Der Iran-Krieg und der Great Reset

4. März 2026von 2,8 Minuten Lesezeit

Ölschock, Energiekrise, Lebensmittelkrise: Der Krieg im Iran wird – wie jede große Erzählung seit 2020 – für die Agenda des Great Reset instrumentalisiert. 

Die Straße von Hormus – das Nadelöhr, durch das die Welt mit Öl und Gas versorgt wird – ist seit Beginn des Krieges ein Hauptthema. Der Iran droht damit, die Straße zu schließen, hat sie vielleicht schon geschlossen – oder doch nicht. Es ist alles ziemlich unklar. China fordert den Iran auf, die Straße offen zu lassen – oder doch nicht, oder nur für China offen zu lassen. Unklar.

Aber schon die Schlagzeilen um die Straße reichen aus, um die Energiepreise in die Höhe zu treiben. Enorme Mengen an Schiffstransporten mit Millionen Barrel Öl und Gas passieren täglich diese Wasserstraße. Und wenn die Energiepreise steigen, wird alles teurer: Lebensmittel, Wohnen, Mobilität. Alles.34 % der weltweiten Düngemittelversorgung laufen durch die Straße von Hormus. Wenn dies ein längerer Krieg mit dem Iran wird, könnte es weltweit zu einer Nahrungsmittelknappheit kommen. Hier ein 10-minütiges Video dazu:

Dann hat auch schon das weltgrößte LNG-Unternehmen, der Staatskonzern QatarEnergy, die Produktion gestoppt. Vielleicht. Der Irak hat Öllieferungen über eine wichtige Pipeline in die Türkei eingestellt. Und die saudischen Ölfelder wurden bereits bombardiert – von wem, ist unklar. Die Preise für Öl und Gas werden in die Höhe gehen, das hat schon begonnen und dürfte sich nicht so schnell beruhigen.

Insider, die wussten, wann der Angriff erfolgen würde, haben bereits heftig daran verdient. Reiche Menschen wurden noch reicher, normale Menschen werden ärmer. Die österreichische Regierung versucht noch zu beruhigen, ihre Presse hilft dabei. In UK ist man schon etwas deutlicher. Sky titelte etwa schon eindeutig: „Die britischen Rechnungen können den Kräften des Iran-Kriegs nicht entkommen.“ Achtung, Sie werden bald für alles mehr zahlen müssen – es ist keine Enteignung, Sie haben nur weniger Geld.

Auch Forbes warnt bereits vor einer globalen Nahrungsmittelkrise: „Jenseits des Öls: Die Straße von Hormus und das globale Nahrungsrisiko.“ LNG wird zur Herstellung von synthetischem Stickstoffdünger verwendet. Ohne Katar-LNG wird es eng. Ausführlicher hat TKP die mögliche Hungerkrise hier diskutiert. 

Aktuell befinde man sich noch in der Phase der Problemkonstruktion, schreibt der britische Journalist Kit Knightly. Bald kommen dann die „Lösungen“:

  • „Wenn wir auf erneuerbare Energien setzen würden, wären wir nicht in diesem Schlamassel.“
  • „Niemand führt Krieg wegen Solarpanels oder Windrädern.“
  • „Es wird höchste Zeit, unser gesamtes Nahrungsmittelsystem ohnehin neu zu denken.“
  • „Laborgezüchtetes Essen braucht keinen Dünger.“

Erste Anzeichen sind bereits zu sehen, wie der Artikel von Euronews, einem der Kommission nahestehenden Medium: „Eine an fossile Brennstoffe gekettete Welt: Beweist der Krieg gegen den Iran, dass es an der Zeit ist, endgültig mit dem Öl aufzuhören?“

Knightly hat deshalb ein anderes Urteil über den Iran-Krieg, da er keine Auseinandersetzung zwischen US-Empire und „Multipolarität“ erkennt: „Der Krieg im Iran ist kein neuer Krieg, sondern ein neues Theater eines alten Krieges. Und ‚Theater‘ ist vermutlich ein sehr treffendes Wort.“


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5 Kommentare

  1. Andreas_Sch. 5. März 2026 um 10:02 Uhr - Antworten

    Aber einfach zu sagen, wir wollen, dass alles so weitergeht, aber ohne Öl!, das wird einfach nicht möglich sein. Man muss sich also überlegen, wie man einen Übergang schafft.

    Ich hätte da schon einige Ideen … Mich fragt nur niemand und ich werde mich nicht aufdrängen – bin ja schließlich kein Influ… -Dingsda! (War das nicht früher mal ’ne Krankheit?)

    Aber hätte schoneinmal irgendjemand irgendjemanden gehört, der die richtigen Fragen stellt?

    • Andreas_Sch. 5. März 2026 um 10:03 Uhr - Antworten

      Ups! Sollte eigentlich unter @Jan landen!

  2. local.man 4. März 2026 um 13:02 Uhr - Antworten

    Natürlich sind diese ganzen Krisen und Kriege orchestrierte Reichenherrschaft.

