Insekten in Schul-Menüs in Australien und Wales

12. September 2022von 2,3 Minuten Lesezeit

In 1000 australischen Schulen gibt es mittlerweile Insektenchips für Kinder. In Wales läuft ein Pilotprojekt. Insektennahrung soll offenbar über die Kinder normalisiert werden. 

Die Transformation des menschlichen Ernährungsplanes von Fleisch auf Insekten ist im Gange. Langsam und stetig wird der Verzehr von Insekten normalisiert. In Australien haben 1000 Schulen begonnen, Insektenchips anzubieten.

Mehlwurmsnacks

Man vermarktet die Chips als „gesund“ und „umweltfreundlich“. Journalist Peter Imanuelsen glaubt, dass es einen Grund hat, warum man Kindern die neue Nahrung aufdrängt. Anders als Erwachsene könne man Kinder leichter für Insektennahrung begeistern.

In einem Interview mit Schulkindern zeigte sich aber, dass die Kinder gar nicht wissen, was sie essen. Der „Daily Telegraph“ sagte zu den Kindern etwa:

„Chips sind toll, nicht wahr, und diese Chips sind noch besser, denn ich glaube, sie sind besser für dich, wusstest du das? Ja, dann dürfen Mama und Papa dir vielleicht mehr Chips geben. Gutes Zeug“, sagte der Interviewer.

Ein leckerer und gesunder Snack.

Essen, das auf Insekten basiert, kommt aber nicht nur in Australiens Schulen auf den Speiseplan. In Wales läuft ein Projekt an vier Grundschulen. Das Ziel des Pilotprojekts ist es, herauszufinden, wie groß der Appetit der Kinder auf „alternatives Eiweiß“ von Grillen und Mehlwürmer ist.

Klimaschutz

Indem man die neue Nahrung zuerst unter Kindern normalisiert, hofft man, dass sich auch die Eltern dafür öffnen. Wie der „Daily Telegraph“ es oben schon gesagt hat: Sollten die Kinder anfangen, die neuen „Snacks“ zu mögen, werden sie die Eltern auffordern, diese auch zu kaufen. Sind sie einmal in der Snacklade, dann greifen vielleicht auch die Erwachsenen zu.

„Viele Kinder haben die Fähigkeit zu piesacken und können daher in einigen Fällen eine große Rolle bei der Ernährungsumstellung in der Familie spielen“, sagt Verity Jones von der University of the West of England in Bristol, die an der Studie in Wales beteiligt ist.

Imanuelsen interprtiert die Worte von Jones eindeutig: „Da haben Sie es also. Man will Kinder benutzen, ihnen eine Gehirnwäsche verpassen, damit sie glauben, dass es gut ist, Käfer zu essen, und sie dann dazu bringen, auch ihre Eltern davon zu überzeugen, die Käfer zu essen.“

Dass sowohl in Australien als auch in Großbritannien versucht wird, Käferessen zu normalisieren, würde für ihn zeigen, dass der Versuch koordiniert sei.

Mehlwürmer, die bisher als Vogelfutter verwendet werden, sind im Vergleich zu Kühen große Klimaschützer. Mit Insektennahrung ist das Klima zu retten.

Bild Wilhelm Thomas Fiege / insektenwirtschaft.deMehlwürmer als LebensmittelCC BY-SA 4.0

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31 Kommentare

  1. Elisabeth 14. September 2022 at 3:29Antworten

    https://report24.news/krank-australische-schulen-verfuettern-bereits-fleissig-insekten-chips-an-kinder/
    Hier wird auch davon berichtet, dass Zuchtinsekten sehr stark von Parasiten befallen sind, die sich in vielen Fällen auch für Menschen als Gift auswirken können.

    Weshalb meine Beiträge alle gelöscht wurden, ist mir ein Rätsel.

  2. Elisabeth 14. September 2022 at 3:19Antworten

    Test

  3. ibido 12. September 2022 at 22:03Antworten

    Dr. Michael Nehls schreibt, dass in der Evolutionsgeschichte des Menschen sich die Fischer – nicht die Jäger – durchgesetzt haben. Mit Fisch wurde der Proteinbedarf gedeckt und die wichtigen, gehirnentwicklungsfördernden Omega3-Fettsäuren zugeführt. In der Nahrungsmittelkette zu unterst stehen die Algen, die das Omega 3 produzieren.

