
Skurril: USA produzieren 300 F-35 Kampfflugzeuge mit Ballast statt Radar
Der F-35 Stealth-Fighter der 5. Generation ist das meistproduzierte Kampfflugzeug weltweit. Aber es scheint an bestimmten aus China kommenden Rohstoffen zu mangeln, um sie auch mit einem passenden Radar bestücken zu können.
Das Problem wurde wie berichtet erstmals am 2. und 3. Februar von Avionics International und der angeschlossenen Defense Daily gemeldet. Den Berichten zufolge betrifft das Problem F-35, die seit Juni letzten Jahres an das Militär ausgeliefert wurden. Diese Flugzeuge sollten mit dem neuen AN/APG-85-Radar ausgestattet werden, das entwickelt wurde, um das derzeitige AN/APG-81-Radar in F-35-Flugzeugen im Rahmen des Block-4-Upgrade-Pakets ab Produktionslos 17 zu ersetzen. Das neue Radar ist jedoch von Verzögerungen betroffen und soll Berichten zufolge noch nicht in die Produktionsphase eingetreten sein.
Die Ursache für die Verzögerungen könnte mit Chinas Stopp der Lieferung von Seltenen Erden und insbesondere von Gallium zusammenhängen Galliumnitrid ist wesentlich für die gewünschte Leistungssteigerung.
Wie berichtet betreibt China seit Juli 2023 Peking eine systematische Verschärfung der Exportkontrollen für Materialien, die der Halbleiterfertigung zugrunde liegen. Seit Juli 2023 gibt es Kontrollen für Gallium und Germanium.
Anfang Februar war allerdings das Ausmaß des Problems nicht klar. Das Military Watch Magazine berichtet nun, dass insgesamt 300 bis 400 Flugzeug-Neubauten davon betroffen sind.
Dem Bericht nach wurde bestätigt, dass die US-Streitkräfte F-35-Kampfflugzeuge der fünften Generation ohne deren Radarsysteme erhalten, obwohl das Kriegsministerium dies im Februar noch dementiert hatte. Dies ist das Ergebnis einer außergewöhnlich langen Zertifizierungszeit für das Radarsystem der nächsten Generation AN/APG-85, das entwickelt wurde, um die Fähigkeiten der F-35 zu verbessern und das ältere AN/APG-81 abzulösen.
Da die höheren Leistungs- und Kühlungsanforderungen des neuen Radars Änderungen am Flugzeugdesign erforderlich machten, können F-35 ab Charge 17, die für die Integration des AN/APG-85 ausgelegt sind, das ältere AN/APG-81 nicht integrieren, sodass sie bei der Auslieferung statt mit Radargeräten mit Gegengewichten in ihren Bugspitzen ausgestattet werden müssen.
Die Verzögerungen bei der Entwicklung und Lieferung des AN/APG-85 werden voraussichtlich erhebliche negative Auswirkungen auf das Kampfpotenzial der Kampfflugzeugflotten der US-Marine, der Luftwaffe und des Marine Corps sowie von über einem Dutzend ausländischer Streitkräfte haben, die derzeit F-35 bestellt haben, erläutert das Fachmagazin die Folgen.
Die schiere Größe des Kampfflugzeugprogramms, das bei weitem das größte der Welt ist, macht den Mangel an Auslieferungen von Kampfflugzeugen mit Radarsystemen besonders verheerend. Eine Reihe von Berichten deutet darauf hin, dass die Auslieferung der AN/APG-85-Radarsysteme erst ab 2028 beginnen wird, was dazu führen wird, dass über 300 F-35 ohne Radarsysteme ausgeliefert werden. Die Chargen 17, 18 und 19 umfassen jeweils über 150 Kampfflugzeuge, was Analysten zu der Einschätzung veranlasst hat, dass die Auslieferung von bis zu 400 Kampfflugzeugen ohne Radarsysteme sehr wahrscheinlich ist.

