
Deutschland: Laden von E-Autos und Betrieb von Wärmepumpen kann ab 2024 eingeschränkt werden
Es ist ein altes Dilemma: Wenn am meisten Strom gebraucht wird, wird am wenigsten produziert. Durch die politische Energiewende wurde das Problem verschärft dank Photovoltaik. Und sollte es schneien, fällt Solarstrom nahezu gänzlich aus. Die deutschen Stromnetzbetreiber werden daher ab 2024 befugt, Strom für Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge (EV) zu drosseln, um die Stabilität des Netzes zu erhalten, das unter chronischem Investitionsmangel leidet.
In ganz Europa bleiben die Investitionen in die Netze hinter dem zurück, was angesichts der zunehmenden Verbreitung von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen erforderlich ist. „Die Wartezeiten für Genehmigungen zur Netzverstärkung liegen zwischen 4 und 10 Jahren, bei Hochspannungsleitungen sogar zwischen 8 und 10 Jahren“, erklärte die Europäische Kommission kürzlich bei der Vorstellung eines neuen Aktionsplans zur Beschleunigung des Ausbaus der Stromnetze.
„Die Netze müssen den Übergang zu einer sauberen Energieversorgung ermöglichen und nicht behindern“, sagte Kadri Simson, EU-Kommissar für Energie.
In Deutschland ergreift die Netzregulierungsbehörde, die Bundesnetzagentur, jetzt Maßnahmen zur Drosselung der Stromlieferungen an E-Fahrzeuge und Wärmepumpen, um den Druck auf das Netz zu verringern.
„Wir treffen heute Vorkehrungen, damit Wärmepumpen und Ladeeinrichtungen für Elektroautos schnell angeschlossen und sicher betrieben werden können„, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.
Die Netze werden aber durch den Zwang zu Wärmepumpen und E-Autos vor nahezu unüberwindbare Probleme gestellt. Die derzeitige Wettersituation mit Schnee auf den Solarpanelen und nächtlichen Temperaturen um die minus 10 Grad. Lassen den Strombedarf in die Höhe schnellen. Spätestens ab minus 5 Grad ist der Wirkungsgrad der Wärmepumpen im Keller. Ab plus 5 Grad Außentemperatur wird immer mehr zusätzliche Energie zum Enteisen des Wärmetauschers benötigt.
Die Erwärmung des Wassers für Heizung und Warmwasser erfolgt mit sinkenden Temperaturen zunehmend durch die elektrische Zusatzheizung, der Strombedarf erreicht Höhen, die mit den bisherigen Netzen und Produktionskapazitäten nicht gedeckt werden können.
Investition in den Ausbau erfordert zusätzliche Mittel, die den Strompreis in die Höhe treiben. Der Green Deal wird zum circulus vitiosus. Der EU und den grünen Politikern offenbar völlig egal, die Zeche zahlen ohnehin die Konsumenten.
Auf Seite der Produktion ist das die Folge:

Drosselung der Geräte
Die Bundesnetzagentur bewegt sich auf einem schmalen Grat: Soie muss dafür sorgen, dass die Lichter nicht ausgehen und gleichzeitig 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr und 15 Millionen Elektroautos bis 2030 integriert werden. Dank eines jüngsten Urteils des EU-Gerichtshofs, das dessen Unabhängigkeit stärkt, hat er dafür neue Befugnisse.
Künftig können die 880 lokalen Netzbetreiber des Landes neue Wärmepumpen oder Wandladestationen für Elektroautos in ihrem Versorgungsgebiet nicht mehr blockieren.
Im Gegenzug dürfen sie die Geräte drosseln, wenn durch die Stromnachfrage „akute Schäden oder eine Überlastung des Netzes“ drohen.
Während dieser Zeit erhalten die Geräte eine Drosselung von 4,2 Kilowatt pro Stunde – damit können Wärmepumpen weiterlaufen und Elektroautos innerhalb von zwei Stunden für eine 50-Kilometer-Fahrt aufgeladen werden, so die Regulierungsbehörde. Andere Haushaltsgeräte werden davon nicht betroffen sein.