    Algenfarmen könnten platzsparend und unabhängig von nährstoffreichen Böden das Öl produzieren. Damit wären mehrere Probleme gelöst:
    – Ernährung der Welt (Hunger)
    – Omega3 ist gesundheitsfördernd, Gehirnentwicklung / Intelligenz fördernd
    – gut für die Umwelt: Algen wachsen durch CO2 + Sonnenlicht und erzeugen Sauerstoff.
    Buch: Algenöl Die Ernährungsrevolution aus dem Meer von Michael Nehls

    Da wäre Forschung und Ausbau meiner Meinung nach viel besser investiert, als in Insekten.

  4. Filipendula 12. September 2022 at 20:28Antworten

    Wir brauchen uns keinen Illusionen hingeben. Wenn die die Weltbevölkerung mit Insekten ernähren wollen, dann sind diese sicher in Massentierhaltung hergestellt. Das wird nicht anders zugehen als jetzt in Hallen mit z.B. zigtausenden Hühnern. Der Einsatz von Antibiotika und anderem, was uns nicht guttut, sind garantiert. Und wo hab ich neulich gelesen, dass sie mit Pflanzenölen gefüttert werden sollen, war es bei Mercola oder so? Jedenfalls werden sie nicht „grassfed“ sein. Guten Appetit!

    Und selbst wenn sie Bio sein sollten, ist die Haltung sehr zu hinterfragen. Wie kann es sein, dass Kühe jahrein jahraus den Silo-Gatsch fressen, und die Produkte dann bio-zertifiziert sind. Es ist schon vieles im Argen.

  5. Monika 12. September 2022 at 20:26Antworten

    da würde man ja die ganzen Innereien der Mehlwürmer und den Darminhalt ja auch gleich mitessen-haha
    Buon appetito!!!!!!!!!!!

    • Mia Wu Ast 12. September 2022 at 22:15Antworten

      Tut man das bei Schrimps & Garnelen nicht ohnehin?

  6. Mia Wu Ast 12. September 2022 at 19:20Antworten

    Ob der Verzehr von Insekten jetzt gescheiter ist als das Essen von Geflügel, Fisch und/oder Säugetieren ist wahrscheinlich müßig zu diskutieren; in manchen Ländern werden fritierte Heuschrecken gegessen und niemand hat dort ein emotionales oder gesundheitliches Problem damit. Als ein Kindergartenkollege eines meiner Kinder vom dortigen Urlaub zurückkehrte haben die Buben im Garten Regenwürmer gesammelt und gegessen – ist auch nichts gravierendes passiert.
    Problematisch wird das für mich genau dann, wenn dafür eine industrielle „Produktion“ aufgebaut wird. So wie wir das bei Hühnern, Puten, Schweinen, Rindern,… schon haben. Dann ist der Geschäftemacherei einiger weniger wieder Tür & Tor geöffnet.
    Aber vielleicht bringen die bakteriell verseuchten Microschrott-Fliegen die Mehlwürmer ja um…das wäre für mich eine verdiente Antwort des Universums…

    • OMS 13. September 2022 at 9:34Antworten

      Genauso ist es! Dafür ist bei uns in den Wohngebieten die Haltung von Nutztieren (Hühner, Gänse, Tauben, Hasen, usw.) untersagt. Wenn viele in den EFH-Siedlungen einen kleinen Stall für diese Nutztiere hätten, bräuchte man nicht so viel Massentierhaltung. Aber in den modernen Wohnsiedlungen darf ja kein Hahn krähen und muss alles leise und steril sein. Den Menschen geht es einfach viel zu gut. Eier und Fleisch wachsen aber nun einmal nicht im Supermarkt. Das Obst und das Gemüse, welches früher noch in vielen ländlichen Haushalten im eigenen Garten gezogen worden war, auch nicht. Dafür gibt es jetzt englischen Rasen und Ziergärten mit Mähroboter, nur der (geringe) Teil an Selbstversorgung den gibt es nicht mehr.

