29. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 12:30 Uhr)

28. März 2026von 8,1 Minuten Lesezeit

Die USA und Israel eskalierten die Raketenangriffe gegen den Iran weiter, indem sie begannen die Schlüsselindustrie des Landes, zunächst die Eisenverarbeitung, anzugreifen. Der Iran antwortete mit Warnungen, spiegelgleich zu antworten. Was brachte die Nacht und werden die USA am Wochenende die Bodeninvasion beginnen?

Noch nie in der Geschichte der US-Kriege seit dem Korea-Krieg haben die USA so viele Flugzeuge einschließlich große Drohnen verloren, wie in diesem Angriffskrieg. Niemand weiß, welche Vorräte an Raketen und Drohnen der Iran noch hat, und welche Möglichkeiten zur unterirdischen Produktion bestehen. Aber weder China noch Russland scheinen sich genötigt zu sehen, größere sichtbare Lieferungen zu schicken. Was darauf hindeutet, dass der Iran die Pläne der USA, den Krieg in wenigen Wochen zu beenden, zunichte machen könnte.

Hatten die Kriege der USA in der Vergangenheit eher regionale Auswirkungen, ist dieser Krieg von weltweiter Bedeutung. Nicht nur durch die Zerstörung von Produktionskapazitäten, von denen die ganze Welt profitiert, nicht nur vom Öl und anderen Rohstoffen, wegen der drohenden Zerstörung von Datenzentren und Banken. Sondern auch, weil dieser Krieg der Welt vor Augen führen wird, dass Widerstand gegen die USA leisten und damit die Verwundbarkeit des Riesen zeigen kann. Wenn die Elite des Landes keine Konten in den USA hat, und sich strategisch auf die Auseinandersetzung vorbereitet.

Es wird spannend sein zu sehen, so zynisch das auch klingen mag, ob die USA es wieder schaffen, Terrorgruppen für den Bodenkrieg zu motivieren, auszurüsten und zu bezahlen, und das Syrien-Szenario zu wiederholen. Oder ob der Krieg schnell beendet sein wird, wenn die ersten „Body-Bags“ mit toten US-Soldaten aus dem Nahen Osten in die USA zurückgebracht werden. Wichtig wird sein, ob Katar diesmal wieder auf der Seite der Angreifer stehen wird, weil durch die Medienmacht von Al Jazeera das Land über einen enormen Einfluss verfügt.

07 Uhr 00

USA kann keine Seekriege mehr erfolgreich führen

Nach den Konflikten mit dem Iran und dem Jemen ist es ausgeschlossen, dass die Vereinigten Staaten jemals wegen Taiwan einen Krieg gegen China führen werden. Die Ära der Seeherrschaft ist zu Ende gegangen und wurde durch die Drohnenkriegsführung abgelöst. Ähnlich den großen Panzerschlachten und schnellen Vorstößen – das hat uns der Krieg in der Ukraine gezeigt, auch hier dominieren mitllerweile die Drohnen.

Raketen sind oft sehr teuer und können abgefangen werden, während Drohnen weitaus billiger sind und Luft- und Seeverteidigungsanlagen viel leichter umgehen können. Das bedeutet natürlich, dass die US-Marineeinheiten im Nahen Osten in Gefahr sind.

Die Straße von Hormus und das Rote Meer wurden nicht durch iranische oder jemenitische Raketen unter Kontrolle gehalten, sondern durch Drohnen wie die Samad-3 und Shahed-136. Die iranischen Shaheds sind nun mit Anti-Jamming-Chips aus Russland ausgerüstet.

Selbst im Falle des weitgehend landgestützten NATO-Stellvertreterkriegs in der Ukraine haben die Russen den Donbass unter Kontrolle gehalten und die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte durch den Einsatz von Geran-Drohnen weitgehend geschwächt.

Sie haben Kampfhubschrauber überflüssig gemacht, Truppenverlegungen erzwungen und sind sogar über lange Zeiträume hinweg unentdeckt über Kiew geschwebt, was die extrem schwache und unzureichende Luftabwehr der Ukraine weiter bloßstellt.