Selbst diese Zahl ist den angesprochenen Unternehmen zu hoch. „Wir kritisieren, dass die BNetzA die garantierte Mindestleistung sogar noch von 3,7 KW auf 4,2 KW erhöht hat“, betonte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der die „Praxistauglichkeit der sehr großzügigen Garantie“ erst noch beweisen müsse.
Die Regeln treten am 1. Januar 2024 in Kraft, mit einer zweijährigen Schonfrist. Ab 2025 will Deutschland mit zeitvariablen Verbrauchstarifen ernst machen und Verbraucher zu Tageszeiten belohnen, in denen billiger Solar- oder Windstrom im Überfluss vorhanden ist.
Bis dahin haben Besitzer von Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge die Möglichkeit, ihre Rechnungen um 110 bis 190 Euro zu senken, indem sie den lokalen Netzbetreibern gestatten, die Stromzufuhr bei Bedarf zu reduzieren. Wenn die Geräte an einen speziellen Zähler angeschlossen sind, können die Strompreise sogar um 60 % gesenkt werden.
Wärmepumpen und EV-Ladegeräte können direkt über SmartMeter gesteuert werden. Das ist natürlich nur der Anfang des Problems, das sich mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung und der steigenden Nachfrage nach Heiz- und Autostrom weiter verschärfen wird.
Was anfangs vielleicht noch die „Ausnahme“ ist, wird schnell zur Regel werden.
Wenn Sie also im Winter Ihr Haus heizen oder Ihr Auto aufladen wollen, um am nächsten Tag zur Arbeit zu fahren, haben Sie Pech gehabt.
Wir steuern übrigens auf deutlich kältere Zeiten zu, wie hier erklärt:
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Bild von HarmvdB auf Pixabay
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zu Eristwiederzurück
Der Heizstab ist nur EINE Komponente der elektrischen Beheizung. Die Pumpe selbst ist auch ein Wärmeerzeuger. Ich meine aber nicht die meist verloren gehende Abwärme der Pumpe sondern die Arbeit, die die Pumpe in das Wärmeübertragermedium einbringt. Das Arbeitsmedium wird durch Verdichtung erwärmt. Über völlig blödsinnige Umwege wird Strom in Wärme verwandelt. Es ist eher der seltene Ausnahmezustand, dass eine Wärmepumpe netto mehr Energie in Form von nutzbarer Wärme abgibt als in Form von Strom hineingegeben wurde.
Die Pumpe verbraucht Strom und ein großer Teil dieses Stromes wird in Verdichtung und damit Heiz-Wärme umgesetzt. Genau das soll durch „Argumente“ wie die von diesem T*oll unterschlagen werden.
Wärmepumpen sind zu 80% nichts weiter als komplizierte, störanfällige, fernsteuerbare Elektroheizungen.
Wärmepumpen sind die moderne, technikfetisch-befriedigende Neuauflage der „Nachtspeicheröfen“ für die neue Atomkraftwerke-Generation des kranken Gates-Kragens.
Kleine Korrektur
ich meinte natürlich „zu Esistwiederzurück“
Es fühl sich sogar dadurch angesprochen: „Lassen Sie sich nicht von Posts wie die eines Ibrecht Torz beeinflussen.“
Escht luuschtig das Luutscher
Abschaltung und/oder Drosselung wird erst durch den „Smart Meter“ möglich. Vielleicht könnte tkp zu diesem Thema mal einen aktuellen Beitrag veröffentlichen um hier Aufklärungsarbeit zu leisten, welches Spionage/Fremdkontroll-Gerät so viele Haushalte freiwillig installieren haben lassen.
„Abschaltung und/oder Drosselung wird erst durch den “Smart Meter” möglich.“
Das muss nicht unbedingt stimmen. Viele Geräte werden heute schon mit Fernwartungs-Möglichkeit oder gar -Pflicht ausgestattet. ZB große Li-Ionen-Akkus für Solaranlagen. Die können dann vom Hersteller zb in ihrer Speicher-Kapazität reduziert oder auch ganz abgeschaltet werden.