  7. Hans im Glück 12. September 2022 at 18:29Antworten

    Egal, ob mir das schmeckt, ich halte es für keine gute Idee.
    Wenn Milliarden Menschen anfangen Insekten zu essen, werden meiner Meinung nach Nahrungsketten gestört und unterbrochen. Das kann gravierende Auswirkungen haben. Für mich eine Scheiß Idee.

  8. Gabriele 12. September 2022 at 18:00Antworten

    … Gach…das Lieblingsessen der Klingonen – diesfalls noch lebendig. :-)
    Schädlich dürfte es auf keinen Fall sein, wenn „bio“. Vergleicht man es mit dem üblichen Mikrowellenfraß, dann täten wir uns damit was Gutes.

  9. Jens Tiefschneider 12. September 2022 at 17:25Antworten

    Vermutlich gesünder, als unsere Chemo-Chips hier in den Supermärkten.

  10. Dr. No 12. September 2022 at 16:43Antworten

    Wenn sowas für den menschlichen Körper nützlich wäre, wären wir dabei geblieben im Laufe unserer Evolution. Auch die Völker in Asien und Afrika die Insekten essen, ernähren sich nicht nur von Insekten sondern nehmen auch andere Sorten von Protein zu sich. In unserem Fall, wird jedoch das Tierische Eiweiß komplett durch Insektenmehl bzw. Kunstfleisch aus dem Labor ersetzt, wie in der Initiative EAT von Bill und Melinda Gates Foundation beabsichtigt ist, um die Umwelt von den “Abgasen” der Masttieren zu retten und die Energie der Fleischverarbeitung zu sparen. Mal sehen was für Krankheiten diese grandiose Idee noch mit sich bringen wird, was wieder durch den Mainstream schön geredet wird und mit der Einführung des digitalen Grundeinkommens garantiert unumgänglich sei wird. Aber das sind alle Verschwörungstheorien, nicht?

  11. Veron 12. September 2022 at 16:28Antworten

    Mehlwürmer sollen gesund sein? Ich erinnere mich noch aus meiner Aquarien-Zeit, dass sie als Futter für gewisse Großfische nicht auf Dauer geeignet waren. Woher soll so eine Insektenlarve denn Vitamine und andere wichtige Nährstoffe haben, wenn sie sich selbst nur von Mehl ernährt .. .. das wissen Vogelliebhaber sicher auch.

  12. ga 12. September 2022 at 15:55Antworten

    Wem beim obigen Titelbild das Wasser im Mund zusammenläuft, der möge gern und reichlich zugreifen. Vielleicht sollte wir uns wieder auf unsere Instinkte verlassen – wenn etwas nur ‚runtergeht‘, wenn es nicht erkennbar ist, dann sollten wir es vielleicht eher nicht zu uns nehmen?? Globaler Proteinmangel kann übrigens nicht die Rationale des Propagierens dieser neuen ‚Lebensmittel‘ sein: wie alle wissen, lebt z.B ein Großteil Indiens vegetarisch und bezieht ausreichend Eiweiß aus Hülsenfrüchten. Kein Mensch braucht Insekten – es sei denn, er ist als Schiffbrüchiger auf einer unbewohnten Insel gelandet.

  13. Vmir 12. September 2022 at 15:55Antworten

    Mein Leben war vor 20 Jahren auch noch geprägt mit Fleischessen von Tieren. Da ich auf kleinen Bauernhof aufgewachsen bin, hat man mich gelernt Tier zu schlachten so wie Hüner, Hasen, junge Ziegen und ein Schwein habe ich auf der Seele. Kleine Katzen hat man nur vergraben in einen Graben, weil man die nicht alle füttern konnte. Mein Herz weint heute, wie wir die Lebewesen Tieren hingerichtet haben.
    Heute sind wie fasst 8 Milliarden Menschen auf der Erde mit Fleischkonsum um ca. 150 kg in Jahr per Einwohner in Westen und vor 50 Jahren wahre es unter 4 Milliarden Menschen mit Fleischkonsum um ca. 50 kg in Jahr per Einwohner in Westen. Wir haben aber nicht jeden Tag Fleisch und Fleisch gehabt, es gab Fleisch am Feiertag und Sonntag, aber in Sommer gab es Sonntage ohne Fleisch.
    Mein Herz weint noch mehr über folgen die durch Fleischessen kommen sowie: Ausbietung der Natur und Tiere, Kriege und natürlich gegenseitiger Kampf auf allen Ebenen der Zerstörung.