Wenn die Iraner und Jemeniten den Vereinigten Staaten diesen Schaden in nur vier Wochen zufügen können, könnten die Chinesen mit Sicherheit noch mehr anrichten – und die Russen haben dies bereits getan.

Iran und der Atomwaffensperrvertrag

Der Nichtverbreitungsvertrag von Atomwaffen verpflichtet die Atomstaaten zu ernsthaften Gesprächen mit dem Ziel der Abrüstung und Ächtung von Kernwaffen. Stattdessen haben diese immer weiter modernisiert und aufgerüstet und Nichtatomstaaten mit Kernwaffen, wenn auch meist indirekt, bedroht. Nun tritt der Sprecher des iranischen parlamentarischen Komitees für nationale Sicherheit vor und erklärt, dass der Atomwaffensperrvertrag, dem das Land beigetreten war, nunmehr bedeutungslos geworden sei.

„Unser Festhalten am Atomwaffensperrvertrag ist bedeutungslos geworden. Der Atomwaffensperrvertrag nützt uns nichts mehr. Internationale Dokumente und Abkommen werden völlig und grundlegend ignoriert. Der Vertrag hat unser Land nicht nur nicht vor Angriffen von Atommächten geschützt, sondern unsere Atomanlagen sind selbst wiederholten Angriffen ausgesetzt.“ (Quelle)

Damit ist noch nicht die Fatwa aufgehoben, welche die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, insbesondere Kernwaffen, verbietet. Aber es zeigt die Meinung der nicht klerikalen Politiker des Landes zu dem Thema. Allerdings kann nur der neue Staatschef, der Sohn des ermordeten Ali Khamenei die Fatwa aufheben und die Entwicklung von Atombomben anstoßen. Wenn das geschieht war es dieser KRIEG, nicht der Wunsch und Wille des Irans, diese Massenvernichtungswaffen zu entwickeln.

Nicht vergessen: Die israelischen Atombomben, die Kernwaffen, mit denen Israel mit der Samson-Option die Welt erpresst, basieren auf kernwaffenfähigem Material der USA, Know How der Franzosen und Geld Deutschlands.

Die Stahlherstellung am Golf

Wie gestern Abend bereits angekündigt hat der Iran nach Angriffen auf seine Stahlherstellung Warnungen an die Arbeiter und Anwohner von sechs Ländern ausgesprochen, die Regionen um die jeweiligen Stahlproduktionsstätten großräumig zu verlassen. Zuallererst Yehuda Steel in Ashdod Israel, dann Foulath in Bahrain, Emirates Steel Arkan in den VAE, United Steel Industrial Co in Kuwait, Hadeed in Saudi-Arabien und sogar Qatar Steel in Katar. Obwohl Katar deutlich versucht, sich aus dem Krieg herauszuhalten und normale Beziehungen zum Iran aufzubauen. Der Iran erklärte, zukünftig werde man nicht mehr nur „Auge um Auge“ zurückschlagen. Während die Sprecherin des Weißen Hauses weitere Eskalation androht.

Bahrain Unruhen

Nach der Folterung und Ermordung von Muhammad al-Mousawi fanden in Bahrain wieder Unruhen statt, die erneut blutig niedergeschlagen wurden. Bahrain war bis 1971 ein Teil des Iran und die Mehrheit der Bewohner sind schiitischen Glaubens, während Sudi-Arabein und die USA einen sunnitischen Herrscher eingesetzt haben. Allerdings hatte der saudische Kronprinz den König von Jordanien aufgefordert, 5000 Aufstandsbekämpfer nach Bahrain zu senden, wohl weil solche Unruhen erwartet wurden. Die Wiedereingliederung Bahrains als Kriegsfolge ist durchaus im Rahmen des Möglichen. Zumindest wenn ein Referendum stattfinden würde.

11 Uhr 30:

Iranische Angriffe auf saudischen Stützpunkt: 29 US-Soldaten verletzt, berichtet AP

Mindestens 29 US-Soldaten wurden in der vergangenen Woche bei einer Reihe iranischer Angriffe auf einen saudischen Luftwaffenstützpunkt verletzt, berichtete AP am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Bei dem jüngsten Angriff trafen Raketen und Drohnen den Prince-Sultan-Luftwaffenstützpunkt und verletzten 15 Soldaten, fünf davon schwer, nachdem bei früheren Angriffen bereits 14 Soldaten verletzt worden waren.

