IEA-Chef warnt Europa, sich auf eine vollständige Abschaltung der russischen Gasexporte vorzubereiten

4. Juli 2022von 4,2 Minuten Lesezeit

Nach Deutschland, Österreich und den Niederlanden haben vorige Woche auch Schweden und Dänemark die erste Stufe ihrer Notfallpläne angekündigt. Keiner dieser nationalen Pläne sieht jedoch eine Rationierung zur Aufrechterhaltung der Gasversorgung vor.

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt, dass sich Europa unverzüglich auf eine vollständige Abschaltung der russischen Gasexporte vorbereiten muss. Darüber hinaus fordert die Agentur die Regierungen auf, Maßnahmen zur Reduzierung der Nachfrage zu ergreifen. Darüber hinaus empfiehlt der IEA-Chef nachdrücklich, alternde Kernkraftwerke in Betrieb zu halten.

Fatih Birol, der Leiter der IEA, richtet deutliche Worte an die europäischen Länder. Ihm zufolge ist die Entscheidung Russlands, die Gaslieferungen an die europäischen Länder zu reduzieren, nur die Vorstufe zum vollständigen Stopp der Gasexporte. Laut Birol versucht Moskau, die Gasexporte als „Druckmittel“ für einen Krieg mit der Ukraine zu missbrauchen.

„Europa sollte für den Fall vorbereitet sein, dass das russische Gas vollständig abgeschnitten wird“, sagte Birol in einem Interview mit der Financial Times.

„Je näher wir dem Winter kommen, desto mehr verstehen wir die Absichten Russlands“, sagte er. „Ich denke, die Kürzungen zielen darauf ab, zu verhindern, dass Europa seine Speicher füllt und Russlands Einfluss in den Wintermonaten erhöht.“

IEA hat frühzeitig gewarnt

Die IEA wird hauptsächlich von den OECD-Mitgliedern finanziert. Im vergangenen Jahr war die IEA eine der ersten offiziellen Stellen, die Russland öffentlich beschuldigte, die Gaslieferungen nach Europa zu manipulieren.

Birol sagte, dass die von den europäischen Ländern in dieser Woche ergriffenen Notfallmaßnahmen zur Verringerung der Gasnachfrage, wie etwa das Hochfahren alter Kohlekraftwerke, angesichts des Ausmaßes der Krise gerechtfertigt seien, trotz der Besorgnis über steigende Kohlenstoffemissionen.

Der IEA-Chef empfiehlt, auch Atomkraftwerke am Netz zu halten.

Der Anstieg der Kohleverstromung sei „vorübergehend“ und werde dazu beitragen, die Gasversorgung für die Winterheizung aufrechtzuerhalten. Etwaige zusätzliche CO₂-Emissionen aus der Verbrennung hochgradig umweltschädlicher Kohle würden durch die Beschleunigung der europäischen Pläne zur Verringerung der Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen und zum Aufbau erneuerbarer Stromerzeugungskapazitäten ausgeglichen, fügte er hinzu.

Maßnahmen gehen nicht weit genug

Birol warnte jedoch, dass die bisher von den europäischen Regierungen ergriffenen Maßnahmen wahrscheinlich nicht weit genug gehen. Er sagte, die Länder müssten jetzt alles tun, um die Vorräte zu erhalten, damit sie vor den Wintermonaten aufgefüllt werden können.

„Ich glaube, dass es mehr und tiefgreifendere Nachfragemaßnahmen [durch die Regierungen in Europa] geben wird, wenn der Winter naht“, sagte Birol. Er fügte hinzu, dass eine Rationierung der Gaslieferungen eine reale Möglichkeit bleibt, sollte Russland seine Exporte weiter kürzen.

Nach Deutschland, Österreich und den Niederlanden haben vorige Woche auch Schweden und Dänemark die erste Stufe ihrer Notfallpläne angekündigt. Keiner dieser nationalen Pläne sieht jedoch eine Rationierung zur Aufrechterhaltung der Gasversorgung vor.

Nach Angaben des Beratungsunternehmens ICIS hat Europa seit dem Krieg in der Ukraine seine Abhängigkeit von russischem Gas von zuvor rund 40 Prozent auf etwa 20 Prozent reduziert. Dabei hat Europa jedoch bereits die meisten seiner Möglichkeiten zur Diversifizierung der Versorgung ausgeschöpft, wie etwa Flüssigerdgas aus dem Meer.