  14. rudi & Maria fluegl 12. September 2022 at 15:44Antworten

    Wenigstens wird das Argument gegen das ich schon seit 50 Jahren kämpfe ab ad absurdum geführt.
    Der edle Jäger, der durch Fleischkonsum die notwendige Vergrößerung der Hirnkapazität schuf.
    Ich verwies auf das Wild das sich abhängen musste um Verwesung zu starten um für Menschen genießbar zu sein. Also eigentlich Aas. Auf das notwendige Feuer. Auf den Sammler. Sammeln konnte man alle Arten von Insekten. Aber auch Aas. Nüsse geben auch die notwendige Energie.
    Unter dem Licht richtiger Information, nicht unter der Propaganda von auch schon völlig verrückten Lebensmittelkonzernen, muss wirklich weitgehende Wahl der Ernährungweise gestattet werden.
    Für mich ist weitgehend unbehandelt die Devise.
    Der Irrglaube an Technologien, Konzern die die Welt retten ist absurd. deren Energieeinsatz für die Welternährung ist „Hauptmittäterschaft“!
    Leider finde ich das Ölaequivalent für 1 Kg konventionelles Brot nicht mehr.
    Im Hinterkopf -Erinnerungszeitraum 50 Jahre– habe ich 1 Liter Öl für 1kg Brot.
    Und aus dieser Zeit stammt auch noch die Erinnerung an einen Kalender, der auf jedem Blatt die notwendigen Backzusatzmittel zeigte! Neben dem schon raffinierten Mehl.
    für die Porengröße, die Farbe , die Haltbarkeit, die Konsistenz, gleichbleibenden Geschmack, Knetbarkeit und noch einiges schon vergessenes!
    Ein Verteidiger aus der Backindustrie ließ wenigstens diese Empfehlung für Bäcker aus:
    „““Erlaube mir daher folgenden Rat: Weise freiwillig sämtliche verwendeten Zutaten aller Brotsorten aus! Nenne dabei auch die Lieferanten, z.B. die Mühle, von der Du das Mehl beziehst! Gehe in den Dialog mit Deinen Kunden! Öffne Deine Backstube regelmäßig für Besucher! Bietet selbst Brotbackkurse an, um die entsprechende Nachfrage zu bedienen und zu demonstrieren, dass Du „richtig backen“ kannst! (Natürlich kannst Du das als Bäckermeister. Du hast es ja gelernt. Doch es gilt, dies zu zeigen, damit Dir die Kunden glauben)
    Wie dargestellt, engagiere ich mich beruflich für das Deutsche Bäckerhandwerk und werde es deshalb unterlassen, hier irgendwelche Forderungen aufzustellen. Dies ist Aufgabe der Politik und der Verbände. Allerdings kann ich jedem Bäckerkollegen nur empfehlen, auf seine Kunden zu hören und verstärkt den Weg der traditionellen Brotherstellung zu pflegen. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Es braucht nicht zwingend 15 – 25 verschiedene Brotsorten am Tag. Viele Kollegen gehen diesen Weg (den ich seit vielen Jahren in Büchern, Seminaren und Vorträgen propagiere) bereits. Manche davon jedoch leider im Stillen. Sie unterliegen damit zu Unrecht dem Klischee, dass alle Bäcker „nicht mehr selbst backen“ und viele Zusatzstoffe im Brot seien. Mehr denn je gilt daher: Gutes tun und drüber reden!“““

    Da befinden wir uns bei einem Lebensmittel. Zuerst käme noch Wasser!
    Rudi Fluegl

  15. Wolfgang Mayer 12. September 2022 at 15:08Antworten

    Was habe ich verbrochen, dass ich trotz mehrer Nachfragen und Beschwerden immer noch in der Kommentarfunktion auf TKP-Telegram-Kanal gesperrt bin. Ich erwarte zumindest einen Dialog. Wir müssen reden Herr Dr. Mayer . Es muss doch für den Kanal einen Admin geben, der mich wieder freischalten kann.