12 Uhr 00:

Drohnenangriff beschädigt Radarsystem am internationalen Flughafen von Kuwait

Mehrere Drohnenangriffe trafen den internationalen Flughafen von Kuwait und beschädigten dessen Radarsystem schwer; es wurden jedoch keine Verletzten gemeldet, wie die staatliche Nachrichtenagentur am Samstag unter Berufung auf die Zivilluftfahrtbehörde mitteilte.

12 Uhr 30:

Iranische Streitkräfte greifen US-Versorgungsschiff in der Nähe von Oman an – Fars News

Angriffe aus US-Soldaten in Dubai

Das iranische Hauptquartier „Khatam al-Anbiya“ gab bekannt, dass seine Streitkräfte zwei Standorte ausgemacht und angegriffen hätten, an denen sich US-Soldaten versteckt hielten. Der Erklärung zufolge hielten sich am ersten Standort mehr als 400 und am zweiten mehr als 100 Personen auf; beide Standorte befinden sich in Dubai.

Sprecher Ebrahim Zolfaghari sagte, dass beide Standorte mit Präzisionsraketen und Drohnen angegriffen worden seien, was zu schweren Verlusten geführt habe. Er fügte hinzu, dass Krankenwagen stundenlang damit beschäftigt gewesen seien, tote und verwundete US-Kommandeure und Soldaten aus den angegriffenen Gebieten zu transportieren.

Iranische Angriffe auf saudischen Stützpunkt: 29 US-Soldaten verletzt, berichtet AP

Mindestens 29 US-Soldaten wurden in der vergangenen Woche bei einer Reihe iranischer Angriffe auf einen saudischen Luftwaffenstützpunkt verletzt, berichtete AP am Freitag unter Berufung auf informierte Quellen. Bei dem jüngsten Angriff trafen Raketen und Drohnen den Prince-Sultan-Luftwaffenstützpunkt und verletzten 15 Soldaten, fünf davon schwer, nachdem bei früheren Angriffen bereits 14 Soldaten verletzt worden waren.

USA und Israel starten einen dritten Angriff auf Irans Kernkraftwerk

Wie die Atomenergieorganisation Irans berichtet, schlug am späten Freitagabend ein Geschoss auf dem Gelände des Kernkraftwerks Bushehr ein. Es wurden keine Opfer oder technischen Schäden gemeldet. „Ein Angriff auf friedliche Nuklearanlagen stellt einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht dar und bedeutet eine ernsthafte Bedrohung für die regionale Sicherheit“, erklärte die Behörde.


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Der 12-Tage-Krieg gegen den Iran 2025

3 Kommentare

  1. Nurmalso 28. März 2026 um 10:06 Uhr - Antworten

    Ja ne is klar. Wenn mein Nachbar mir nicht eindeutig erklärt die USA aus seinem Lande zu verweisen von denen meine Stahlstandorte bombardiert werden und das auch in der Zukunft wieder vor haben, dann ist klar bombardiere ich alle Stahlstandorte der Nachbarn. Die arabischen Anrainerstaaten müssen alles US-amerikanisches aus ihren Ländern vertreiben. Die Milliarden der Scheiche auf US-Konten und ihre Investitionen in den USA können die in die Esse schreiben, selber schuld. Die VAE, Katar, Saudi-Arabien, Irak u.v.a.m. müssen sich jetzt entscheiden geschlossen gegen Amerika zu handeln.

  2. OMS 28. März 2026 um 7:40 Uhr - Antworten

    Trump: Irans neuer Oberster Führer sei „wahrscheinlich sch.ul“ berichtet ein böses Medium. Diese Aussage ist an Unwürdigkeit nicht zu überbieten. Ist wohl dem extrem hohen IQ des besten und tollsten Präsidenten aller Jahrtausende geschuldet.

    • Jan 28. März 2026 um 8:31 Uhr - Antworten

      Besser schwul als Epstein-Buddy!

      Trump zielt natürlich darauf ab, dass die Scharia-Fachkräfte das Problem erledigen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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