27. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 17:00 Uhr)

26. März 2026von 15,7 Minuten Lesezeit

Die gegenseitigen Bombardierungen gehen weiter. Wobei der Iran fast spiegelgleich Vergeltung übt für Angriffe gegen das Land, mit einigen Ausnahmen. Es sind keine Raketen auf Schulen und Krankenhäuser durch den Iran bekannt, aber hunderte der angreifenden Koalition. Und es wurden bisher nicht ganze Wohnblocks zerbombt um einen zivilen Wissenschaftler zu töten.

Die New York Times berichtet, dass Netanjahu die israelischen Streitkräfte angewiesen hat, innerhalb der nächsten 48 Stunden „alle Anstrengungen“ zu unternehmen, um so viel wie möglich von der iranischen Rüstungsindustrie zu zerstören. Die Schlagzeile lautet: „Israel versucht, Iran hart zu treffen, solange es noch kann.“ Der Befehl erfolgte, nachdem Israel eine Kopie des 15-Punkte-Waffenstillstandsplans der USA erhalten hatte. Anscheinend ist Israel nicht glücklich über diesen Plan. Shanaka Anslem Perera schreibt, dass es zwei Interpretationsmöglichkeiten für die aktuelle Situation gebe. Beide seien plausibel. Nur eine davon versetze Teheran in Angst und Schrecken.

Interpretation 1: Zerfall. Netanjahu liefere sich ein Wettrennen mit Trumps Diplomatie und beschleunigt die Angriffe, um unumkehrbare Fakten zu schaffen, bevor ein Abkommen zu für ihn suboptimalen Bedingungen besiegelt wird. Trump braucht einen Waffenstillstand für seine Zustimmungswerte von 36 Prozent und den Benzinpreis von 3,98 Dollar. Netanjahu braucht den Krieg für die „langfristige Sicherheit Israels“. Die Verbündeten verfolgten unvereinbare Zeitpläne, meint der Autor. Der 48-Stunden-Befehl sei keine Koordination, sondern ein Wettlauf gegen die von Trump gesetzte Uhr.

Interpretation 2: Trump setze auf Frieden, Netanjahu aber auf Krieg. Der Iran steht beiden gleichzeitig gegenüber und kann sich gegen keine von beiden optimal wappnen. Wenn der Iran den 15-Punkte-Plan akzeptiert, gebe er unter militärischem Druck nach. Lehnt der Iran den Plan ab, „legitimiere“ er die Angriffe und beschert Netanjahu weitere 48 Stunden irreversibler Demütigung, während Trump der Welt verkündet, er habe es zunächst mit Diplomatie versucht. Lesen Sie weiter in der Quelle.

Die meisten der 13 US-Militärbasen im Nahen Osten jetzt zerstört und leer

Von vielen vorausgesagt, sind Militärbasen zwar Orte und Werkzeuge der Machtprojektion, aber im Konfliktfall auch verwundbare Stellen, welche mit modernen Kriegsmitteln schnell zerstört sind. Wodurch das Land, dem die Basis gehört, geschädigt wird, ohne dass der Gegner seine eigene Region verlassen muss. Und so berichtet die NYT nun, dass alle größeren US-Militärbasen im Nahen Osten im Verlaufe des Angriffskriegs gegen den Iran inzwischen zerstört wurden.

Zerstörung der iranischen Energieinfrastruktur

Die Zerstörung aller Kraftwerke des Iran wird sich schwieriger gestalten, als vermutlich angenommen. Denn anders als Israel oder andere Länder des Nahen Ostens, besteht das Stromnetzwerk auf weit über 130 kleineren Kraftwerken. Selbst das größte Kraftwerk, Damavand, in der Nähe von Teheran, produziert nur ca. 2,9% der gesamten installierten Kapazität. Das Atomkraftwerk, welches Russland gerade baut, ist noch gar nicht vollständig in Betrieb. Die Vergeltung durch Raketenangriffe auf die Staaten, welche angreifen oder den Angriff ermöglichen werden wesentlich schneller zu verheerenden „Erfolgen“ führen.