    • Wolfgang Mayer 13. September 2022 at 23:55Antworten

      Nun hat der Admin reagiert und gleich die gesamte Kommentarfunktion abgeschaltet. Herzlichen Glückwunsch!

  16. Eugen Karl 12. September 2022 at 14:37Antworten

    Mir ist es völlig wurscht, was so manch einer essen will, meinetwegen auch Fäkalien, das machen die Fliegen ja auch, die man dann seinerseits künftig wiederum verspeist. Ich esse indes weiterhin, was mir schmeckt, und will dabei ebenfalls in Ruhe gelassen werden. Missionare in Bezug auf meine Speisekarte kann ich nicht ausstehen. Ich bin Carnivore und werde es bis ans Ende meines Lebens bleiben, auch wenn alle anderen Plastik fressen. Schließlich wird man sich noch Rinder und Schweine als Selbstversorgung in den Garten stellen müssen. Dazu ein paar Hühner. Sei‘ drum! Auf Schafe kann ich dagegen gut verzichten.

    • Bettina 12. September 2022 at 21:48Antworten

      jep, meine Rede! ich esse auch, was ich mag, der Körper ist nicht ganz so doof, wie uns die verhärmten Ernährungsberaterinnen mit ihren knochigen Fingern immer weismachen wollen

  17. OMS 12. September 2022 at 14:26Antworten

    Eine überfressene Wohlstandsgesellschaft welche im Üerfluss lebt kann sich natürlich nicht vorstellen ein Insekt zu essen. Haben ja vergessen was Hunger ist.

    • Frühling 12. September 2022 at 16:08Antworten

      @Wolfgang Mayer. Da ich nicht auf dem Telegram Kanal unterwegs bin (kenne die Bedingungen dort nicht) und Ihre Beschwerde beim Support offensichtlich bislang nichts gebracht hat, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit sich einen neuen Account zuzulegen.

    • Bettina 12. September 2022 at 21:47Antworten

      und? ist das ein angestrebtes Ziel? nur damit ich weiß, wie beschissen es den Menschen früher ging, muss ich jetzt auch wieder zurück in die Steinzeit?

  18. Juergen Ilse 12. September 2022 at 13:38Antworten

    Ich hhalte es fuer ein (evt. von der Fleischindustrrie???) gestreutes Gerueht, dass das menschlichhe Verdauungssystem mit Proteinen aus Insekten ein Problem haette. Vegane Produkte aus Soja sind daa mit Sicherheit nichht vetraeglicher. Und der Mensch ist im Prinzip ein „Allesfresser“, ist also auf den Verzehr von pflanzen und Tieren (ohne eine BEschraenkung auf bestimmte Tiere) ausgelegt. Und wenn tatsaechlich etwas fehlen sollte (das halte ich fuer unwahrschheinlich) liesse sich das Problemlos aus Nahrungsergaenzungsmitteln ersetzen.

    • Frühling 12. September 2022 at 15:04Antworten

      Noch ein Nahrungsmittel, welches stark industriell verarbeitet werden muss, damit es bei Kindern den Igitt-Charakter verliert. Ich fände es besser, wenn Kinder (aber auch Erwachsene) klar erkennen können, was auf ihrem Teller liegt. Mir schmecken schon Chips ohne Insekten nicht – und ich bleibe deshalb lieber bei einer guten Scheibe Brot mit Butter.