Der IEA-Chef sagte, die Länder sollten versuchen, die Abschaltung von AKW hinauszuzögern. Auf diese Weise können sie die Menge des zur Stromerzeugung verwendeten Gases begrenzen.

Berlin hat angedeutet, dass es die technischen und sicherheitstechnischen Hürden für den Weiterbetrieb der Anlagen für zu hoch hält.

Birols Äußerungen erfolgten im Vorfeld der Veröffentlichung eines neuen IEA-Investitionsberichts, in dem davor gewarnt wird, dass die Regierungen noch nicht genug tun, um Investitionen in erneuerbare Energien zu fördern, um die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen einzudämmen. Es wird erwartet, dass die gesamten Energieinvestitionen in diesem Jahr um 8 Prozent auf 2,4 Billionen US-Dollar steigen werden, wobei das Wachstum durch erneuerbare Energien und höhere Kosten angetrieben wird.

Letztes Jahr erklärte die IEA, dass die Welt nicht in neue Öl- und Gasfelder investieren müsse, wenn die Regierungen ihre Netto-Null-Ziele bis 2050 erreichen wollten.

Birol sagte, die Welt werde weiterhin mit gefährlichen Schwankungen der Öl- und Gaspreise konfrontiert sein, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe deutlich zu senken. „Wenn die Regierungen nicht das Ruder in die Hand nehmen und beträchtliche Ressourcen für eine saubere Energiewende mobilisieren, werden wir mit extremen Schwankungen der Energiepreise konfrontiert sein„, so Birol.

Birol ließ allerdings unerwähnt, dass die Schwankungen zum großen Teil auf Spekulationen der multinationalen Öl- und Energiekonzerne zurückzuführen sind. Ebenfalls unerwähnt bleibt, dass Gas in sehr vielen Prozessen nicht nur als Energieträger, sondern auch als Rohstoff benötigt wird.

Bild von Gerald Krieseler auf Pixabay

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19 Kommentare

  1. zaungast 5. Juli 2022 at 8:05Antworten

    Die Erklärungen von Habeck und Scholz in den letzten Tagen lassen vordergründig den Schluss zu, die Regierung habe jedes rational nachvollziehbare Handeln in der Energiepolitik aufgegeben. Diese Annahme ist nur unter der Voraussetzung zwingend, die Herren würden sich ernsthaft um Lösungen im Kontext bewährter Methoden bemühen. Auch wenn es schwerfällt, dies zu akzeptieren: die deutsche Regierung handelt nach den Maximen einer Ideologie, die den Zusammenbruch der Wirtschaft als Moment der Neubestimmung einer neuen besseren Welt versteht. Scholzens Plädoyer für die Transformation ist ernst zu nehmen. Sollte ein milder Winter das Schlimmste verhindern, so wird dies als politische Meisterleistung in der Problembewältigung gefeiert werden und das Weiter-So anfeuern. Läuft es nicht so, dann zieht man die Phrase vom Gemeinschaftsgeist aus der Tüte und lässt ziviltheologische Quartalsschwätzer wie Herrn Gauck in diversen Talkshows auf die ahnungslose Menschheit los. Was aber die Wahl Nr.1 sein wird: die Entfesselung staatlicher Gewalt ohne Beachtung „Roter Linien“. Man unterschätze den inwendigen Sadismus der Herrschenden nicht, vor allem wenn er nicht allein dem Machterhalt dient, sondern auch noch mit einem höheren Ziel begründet wird. Das hatten wir schon einmal und leider ist die Skepsis gegenüber politischen Fundamentalismus und seinen brutalen Folgen in deutschen Landen nicht sehr ausgeprägt – insofern erreicht die sachlich begründete Analyse des Artikels nicht die rotgrün-verzückte Wählerschft.

