3. Tag des Angriffskriegs gegen den Iran (Ticker 10:00 Uhr)

2. März 2026von 7,5 Minuten Lesezeit

Die ersten zwei Tage haben bereits Schäden in dutzenden von Milliarden Dollar-Höhe sowohl im Iran als auch bei der angreifenden Koalition verursacht. Aber ein Regime-Change, wie er von Trump angekündigt worden war, ist weiter entfernt als vor dem Krieg.

Der Iran richtet sich für eine monatelange Auseinandersetzung ein, während die Angreifer von wenigen Wochen ausgehen, weil dann die Munition zu Ende geht, und nur noch Kernwaffen übrig bleiben.

Niemand weiß genau, wie viele Raketen der Iran tatsächlich hat, und wie seine Nachschubmöglichkeiten und Produktionsfähigkeiten wirklich sind. Jedenfalls kündigte das Militär an, noch weitere, neuere Raketen demnächst zum Einsatz zu bringen, die weitere Überraschungen bereiten würden. Dabei wurde gemunkelt, dass es sich um ballistische Raketen mit lenkbaren Mehrfachsprengköpfen handeln könnten, die ähnlich zu den russischen Oreshnik konstruiert sind.

Was in der Nacht geschah

Ein Video behauptet, eine iranische Drohne habe habe eine Frühwarnradarastation zerstört, die eine Milliarde US-Dollar kostet.

Seit dem Abend des 1. März 2026 hat sich der von den USA und Israel initiierte Angriffskrieg auf den Iran – unter dem Codenamen „Operation Epic Fury“ – weiter eskaliert. Aus der Perspektive des Globalen Südens, wie sie in Quellen aus Ländern wie Ägypten, Indien oder Katar (z. B. Al Jazeera-ähnliche Berichte) widergespiegelt wird, wird dieser Konflikt als unilaterale Aggression gegen einen souveränen Staat gesehen, die die Stabilität der Region untergräbt und wirtschaftliche Folgen für energieabhängige Entwicklungsländer hat. Viele Stimmen aus dem Globalen Süden verurteilen die Tötung des iranischen Supreme Leaders Ayatollah Ali Khamenei als Verletzung des Völkerrechts und fordern eine sofortige Deeskalation, um eine breitere Katastrophe zu vermeiden, die vor allem ärmere Nationen trifft.

US- und israelische Streitkräfte haben in der Nacht zum 2. März weitere Hunderte von Zielen in Teheran, Isfahan, Karaj und anderen Städten bombardiert, darunter Militärbasen, Raketenanlagen und das Hauptquartier der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC). Berichte sprechen von mindestens 72 dokumentierten Vorfällen in 20 Provinzen, mit einem Fokus auf Teheran. Zivile Opfer werden mit über 300 Toten (einschließlich 100 Kinder in einer Schule in Minab) und 900 Verletzten angegeben.

Außerhalb der Kolonialländer und ihrer Vasallen nennen Analysten es einen „unprovozierter Eskalationsakt„, der den Nahen Osten in eine Spirale der Gewalt stürzt und die Souveränität Irans verletzt – ähnlich wie frühere westliche Interventionen in Irak oder Libyen, die langfristig Instabilität schürten, nicht zuletzt zu Flüchtlingswellen führen.

Iranische Gegenangriffe und Ausweitung auf den Golf (ca. 20:00–22:00 Uhr)

Iran hat mit Dutzenden Raketen und Drohnen auf US-Basen in Bahrain, Kuwait, Qatar, UAE, Saudi-Arabien und Jordanien reagiert. Explosionen wurden in Doha, Dubai (einschließlich des Flughafens und des Luxusviertels Burj Al Arab) und Oman gemeldet. Ein US-Kriegsschiff wurde anscheinend versenkt, und erste US-Verluste (drei Tote in Kuwait) wurden bestätigt. Iranische Medien melden Treffer auf ein US-Flugzeugträger, was vom US-Central Command (CENTCOM) dementiert wurde.

Diese Reaktion wird im größten Teil der Welt als legitime Selbstverteidigung angesehen, welche nebenbei die Abhängigkeit der Golfstaaten von US-Schutz aufdeckt und wirtschaftliche Schäden (z. B. Ölpreisanstieg) für Länder wie Indien oder Pakistan verursacht, die auf stabile Energiemärkte angewiesen sind. Es wird betont, dass der Konflikt die „neokoloniale Dominanz“ der USA verstärkt und den Globalen Süden in eine Energiekrise stößt.

Maritime und wirtschaftliche Auswirkungen (ab ca. 22:00 Uhr)

Der Schiffsverkehr im Persischen Golf und durch die Straße von Hormuz ist stark eingeschränkt; US-Truppen haben neun iranische Boote versenkt. Flugverkehr in der Region (einschließlich Dubai und Bahrain) ist weiter lahmgelegt, was Tausende Reisende stranden ließ. Ölpreise steigen rasant, was globale Märkte erschüttert.