  19. Juergen Ilse 12. September 2022 at 13:34Antworten

    Ich habe kein Problem mit Nahrung aus Insekten. Allerdings sollte sie fuer mich nicht unbedingt nach Insekten aussehen (nicht das Wissen woraus das Zeug besteht stoert mich, sondern das Gefuehl das ich dabei habe, und wenn das wirklich nach Insekten aussiehht, habe ich da (ohne rattionale Begruendung) ein ungutes Gefuehl.
    Eine Nutzung von Insekten als Basis einer proteinreichen Ernaehrung ist sicher keine schlechte Idee, kann doch die gleiche Proteinmenge (aehnlichh hohchwertig wie bisheriges tierisches Protein) mit erheblich weniger Resourcen produziert werden, als z.B. Rindfleich (das ich als Braten oder Steak ohnehin nicht sonderlich gern esse).
    Allerdings bin ich nicht ganz so begeistert von der Idee, Kinder (ohne Erklaerung, was sie denn da essen, bzw. woraus es produziert wird) zum „durchetzen solcher Nahrung auch bei Erwachsenen“ missbrauchen zu wollen …
    Ich denke, es waere ehrlicher, Erwachsene z.B. mit entsprechendeen Produkten im Supermarkt zu ueberzeugen (statt z.B. Fleischprodukte aus Soja zu simulieren, spricht nichts dagegen, entsprechende Produkte auch aus Insekten anzubieten, und evt. waere das sogar billiger als die „veganen Schnitzel/Bouletten/Cordon Bleu/…“ …
    Ichh wuerde mich gegen solchhe Produkte nicht sperren, sofern der PReis stimmt (wenn so etwas natuerlichh ein vielfaches der entsprechenden konventionellen Fleischprodukte kostet, hoert bei mir dann allerdings irgendwann der Spass auf). Ich hhabe auch nichtss gegen vegetarische Produkte. Bei Lidl hatten sie einmaal rein vegetarische „Mini-Frikadellen“. Seitdem da Haehnchhenfleissch mit reingemischt wird, schmecken sie bei weitem nicht mehr so gut. Leider wird die reinvegetarische Version dort nicht mehr angeboten …

  20. Tony V 12. September 2022 at 12:44Antworten

    Wahnsinn. Und wieder mal alles global koordiniert. Gleichzeitig dieselbe Propaganda-Maschine …
    Ich habe erst vor Kurzem wo gelesen dass der menschliche Körper (oder Verdauung/Stoffwechsel) die Inhaltsstoffe der Insekten nicht richtig verwerten kann und eine solche Ernährung der Gesundheit schadet.
    Könntet ihr dazu mal einen Artikel bringen?

    • Dr. med. Veronika Rampold 12. September 2022 at 17:49Antworten

      Soweit mir bekannt ist, ist der Chitinpanzer der Insekten unverdaulich, aber nicht schädlich. Chitin ist übrigens auch der Zellwandbaustoff der Pilze. Bei Pflanzen bestehen die Zellwände aus Zellulose.

      In Asien und Afrika werden traditionell verschiedene Insektenarten, namentlich Heuschrecken und bestimmte Raupen, gegessen und gelten teils als Leckerbissen. Bei uns ass man im Mittelalter ganze Bienenwaben als Leckerei, mit dem Wachs und teils mit den Bienenlarven. Auf Sardinien geniesst man „formaggio con i vermi“. Insekten zu essen ist also an sich nicht „unreiner“ als Krabben zu essen.

      Den menschlichen Konsum von Mehlwurmprotein, oder von fritierten Regenwürmern (die m. W. Rüdiger Nehberg bekannt machte), zu etwas Alltäglichem zu machen, wird im „Westen“ aber nicht gelingen, Propaganda hin oder her.
      Sinnvoller wäre es, Eiweiß aus solchen Quellen im Hunde – und Katzentrockenfutter mit zu verarbeiten.

      • Jan 12. September 2022 at 20:48

        Seit wann hat eigentlich die öffentliche Hand, die Aufgabe, ihre Autorität für die Vertriebsförderung ansonsten unverkäuflicher Produkte einzusetzen?

        Bei den Pfizer-Spritzen setzt man sogar die Grundrechte aus, um den Absatz sicherzustellen. Womöglich gilt für Schulen dann das Strafrecht auch nicht mehr: Du bekommst eine Fünf in Mathe, wenn Du keine Mehlwurmchips isst?

        Für das zaghafte Wohlwollen hier im Forum habe ich kein Verständnis. Ich würde zwar jederzeit selbst gesammelte Regenwürmer und Heuschrecken und vielleicht auch Egerlinge essen – aber keine daraus hergestellten Chips. Ich bin nicht einmal neugierig!

        Im Übrigen gibt es Hummerchips schon lange in der asiatischen Küche. Aber die sind zumindest frisch gefangen. Hoffendlich!

