhin rauskommt, kann man ja leicht durch die Vergangenheit nachweislich erwarten – man erwarte sich daher auch von der (Bundes)-FPÖ nicht allzu Wundersames…

        Zu zweitens:
        Die Sperrminorität ist ein Tool, welches sowohl für die Opposition (= Oppositionspackelei jeder Art = sog. „Scheinopposition“) von Vorteil als auch für die Alleinregierung (No Na) um letztere möglichst lange an der „Macht“ zu halten –
        Ich erinnere randnotiert an die Verfassungsgesetzgebungswut der letzten Jahre vor prächtiger Corona-Inszenierung, von Arbeiterkammer etc… – Was sich auch unter keiner (sic!!!) Alleinregierung höchstvermutlich ändern wird – Das allärtliche Nutzvieh muß ja bis zur völligen Autoobsoleszenz verwaltet sein.
        Die FPÖ z. B. in Salzburg als auch in Oberösterreich ist derart mit „überpolitischen“ Abhängigkeiten verklüngelt, daß die sowieso ausschließlich die Interessen derer „vertreten“, von Jenen, denen die grundhündisch seit Jahrzehnten bereits dienlichst. In Niederösterreich ist das nicht anders und wird erst durch einen möglicherweise erfolgenden veroffensichtlichten „Machtwechsel“ bloß nur dann leicht verschoben, wenn:

        … Kickl schon am nächsten Tag nach (sic!!!) Auszählung der allerletzten Briefwahlstimme (Schallendes Gelächter!!!!) nach der Wahl, allerdings nur dann wennn (sic!!!) die FPÖ mindestens 34% eingefahren hatte, mindestens ein gutes Drittel seiner gesamten Partei gnadenlos ausmistete.

        Der Rest vom Rest wird schon immer ins Alltagsrauschen „unserer“ Allerwunderschönsten Operettenrepublik Aller Zeiten eingestorben gewesen sein.

        Die Generalverelendung als Selektionsprojekt (z. B. „Du wirst nichts besitzen und glücklich sein…“) hatte längst schon vor dem ersten Lockdown begonnen und wird ausschließlich auf individueller Ebene im Rahmen gewitzter Lösungen basal sozial haltbarer Beziehungen aller Art dahingehend von Jenen (ohne Garantie versteht sich ja von selbst) „gelöst“, welche sich schlicht darauf längst schon vorbereiteten – Das ist die allerbeste Nachricht.
        Kuschelseminare zum Thema sind entweder für die Meisten zu Teuer oder längst schon in Richtung Elendsverwaltung ausgelagert gewesen….

  4. Unglaublich 16. Juni 2024 um 12:11 Uhr - Antworten

    A g’schminkte Leich

    • Daisy 16. Juni 2024 um 12:30 Uhr - Antworten

      oi :-)

  5. therMOnukular 16. Juni 2024 um 11:41 Uhr - Antworten

    Es schwirrt bereits als „Gerücht“ herum und es würde auch bestens in die neue „Logik“ der Herrschaft passen: Annalena soll Uschi nachfolgen. So widersinnig, so wahrscheinlich in solchen Zeiten.

    So sehr es mich freut, dass Petrovic eine „grüne Alternative“ schafft – weil ich es für unabdingbar halte, dass sich die Politik erneuert, um die Negativauslese zumindest wieder einmal auf 0 zu setzen – so skeptisch bin ich beim Impact, den man derzeit damit generieren kann. Ein notwendiger und begrüßenswerter Anfang – aber leider noch nicht „die Wende“.

    Wir gehen hier immer von dem demokratischen Ideal aus, das wir in der Schule gelernt haben. Wir haben es aber mit einem unterwanderten System zu tun, das mittlerweile sehr öffentlich basisdemokratische Prozesse unterbindet (zB der Kampf gegen alternative Medien). Dieses System wählt sich seine Systemerhalter mittlerweile selbst und von innen heraus. Ein solches System ist mit Bevölkerungs-Wahlen allein kaum zu verändern.