Maut-Gesetz verabschiedet

Der Iran hat das Gesetz endgültig verabschiedet, mit dem Schiffe, welche die Straße von Hormus innerhalb iranischen Hoheitsgewässern benutzen, eine Maut bezahlen müssen, mit der die maritime Sicherheit finanziert wird.

Neue ballistische Raketen auf Zentral-Israel

Auch am Morgen des 27 Kriegstages werden Raketen aus dem Iran gegen Zentral-Israel gemeldet.

Der Jemen hält sich noch zurück

Der Jemen, im Westen „die Huthis“ genannt, hält sich noch zurück, scharrt aber mit den Hufen. Offensichtlich ist die Schließung der Bab el-Mandeb Straße noch eine Eskalationsstufe, die der Iran sich für die erwartete Landungsoperation der USA aufbewahrt. Wie wir wissen, hatten die USA ja schon einmal vergeblich versucht, eine Blockade der Einfahrt zum Roten Meer aufzuheben, und war nach drohenden Beschädigungen eines Flugzeugträgers und verlorenen Flugzeugen und Drohnen unverrichteter Dinge abgezogen.

Qatar / Katar mit außergewöhnlicher Rede

Gestern waren Gerüchte bekannt geworden, dass Katar nicht mehr vom Iran angegriffen werde, weil es eine Entschädigung an das Land gezahlt hätte. heute wird über eine außergewöhnliche Rede des Sprechers des katarischen Außenministeriums berichtet: „Der Iran ist seit Jahrhunderten hier. Niemand wird irgendwohin weg gehen. Wir bleiben Nachbarn, ob es uns gefällt oder nicht, und kein Land wird durch Zwang oder Wunsch verschwinden.“ Die Interpretationen der Äußerungen sind noch nicht eindeutig. Einige meinen, der Iran müsse die Existenz Israels als Apartheid-Staat anerkennen, andere sagen, der Wunsch der angreifenden Koalition, sich ein Land nach seinen Wünschen zu formen, sei zum Scheitern verurteilt.

In einer Rede des katarischen Premierministers wird erklärt, dass man die Aussage des Irans, das Land bombardiere nur US-Interessen in Katar, nicht akzeptiere. Der Angriff des Vortages sei auf eine nationale katarische Gasförderanlage gewesen.

Sowohl Katar, als auch Bahrain und Kuweit könnten vom Iran als Antwort auf eine Bodenoperation der USA gegen das Land ebenfalls mit Bodentruppen angegriffen werden.

08 Uhr 00:

Laut einem neuen Bericht der Financial Times laufen derzeit Gespräche zwischen dem deutschen Automobilhersteller Volkswagen und dem israelischen Unternehmen Rafael Advanced Defense Systems darüber, eines der VW-Werke von der Automobilproduktion auf die Herstellung von Raketenabwehrkomponenten umzustellen. TKP Bericht dazu.

Israels libertäre Zeitung Haaretz berichtet: Seit dem Morgen fünf iranische Raketenangriffe: Mindestens sechs Verletzte, wie Sanitäter mitteilen.

Teheran warnt einen nicht namentlich genannten Staat in der Region vor Plänen zur Besetzung einer iranischen Insel – Fars News

08 Uhr 30:

Offenbar um Verhandlungen zwischen USA und Iran zu ermöglichen: Israel hat den iranischen Außenminister Abbas Araqchi und den Parlamentspräsidenten Mohammad Baqer Qalibaf auf Wunsch Pakistans von seiner Abschussliste gestrichen, wie ein Vertreter des Landes am Donnerstag gegenüber Reuters erklärte. „Die Israelis hatten ihre … Koordinaten und wollten sie ausschalten. Wir haben den USA mitgeteilt, dass es niemanden mehr gäbe, mit dem man sprechen könnte, wenn auch sie eliminiert würden; daher haben die USA die Israelis gebeten, davon Abstand zu nehmen“, sagte der Vertreter.

