Asterix und Obelix im März 2026 neu interpretiert

15. März 2026von 12,3 Minuten Lesezeit

Ganz Gallien, nein, die ganze Welt ist von den Römern, nein, Amerikanern besetzt. Doch ein kleines Dorf, nein, ein ganzes Land mit 90 Millionen Einwohnern, fast so groß wie Spanien, Frankreich, Deutschland und Polen zusammen hört nicht auf Widerstand zu leisten. Folgen Sie mir in meinem Versuch, die Ereignisse der letzten 10 Tage auf Basis der bekannten Comicreihe zu erklären, ich habe mir dies für meine Kinder ausgedacht.

Vergleichen wir die USA mit Rom, deren Sieg im kalten Krieg mit der Niederwerfung Karthagos und die Pax Romana mit der globalen Hegemonie der USA in den letzten Jahrzehnten. Trump ist Cäsar, der so wie vielen Asterix Bänden immer wieder auf verschiedenste Einflüsterer reinfällt, die ihm den Sieg über die unbeugsamen Gallier versprechen. Im neusten Band ist Bibus Nethanjahus der gefährlichste und bösartigste von allen. Eigentlich hätte er schon längst im Zirkus den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden sollen, hat sich aber immer mit seiner Skrupellosigkeit und Schläue aus unzähligen Affären ziehen können. Dies auch mit Hilfe seiner vielen einflussreichen Freunde im Senat, den reichsten Kaufleuten Roms und auch dank seiner Verbindungen in die höchsten Kommandostrukturen der römischen Armee. Er hat auch beste Verbindungen zu höchsten Priestern des Jahwe Tempels seiner Heimat, die sich darauf berufen, von den Göttern ganz speziell ausersehen zu sein.

Bibus Nethanjahus ist mit allen Wassern gewaschen und kennt auch die Vorliebe der römischen Elite für ausschweifende Orgien. Er organisiert sie mit Hilfe einer ihm treu ergebenen, kleinen Gruppe von gewissenlosen Sklavenhändlern unter der Führung von Geofus Epplapis, die mit unvorstellbarer Brutalität geraubte junge Frauen dafür gefügig machen und über die Ausschweifungen genau Buch führen. Damit macht er die römischen Machthaber erpressbar.

Jetzt zu den heutigen Galliern. Ganz wichtig vorauszuschicken:

Der Majestix von Persien (das ist der eigentlich richtige Name des Iran, Persien gab es schon zur Zeit des antiken Griechenlands, z.B. unter Daraios gegen Alexander bei der 333 Issos Keilerei) IST NICHT NETT und tollpatschig!

Die internen Schlägereien im gallischen Dorf enden immer mit Versöhnung und einem Festmahl, bei dem maximal Troubardix nicht singen darf. ABER im Iran sind abweichende Meinungen vielfach ein Todesurteil! Der Majestix hat ein schreckliches System von Unterdrückung aufgebaut, umgeben von extrem loyalen Mitstreitern und religiösen Eiferern. Im Grund ist gar nicht so viel Unterschied im Grad der fanatischen Bösheit zwischen Majestix und Bibus Nethanjahus, beide sehen sich von den Göttern ausersehen, der eine glaubt halt an Teutates und der andere an Jahwe. Und auf das Thema „Himmel auf den Kopf fallen“  kommen wir noch später zurück.

Auch werden im Iran gerade Frauen massiv benachteiligt, sie haben vor kurzem aber erkämpft kein Kopftuch mehr tragen zu müssen. Zudem hatten sie immer schon viel leichteren Zugang zu Bildung, den viele junge Frauen auch mit großen Fleiß und Engagement genutzt haben. Viele Einwohner stehen dem Majestix und seinen brutalen Handlangern extrem kritisch gegenüber, aber wenn es gegen die Römer geht, versammeln sich alle hinter ihm.

Auch haben die Römer über viele Jahre versucht, den unbeugsamen Gallieren möglichst überall zu schaden, sie haben Straßen blockiert, Ernten vernichtet, Fische vergiftet und wo es immer ging Verleihnix und allen Wirtschaftstreibenden des Dorfes geschadet. Die Gallier sind dadurch Hunger und Entbehrung gewöhnt.