    • Fritz Madersbacher 17. Juni 2024 um 10:59 Uhr - Antworten

      @therMOnukular
      16. Juni 2024 at 11:41
      „Wir gehen hier immer von dem demokratischen Ideal aus, das wir in der Schule gelernt haben“

      Genaugenommen gehen wir davon aus, dass die „repräsentative“, parlamentarische, „liberale“ Demokratie das „demokratische Ideal“ ist, so wie wir es in der Schule gelernt haben und Tag für Tag in den Medien serviert bekommen. Dass dieses „Ideal“ wenig mit „Demokratie“ (wörtlich bekanntlich „Volksherrschaft“) zu tun hat, im Gegenteil, Demokratie/Volksherrschaft unterbindet, weil es unterstützt durch tagtägliche mediale Indoktrination jeden selbständigen Widerstand der Menschen behindert und „politisches Handeln“ auf periodisches Wählen von „Vertretern“ einschränkt, die niemals an der Macht der herrschenden (Kapitalisten-)Klasse rütteln werden, stellt sich immer dann besonders deutlich heraus, wenn es nicht um Lappalien, um parteipolitisches Kleingeld, sondern um wichtige, grundlegende Entscheidungen geht, etwa bei Fragen von Krieg und Frieden, zuletzt auch bei der überfallsartig durchgeführten „Pandemie“-Diktatur. Aber wir sind so konditioniert auf unser „demokratisches Ideal“, dass wir dieses Delegieren unserer Verantwortung (in der Wahlzelle) gar nicht mehr wahrnehmen (wollen). Nicht umsonst sind wir dort, wo wir jetzt sind, nämlich in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen, die aus den Fugen geraten (sind). Bürgerliche Parlamente waren einst ein großer Fortschritt zur Entmachtung feudaler Monarchen. Heute sind sie ein Instrument zur Aufrechterhaltung bürgerlicher, kapitalistischer Herrschaft, die arbeitenden Menschen sind dank jahrzehntelanger sozialdemokratischer (Ver-)Führung ihres Klassenbewusstseins beraubt und in die kapitalistischen Strukturen integriert …

  6. Hans Schneider 16. Juni 2024 um 11:30 Uhr - Antworten

    Unter Adenauer war die CDU eine vorwiegend cristliche Partei mit einem linken und rechten Flügel.
    Unter Helmut Kohl als Bundeskanzler wurde der linke und rechte Fügel ignoriert. Der rechte Flügel hat sich daraufhin selbständig gemacht und ist heute der größte Feind der CDU den man mit allen! Mitteln bekämpfen muß. Die CDU hat sich inhaltlich von dem C verabschiedet, sie ignoriert die 10 Gebote.
    Das C solte ihr aberkannt werden.

  7. Jan 16. Juni 2024 um 11:11 Uhr - Antworten

    Priorität sollte haben, den nächsten Schwung der giftigen Brühe zu vermeiden, die Suppe baut sich in Genom und Keimbahn ein.

    Bisher sehe ich keine durchsetztungsfähige Kraft, die das schaffen könnte.

    Beim nächsten Mal gibt es eine hohe Pandemiesterblichkeit plus Krieg und dann sind wieder alle für Zwang.

  8. Peter Ruzsicska 16. Juni 2024 um 10:48 Uhr - Antworten

    Reinste Romantique in Luce einer Kaffeekränzchenpartei im allzu gutmeinendsten Gestus restbürgerlich verstohlendster Salongutmenschenrhetorik, umflort von herumhampelnden sich „positiv“ gerierenden WellnessanimationstrainerInInnen ältlichst anmutenden Biedersinns.
    Begleitet von betulichst abgehalfterten FrühstücksmoderatorInnen, welche sich z. B. einem wichtigtuerischt gospodierend inszenierenden „Widerstandsjuristen“ des Herrn Markus Haintz plump inszeniert anzubiedern wissen.
    Typische Übergangssituationen sich selbstverstetigenden Generalunterganges, wobei auch dabei auftretende hervorragende Persönlichkeiten auf Grund ihrer sachlich fundierten Expertise das peinliche Szenario leicht erfrischen, jedoch im Wesentlichen nichts daran ändern.