Die Hisbollah gab bekannt, dass sie das Hauptquartier des Nordkommandos der israelischen Armee in der Stadt Safed mit einem Raketenbeschuss angegriffen habe. Unterdessen wurden mehrere israelische Soldaten zur medizinischen Versorgung aus dem Südlibanon evakuiert.

Niemand hat uns vorher gefragt. Es ist nicht unser Krieg, und deshalb wollen wir nicht in diesen Krieg hineingezogen werden: Deutscher Verteidigungsminister Boris Pistorius
Um es ganz klar zu sagen: Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Weltwirtschaft.

Der irakische Widerstand gibt an, innerhalb von 24 Stunden 23 Operationen gegen US-Stützpunkte im Irak und in der Region durchgeführt zu haben.

10 Uhr 00:

Premierminister Pedro Sánchez nahm in seiner Rede vor dem spanischen Abgeordnetenhaus kein Blatt vor den Mund, bezeichnete den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als „absolute Katastrophe“ und warnte, dass „Schweigen angesichts eines ungerechten und illegalen Krieges … ein Akt der Feigheit und der Mittäterschaft ist“.

Er erklärte, Madrid habe bereits gehandelt, und erinnerte daran, dass Spanien „den Vereinigten Staaten die Nutzung der Stützpunkte Rota und Morón für diesen illegalen Krieg verweigert“ habe, und fügte hinzu, dass „alle Flugpläne, die Operationen im Zusammenhang mit dem Iran betrafen, abgelehnt wurden, einschließlich der Betankungsflugzeuge“.

10 Uhr 30:

Seit dem erneuten israelischen Krieg gegen den Libanon am 2. März, der auf 15 Monate voller Aggressionen und Verstöße gegen den Waffenstillstand folgte, meldete das libanesische Gesundheitsministerium, dass die wahllosen israelischen Angriffe zum Tod von 1.094 Menschen und zur Verwundung von weiteren 3.119 geführt haben.

Sechs regionale Quellen, die mit der iranischen Position vertraut sind, teilten Reuters mit, dass Teheran Vermittlern mitgeteilt habe, der Libanon müsse in jedes Waffenstillstandsabkommen mit den USA und dem israelischen Regime einbezogen werden, wobei ein Ende des Krieges an die Einstellung der Angriffe der israelischen Besatzungsmacht auf libanesisches Gebiet geknüpft werde.

Die IRGC kündigte den Start der 82. Angriffswelle der Operation „True Promise 4“ an, die sich gegen US-Stützpunkte, Drohnenhangars, Logistikstandorte, Radaranlagen und Treibstofftanks in der gesamten Region richtet.

Westliche Geheimdienste berichten, dass Russland kurz vor dem Abschluss der schrittweisen Lieferungen von Drohnen, medizinischem Material und Lebensmitteln an den Iran steht, nachdem geheime Gespräche stattgefunden hatten. Dies könnte die erste bekannte militärische Unterstützung sein, die Moskau dem Iran seit Kriegsbeginn gewährt – Financial Times

11 Uhr 00:

In ihrem jüngsten Update vom Donnerstag senkte die OECD ihre Wachstumsprognose für den Währungsraum um 0,4 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent. Zudem senkte sie die Prognosen für Deutschland und Frankreich jeweils um 0,2 Prozentpunkte, sodass für beide Volkswirtschaften nun ein Wachstum von 0,8 Prozent erwartet wird.

Die US-Botschaft im Irak hat eine neue Sicherheitswarnung herausgegeben, in der sie vor eskalierenden Angriffen durch mit dem Iran verbündete bewaffnete Gruppen im ganzen Land warnt. Die Botschaft erklärte, die Gruppen hätten „weitreichende“ Angriffe verübt, die sich gegen US-Bürger und US-Interessen richteten. Allerdings fordert die irakische Regierung schon seit Jahren der US-Besatzungstruppen aus dem Irak

13 Uhr 00:

Der malaysische Premierminister erklärt, die iranischen Behörden hätten den Öltankern des Landes die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet, was eine begrenzte Lockerung für ausgewählte Schiffe signalisiert.