  2. PALLA Manfred 4. Juli 2022 at 22:19Antworten

    Die „DEUTSCHE ENERGIE-Wende“ hat folgenden Hintergrund : – > Die EX-Alliierten (WK II) haben den DEUTSCHEN die EINHEIT (1990) „mit und wegen“ Sicherheit n i c h t „geschenkt“ – folglich kommen KERN-Kraft aus FRANCE und „Gerd“-GAS aus OST (mit USA-LNG) < – und NUR so machen LUFT- und LICHT-Strom-HYPE hierzulande ü b e r h a u p t SINN !!! – um Schwankungen auszugleichen, benötigt man modernste GuD-TURBINEN (Gas- und Dampfgetrieben) mit einem WirkungsGrad bis über „60“ Prozent !!! – so einfach „geht das“ ;-)

  3. Franz 4. Juli 2022 at 20:45Antworten

    Unsere politischen Brandstifter leisten ganze Arbeit. Sie wollen den Großbrand mit Waffenlieferungen und Eigentor-Sanktionen löschen und schütten damit Benzin ins Feuer. Im Winter wird dann Putin vielleicht dafür sorgen, dass bei uns nichts anbrennt oder zu warm wird, wenn er den Gashahn zudreht oder zurückdreht. Putin hat eh sehr viel Geduld mit uns, vielleicht kommt es doch nicht so schlimm.

  4. ottonorma 4. Juli 2022 at 20:25Antworten

    Gasmangel ??? Nordstream 2 steht unter Druck wie Gazprom schon vor 2 Wochen meldete. Deutschland braucht nur die Hähne öffnen und schon fliest Gas. Andererseits wollte doch die EU von russischen Gas weg, unbedingt und so schnell wie möglich. Und jetzt ist plötzlich Russland schuld wenn wir, wie gewollt kein russ. Gas mehr bekommen. Die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hat dies in der letzten Talkrunde im Hangar 7 kernig wie es ihre Art ist klar und deutlich der anwesenden Runde gesagt. Wir treten die Russen ständig, rauben ihr Geld, verlangen aber, daß sie uns noch weiter beliefern. Im Grunde haben sie lange genug gewartet. Aber man könnte es ja versuchen und Nordstream 2 öffnen , oder ?

  5. Kurt Knurrt 4. Juli 2022 at 19:14Antworten

    Ja, die europäischen Politiker sind meiner Ansicht verantwortungslos. Sie sind nicht in der Lage zum Frieden beizutragen. Stattdessen unterstützen sie diesen Stellvertreterkrieg zwischen Amerika und Russland.

  6. wellenreiten 4. Juli 2022 at 17:34Antworten

    Es ist ein Pokerspiel, die EU hat schlechte Karten. Es wird im Spätsommer zu einem Kompromiss mit Russland bezüglich Gas kommen. Die Medien bauschen natürlich wieder alles auf, manche Blogs machen auch dabei mit. Das bringt Klicks.
    Panikmache und Schwarzmalerei überall.

  7. Michael R 4. Juli 2022 at 15:53Antworten

    Ein gefährliches Spiel, das der so genannte Westen mit seinen Bürgerinnen und Bürgern spielt. Ohne Not wirken da – spätestens im kommenden Winter – gleich vier massive Entwicklungen auf und ein:

    Die nächste Stufe der Pandemie, mit allem was man bisher so kennt.
    Eiskalte Wohnungen wegen Ausfall der Gadheitungrn. Elektrisch mit Heizlüftern zu heizen und Wasser auf Duschtemperatur zu bringen ist nahezu unbezahlbar. Leitungen können platzen und schwere Wasserschäden verursachen.
    Dunkle Wohnungen und Arbeitsstätten wegen Stromausfällen. In Gefriertruhen befindliche Lebensmittel verderben.
    Inflationsraten von 10, 12 und mehr Prozent drohen. Das Leben wird für viele unbezahlbar. Dazu noch extreme Energiepreise.

    Man kann sich an den fünf Fingern abzählen, dass es zu Unruhen kommen wird. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles von allen einfach so hingenommen wird.

    Erinnern wir uns: Es wäre ein Leichtes gewesen, den Ukraine-Krieg zu verhindern. Eine verbindliche Zusage, dass die Ukraine kein NATO Mitglied wird, hätte genügt.
    An Punkt 2, 3 und 4 ist dieser vermeidbare Krieg schuld, der vom Westen provoziert wurde.