    Leiderlich bloß eines von vielen Trauerspielen, an schon bemitleidenswertest offensichtlichst plumpest taktischer Selbsterhaltungsstrategik, in Mitten fulminantester Untergangsakrobatik des längstens schon sich selbst Verobsoletierendsten.

    Na ja, von irgendwas muß man ja leben, im Endgezeit arabeskierendster Wohlfühlromantik unter schwingenden Abrissbirnenszenerien epischer Generaluntergänge, „unserer“ Wunderschönsten Operettenrepublik Aller Zeiten.

    • rudi fluegl 16. Juni 2024 um 18:38 Uhr - Antworten

      Man könnte da aber schon zu Zeiten von Karl Kraus anfangen?
      Oder in Aeren die mir glücklicherweise noch fremder sind!

  9. I.B. 16. Juni 2024 um 10:31 Uhr - Antworten

    Danke an IGG und Liste Petrovic für ihr Bemühen um C-Aufklärung, danke aber auch an MFG. Meines Wissens waren die Gründer von MFG die ersten, die politisch gegen den C-Maßnahmen-Unsinn (das eigentlich richtige Wort dafür würde sicher bei WP nicht gut ankommen), und dem Demokratieabbau energisch auftraten. Sowohl bei Liste Petrovic als auch bei MFG habe ich mein Bedauern ausgedrückt, dass sie getrennt zu N-Wahl antreten werden. Kleinparteien mit ähnlichen Anliegen sollten sich zu einem Bündnis zusammentun, um etwas bewirken zu können. Zudem kommt noch, dass man nur für eine Partei eine Unterstützungserklärung abgeben kann (für meine Begriffe völlig undemokratisch – eine Unterstützungserklärung ist schließlich noch keine Wahl). Getrennt kommt womöglich keine der beiden Parteien in den Nationalrat – auf jeden Fall mit weniger Stimmenanteil.

    Liste Petrovic hat geantwortet, dass sie sich ein Zusammengehen überlegt, aber sich entschlossen hat, getrennt anzutreten. Gründe dafür hat sie für ihren Entschluss nicht angeführt.

    MFG hat mir geantwortet, dass sie sich sehr für ein Zusammengehen eingesetzt hat, aber leider erfolglos.

    Ich verstehe eine solche Haltung der Liste Petrovic nicht. In so gefährlichen Zeiten wie diesen wäre für mich ein Zusammengehen in wesentlichen Dingen wichtiger als ein Beharren auf einzelne Punkte, mit denen man sich später auseinandersetzen könnte.

    • Gabriele 16. Juni 2024 um 10:54 Uhr - Antworten

      @ I. B.: Völlig richtig – jeder will sein oder ihr eigenes Ding machen, statt sich im Sinne der guten Sache zusammenzuschließen. So wird es immer sein… es gibt z. B. auch noch immer – oder wieder – Aktivitäten von „Vision Österreich“, die alleine auch keinen Pokal gewinnen werden. Vermutlich herrscht sogar in diesen Gruppierungen immer die Angst, sich mit – wenn auch nur leicht – abweichenden Meinungen auseinandersetzen zu müssen. Man will einfach nicht miteinander reden, um zu einem sinnvollen Ergebnis zu gelangen. Ist ja immer das Gleiche, keiner will auch nur einen Millimeter nachgeben.

    • therMOnukular 16. Juni 2024 um 11:51 Uhr - Antworten

      Ich verstehe schon Ihr Argument, aber dennoch muss ich Sie erinnern: das ist Demokratie.

      Wollen Sie eine Erneuerung der politischen Landschaft mit neuen Alternativen und Vielfalt, oder wollen Sie der derzeit regierenden Einheitspartei einen 2. Block einer 2. Einheitspartei entgegensetzen?