14 Uhr 00:

Pakistans Außenminister Ishaq Dar erklärt, Islamabad übermittle im Rahmen der laufenden Vermittlungsbemühungen Botschaften zwischen den USA und dem Iran. Dar sagte, Washington habe 15 Punkte vorgelegt, die der Iran derzeit prüfe.
Er fügte hinzu, dass die Türkei, Ägypten und andere Länder „diese Initiative ebenfalls unterstützen“.

Israel erschwert das Leben der Palästinenser weiter. 32 Außenposten, 10 Meilen Landbarriere: Die israelische Armee errichtet eine neue Grenzzone innerhalb des Gazastreifens. So sieht es aus

Vor fünf Monaten wurde die „Gelbe Linie“ als Schritt in Richtung eines Rückzugs der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen dargestellt. Seitdem hat die Armee entlang dieser Linie eine Reihe von Außenposten errichtet und in deren Umgebung mehr als 200 Bewohner des Gazastreifens getötet – Haaretz

15 Uhr 00:

Teheran hat auf den Vorschlag der USA reagiert und fordert Entschädigung sowie die Souveränität über die Straße von Hormus

Trump droht mit „KEINEM RÜCKWEG“, sollte der Iran den Vorschlag der USA nicht „bald“ annehmen

USA bereiten „letzten Schlag“ im Krieg gegen den Iran vor, planen Besetzung von Inseln und Beschlagnahmung von Tankern

IRGC-Raketen treffen in der 82. Angriffswelle Ziele im Zusammenhang mit der nuklearen Infrastruktur

Die VAE im Angriffskrieg gegen den Iran

Im Internet kursieren Berichte, dass die VAE einen Waffenstillstand mit dem Iran ablehnen und sich dem Bodenangriff auf den Iran anschließen wollen, so werden Meldungen von Reuters und dem Wall Street Journal interpretiert. Die VAE fordere die vollständige Zerschlagung des iranischen Bedrohungsnetzwerks, heißt es. Botschafter Yousef Al Otaiba habe bestätigt, dass die VAE sich an den Bemühungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus beteiligen werden, einer lebenswichtigen Ölroute. Er habe zudem die Investitionszusage der VAE in Höhe von sage und schreibe 1,4 Billionen US-Dollar in den Vereinigten Staaten bekräftigt.

Das lässt sich aber nicht vollständig bestätigen. Al Jazeera berichtet ausführlich über iranische Raketen- und Drohnenangriffe auf die VAE, gegen die die emiratische Luftabwehr aktiv vorgeht; es gibt jedoch keinerlei Hinweis darauf, dass die VAE selbst Bodenoffensiven planen oder durchführen würden. Stattdessen positionieren sich die VAE defensiv und reagieren auf direkte Bedrohungen aus dem Iran, was eine offensive Bodenbeteiligung eigentlich ausschließt. Auch indische Medien wie The Hindu dokumentieren in ihren Live-Updates lediglich die emiratische Abwehr iranischer Angriffe, ohne jegliche Erwähnung einer emiratischen Beteiligung an Bodenoperationen gegen den Iran. Was den Verdacht aufkommen lässt, dass auch hier wieder „teile und herrsche“ und ClickBait“ bei den westlichen Medien aber auch bei Internetmeldungen im Vordergrund steht. Was prompt dazu führte, dass die iranische Regierung angeblich ungenannte Anrainerstaaten vor dem Versuch einer Besatzung iranischer Inseln warnte.

Die Forderung der VAE nach der vollständigen Zerschlagung des iranischen Bedrohungsnetzwerks wird in Quellen aus dem Globalen Süden nicht direkt bestätigt. Al Jazeera und The Hindu konzentrieren sich auf die militärischen Eskalationen und iranischen Angriffe auf Golfstaaten, erwähnen aber keine offiziellen emiratischen Forderungen nach einer vollständigen Zerstörung iranischer Proxy-Netzwerke. Stattdessen wird in diesen Berichten die Vulnerabilität der VAE gegenüber iranischen Raketenangriffen hervorgehoben, was eher auf eine defensive Haltung hinweist.