Bild, das angeblich eine F-35 Block 17 zeigt, die mit Gewichten im Radarkegel ausgeliefert wurde
Das F-35 Joint Program Office (JPO) und das Pentagon haben argumentiert, dass der Übergang vom AN/APG-81 zum AN/APG-85 und die entsprechende Neukonstruktion der F-35 ein „kalkuliertes Risiko“ darstelle, um das Flugzeug auf den deutlich verbesserten Block-4-Standard vorzubereiten. Die potenziellen Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft sind beträchtlich, und es bleibt ungewiss, inwieweit die radarlosen Kampfflugzeuge im Dienst aktiv sein werden oder für Kampfeinsätze herangezogen werden.
Die Betreiber der F-35 haben die Möglichkeit, die Auswirkungen des fehlenden Radars abzumildern, indem sie die Flugzeuge gemeinsam mit älteren Kampfflugzeugen mit dem AN/APG-81 einsetzen, wobei der nahtlose Datenaustausch sicherstellt, dass die Piloten mithilfe externer Sensoren ein hohes Situationsbewusstsein aufrechterhalten können.
Während die USA Schwierigkeiten hatten, die Entwicklung des AN/APG-85 abzuschließen, hat China seinen eigenen primären Kampfflugzeug der fünften Generation, die J-20, umgerüstet, um ein Radar der nächsten Generation zu integrieren, das Berichten zufolge auf ähnlichen Galliumnitrid-Technologien basiert. Diese Technologien entschärfen den Konflikt zwischen Signalstärke und Stromverbrauch erheblich und können die Fähigkeit von Kampfflugzeugen, Stealth-Ziele zu erfassen, deutlich verbessern.
Die Produktion des AN/APG-81 wurde vor allem deshalb eingestellt, weil es als unzureichend angesehen wurde, um mit den zunehmenden chinesischen Herausforderungen an die Luftüberlegenheit der USA Schritt zu halten.
Analysten waren weitgehend der Ansicht, dass die Herausforderung für die Luftüberlegenheit durch das chinesische J-20-Programm, das weitaus besser für Luft-Luft-Einsätze optimiert ist, ein Hauptfaktor für die Investitionen in die Entwicklung des AN/APG-85 war.
Es sehr wahrscheinlich, dass China Kampfflugzeuge der sechsten Generation in Dienst stellen wird, bevor die USA ihr primäres Kampfflugzeug der fünften Generation auf den erforderlichen Standard bringen können.
Möglicherweise verzögert sich die Produktion des neuen Radars bis zu einem Zeitpunkt, wo die USA es schaffen selbst das nötige Gallium herzustellen oder von einer anderen Quelle als China zu beziehen.
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US-Militär erhält neue F-35 Kampfflugzeuge mit Ballast statt Radar
China beobachtet – und handelt
Ziel des Irankrieges der USA ist China und BRICS – Israel dient als Proxy wie Ukraine
Das ist kein Ballast, das sind dann Dummies.
Funfact: es ist nicht nur China
Ich habe auch gelesen, dass es an der physischen Integration scheitert. Das neue Radar passt nicht auf die vorbereiteten Halterungen im Flugzeug, wer ist schuld, was soll man anpassen,…..
Wenn ein korrumpiertes System ein komplexes Gerät produziert, dann gibt es auch etliche Ecken, an denen die Folgen der Korruption zu Tage treten, weil auf Qualität verzichtet wurde, um die eigene Marge noch weiter zu erhöhen.
Wir haben den Fake teuer bestellt.
Man kanns aber auch andersrum sehen, so werden wir keinen Krieg führen.
ein teurer dummy für die steuerzahler, den aktionären ist es egal, solange die dividenden fliessen.
das blonderl und ihr luftwaffelchef hecheln ja auch um ihre provisionen, zum schutze österreichs :-))
Eine derartige Waffe ohne Radar ist wie ein blinder Scharfschütze.
Von China abhängig sein bezüglich Komponenten, aber fest provozieren und drohen.
Wahrlich genial.