Die Zugriffsmöglichkeiten auf unser gekauftes, bezahltes, angeblich sich in unserem Besitz befindlichen Eigentum werden immer frecher. Computer, Smartphones, Autos, Anlagen, …. inwiefern verfügen wir eigentlich noch tatsächlich über unseren Besitz?
Im Bewusstsein dem Artikel zu wiedersprechen, dennoch einen Festsztellung zur Effizienz von Wärmepumpen.
Durchschnittlich beträgt der Anteil, an dem der Elektroheizstab in unseren Breiten zum Einsatz kommt, maximal fünf Prozent des gesamten jährlichen Heizbedarfs. Dieser ist bereits in der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe mit einberechnet. Die JAZ ist die wichtigste Kennziffer zur Effizienz der Wärmepumpe. Sie arbeitet also auch bei extrem niedrigen Temperaturen noch immer effizient.
Ich habe meine Heizkosten nach dem Einbau einer Wärmepumpe, schon vor einigen Jahren, auf ein Drittel gesenkt und mit den aktuellen Strompreisen sind es immer noch 50 Prozent, gegenüber der einstmaligen Ölheitzung.
Wer der sektenartigen Schlechtmacherei dieser Technologie anhängig ist, der soll einfach mit Gas und Öl weiterheizen aber diejenigen in Ruhe lassen die durch durch die Investition in diese Technologie, viel Freude an ihrer Ersparnis haben.
Danke.
Randnotiz:
Wenn der Strom zeitweise ausgeschaltet wird, funktionieren auch Gas und Ölheizungen nicht mehr.
Hallo Christian,
haben Sie die Gebäudehülle energetisch saniert oder beziehen Sie die Halbierung der Heizkosten auf die selbe Heizwärmemenge (kWh)?
Welchen Typ von WP betreiben?
Über mehrere Jahre haben Sie ja nun Erfahrung, wie steht es mit der wirklich ermittelten JAZ?
vG
Calama
6. Dezember 2023 at 12:51Antworten
Nein. Die Gebäudehülle und die Fenster wurden nach dem Einbau der Wärmepumpe nicht verändert.
Die tatsächliche JAZ liegt etwa 25 niedriger als die technisch angegebene.
Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, was die Effizienz betrifft.
Kleiner Tip.
Lassen Sie sich nicht von Posts wie die eines Ibrecht Torz beeinflussen.
Der hat erstens keine Ahnung und zweitens würde er Wärmepumpen aus ideologischen Gründen auch dann ablehnen wenn sie einen Wirkungsgrad von 1000 Prozent hätten.
Solche Menschen sind gefangen in ihrem Wahn.
Einfach Klasse, was das da dem Co-Tr*ll schreibt:
„Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, was die Effizienz betrifft.“
„… wenn sie einen Wirkungsgrad von 1000 Prozent hätten.“
nun, warten wir halt noch ein Paar Jahre, dann sind wir sicher bei 100.000% Wirkungsgrad …. rofl
Escht lusschtig diese Lutschen.
:-)
Also eine Quintessenz des Artikel ist, das die Klimapolitik in Deutschland (und anderswo) ein Paradoxon ist, denn : Die technischen Ansätze der Klimapolitik (zur Vermeidung oder Verringerung des Co2-Ausstoßes) mit dem Ziel den Klimawandel aufzuheben funktionieren nur, wenn der Klimawandel (sprich die Erwärmung) stattfindet. – Siehe oben „…… Spätestens ab minus 5 Grad ist der Wirkungsgrad der Wärmepumpen im Keller. Ab plus 5 Grad Außentemperatur wird immer mehr zusätzliche Energie zum Enteisen des Wärmetauschers benötigt. „. Nicht Auszudenken, wenn die Klimaschwankungen zum großen Teil durch andere Einflussgrößen verursacht werden und wir die nächsten Jahre mit etwas Abkühlung vorlieb nehmen müssen.