      Ich bin da eher für Vielfalt. Synergien und Kooperationen sind im Parlament fundamental, wenn es darum geht, die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen unter einen Hut zu bringen. Dies in einem großen, politischen Konglomerat zu entwickeln widerspricht grunddemokratischen Prinzipien und Idealen. Könnte man auch Kommunismus nennen.

      Ihr Weg endet amS in den USA: 2 „Parteien“, die es sich untereinander ausschnapsen und am Ende auch nichts anderes sind, als so ein großes Konglomerat.

      Demokratie braucht Abgrenzung – sowie die Fähigkeit über den Zaun zu schauen.

      • I.B. 17. Juni 2024 um 10:31 Uhr

        Demokratie braucht Abgrenzung. Sicherlich. Ein Bündnis von zwei Parteien ist keine einzige Partei. Abgrenzung ist durchaus möglich. Schließlich gibt es in einer Regierung immer Kompromisse, solange niemand die absolute Mehrheit hat. In den USA gibt es zum Schein zwei Parteien und in Wirklichkeit herrscht der Tiefe Staat. Das ist in meinen Augen meilenweit von meinem Vorschlag entfernt. Sollten sowohl MFG als auch Liste Petrovic an der %Hürde scheitern, kann weder die eine noch die andere viel bewirken.

    • andi pi 16. Juni 2024 um 17:21 Uhr - Antworten

      @ I.B.
      16. Juni 2024 at 10:31

      das sehe ich etwas anders. mit der ursprünglichen ausrichtung der MFG unter brunner, fiala & co., die in den politikfeldern außerhalb der corona-thematik eher gesellschaftsliberal war, wäre eine liste petrovic wohl kompatibel gewesen. seitdem in der MFG die oö. „partie“ das sagen hat, hat sie sich von gesellschaftsliberal richtung gesellschaftskonservativ gewandelt, womit die MFG wohl näher an der FPÖ als an der liste petrovic ist. unter diesen umständen würde ein gemeinsames antreten aus meiner sicht wenig sinn machen. und während ich die liste petrovic mit guten chancen auf das überspringen der 4%-hürde sehe, halte ich das bei der MFG für höchst unwahrscheinlich (auch, wenn ich persönlich nichts dagegen hätte, auch noch eine dritte c-maßnahmenkritische liste im nächsten nationalrat zu haben – je mehr, umso besser). die liste petrovic wird eher ehemalige rote und grüne wähler ansprechen, für die weder die heutige spö rot noch die heutigen grünen grün sind und ansonsten womöglich gar nicht wählen würden. die (heutige! nicht die von 2021/22) MFG hat eher eine schnittmenge mit der FPÖ – und da werden die meisten wohl im zweifel die größere der beiden parteien wählen. wäre so meine prognose.

      • I.B. 16. Juni 2024 um 21:20 Uhr

        MFG-Aigner: „Bürger wurden in Sachen PV-Anlagen hinters Licht geführt!“
        https://www.mfg-oe.at/mfg-die-pv-luege-faellt-uns-jetzt-auf-den-kopf/

        „PV-Anlagen schienen das große, alle Energieprobleme lösende Zukunftskonzept zu sein. Aktuell zerbröselt der Markt und es stellt sich heraus, dass Solarenergie doch nicht der große Zukunftsmarkt sein dürfte. Jüngstes Beispiel sind die Turbulenzen beim oberösterreichischen Technologiekonzern Fronius, wo 350 Beschäftigte gehen müssen. Unter den Leidtragenden der PV-Offensive sind auch zehntausende Bürger, die von der Energie AG ganz offensichtlich hinters Licht geführt wurden….“

        Derartiges habe ich zB noch nie von IGG gelesen. Vielleicht habe ich es auch übersehen.