      • Bettina 12. September 2022 at 21:45

        Jan, Heuschrecken schmecken aber auch nach gar nix, die krachen nur (hatte mal das Vergnügen, eine Quiche zu probieren)

        bei Mehlwürmern ist es schon anders, die Schokolade übertünchte so einigermaßen den komischen Geschmack
        meine Hamster (kleine Dsungaren) liebten die Dinger übrigens

    • anamcara 12. September 2022 at 18:25Antworten

      „Ich habe erst vor Kurzem wo gelesen dass der menschliche Körper (oder Verdauung/Stoffwechsel) die Inhaltsstoffe der Insekten nicht richtig verwerten kann und eine solche Ernährung der Gesundheit schadet.“

      Ein wenig Recherche zu den neuen westlichen Lebensmitteln.

      Aus dem Artikel:
      „The possible dangers of eating insects“

      Viren
      Bislang ist das Risiko, sich durch den Verzehr von essbaren Insekten mit lebensmittelbedingten Viren wie Hepatitis A und E und Norovirus zu infizieren, gering, aber es muss darauf geachtet werden, dass die Viren nicht über die Substrate in die Insektenzuchtanlagen eingeschleppt werden.

      Insekten können potenziell als Replikationsvektoren für Viren dienen, die Wirbeltiere infizieren.

      Weitere Studien sind erforderlich, um das mögliche Auftreten und die Übertragung von durch Arthropoden übertragenen Arboviren zu untersuchen, die eine Reihe menschlicher Krankheiten wie das West-Nil-Virus und das hämorrhagische Fieber verursachen können, und zwar durch essbare Insekten.

      Bakterien

      Mehrere Bakterienarten wurden sowohl mit landwirtschaftlich gezüchteten als auch mit wild gefangenen essbaren Insekten in Verbindung gebracht.
      Dazu gehören Bakterienarten aus den Gattungen Staphylococcus, Streptococcus, Bacillus, Pseudomonas, Micrococcus, Lactobacillus, Erwinia, Clostridium und Acinetobacter sowie Mitglieder der Familie Enterobacteriaceae.
      Einige dieser Bakterien sind nicht nur krankheitserregend und opportunistisch, sondern können auch die Haltbarkeit von essbaren Insekten verringern.

      Um die Übertragung von lebensmittelbedingten Krankheitserregern auf den Menschen durch den Verzehr von Insekten zu verringern, ist es wichtig, dass Insektenfarmen strenge Biosicherheitsmaßnahmen ergreifen und den Kontakt mit Nutztieren verhindern.

      Es sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um das Verhalten von durch Lebensmittel übertragbaren Krankheitserregern in essbaren Insekten zu verstehen. Fütterungsversuche mit Stubenfliegen (Musca domestica) unter Verwendung von Escherichia coli O157:H7 zeigen, dass die aufgenommenen Bakterien im Darm, Kropf und den Mundwerkzeugen der Insekten zu finden sind.

      Es wurde festgestellt, dass die Bakterien drei Tage lang nach der Fütterung ausgeschieden werden, was zeigt, dass das Potenzial für Stubenfliegen, die Bakterien zu verbreiten, hoch sein kann.

      -Zur Verdaulichkeit von Insekten

      “Edible Insects as a Protein Source: A Review of Public Perception, Processing Technology, and Research Trends”

      Auszug:
      “Die Proteinverdaulichkeit von Insekten ist jedoch aufgrund des harten Exoskeletts sehr unterschiedlich (van Huis, 2016).
      Exoskelette mit einem hohen Anteil an Chitinbestandteilen sind besonders schwer verdaulich (Schluter et al., 2017).
      In der Tat wissen wir derzeit nicht, ob der Mensch in der Lage ist, Chitin zu verdauen (Muzzarelli et al., 2012).
      Natürlich ist die Entfernung des Exoskeletts durch einen Teil der Verarbeitung eine praktikable Option (Rumpold und Schlüter, 2013b).
      Einige Studien haben ergeben, dass die Verdaulichkeit von Insektenproteinen ohne das Exoskelett 77 % bis 98 % beträgt (Defoliart, 1992).”

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