Bibus Nathanjahus und seine in Rom einflussreichen Gefährten können es nicht ertragen, dass die Gallier immer noch Widerstand leisten, Obelix auch immer wieder Hinkelsteine auf Siedlungen und Kutschen seines Volkes schleudert und die Gallier auch sonst ihm und den seinen extrem negativ gegenüber eingestellt sind. Die Gallier wissen um den Einfluss von Bibus in Rom und sind sehr böse und unversöhlich darüber, dass er und seine Getreuen nach dem Sieg Cäsars über Vercingetorix bei Alesia viele gallische Siedlungen in den schönsten Gegenden Galliens in Besitz genommen, und die gallischen Einwohner getötet, vertrieben oder versklavt haben. Deswegen unterstützen die unbeugsamen Gallier viele Widerstandsbewegungen in diesen Gebieten, was auch wieder viel Leid auf allen Seiten auslöst, Bibus aber natürlich zu Weißglut bringt. Die Vorfahren von Bibus sind wiederum nach Gallien gezogen, weil sie zuvor von den Germanen nur aufgrund ihrer Religion millionenfach massakriert worden waren. Statt eine Lösung für die nicht enden wollende Spirale der Gewalt und Gegengewalt zu suchen, versprechen er und seine Getreuen immer wieder, dies endgültig mit Gewalt zu beenden, und werden deswegen leider auch immer wieder als Anführer gewählt. Bei den Galliern ist es ganz ähnlich, Sturheit und Rachegedanken verhindern Lösungen und die Suche danach.

In letzter Zeit hat sich die Schlinge um Bibus immer weiter zugezogen, seine internen Widersacher arbeiteten immer erfolgreicher daran, ihn in den Zirkus zu den Löwen zu bringen.

So hat sich Bibus eine Audienz bei Cäsar besorgt und ihm einerseits geschmeichelt und andererseits gedroht. Er hat geschickt seine Eitelkeit manipuliert und an die militärische Größe Roms und Vielzahl an Katapulten appelliert. Auch hat er ins Treffen geführt, dass die Römer ihre Lager rund um das Dorf der unbeugsamen Gallier in letzter Zeit stark ausgebaut und überall Katapulte aufgestellt haben.

Und er hat auch Cäsar und seine Freunde an die Vielzahl von Orgien erinnert, die in Rom zuletzt gefeiert wurden….

So hat Cäsar schließlich aus Hochmut, Trotz und auch sicherlich Angst vor Bibus Befehl gegeben, eine riesigen Teil der römischen Armee gegen die Gallier in Stellung zu bringen, die Lager wurden noch stärker befestigt, Galeeren kreuzten and den Küsten von Aremorica und neue Legionäre verstärkten die Besatzungen. Erfahrene Kommandeure der Römer vor Ort warnten vergeblich. Doch die fetten Senatoren aus Rom wischten seine Bedenken vom Tisch. Die fanatischsten Anhänger eines großen Angriffs auf die unbeugsamen Gallier waren die sich dem zuvor erwähnten speziellen Tempel zugehörig fühlenden Anhänger von Bibus.

Den Galliern ist das natürlich nicht verborgen geblieben, was sich vor den Toren ihres Dorfes und an der Küste abspielte. Doch damit hatten die schon lange gerechnet, fast seit der Niederlage von Alesia sich auf diesen Kampf vorbereitet. Sie wussten auch, dass Obelix und der Zaubertrank gewisse Grenzen haben, zumal die Römer es immer schwieriger für Miraculix gemacht haben, die Zutaten dafür im Wald zu sammeln. So haben sie einerseits über Jahrzehnte den Hinkelsteinbruch von Obelix zu einer riesigen, tief im Fels verborgenen Festung ausgebaut und sich auch Hilfe von anderen Druiden geholt. Aus den ebenfalls unter dem Diktat Roms leidenden Reichen im Osten und in der Mitte haben sie Botschafter in kleinen Booten geschickt, die bei Nacht und Nebel durch die Blockade der römischen Galeeren geschlüpft sind und diese sind reich beschenkt zurückgekehrt. So konnte Miraculix sein Arsenal an Zaubertränken gewaltig erweitern und Automatix in seiner Schmiede versteckt eine Vielzahl von Waffen herstellen. Obelix war natürlich auch sehr fleißig und hat Hinkelsteine Sonderzahl gehauen, wovon er den allergrößten Teil tief in die Festung verbracht hat. Extra für die römischen Kundschafter hat er natürlich einige missratene Exemplare auffällig als Tarnung herumstehen lassen. Doch mit der Hilfe der neuen Zaubertränke konnten die Gallier den Himmel als Spiegel nutzen und immer besser sehen, was in den römischen Lagern und Schiffen vor sich ging. Sie konnten auch sehen, welche Waffen Bibus und seine Getreuen in ihren Gebieten ansammelten. Sie wussten auch, dass die Römer und Bibus Feuer und Verderben auf sie herabregnen lassen würden und es viele Opfer geben wird. Doch sie sind Entbehrungen und Trauer gewöhnt und wollen sich die dekadente römische Lebensweise nicht aufzwingen lassen. Auch denken Sie immer wieder an ihre von Bibus getöteten, vertriebenen und versklavten Stammesgenossen, deswegen sehen sie sich im Recht auch zu Töten und Leid über andere zu bringen.