Wärmepumpen-Abschaltung bei Lastspitzen sind ein alter Hut, das gibt es seit vielen Jahren in Form von Wärmepumpen-Sondertarifen. Der Strom kostet dann etwa 25% weniger als Haushaltsstrom. Die Sperrzeit wird durch Pufferspeicher überbrückt.
Die braven Teutonen im 2. Energiekriegs-Winter 23/24:
„Unsere Stromnetze brachen, aber unsere Herzen nicht!“
Der Dunkelflaute zum Trotz, im eisernen Vertrauen in die Führung, kämpft bis zum Endsieg der grünen Energiewende!
0,6 % Solarstrom am 1. Dezember 2023 in Deutschland
Hermann Scheer war ja ein durchaus sympathischer und auch idealistischer Mensch. Aber mit seiner radikalen Energiewende ist er leider komplett falsch gelegen.
Wenn die Sonne kaum scheint, so wie in Deutschland und Österreich im Herbst und im Winter, helfen noch so viele Solar-Paneele nicht weiter.
Europäisch gedacht sollten wir die Solar-Paneele eher in Neapel, Split oder Thessaloniki aufstellen und nicht in Bremen oder Hamburg.
Die russischen Gasfelder Urengoi und Jamal hätten Deutschland wahrscheinlich noch 100 Jahre mit Erdgas versorgen können.
Ich habe schon vor Jahren vorausgesagt, dass die Leistungsaufnahme privater Haushalte auf 5kW beschränkt werden wird. Warum wohl wurde die Glühbirne verboten und Staubsauger auf 600W beschränkt? Anders ist ein Land mit einer angebotsabhängigen Stromversorgung nicht managebar. Das E-Auto ist beste Revolutionsprophylaxe. Da will man morgens zum Aufstand fahren und dann ist der Akku leer.
„Wir steuern übrigens auf deutlich kältere Zeiten zu“
Und vor allem steuern wir auch auf eine Renaissance des Atomstroms zu. Genau geplant, genau so eingefädelt, genauso gewollt – mittels und dank der CO2-Deppen.
Erst die Stromabhängigkeit maximieren („Wärmepumpe“ = elektrische Heizung, …) , die Stromerzeugungs-Diversität vermindern (Gas, Öl, Kohle verteuern, verteufeln, unterbinden), untaugliche Lösungen durchdrücken (Wind, Solar) – und dann die Leute vor die Wahl stellen zu frieren oder doch lieber Atomstrom „gut zu finden“.
Und wohin mit dem Atommüll? Wer die Kosten für Entsorgung und Endlagerung von Atommüll in den Atomstrom hineinrechnet, wird sich keinen einzigen Watt von dieser „sauberen“ Energie leisten können.
Und die Versicherung die zur Zeit ganz einfach die Allgemeinheit trägt!
Jeder ist ungefragter Versicherungsträger!
Endlich einer, der es verstanden hat.
Hat sich denn niemand gefragt, warum gerade BillyBoy seit Jahren Unsummen in die Herstellung von µ-Atomkraftwerken investiert hat?
Wie mein Vorredner schon geschrieben: erst alles auf Elektro umstellen, dann Kohle und Gas und die bestehenden Atomkraftwerke aussortieren.
Das mit dem Solar und Wind war doch schon vor Jahren ein totes Pferd.
Wenn etwas nur mit Subventionen als Geschäft durchght ist es doch schon Müll.
Atomkraftwerke als Abbo. Und der Gewinn ist auf Jahrzehnte gesichert.
Du kannst halt keinem was verkaufen, wenn er es schon hat!
Grün heißt: Geldmachen.
Atomkraft liegt weltweit bei ca 5% der Primärenergie. Um den Rückgang bei Öl auszugleichen, müsste sich der Bestand alle paar Jahre verdoppeln. Um das zu finanzieren müsste die Kreditmenge erhöht werden, wa zu Inflation führt.
Das Ende der Ressourcen bezieht sich ja nicht nur auf Öl. Die „secular stagnation“ wird nicht nur durch Öl ausgelöst.