    • Hans im Glück 4. Juli 2022 at 18:10Antworten

      @Michael R.

      da kann ich Ihnen in allen Punkten nur zustimmen. Aber auch ohne die sich anbahnende Energiekrise ist das beste Deutschland aller Zeiten in Wahrheit völlig im Arsch. Nur fällt es der 4. Gewalt offensichtlich nicht auf. Oder man will es sich mit den staatlichen Großkunden der Anzeigenabteilung nicht verscherzen.
      Ich greife mal beliebige Beispiele auf. Die Liste lässt sich beliebig verlängern:

      .- Brücken: Jede zweite Brücke in Deutschland ist ein Sanierungsfall. Manche sind so marode, dass man auf die Katastrophe warten kann.
      – Überlandleitungen: Seit Jahren wird hier Wartung und Pflege vernachlässigt, um die Gewinne zu optimieren. Irgendwann ist da natürlich auch Schluss.
      – Eisenbahn: Hunderte stillgelegte Bahnhöfe, vergammelnde Gleisanlagen, ständig sich wiederholende Störungen der Weichen und Stellwerke. Ich glaube der letzte Tag, wo in München die S-Bahnen ohne Ausfall und gravierenden Störung liefen, liegen im letzten Jahrhundert.
      – Schulen: Es fehlt nahezu an allen Ecken. Vom Klo angefangen bis hin zur Digitalisierung. Lehrer chronisch zu wenige.
      – Schüler: An obigen Punkt anschließend ein Bildungsdefizit, das einen sprachlos macht, in einem Land, das von Know How leben soll mangels Ressourcen. Bei Dingen wie Handschrift gibt es Ausfälle, die man sich zu meiner Kindheit nicht hätte träumen lassen. Hier wachsen Generationen, die bei Ausfall digitaler Medien zu keiner vernünftigen schriftlichen Kommunikation mehr fähig sind.

      Das beste Deutschland aller Zeiten ist ein trüber Schrotthaufen in dem man meint zu den ganz Großen zu gehören und in Wirklichkeit längst von vielen andren abgehängt wurde. Der Wohlstand wird schmelzen wie der Schnee an der Sonne.

      • Mia Wu Ast 4. Juli 2022 at 23:39

        Das ist in Österreich nicht viel anders.
        Maturanten kann man von Analphabeten nur dadurch unterscheiden, daß erstere einen Zettel in Händen halten den sie nicht sinnerfassend lesen können. Kopfrechnen – Fehlanzeige; wenn ich meine Kinder frage in welche Richtung sie z. B. nach Wien losmaschieren würden, haben sie ohne Händi keine Ahnung…
        Ich selber hab allerdings keine Ahnung wie sie einmal glauben ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Ein Trauerspiel.
        Dafür warten wir in der Schule seit einem Jahr auf die „kostenlosen digitalen Endgeräte“ – und sie kommen nicht! Den Safe dafür haben wir aber dieses Jahr lang „mieten“ dürfen.

    • Hans im Glück 4. Juli 2022 at 19:13Antworten

      P.S: Habe ich in der Eile vergessen. Weiß eigentlich jemand, ob es noch Bratwürste nach stattgehabter Injektion gibt, und, ob im Herbst wieder Maskengutscheine verteilt werden?
      Oder wurden die Provisionen gestrichen?

      • Elisabeth 5. Juli 2022 at 4:31

        Tolle Köder, fehlt nur noch ein Freibier … ;-)

  8. Veron 4. Juli 2022 at 14:36Antworten

    Ich möchte auch noch etwas Sprachliches anmerken. Gibt es eine Presseerklärung oder etwas in der Art, die hier übernommen wurde? Denn korrekt müsste es heißen: „.. .. fordert auf .. .. sich vorzubereiten“. Man kann vor einem Gewitter warnen, vor einem Krieg, vielleicht sogar vor dem „bösen Putin“ etc., aber man kann nicht warnen, etwas zu tun. Woher kommt also die Formulierung „warnt“? Ist da ein Sprachpsychologe am Werk? Denn wer warnt, ist ein Guter, wer zu etwas auffordert nicht unbedingt. Oder geht auch die deutsche Sprache einfach nur „den Bach runter“ .. ..