    • andi pi 16. Juni 2024 um 23:15 Uhr - Antworten

      @ I.B.
      16. Juni 2024 at 21:20

      also ich gestehe, sehr wohl ein klarer befürworter eines ausbaus erneuerbarer energiequellen zu sein – aber das jetzt überhaupt nicht aufgrund des klima-aspekts (denn da müsste ich ein AKW-fan sein, weil atomkraft bekanntlich klimaneutral ist). aber AKW’s finde ich nun mal brandgefährlich, kohlekraftwerke wirken sich sehr negativ auf die atemluft der anrainer aus – und von irgendwo muss ja der strom herkommen. also braucht es aus meiner sicht sehr wohl solar-, wind- und (aber klarerweise nicht in naturschutzgebieten à la hainburg) wasserenergie.

      ich vermute mal, so ähnlich wird auch die position der liste petrovic sein. umweltschutz wird da sicher eine zentrale rolle spielen, aber (im unterschied zu den grünen) ohne diese völlig einseitige fixierung auf die klima-thematik.

      und ja, dass der kampf gegen erneuerbare energien (v.a. windräder) mittleweile eines der 3, 4 wichtigsten MFG-themen geworden ist, ärgert mich – und wird vermutlich auch einer der gründe sein, wieso es zwischen MFG und liste petrovic nicht zu einem gemeinsamen antreten gereicht hat.

  10. Georg Uttenthaler 16. Juni 2024 um 10:23 Uhr - Antworten

    Wie schnell es die die Grünen schafften, unser Land in „Schutt und Asche“ mit den „wahnwitzigsten Gesetzen“ zu legen. Sie sind ein korrupter scheinreligiöser Marketing-Trupp, ob nun Brombeer oder in grüner Fratze. Brombeere ist gesünder und in einigen Punkten konträr zu den grünen Schwestern-Brüdern, Vernunft Beweise fehlen??? Grün ist unheilbar verseucht, Urteil: GUT,(aber nicht gut genug!!!)

    Von der ungebildeten Presse zu Scheinriesen und zur Meinungsdominanz erkoren. Schilling oder Gewessler sind das Musterbeispiel von „Textbausteinen in Sprechblasen aufsagen“. Egal, ob´s passt. Alle grünen Spitzen-Politiker, ich meine wirklich alle, sind nicht einmal in ihrem ureigenen Thema „Umwelt, Klima“ technisch sattelfest. Keiner könnte auch nur einen Stromkreis erklären.(Strom kommt aus der Steckdose…) Wer so eine Spitze hat, hat darunter noch viel Banaleres, Einfältigeres vorzuweisen, z.B. „kompetente HIRNLEERE“! Bis zum „Peter Prinzip“ (Jeder der Grüninnen in der Hirarchie neigt dazu, bis zum Label seiner UNFÄHIGKEIT aufzusteigen!!! das erleben wir gerade in seiner höchsten Ausformung).

    Grüne Blockier- Parteien gibt es nur in wenigen Gaga Ländern Westeuropas, nirgends anders existieren diese Ignoranten „Wirtschafts- Vernichter“.Vorwiegend dort, wo die Bürger einen ausgeprägten „Selbstvernichtungs- Trieb“ und IQ auf Raumtemperatur Höhe besitzen. Die Umkehr bei Wahlen ist immer mit Schmerzen und Tränen im Chaos zu erleben. Hoffen wir, dass Österreich die Wende zum „NORMALEN“ Leben im September schafft.

    • Peter Ruzsicska 16. Juni 2024 um 11:37 Uhr - Antworten

      Zur Erinnerung,
      dem gütigsten Biedermut frommen Hoffnungsmanagements:

      Hoffnung ist der schwebend
      im süßlichen Leichengeruch
      gebettet und stetig
      sorgsamst wohlparfümiert
      vorgehaltene Köder
      schmierigster Illusion
      triefendsten Demutfriedens*
      vor dem im Knien kriechend
      tiefst guntert Subalternen
      auf dessen selbstgefälligst
      grundzermürbendsten Schindwegen

      Tiefst hinein
      in die durch sich selbst
      ständig verursachend
      schändsüchtigste Unmündigkeit

      In jeder fortschreitenden Sekunde
      dieser sich selbstverursachenden
      wie ständig wiederholenden
      Kreuzwegkaskade
      selbst verursachenden Untergangs

      Gnadenlosest völlig
      vollständigster Verdauung
      in den kitschverliebtest gemütlichst
      als auch krudesten Kerkervorhöfen
      sämtlicher Herrschaftsgehege.

