Zum Grundgesetz-Jubiläum: Petition für Recht auf analoges Leben

24. Mai 2024von 1,9 Minuten Lesezeit

Die Digitalisierung des Alltags nimmt immer mehr zu. Eine Petition fordert den Schutz des analogen Lebens ins Grundgesetz aufzunehmen. 

Eine Petition an den Bundestag fordert, dass ein „Recht auf Leben ohne Digitalzwang“ ins Grundgesetz aufgenommen werden soll. Initiiert wurde die Petition vom Verein Digitalcourage, denn immer mehr werden die Bürger in die digitale Welt gezwungen und genötigt. Dadurch werden schon jetzt Leute ausgeschlossen – und der Zwang nimmt immer weiter zu.

Digitalisierung des Alltags

In der Petition, die man hier finden kann, heißt es:

„Die Wahrnehmung der Grundrechte und der Daseinsvorsorge, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und die Nutzung der öffentlichen Infrastruktur (z.B. Post, Bahn, medizinische Versorgung) darf nicht davon abhängig gemacht werden, dass Menschen das Internet, ein Smartphone oder bestimmte Software benutzen.“

Aktuell sieht der Verein „dringenden Handlungsbedarf“, da bestehende Dienste „mit hohem Tempo“ durch „Smartphone-gebundene Leistungen“ ersetzt werden würden. Als Beispiel führt man etwa die Deutsche Post DHL an. Einige Fächer der Packstationen lassen sich mittlerweile nur noch mit Smartphone öffnen. Außerdem nutze die Post die Smartphones der Kundschaft, um eine Verbindung zur Leitzentrale herzustellen. Die Deutsche Bahn wiederum nötige, die Menschen die Navigations-App zu benutzen. Dabei wird man getrackt, weshalb der Verein geklagt hat.

Digitalcourage hat die Petition an den Bundestag anlässlich des heutigen 75. Geburtstag des Grundgesetzes ins Leben gerufen. „Die Wahrnehmung der Grundrechte und der Daseinsvorsorge, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und die Nutzung der öffentlichen Infrastruktur dürfe nicht davon abhängig gemacht werden, dass Menschen das Internet, ein Smartphone oder bestimmte Software benutzen“, schreibt das Magazin Heise.

Dort heißt es auch:

„Es gibt Leute, die behaupten, das sei ein Problem, das irgendwann ‚wegsterben‘ würde. Das ist nicht nur zynisch, sondern auch schlicht falsch“, sagt Tangens. Der Digitalzwang betreffe nicht nur Seniorinnen, sondern auch Menschen, die ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung ernst nehmen, die nicht wahllos Apps auf ihrem Gerät installieren möchten und nicht bei jeder alltäglichen Handlung eine Datenspur hinterlassen wollen. Auch wer alternative Betriebssysteme nutzt oder bewusst App-Stores großer Anbieter ablehne, werde von digitalen Angeboten ausgeschlossen.

Bild pixabay / geralt


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9 Kommentare

  1. Georg Uttenthaler 25. Mai 2024 um 16:33 Uhr - Antworten

    Der Blick auf die Lage der Welt heute kann nur ein Dauerkopfschütteln provozieren. Noch nie kamen so viele selbstverschuldete Krisen zusammen: Energie- Lebensmittel- Gesundheits- Staats- Finanz und Klimakrise um nur ein paar zu nennen.

    Es herrscht ein Krieg der Politik gegen die eigene Bevölkerung: diese wird verdummt, verarmt, abhängiger und kränker gemacht, verängstigt und verunsichert und ihrer Grundrechte beraubt. Man weiß: für einen Systemwechsel der LINKEN Systemparteien braucht es die totale Kapitulation der Bürger durch Armut, Entrechtung und für diese steht Van der Bellen mit seinen unfähigen Handlangern der ÖKO- Kommunisten Babler-Kogler, Nehammer und Reisinger. Dann steht dem globalen Staats-und Konzernkommunismus des WEF. unter der Regenbogenfahne, in welchem einem “nichts mehr gehört, aber trotzdem glücklich sein wird” nichts mehr im Wege.

    Leider befindet sich Österreich in Händen einer „strunzdummen“ trägen Mehrheit von ( ca.50% NICHTWÄHLER sind die größte Partei, das ist eine Schande für unsere Demokratie!!), die bisher jede Lüge geglaubt hat, die man ihr in Krone und dem ORF- ZIB aufgetischt hat. Es wird Zeit für einen langen Sommer der Ab und Aufklärung und ein Ende dieses elenden Covid- Panik- Regimes, das wir so schnell wie möglich loswerden müssen. Wir haben es in der Hand, am Zahltag 9.Juni und im September diese LINKE grün-rote,türkise,rosa- Sauce in die Wüste zu schicken, wir müssen es nur TUN und unseren „HINTERN“ bewegen!!!

    • xbtory 28. Mai 2024 um 14:53 Uhr - Antworten

      Nun, die Klimakrise gibt es nur in den Köpfen – wie Gesundheitskrise, Staatskrise, Energiekrise. Die Staatskrise wird herbeigeredet – ist aber gewiss nicht da, Klimakrise ist pure Lüge und Verblödung, Gesundheitskrise wird auch herbeigeredet, freilich ist Lauterkrach gut dabei, eine echte Gesundheitskrise zu erzeugen – durch administrative Fehl- und Totschlag-Regulierungen. Einzig die Finanzkrise ist echt und wirklich da – aber eben System-immanent.