    Die Zeitungen wie die Bild, wie ich sehen musste im Regal, verkündet ja schonmal zur Vorbereitung auf die erhöhten Preise, deren Anstieg. Dies wird alles teurer werden, mit passender Aufzählung stand da. Ich habe es nur aus der Ferne gelesen in Richtung Kasse. Das dient nicht zu Information, es dient zur Gewöhnung, an das was kommen soll. Es ist ein weiteres Puzzleteil der Manipulation. Das ist aber nicht erst jetzt so, war immer so.
    Diese Blättchen haben einen Sinn und Zweck und sicherlich nicht den, des guten Journalismus der die Macht angreift, sondern die Vermittlung der Ereignisse wie ein Naturgesetz und darüber dann diese Normalität zu formen und die Empörung zu managen.
    Dabei ist es Teil dieser Manipulation der Menschen.
    Das ist mir schon vor vielen Jahren aufgefallen, wie hier stetig Empörungsmanagement betrieben wird.

    Benzin ist ja auch gleich geklettert, obwohl die Auswirkungen noch gar nicht da sind. Da will sich gleich jeder wieder ranklemmen, um bissel was abzukassieren.

    Ich bin mir nicht mal sicher, ob viele der alternativen Medien, nicht gelenkte Oposition darstellen und im Grunde nur den Zorn in Kommentarspalten ableiten soll.

  3. 1150 4. März 2026 um 12:38 Uhr - Antworten

    aha, daher die eu – freigabe von insekten zum verzehr für die manipulationsmasse –
    nichts geschieht zufällig

  4. Jan 4. März 2026 um 11:32 Uhr - Antworten

    Das zitierte Fazit ist leider nur teilrichtig und man kann sich über den mangelnden IQ nur ärgern.

    Schaut man sich Energieproduktion aufgeteilt auf Sektoren an, ist Österreich eine Insel der Seeligen: 21% der Primärenerie wird aus Biomassen erzeugt, vor allem aus heimischem Holz. Das geht aber nur mit Diesel. Es gibt die Technik nicht, mit Batterien Harvester zu betreiben. Vielleicht mit Holzgas, das müsste man probieren. Karbonisierter Wasserstoff ist leider extrem ineffizient. Um die Harvester zu bauen, benötigt man Steinkohle für den Stahl. Für die 9% Wasserkraft Mengen an Beton. Die Wasserkraft immerhin ist grundlastfähig und sichert die mageren 4% Wind und 3% Solar ab. Für beides braucht man seltene Erden, Halbleiter, Reinraumtechnik und Kupfer. Dafür wiederum braucht man Diesel.

    Es geht eben nicht ohne System! Man kann die Anteile ein wenig verschieben, aber nicht aussteigen!

    Überall sonst auf der Welt liegen übrigens Wind, Solar und Nuklear bei 4% und Gas, Öl Kohle bei jeweils 30%.

    Würden wir aus Kohlenwasserstoffen aussteigen, könnten wir die Trennung von Wohnung und Arbeit nicht mehr überwinden, die Investitionen in unsere Städte wären wertlos. Auch Smart Cities sind keine Antwort, da wir weder Nahrungsmittel hinein- noch Müll hinausfahren könnten. Dazu gibt es genug gute Untersuchungen, Pferde und Ochsen könnten zwar EINEN Wagen hereinfahren, aber eben nicht die benötigte Menge, ihr „Treibstoff“ in Form von Hafer oder Gerste benötigt derart viel Anbaufläche, dass diese die Strecken wieder verlängert. Wasserwege funktionieren nur bei kleinen Städten. Die Eisenbahn braucht Kohle.

    Wenn wir aber die Städte und Häuser verlassen und aufs Land wandern, dann gibt es dort keine Unterkünfte. Und wenn wir sie bauen, dann brauchen wir Zement und Transport, aber wir brauchen auch ausgeweitete Flächen für Anbau ohne Dünger, wo bauen wir die Unterkünfte hin?

    Und wer hätte das Knowhow für Lehm- und Holzbau in Einfachstbauweise, hölzernen Wagenbau, Fassbau, Rennöfen, handgeschmiedeten Werkzeugbau?

    Das muss ja jemandem auffallen, der länger als 20 Sek. darüber nachdenkt!

    Dazu passt natürlich gar nichts in den Kapitalismus. Wenn man so etwas wollte, müsste man es aus dem Kapitalismus ausnehmen und zB Land zur Verfügung stellen. Viehhaltung und Samenbau von EU-Regeln und Tierschutz ausnehmen. Man müsste selbstverwaltete Gemeinden wie die Amish erlauben.

    Aber einfach zu sagen, wir wollen, dass alles so weitergeht, aber ohne Öl!, das wird einfach nicht möglich sein. Man muss sich also überlegen, wie man einen Übergang schafft.

    Das will aber niemand! Die Leute wollen stattdessen lauter Katastrophen, deren böses Ende von vorneherein absehbar ist.

    Da kann man nur sagen: Macht mal!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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