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Politik

Trump fordert neuen ukrainischen Präsidenten

2 Kommentare 11. Oktober 2026 4 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

US-Präsident Donald Trump hat am 10. Oktober 2026 öffentlich gefordert, die Ukraine solle einen neuen Präsidenten bekommen. Zelenskyj könne keine Deals schließen, obwohl er dazu Gelegenheit gehabt hätte.

Die Äußerung folgte unmittelbar auf ein Abkommen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wonach Russland große Mengen Diesel auf den Weltmarkt bringen und die USA entsprechende Sanktionen vorübergehend aussetze. Über den Diesel Deal und seine Bedeutung für EU-Länder hat TKP hier und hier berichtet.

Der Diesel-Deal

Am 9. Oktober kündigte Trump nach einem Telefonat mit Putin an, Russland werde sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel liefern, im November weitere 500.000 Tonnen sowie anschließend eine Million Tonnen und später noch einmal drei Millionen Tonnen – insgesamt mehr als vier Millionen Tonnen.

Das US-Finanzministerium erteilte eine befristete Lizenz, die sanktionsrechtliche Hürden für russischen Diesel bis Anfang April 2027 aussetzt. Russland lockerte parallel eigene Exportbeschränkungen. Trump begründete den Schritt mit dem Ziel, die in den USA stark gestiegenen Dieselpreise vor den Midterm-Wahlen zu senken.

Zelenskyjs Reaktion und ukrainische Kritik

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj kritisierte das Abkommen scharf. Es sei ein „Geschenk“ an Putin und stelle zusätzliche Einnahmen für den Krieg bereit. Jede Lockerung von Sanktionen verlängere den Konflikt.

Nach dem russischen Angriffen auf Saporischschja schrieb Zelenskyj, Russland habe sich für die Sanktionslockerung mit Bomben „bedankt“. Ukrainische Unterhändler, die zeitgleich in Miami mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner tagten, fühlten sich überrumpelt.

Druck auf Kiew wegen Raffinerie-Angriffen

Laut Berichten von Axios und Financial Times drohten Witkoff und Kushner in Miami damit, die Weitergabe von US-Aufklärungsdaten einzustellen, falls die Ukraine weiterhin russische Ölraffinerien angreife.

Die Angriffe schadeten nicht nur Russland, sondern auch den US-Verbrauchern über höhere Kraftstoffpreise. Ein US-Beamter bestätigte den starken Druck, sprach jedoch nicht von einer expliziten Drohung. Die Ukraine hatte ihrerseits eine gegenseitige Waffenruhe für Energieinfrastruktur vorgeschlagen.

Europas Reaktion

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die Aussetzung der Sanktionen auf russischen Diesel verschaffe Moskau zusätzliche Mittel für den Krieg. Dies sei nicht der Moment, den Druck zu verringern – Europa werde das nicht tun.

Die EU-Außenminister planten für den 12. Oktober das bislang größte Sanktionspaket gegen Personen und Einrichtungen, die den russischen Krieg unterstützen.

Kaja Kallas auf X:

„Die Aussetzung der Sanktionen gegen russischen Diesel verschafft Moskau mehr Einnahmen für die Kriegsführung. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, den Druck auf Russland zu verringern, und Europa wird dies auch nicht tun. Am Montag wollen die EU-Außenminister das umfangreichste Sanktionspaket gegen die russische Kriegsmaschinerie seit Kriegsbeginn verabschieden.“

Wie genau dieses 25ste (oder wievielte auch immer) Sanktionspaket nun Russland mehr schaden könnte als den EU-Ländern hat Kallas natürlich nicht erklärt. Sie weiß es offenbar auch nicht.

Trumps Doppelspiel

Trump stellt sich als fähig dar, mit Moskau zu verhandeln, macht Zelenskyj zum Hindernis für eine Einigung und schiebt Europa die Rolle zu, den Sanktionsdruck aufrechtzuerhalten.

Gleichzeitig bleibt die US-Aufklärungsunterstützung für ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen ein zentraler Faktor, der in den öffentlichen Aussagen kaum thematisiert wird.

Die Friedensgespräche in Miami endeten ohne Durchbruch; Russland signalisierte keine sofortige Wiederaufnahme von Verhandlungen. Der Vorgang vertieft die Differenzen zwischen Washington, Kiew und Brüssel und zeigt, wie eng energiepolitische Interessen und die Dynamik des Krieges miteinander verknüpft sind.

Wenn die USA den Krieg tatsächlich beenden wollten, brauchen sie nur die Unterstützung durch Geld, Waffen und Aufklärungsdaten einzustellen und es würde die Ukraine rasch zum Frieden zwingen. Auch die Unterstützung durch Starlink, würde zu einem raschen Ende führen.

Der permanente Krieg ist für die Rüstungs- und Finanzindustrie des Westens ein essenzieller Wirtschaftsfaktor. Es bringt der herrschenden Klasse in den USA und in Europa vor allem in Deutschland, Frankreich und Großbritannien finanzielle Vorteile die Kriege weiter anzuheizen. Das waren immer schon und sind auch heute übrigens natürliche politisch rechte Positionen.  Siehe auch den Zweiten Weltkrieg.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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2 Kommentare

  1. Daisy
    Antworten

    LOL

    1. Daisy
      Antworten

      Wenn die USA den Krieg tatsächlich beenden wollten, brauchen sie nur die Unterstützung durch Geld, Waffen und Aufklärungsdaten einzustellen und es würde die Ukraine rasch zum Frieden zwingen. Auch die Unterstützung durch Starlink, würde zu einem raschen Ende führen.

      Ja schon, aber ich denke, das macht man nicht ohne Deal. Dies könnte dann die Unterstützung des Iran betreffen… und die freie Schifffahrt auf den Weltmeeren und durch die Meerengen…

      Wenn Koksi so weitermacht, dann wird er jetzt hoffentlich gehen müssen. Damit wäre der Weg frei für den Frieden.

      Die EU-Funzen sollte man für ihre seelenlosen Ansagen nach Sibirien schicken, nackert im Winter, damit sie mal kapieren, wie das ist, wenn man sich das Heizen nicht mehr leisten kann!

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