Exkurs: Vor ca. 2000 Jahren hat jemand gesagt, dass das ein völliger Blödsinn ist und alle Menschen auf der Erde in Achtung, Respekt und Liebe miteinander leben sollten, aber…

So warteten die Gallier auf die Römer und Bibus. Unzählige Hinkelsteine standen bereit, von Obelix und den neuartigen Zaubertränken auf die römischen Lager, Schiffe und die Ländereien von Bibus geschleudert zu werden.

Und vor 10 Tagen war es so weit. Majestix hielt eine Besprechung mit seinen Getreuen in seinem Haus ab, und er ging dazu absichtlich nicht in die Festung von Obelix, im Wissen dass Spione davon Wind kriegen könnten. Er war schon alt und krank, und ihm war klar, dass er bald sterben musste. So war es dann auch, ein Spion von Bibus übermittelte das vereinbarte Zeichen and die Besatzungen an den Katapulten. Diese hielten die Fackeln an die in den Katapulten liegenden, mit Pech übergossenen Steine und es war so, als würde den Galliern der Himmer auf den Kopf fallen. Feuer und Tod regneten auf das Dorf der unbeugsamen Gallier herab und tötete Majestix und viele seine üblen Genossen. Das war der Plan von Bibus gewesen, damit hatte er Cäsar den Feldzug schmackhaft gemacht. Wenn der verhasste Majestix und seine Truppe stürben, würden sich die unbeugsamen Gallier sofort eine andere Führung aussuchen und sich ergeben.

Doch Bibus und Cäsar haben sich komplett verkalkuliert.

So wie es immer ist, wenn es eine große äußere Bedrohung gibt, versammeln sich Familien, Dörfer, Städte und Ländern hinter ihrer Führung, schütten Gräben zu und wenden sich vereint dem Feind zu. Denken wir an uns selbst!

Vor allem, wenn wir bedenken, was für die unbeugsamen Gallier ein Sieg bedeutet. Sie wollen nicht in einem Triumphzug in Rom einziehen und den Kaiserthron dort besteigen. Sie wollen nur weiterhin in ihrem Dorf leben und eine Lösung für die von den Vorfahren des Bibus geraubten Siedlungen.

Es gäbe die Chance, dass das gallische Dorf einen schlauen Krieger wie Asterix als Anführer wählen würde, der sich dann für eine für alle akzeptable Lösung einsetzen könnte. Es gab auch Bestrebungen dazu, aber gerade Bibus und seine Getreuen haben zarte Pflänzchen der Verständigung immer wieder brutal zertrampelt und Menschen auf beiden Seiten getötet, die Frieden suchten. Sie sehen überhaupt keinen Grund dafür, die Aneignung von Land der Gallier als ein große Wurzel des Problems zu sehen. Sie berufen sich sogar auf die Hohenpriester ihres Tempels, die sagen, dass das göttlicher Wille sei. Beim Teutates, sagen dann die Gallier, wieso sollen denn wir dann zu 100% nachgeben und uns fügen, wenn uns Bibus und Rom versuchen zu zerstören.

So arbeitet auch Asterix stellvertretend für alle vernünftigen Kräfte bei den Galliern auch mit bei der Verteidigung des Dorfs und schiebt seine massiven Differenzen mit den jungen Majestix, den die Gallier gewählt haben zur Seite.

Und nach 10 Tagen hat sich das Blatt auch militärisch komplett gewendet.