Die Aussage, dass Botschafter Yousef Al Otaiba die Beteiligung der VAE an Bemühungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus bestätigt habe, lässt sich mit verfügbaren Quellen aus dem Globalen Süden nicht direkt belegen. Weder Al Jazeera noch indische Berichterstattung greifen diese spezifische diplomatische Zusage auf; die Berichte aus dem Globalen Süden thematisieren stattdessen die iranischen Drohungen gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormus und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Region, ohne emiratische Beteiligungszusagen zu nennen. Außerdem können „Bemühungen zur Wiedereröffnung“ auch aus NICHT-militärischen Maßnahmen bestehen. Die Bestärkung der Investitionszusage wird jedoch bestätigt, was andeutet, dass die Herrscher des Landes viel Geld auf Konten in den USA und investiert haben.

Anmerkung: Die VAE würden sich angesichts der wegfallenden Einnahmen und der laufenden Kosten durch ihre indirekte und direkte Kriegsbeteiligung im Sudan und im Jemen wohl übernehmen, auch noch militärisch im Iran aktiv zu werden.

16 Uhr 00

Max Otte schreibt „Israel hat soeben Aufnahmen des gestrigen Angriffs auf den Südlibanon veröffentlicht, bei dem eine ganze Stadt dem Erdboden gleichgemacht wurde. Nachdem sie mit dem Völkermord ungestraft davongekommen sind, fühlen sie sich nun bestärkt und prahlen offen mit ihren Kriegsverbrechen. Sie zerstören gerade den Südlibanon, und niemand hält sie auf.“

In einem Beitrag auf X kritisierte der iranische Außenminister Abbas Araghchi die Doppelmoral Washingtons und warf den USA vor, die israelische Blockade des Gazastreifens zu unterstützen, während sie gleichzeitig die Selbstverteidigungsmaßnahmen des Iran in der Straße von Hormus verurteilten.

16 Uhr 15

TRT Deutsch berichtet über eine Rede des türkischen Präsidenten Recpe Erdogan in Ankara, der Israel scharf kritisiert und wieder einmal erklärt, Israels Aggression nicht weiter zusehen zu wollen. Die Rede dürfte aber in erster Linie für die eigenen Wähler bestimmt gewesen sein, da sich die Wut der Bevölkerung über die Verbrechen Israels kaum noch eindämmen lässt, und vielen Menschen bewusst ist, dass nach dem Iran die Türkei im Fokus der israelischen Regionalhegemoniepolitik mit möglichem Krieg steht. Denn zu stark ist die Türkei noch von den USA abhängig. Aber mehrere israelische Politiker hatten die Türkei als Bedrohung, vergleichbar mit dem Iran bezeichnet, was inzwischen alle Alarmglocken am Bosporus ausgelöst haben sollte. Seine Aussagen:

  • – Iran-Krieg wurde durch israelische Provokationen ausgelöst
  • – Raketen und Bomben treffen Schulkinder
  • – Unsere Region erlebt ihre herausforderndste Zeit
  • – Die, die gnadenlos getötet werden, sind unsere Brüder und Schwestern
  • – Raketen und Drohnen zerstören Infrastruktur unserer Brüder und Schwestern
  • – Zionismus spaltet unsere Region
  • – wir lehnen jede Unterstützung solcher Pläne entschieden ab
  • – Hassgebriebenes „Völkermord-Netzwerk“ versteckt sich hinter religiösen Argumenten und zieht unsere Region in schlimmste Krise seit einem Jahrhundert
  • – Türkiye wird nicht untätig bleiben, während seine Brüder und Nachbarn leiden
  • – Recht von Muslimen, in Al-Aqsa-Moschee zu beten, darf nicht genommen, blockiert oder verboten werden
  • – Israels Blockade der Eid-Gebete zum Ramadan-Fest – erstmals seit 1967 – ist ein direkter Angriff auf zwei Milliarden Muslime
  • – Wir müssen Al-Aqsa schützen und befreien – Al-Aqsa verteidigen heißt, die Menschheit verteidigen“
  • – Netanjahu-Regierung greift nicht nur Iran an, sondern setzt seine schrittweisen Pläne zur Invasion vom Libanon um
  • – Seit dem 2. März wurden durch Angriffe im Libanon mehr als 1.000 Menschen getötet und rund 1,1 Millionen Menschen vertrieben