      *Wie die fromme Kärntner Heimatdichterin Ingeborg Bachmann sich einst so trefflich ermeinte:

      “Ich bin mit Gott und seiner Welt zerfallen,
      Und habe selbst im Knien nie gefühlt,
      dass es den Demutfrieden gibt,
      den alle anderen sich so leicht erdienen.”
      (30.01.2023)

    • Hasdrubal 16. Juni 2024 um 18:33 Uhr - Antworten

      Ich werde erinnert, wie im Ostblock-Sozialismus nach jeder Krise (Polen erlebte alle 10-12 Jahre welche) Versprechungen kamen, nach den Fehlern der bisherigen Dekade würde jetzt der „richtige“ Sozialismus mit Erlösung kommen. Ich habe nicht die geringste Lust, weitere Experimente mit der „richtigen“ Grünen Wokeness zu erleben. Bitte keine mehr – wenn es nicht anders geht, dann Kalifat oder Zarat. So viel Lebenszeit bleibt mir nicht mehr.

      • rudi fluegl 16. Juni 2024 um 19:01 Uhr

        Wurde die Entstehungsgeschichte von Versprechen schon mal abgewogen?
        Vom Rattenfänger von Hameln bis zum Archipel Gulag und später!
        Versprechen sich die Versprecher oder gibt es einen selber geglaubten Kern und glaubt man sich diesem aufopfern zu müssen.
        Bewirkt diese Selbstaufopferung, die späteren Opfer mit?
        Genügt es die Theorien vom besseren zusammenleben, den Biologisten zu überlassen?
        Kennt überhaupt noch wer die gemeinnützigen Grundlagen vom Gebrauch der Macht?
        Glauben alle deren Besitz genügt und schon passiert für alle das wesentliche?
        Es wäre alleine schon schön, ein solcher fundmentaler Glaube an Selbstwirksamkeit wäre bei den meisten vorhanden.
        Ich plädiere dafür allen bei zu bringen, möglichst bald wieder auf Macht zu verzichten, da es sich in einer Welt mit weniger Korruption besser lebt!
        Kann mir wer beibringen wie man dass der Allgemeinheit bei bringt?
        Ich finde unter den Kommentatoren immer wieder welche mit den Fähigkeiten dazu!
        Wer wird das wohl sein? Ein Lob der Selbstreflexion!

  11. Daisy 16. Juni 2024 um 9:38 Uhr - Antworten

    Ja, Zeit wirds, dass auch Linke eine eigene Partei haben, die sich für Frieden, Freiheit und Menschenrechte einsetzt. Viele können sich nicht überwinden, „Rechte“ zu wählen und wechseln lieber zu den Nichtwählern. Schade um diese Stimmen.

    Ich habe früher auch die echten Grünen gewählt, jedoch heute setze ich lieber darauf, die einzig echte Opposition zu stärken und das ist die FPÖ. Sollte sich die Liste Petrovic nicht als neuer Steigbügelhalter der Einheitspartei erweisen und die Ausgrenzungspolitik gegenüber den freiheitlichen Wählern nicht in alter grüner Manier beibehalten, wäre sie auch für mich wieder wählbar. Denn wir von der Opposition müssen zusammenhalten, verdammt!

    Übrigens ist man nun dem Wahlbetrug durch die Briefwahl auf der Spur. Dieser Anteil wird immer höher, zuletzt lag er bei 27%!, aber sie wählen angeblich völlig anders als der Trend und die Urnenwähler. Und immer werden schlussendlich der FPÖ die Stimme abgezogen. Das ist logisch nicht mehr erklärbar. Dazu ein Artikel beim Report 24 EU-Wahl: Mathematisch-statistisch sind Abweichungen bei Briefwahl nicht erklärbar und ein entsprechendes Video über RTV auf YT:
    Massive Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl.

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