Natürlich hat das Dorf der unbeugsamen Gallier massive Schäden erlitten und schreckliche Dinge sind passiert, die Dorfschule wurde getroffen, viele Kinder sind gestorben. Ein großes Wehklagen geht durch das Dorf, doch das hat die Gallier nur noch entschlossener gemacht, und sie halten sich diszipliniert an den vorab ausgeheckten Plan.

Aus Obelix Festung fliegen jeden Tag mehr und mehr Hinkelsteine in Richtung römische Lager und die Siedlungen von Bibus. Auch vielen Kutschen sind schon getroffen, und aus Angst davor fahren viele Kutscher nicht mehr auf die Straße. Auch fahren keine Handelsschiffe mehr an der Küste vorbei, die Fischer legen nicht ab. Das ist keiner Seite zuträglich.

Die Römer haben damit überhaupt nicht in dem Ausmaß gerechnet und sind jetzt entsetzt dass ihre Lager und Schiffe von den Hinkelsteinen zerschlagen werden. Sie haben geglaubt, wenn sie die absichtlich von Obelix aufgestellten Hinkelsteine zerstören ergeben sich die Gallier. Dabei ist erst ein kleiner Teil des Vorrats an Hinkelsteinen verbraucht.

Mithilfe der neuartigen Zaubertränke treffen die Hinkelsteine auch immer genauer die weiter weg befindlichen Siedlungen von Bibus. Auch dort passiert dasselbe wie im Dorf der unbeugsamen Gallier. Kinder werden von den Trümmern der Hinkelsteine erschlagen, auf beiden Seiten weinen Mütter und Väter um ihre Kinder und Kinder um ihre Eltern.

Bibus setzt alle seine einflussreichen Freunde in Bewegung, dass von dieser schrecklichen Situation möglichst wenig nach außen dringt. Wenn jemand von den großen Schäden erzählt, wird er sofort für 5 Jahre eingesperrt, seine Freunde jagen brutal alle internen Gegner und erpressen die römische Nomenklatura immer stärker mit den Beweisen von den Orgien.

Doch ganz lässt sich der Topf nicht auf dem Deckel halten, zu vielen Hinkelsteine regnen herab. Die Abwehrkatapulte haben gegen die neuartigen Zaubertränke keine Chance. Doch Bibus kann natürlich nicht aufhören, er fürchtet sich von den Löwen. Auch Majestix ist in einer schwierigen Lage, das Dorf brennt lichterloh. Cäsar ist verzweifelt und wütend auf seine Berater, die ihm eingeredet haben, die Gallier wäre doch besiegbar. Doch niemand sagt: Hören wir auf und suchen wir eine Lösung.

So sterben jeden Tag mehr und mehr Menschen auf beiden Seiten, nicht nur gallische Krieger und römische Soldaten, sondern ganz vielen Kinder, Frauen und Männer, die keine Uniformen tragen. Damit wird wieder Zwietracht und Hass gesät für die Zukunft.

Dabei gibt es eigentlich genug Platz für alle Menschen in diesem Teil der Welt, für die Römer, Gallier und das Volk von Bibus, alle sind Menschen! Mit demselben Aufwand an Geld, Wissen und Engagement für Lösungen anstatt Kampf wären blühende Landschaften kein Hirngespinst.

So kommen wir wieder zu Anfang der Geschichte zurück, die zugleich meine düstere Prognose vom 10.3.2026 über den weiteren Kriegsverlauf ist:

Ganz Gallien ist von den Römern besetzt.  Nein, ein kleines Dorf hört nicht auf, erfolgreich Widerstand zu leisten.

Bild von Ralph auf Pixabay

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15 Kommentare

  1. Jurgen 16. März 2026 um 9:28 Uhr - Antworten

    Was soll das? Wo sind die gallischen Dörfer in den ehemals deutschen Gebieten? Die, in denen das BGB wieder gilt, weil der Gemeinderat so bewohnerumfraglich entschieden hat?

  2. Stefan Otto 16. März 2026 um 1:35 Uhr - Antworten

    Die Charakterisierung des „Majestix von Persien“ ist im Einklang mit westlicher Propaganda und Dämonisierung. Es muss die Frage erlaubt sein, wieviel davon zutrifft.