17 Uhr 00:

Mindestens 40 % der russischen Ölexportterminals haben ihren Betrieb aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe eingestellt. Daas Terminal in Noworossijsk, der eine Tageskapazität von etwa 700.000 Barrel hat, verladet seit einem ukrainischen Drohnenangriff weniger Öl als üblich. Die jüngsten Beschlagnahmungen von Tankern, die russisches Öl aus Murmansk transportierten, haben zudem die Rohölversorgung über den nördlichen Hafen gestört, der normalerweise rund 300.000 Barrel pro Tag umschlägt. — Reuters

Die USA erwägen, wichtige Luftabwehrsysteme (wie Patriot und THAAD) aus der Ukraine in den Nahen Osten zu verlegen, da der Krieg mit dem Iran die amerikanischen Vorräte rasch erschöpft. Zukünftige Hilfslieferungen an die Ukraine könnten gekürzt oder verzögert werden, insbesondere im Bereich der Luftabwehr. – Washington Post

Die israelische Armee (IDF) bereitet den Einsatz einer sechsten Division, der 98. Division – einer Eliteformation aus Fallschirmjägern und Kommandoeinheiten – im Südlibanon vor, als Teil der Bemühungen, die neue Sicherheitszone bis zum Litani-Fluss zu errichten.


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26. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran

5 Kommentare

  1. Jan 26. März 2026 um 15:44 Uhr - Antworten

    Politico schreibt, dass die Straße von Hormus praktisch gesperrt und der Tourismus komplett zum Erliegen gekommen sei. In Folge sinke das BIP der Golfstaaten, die bald gezwungen sein dürften, Milliardenbeträge aus Investitionen in den USA rückzuführen. Dies könne die ökonomischen Investitions-Ziele der Trump-Administration kontakarieren.

    https://t.ly/X0HOJ

  2. Pfeiffer C 26. März 2026 um 10:45 Uhr - Antworten

    Die gegenseitigen Bombardierungen gehen weiter. Wobei der Iran fast spiegelgleich Vergeltung übt für Angriffe gegen das Land, mit einigen Ausnahmen. Es sind keine Raketen auf Schulen und Krankenhäuser durch den Iran bekannt, aber hunderte der angreifenden Koalition.

    „Raketen auf Schulen und Krankenhäuser“ – Ich erinnere mich noch sehr gut an die täglichen Artikel des saurosanen Drecksblatts „US & Israels-Wille und Bronners Beitrag“, damals über die „Assad-Angriffe“ auf Schulen und Krankenhäuser –

    Geschenkt – heute z.B. berichten die saurosanen woken Überflieger:

    „Krieg im Iran: Österreicher investieren weiter gern in Tech, Öl und Waffen“ – Eine Analyse des Online-Brokers Flatex zeigt, dass die Transaktionen österreichischer Kunden seit dem Beginn des Irankriegs stark zugenommen haben.

    Und der poster MilitaryOfFreedom sagt dazu:

    Wer Rheinmetall-Aktien kauft, investiert in Demokratie, Freiheit und europäische Unabhängigkeit! Außerdem investiert man damit auch indirekt in die österreichische Industrie und kurbelt die heimische Wirtschaft an.

    Ja Ja Ja – Aufrüsten für Demokratie, Freiheit und europäische Unabhängigkeit! „Bumsen für die Jungfräulichkeit“ (Stichwort Vietnamkriegproteste – ich war dabei!) ging auch in diese Richtung!