  2. BoniBonus 25. Mai 2024 um 5:27 Uhr - Antworten

    Und morgen stellen wir Telefonzellen wieder auf und zu Hause regiert das Tastentelefon.
    Wir können die politische Verwahrlosung nicht mit einem analogen Rückzieher wieder ungeschehen machen. Pferdekutschen will ja auch keiner mehr (bis auf die grüne Sekte)

    • xbtory 25. Mai 2024 um 10:49 Uhr - Antworten

      Das ist die, entschuldigen Sie bitte, billige, alte, blöde Zurück-in-die-Steinzeit-Argumentation. Nein, niemand will zurück in die Steinzeit. Aber das Weltbild, dass technische Neuerungen das Leben nur besser machen würden, ist falsch und am Abstreben. Der wahnhafte Modernismus stirbt aus.
      Ist es so schwer sich vorzustellen, dass man Technik IN MAßEN und SINNVOLL einsetzen kann? Und vor allem auch die negativen TECHNIKFOLGEN in den Blick nimmt und von daher abwägt!
      Der falsche Einsatz von Technik ist vor allem geschuldet A) dem verrückten Weltbild (zB die eingebildet angeblich mögliche Rundumversicherung in allen Lebenslagen, Anschnallpflicht, Rauchverbote, irgendwann geht man sogar mit Helm spazieren, im Wald sieht man allen Ernstes Schilder: „Vorsicht! Äste könnten abbrechen und einem auf den Kopf fallen“, …) und B) dem kranken System (Profite um jeden Preis, Wettbewerb, Konkurrenz seien natürlich (Darwinismus) und gut und wünschenswert und als gesellschaftlicher Wert förderlich).

  3. Olaf 25. Mai 2024 um 0:04 Uhr - Antworten

    Das Reichensystem kann so etwas aber nicht tun, jedenfalls nicht vollumfänglich, weil es dann immer mehr den uns befreienden Fortschritt für uns und nicht gegen uns einsetzen müsste und damit ein Systemchange in unserem Sinne stattfinden müsste, was die Macht und die Kontrolle immer mehr wegschmelzen würde, wie bei einem Eisberg im Sommer.

    Daher wird dies entweder komplett abgelehnt/nicht beachtet, oder es kommt in so einem massiv abgespeckten Modus, der zwar mit ach und krach, zumindest temporär, diese Möglichkeit offen hält, aber eben nur soweit, dass das System schlussendlich keinen Machtverlust befürchten muss und die Mehrwerte des Fortschritts, minimalst dafür aufgewandt werden müssen.

    Es geht nicht anders..
    Wenn es einen echten Change geben würde, in unserem Interesse, würde das nicht nur einen gewaltigen Machtverlust bedeuten, sondern müsste einen massiven Wandel im System auf der anderen Seite des Zaunes bei den Besitzenden logischerweise erzwingen.
    Das machen diese Leute niemals freiwillig mit. Das wäre so ähnlich zu betrachten, als wenn man die Massenmedien gegen wahrhaftig neutrale Medien ersetzt und statt Scheindemokratie dazu noch tatsächliche Volkseintscheide einführen würde und das ganz ohne die stetige negative Propaganda.. Das würde dieses System in den Grundfesten erschüttern…
    Und genau so wird man so ein Recht auf analogs Leben wenn, dann auf absoluter Sparflamme integrieren (müssen) und alle Vorteile beim beherrschbaren digitalen Leben einführen, damit die Masse schlussendlich sich nicht oder nur bei maximalen Druck ins analoge sehr sehr spärliche Leben flüchtet.

    Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, solange wir diese Machtpyramide mit den entsprechenden Besitzverhältnissen und damit Druckpotential gegen uns haben..

    Daher wird es eben einen echten Wandel nur von „Unten“ geben können. Es gibt keinen anderen Weg ausser der der Dystopie. Und eines nicht mehr weit entfernen Tages, wird der Fortschritt diese Menschen in der Machtpyramide zur absoluten Herrschaft ermächtigen und dann haben wir ein Problem, dass wir besser heute schon vorsorglich mit Systemchange in unseren Interesse beenden, denn dann wird es wen überhaupt nur mit massiven Verlusten möglich sein.

  4. Jan 24. Mai 2024 um 22:24 Uhr - Antworten

    Ich kenne keine Rechtsnorm, die den Bürger verpflichtet, für Behörden oder öffentliche Dienstleister ein Smartphone betriebsbereit zu halten.

    Sie machen es vermutlich über Vergünstigungen. Bei Behörden und Staatskonzernen ein Unding.

    Auch in Österreich ist es bei vielen Ämtern nicht mehr möglich, ohne digitale Terminbuchung vorzusprechen. Das schließt viele Menschen, die ein Recht auf die Dienstung haben, aus. Ich halte das für klar verfassungswidrig. Es muss auch für Blinde, Analphabeten und Personen ohne Internetkompetenz möglich sein, bei Behörden vorzusprechen. Warum man nicht eine Service-Nummer anrufen kann, die den Termin bucht, erschließt sich mir nicht.

  5. freeshakya 24. Mai 2024 um 19:57 Uhr - Antworten

    Vor 2 Jahren wurde das GG mit Füßen getreten !!!
    Was gibt es da jetzt zu feiern ?

  6. federkiel 24. Mai 2024 um 15:37 Uhr - Antworten

    Nun, das fordert neuerdings auch Babler, als Zukunftsgarantie für alle Generationen. Da hätte die SPÖ früher das Maul aufmachen müssen, viel früher, denn dieser Zug ist längst abgefahren.

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