    Was in der Geschichte fehlt, ist dass Cäsar und Bibus schon zwei Mal Verhandlungswillen vorgetäuscht haben, den gallischen Unterhändlern freies Geleit zugesichert haben und diese dann heimtückisch totgeschlagen haben. Jetzt sind Cäsar und Bibus (so er nicht schon von einem Hinkelstein getroffen wurde) so unter Druck, dass sie gerne zum dritten Mal verhandeln würden. Aber die Gallier wollen nun nicht mehr… Warum nur?

    Was ebenfalls fehlt, ist dass Cäsar und Bibus immer noch ihre allerübelste Superwaffe haben. Und dass ihnen möglicherweise nicht mehr viel Zeit bleibt, diese Waffe einzusetzen. Denn die Gallier sind eventuell zu dem Schluß gekommen, dass sie es mit solch bösen Menschen zu tun haben, dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt als sich selbst genau diese Waffe auch zu zu legen – obwohl ihr ermordeter Anführer Majestix das aus moralischen Gründen stets abgelehnt hatte.

  3. audiatur et altera pars 15. März 2026 um 18:22 Uhr - Antworten

    Tolle Geschichte. Offenbar für Kinder, die wissen was Orgien sind ;-) Sie klingt so ähnlich, wie die des gut behüteten Erzähl-Onkels von der Agenda Austria für die größeren Sponsor-Kinder (und Kindeskinder) der Pharmaindustrie („humanitärer Einsatz“). Nichtdestotrotz ist nicht nur solchen Kindern zuzumuten, über die möglichen bzw wahrscheinlichen Folgen eines glorreichen Widerstandskampfes des kleinen Gallierdorfes für sie selbst und die Weltwirtschaft aufgeklärt bzw vorbereitet zu werden. Nicht, dass die Kinder sich am tatsächlichen Ende der Geschichte für die echten Erwachsenen halten…

    Im Gegensatz zum Ottonormalmärchenonkel und dem nunmehr gelähmten Donald mit dem doofen Batman-Anstrich im Gesicht, sind es nämlich vor allem die Armen unter ihnen, die die Rechnung für eine Fortsetzung der Fortsetzung des glorreichen Dorfnest-Widerstandskampfes zahlen werden. Man nennt das – auch in Kindersprache: Geiselhaft. Krieg ist (trotz Palantirs Chef-Belegschaft mit abstrus bezeichneter Software und ernährungsbedingtem Zappelphillipsyndrom) noch immer kein Comic, beim Idefix!

  4. ibido 15. März 2026 um 17:54 Uhr - Antworten

    Ich war beim Lesen von Asterix und Obelix noch nie so traurig, wie bei dieser Folge.

  5. Jakob 15. März 2026 um 15:46 Uhr - Antworten

    Als begeisterter Asterix und Obelix Fan denke ich mir: super, eine gute Idee.

    Und dann kommt der Abschnitt: Der Majestix von Persien (……) IST NICHT NETT und tollpatschig. …………..

    Wie kommen Sie dazu ihre Kinder damit zu indoktrinieren?
    Haben Sie dieses selbst erlebt? Leben Sie im Iran und wissen das aus erster Hand?
    Oder ist es wie bei den allermeisten westlichen Gegnern des Iran lediglich nachgeplapperte Propaganda?
    Wie soll ein gegenseitiger Respekt wachsen wenn unwissende Kinder mit solchen Bildern, schön verpackt in einer gefälligen Geschichte, gefüttert werden.

    Für mich ist das ekelhaft.
    Darum war für mich auch Schluss mit dem Weiterlesen.

    • joseph53 15. März 2026 um 16:19 Uhr - Antworten

      Ich gebe Ihnen recht – aber mit guter Unterstützung der besten Journalisten wird eine gute Geschichte zum höchst erforderlichen Nachdenken (und vll. sogar zu eigenen mehrsprachigen Recherchen) anregen können.

      Und genau das brauchen wir auch für eine möglichst rasche Hinwendung zu mehr globalem Frieden!