  9. Adriano Cravallo 4. Juli 2022 at 12:47Antworten

    #IEA-Chef warnt Europa, sich auf eine vollständige Abschaltung der russischen Gasexporte vorzubereiten.#
    Das liest sich wie „es wird davor gewarnt sich auf die Abschaltung vorzubereiten“. AHA
    #Laut Birol versucht Moskau, die Gasexporte als „Druckmittel“ für einen Krieg mit der Ukraine zu missbrauchen.#
    Wie macht man Druckmittel mit keinen Gasexporten, wenn die EU ohnehin kein Gas will ? Nix verstehen.

  10. Glass Steagall Act 4. Juli 2022 at 12:25Antworten

    Wir werden in der Tat von Extremisten regiert! Mit normalen Regierungen hat das nichts mehr zu tun. Frieren für die Freiheit? So dämliche Schlagworte geben nur Extremisten von sich. Mich wundert, wie die Bürger all das so einfach hinnehmen? Mal sehen, ob ihre Gleichgültigkeit im Winter auch noch da sein wird. Der normale Bürger wacht scheinbar erst auf, wenn es ihm persönlich an den Kragen geht.

  11. Veron 4. Juli 2022 at 12:24Antworten

    Interessant .. .. USA und EU beschließen Sanktionen. Ein Gasverdichteraggregat ist zur Reparatur in Kanada und bleibt wegen der Sanktionen dort. Nord Stream 2 wurde vom russischen Gaslierferanten gebaut, darf nun aber nicht in Betrieb gehen, weil die USA dagegen sind. Oder war es irgendwer in der EU? Egal, kommt aufs selbe raus. Die Ukraine macht irgendwas mit der Pipeline, die durch ihr Land führt, oder ist die Pipeline zu alt um noch richtig zu funktionieren .. .. und das soll alles „die Absichten Russlands sein“?
    Ich verstehe diese Welt nicht mehr!

    • Karsten Mitka 4. Juli 2022 at 14:00Antworten

      @Veron
      Die USA sind sowieso dagegen und in der EU wurde ewig rumgeeiert. Für die komplett betriebsbereite und befüllte Nordstream 2 sollte auf EU-Geheiß erst eine europäische Tochterfirma gegründet werden, damit der Betrieb aufgenommen werden kann. Alles absichtliche Verzögerungstaktik und mit dem Krieg jetzt hat sich Nordstream 2 eh erledigt. Habe unlängst auch gelesen, dass die Röhren auf EU-Gebiet wieder abgebaut werden und dann für Flüssiggasterminals eingesetzt werden sollen. Hier hat also nicht im geringsten ein Putin Schuld.

  12. Elisabeth 4. Juli 2022 at 12:22Antworten

    Selbst schuld … durch die suizidalen Sanktionen. Läuft alles nach Plan. Russland dafür die Schuld geben zu wollen, ist Chuzpe. Es gab immer irgendwo Kriege, zumeist waren auch die Terrororganisationen der westlichen Geheimdienste involviert. Aber hat es deswegen so selbstzerstörerische Sanktionen gegeben? Permanent wird die Ukraine mit Waffen und Geld vollgepumpt, damit der Krieg nur ja nicht endet und wir sollen „hungern und frieren für den Frieden“? Gehts noch? Wie niedergespritzt muss jemand sein, das nicht zu kapieren?

  13. Kooka 4. Juli 2022 at 11:38Antworten

    Angesichts dieser politisch beschlossenen Massenselbstmordmaßnahmen, kann ich mich nicht entscheiden, ob wir von wahnsinnigen Irren oder von irren Wahnsinnigen regiert werden. Ich bin eigentlich nur noch fassungs- und sprachlos.

    • Hollie 4. Juli 2022 at 17:19Antworten

      „Selbstmord“ triffts nicht ganz. Denn die, die es entscheiden, leiden ja selbst kaum drunter. Aus der Perspektive einer angeblichen Überbevolkerung bzw. übermässigem „footprint“ der Masse machen die „Massnahmen“ für die oberen Zehntausend durchaus Sinn.
      Gleichzeitig wird bei uns in Folge des Gerichtsentscheids in den USA für noch mehr Abtreibung getrommelt, dieser „mörderischen“ Massnahme, die seit Jahrzehnten fassungs- und sprachlos macht oder machen sollte. Russland ist da auch nicht besser; und an die als Gebärmaschinen oder „Biolabore“ verzweckten ukrainischen Frauen („Leihmütter“) und deren Kinder sei auch mal erinnert.

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