    Und eins zwei drei wird im Standard-Album distinguiert-bellizistisch nachgefüttert werden:

    Novalis, mit seinem Hohenzollern-Faible, wird wieder die Romanfigur Heinrich von Ofterdingen folgerichtig behaupten lassen: „Der Krieg überhaupt scheint eine positive Wirkung…Im Kriege regt sich das Urgewässer“. Ernst Jünger wird wieder in den „Stahlgewittern“ von „Untiefe“ schwadronieren.

    Zusammengefasst: Im saurosanen „Stürmer“ zieht der vergessen gemeinte Stallgeruch ein – man hält die „Dings hoch“ und die „Bums geschlossen“ – eh schon wissen…

    Bedenke Ignazio Silone Rel_02 / also 2026:

    „Der neue Faschismus sagt nicht: Ich bin der Faschismus. Nein, er sagt: Ich bin der Antifaschismus“.

  3. Jan 26. März 2026 um 10:02 Uhr - Antworten

    Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Kriegsziele: a) sich etwas anzueignen, b) einen Konkurrenten auszuschalten.

    Asien besteht aus 4 Mrd Menschen, „der Westen“ aus nicht einmal einer.

    Die Zerstörung von Infrastruktur und die andauernde Unfähigkeit, friedlich zusammen zu leben, wird die Lieferung von Nahostöl dauerhaft beeinträchtigen. 70% dieser Lieferungen gehen nach Asien. Die USA stehen recht gut da, müssen allerdings investieren.

    Die Energiesituation in Europa ist zwar betroffen (ausfallende Waren hat noch niemand am Schirm), aber der Effekt ist nicht so groß, nach meiner Rechnung 4 mio bpd von 20 mio bpd bei Öl.

    Ein viel größerer Effekt ist die Zerstörung von Öllieferungen durch Selensky, der dafür von der Leyen (auf einem EVP/ÖVP-Ticket) bezahlt wird – und das ist nicht alles russisches Öl! Nach meiner Rechnung 3 mio bpd – aber da kommt noch etwa 45% des Gasverbrauchs dazu. Diese werden nicht durch US-LNG ausgeglichen und durch Windmühlen schon gar nicht.

    Man könnte in einer radikalen Spekulation überlegen, ob der Nahostkrieg dazu dient, die rasante ökonomische Entwicklung in Asien zu bremsen.

    Die masochistische Entwicklung in der EU hingegen ist hausgemacht. Sie wird gerade in der Kriegsdiskussion versteckt.

  4. Jakob 26. März 2026 um 8:51 Uhr - Antworten

    Boris Pistorius
    Um es ganz klar zu sagen: Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Weltwirtschaft.

    Danke! Für diese Klarstellung der Prioritäten.
    Was interessieren uns die Toten, die ermordeten Kinder ……

  5. OMS 26. März 2026 um 8:17 Uhr - Antworten

    Die USA führen Krieg gegen die ganze Welt und wollen die Vorherrschaft über das Öl um alle Länder gefügig machen zu können. Da der Petrodollar gefährdet ist, will die USA jetzt den direkten Zugriff auf die Ölländer haben. Die Araber haben sich ja an die USA verkauft, Irak, Libyen und Syrien militärisch unterworfen und Venezuela enthauptet. Es fehlt also nur noch Russland und der Iran um Allmacht über Öl zu haben. Den Rest hat sich die USA ja schon mit Gewalt gesichert. Insbesondere Europa schläft noch am tiefsten. Kein Öl und Gas aus Russland, kein Öl und Gas aus dem Nahen Osten und Arabien, kein Öl und Gas aus den USA, und in Europa gehen alle Lichter aus. Der Feind für Europa sitzt im Westen und ist sicher nicht Russland oder China, welche mit Europa auf der Eurasischen Platte leben. Und die EU glaubt immer noch USA ist unser Freund und Superheld!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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