    • Hello 15. März 2026 um 16:46 Uhr - Antworten

      Nun ja, ich nehme an, Sie haben nie in Persien gelebt und sind doch überzeugt, dass es unter dem Schah einen brutalenn Geheimdiensst gab. Oder nicht? Und vom Ajatollah Chomeini war auch bekannt, dass er zB die Bahai unterdrückte und seine Regierung sehr wohl Folterx angewendet hat. Unter der jetzigen Regierung gab und gibt es Todesurteile und Menschenrechte, wie es sie in Demokratien geben sollte (bei uns werden sie gerade ausgehöhlt), gibt es vermutlich auch nicht, wenn man den Berichten glauben darf, zB auch von Amnesty International (bei allem Vorbehalt auch gegen diese Organisation). Also, weil der Iran völkerrechtswidrigg angegriffen wurde und alles Recht auf Verteidgung hat und der „demokratische Wertewesten“ nicht das geringste Recht hat, „Befreiung“ zu bringen, deshalb ist Kritik an diesem Staat doch auch erlaubt, meine ich.

      • Jakob 15. März 2026 um 18:05 Uhr

        Ich war nie im Iran, stimmt.
        Ich kenne alle Geschichten nur aus den Medien so wie wahrscheinlich die allermeisten hier.
        Und darum versuche ich sehr vorsichtig zu sein bei der Beurteilung, vor allem aber bei einer Verurteilung.

        Die Bahai wurden unterdrückt?
        Was hatte diese religiöse Gruppe gemacht? Hat sie gegen Gesetze verstoßen? Was ist darüber bekannt? Wie ist das „Unterdrücken“ zu verstehen? So wie das Kopftuchverbot bei uns in Österreich?

        Chomeini hat Folter angewendet?
        Möglich – ich weiß es nicht. Wenn ja dann müsste dies zurecht kritisiert werden. Aber dann bitte mit derselben Heftigkeit die Folter in allen anderen Staaten anprangern – die USA (mit den Gefängnissen im Ausland) und Israel zuvorderst.

        Menschenrechte? Ja ich bin auch dafür. Was sind diese Menschenrechte?
        Wie sehen diese in Demokratien aus? AI soll man glauben? Einer westlich geprägten und finanzierten NGO?
        Dazu – was passiert diesbezüglich gerade in Deutschland (bei uns soweit mir bekannt noch nicht so krass). Soll der Iran in der BRD eingreifen um diese Menschenrechte zu verteidigen?

        Ja man darf und soll kritisieren.
        Dort wo es angebracht ist und man sich sicher ist.
        Aber es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen berechtigter Kritik und einer Verurteilung oder sogar einer Verteufelung von Personen ohne handfester Beweise.
        Wie oft wurde schon geschrieben, dass der Großteil des iranischen Volkes nicht gegen die Regierung ist. Sind das alles Masochisten oder willenlose Marionetten?
        Aber wir – der Wertewesten – wollen ein Urteil abgeben und uns dramatisch einmischen.

      • Fritz Madersbacher 15. März 2026 um 19:26 Uhr

        Jakob
        15. März 2026 um 18:05 Uhr
        „Die Bahai wurden unterdrückt?“

        Die Bahai-Religion ist aus dem schiitischen Islam hervorgegangen und hat sich zu einer „Weltreligion“ mit Elementen aus anderen Religionen „weiterentwickelt“. Für Schiiten ist das natürlich Häresie.
        Was aber für die Iraner schwerer wiegt ist der Umstand, dass die Bahai sich als vom Schah geförderte Fünfte Kolonne Israels mißbrauchen ließen. Dass das schwer zu dulden war, zeigen die jüngsten Ereignisse.
        Der erzählerische Versuch oben zeugt von mangelhaften politischen wie historischen Kenntnissen. Ich erspare ihn meinen Enkelkindern …

      • Hello 15. März 2026 um 20:59 Uhr

        @Jakob
        15. März 2026 um 18:05 Uhr

        Ich kenne Asterix und Obelix nicht. Ich kann also keine Vergleiche ziehen zu der „modernen Version“ von Bernhard Windbichler.

        Ich war in den 60er Jahren in Persien. Damals wurde uns der Schahh und Farahh Diba von den meisten Medien als Märchenprinz und-Prinzessin vorgegaukelt. Man war stolz, dass der Schahh nach Gastein zum Schifahren kam, bevor er die Schweiz bevorzugte. In Persien merkte ich nichts von der SAVAKx und wollte es auch nicht glauben, als die Unruhen durch iranische Exilstudenten und dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund begannen, die sich gegen den Schahh stellten. Der Schahh war westlich eingestellt und ich war damals jung und überzeugt, der Westen sei gut und demokratisch mit allem, was zur Demokratie gehört.

        Woher weiß ich also, dass es im Iran Folter gab? Von diesen Unruhen und auch von Amnesty International. Ich habe keine handfeste Beweise. Und Sie wissen es auch von den Medien und nicht aus eigener Erfahrung.

        Folter und Unrecht durch Chomeini? Weiß ich durch Berichte von Flüchtlingen und aus Medien. Ich habe keine handfeste Beweise.

        Aus welchem Grund soll ich den Berichten über den Schahh glauben und denen über Chomeini nicht?

        Wir tendieren sehr leicht dazu, das zu glauben, was wir glauben möchten, weil es in unser (politisches) Weltbild passt und das andere verleugnen.

        Auch ich war überrascht über „Majestix von Persien (……) IST NICHT NETT und tollpatschig.“ Aber als so grobe Indoktrinierung kann ich es nicht sehen. Ich finde nur die ganze Geschichte etwas verwirrend. Das liegt vielleicht daran, dass ich Asterix und Obelix nicht kenne.

        „Oder ist es wie bei den allermeisten westlichen Gegnern des Iran lediglich nachgeplapperte Propaganda?“
        „Wie oft wurde schon geschrieben, dass der Großteil des iranischen Volkes nicht gegen die Regierung ist.“ Da könnte man genau so sagen, ist das so wie bei den meisten Gegnern von den USA und Issrael nachgeplapperte Propaganda?
        Vor allem scheint der Großteil des iranischen Volkes JETZT (durch den Angriff der USA und Issrael) auf seiten der Regierung zu sein.

        „Dazu – was passiert diesbezüglich gerade in Deutschland (bei uns soweit mir bekannt noch nicht so krass). Soll der Iran in der BRD eingreifen um diese Menschenrechte zu verteidigen?“

        Aber darum ging es in der Geschichte von Asterix und Obelix nun wirklich nicht.

        Sie haben schon manchmal meine Kommentare gelesen. Da müssten Sie eigentlich gesehen haben, dass ich diese Doppelmoral des „demokratischen Wertewestens“ verurteile.

      • Jakob 16. März 2026 um 8:01 Uhr

        @hello
        Danke für die ausführliche Antwort.

  6. Jan 15. März 2026 um 15:06 Uhr - Antworten

    Erwähnt werden sollte noch, dass die Perser über große Mengen „Schwarzes Gold“ verfügen, das ihnen weggenommen werden soll.

    Die Perser werden sich einer Großregion anschließen müssen, die sie langfristig schützt und die sie für diesen Schutz mit „Schwarzem Gold“ bezahlen. Aufgrund der Lage Persiens kommen nur drei Großregionen in Frage: Russland, über das Kaspische Meer, Europa, über das Schwarze Meer, und Asien über die Straße von Hormus. Die USA und Russland benötigen das Öl nicht. Damit bleiben Europa und China übrig.

    Dass der Nahe Osten sich zu einem Großreich vereinigt, unter welcher Führung auch immer, und damit über 30% der weltweiten Ölreserven bestimmt, ist kaum wahrscheinlich.

    • ibido 15. März 2026 um 18:00 Uhr - Antworten

      Europa? Ernsthaft?
      Um im Bild zu bleiben: Wollen die Perser wirklich ins Haus das Verrückte macht und Passagierschein A 38 besorgen?

  7. joseph53 15. März 2026 um 14:30 Uhr - Antworten

    Super Idee!

    wenn Sie weiter mutig genug sind, fragen Sie doch die Herren Goscinny/Uderzo, ob sie vielleicht mithelfen könnten, die Weltbevölkerung aufzuklären?
    Falls sie ja sagen, würden die Autoren von tkp sicher mit Fakten aus Geschichte und Gegenwart unterstützen 👍!

    • joseph53 15. März 2026 um 14:44 Uhr - Antworten

      Goscinny und Uderzo leben leider nicht mehr – aber vielleicht lassen sich Leute finden, die ähnlich gut schreiben und zeichnen.
      Und natürlich dürften sie „keine Freunde des Groß-Zionismus“ sein, dieser radikal-rassitischen, menschenverachtenden etc. und gleichzeitig höchst idiotischen Ideologie aller Zeiten sein.

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