Der Konflikt bedroht die globale Energieversorgung und trifft energieimportierende Länder hart, was Ungleichheiten verstärkt. Russische und chinesische Kommentare (oft als Global South-Proxy gesehen) nennen es eine „politische Ermordung„, die den Nahen Osten destabilisiert und Entwicklungsländer in Inflation und Unsicherheit treibt. Der Krieg wird auch als Krieg gegen den gesamten Globalen Süden angesehen, um seinen Aufstieg zu verhindern.

Politische und diplomatische Entwicklungen (bis zum Morgen des 2. März)

Der Iran hat 40 Tage Trauer ausgerufen und die IRGC übernimmt de facto die Kontrolle. US-Präsident Trump kündigte an, die Angriffe fortzusetzen, bis Ziele (z. B. Zerstörung nuklearer und Raketenprogramme) erreicht sind, und erwähnte mögliche Verhandlungen. Angeblich habe man ihn aus dem Iran kontaktiert. Russland und China verurteilen die Aktionen scharf; die EU fordert Deeskalation. Proteste gegen US-Botschaften in Ländern wie Pakistan und Indien eskalieren.

Im Globalen Süden sehen viele dies als Chance für Iran, aber auch als Risiko einer breiteren Krise, die den Globalen Süden in eine „neue Kolonialkriegsära“ zwingt. Es wird kritisiert, dass westliche Mächte Regimewechsel anstreben, ohne die Folgen für benachbarte Länder zu bedenken, was zu Flüchtlingsströmen und wirtschaftlichem Kollaps von Ländern führen könnte. Denn nicht die reichen westlichen Industrieländer werden hauptsächlich von Flüchtlingsströmen belastet, sondern die sowieso armen Nachbarländer der vom Westen bombardierten Staaten.

Gesamteinschätzung mit Fokus auf die Sicht des Globalen Südens

Der Konflikt wird auch am 3. Tag in nicht-westlichen Medien als asymmetrischer Krieg dargestellt, bei dem der Iran trotz Unterlegenheit Widerstand leistet, um seine Souveränität zu wahren. Quellen aus dem Globalen Süden betonen die humanitären Kosten (z. B. steigende Opfer unter der Zivilbevölkerung) und wirtschaftliche Risiken (Ölpreise, Handelsstörungen), die vor allem arme Länder treffen. Es gibt Aufrufe zur UN-Intervention, um eine „imperialistische Eskalation“ zu stoppen, und Skepsis gegenüber US-Zielen wie Regimewechsel, die als destabilisierend gelten. Bislang kein Anzeichen für ein schnelles Ende; der Fokus liegt auf Deeskalation, um eine Weltkrise zu vermeiden.

08 Uhr 30:

Ein US-Beamter bestätigt, dass ein amerikanischer F-15-Jet in Kuwait bei einem „Friendly-Fire-Vorfall” abgeschossen wurde. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten.

Alle Aktivitäten in der Raffinerie Ras Tannoura von ARAMCO in Saudi-Arabien wurden eingestellt nachdem der Iran begonnen hat, die Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens anzugreifen, wobei er die ARAMCO-Raffinerie in Ras Tannoura ins Visier genommen hat.

UNGEWÖHNLICH Im Lagezentrum des israelischen Oberkommandos…

Vor Netanyahu wurde eine kleine Holzkiste platziert, während alle Anwesenden „goldene Bänder“ um ihr linkes Handgelenk trugen.

Worauf bereitet sich die israelische Führung hier vor?

Die Washington Post meldet: Die Stimmung im Pentagon sei „angespannt und paranoid“. Die Führungsriege des Pentagons befürchtet, dass die USA ihre Luftverteidigungsbestände aufbrauchen werden und der Konflikt „außer Kontrolle geraten“ wird. Genau davor hatte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs des Pentagons, Dan Caine, letzte Woche gewarnt. Und genau davor warnen auch China und andere Länder des Globalen Südens.

Vorsitzender des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, Ali Larijani: „Wir werden nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln.“

09 Uhr 30:

Iranische Rakete schlägt in Zentralisrael ein, Rettungskräfte eilen zum Ort des Geschehens.

Die Luftabwehr Bahrains ist derzeit nicht existent,  die iranischen Angriffe halten an.. Auch die Kuwaits ist stark dezimiert.

Das kuwaitische Verteidigungsministerium gibt bekannt, dass heute Morgen „MEHRERE” US-Kampfflugzeuge abgestürzt sind, aber alle Besatzungsmitglieder überlebt haben.

Das iranische TV meldete soeben: „Vor wenigen Augenblicken bestätigte das Hauptquartier von Khatam Al-Anbiyaa, dass ein amerikanischer F-15-Kampfflugzeug von der iranischen Luftabwehr an der Grenze zwischen Kuwait und dem Irak abgeschossen wurde.”

Die iranische Luftwaffe ist in der Luft und patrouilliert über Teheran. MiG-29- und Yak-130-Kampfflugzeuge sind dabei im Einsatz.

10 Uhr 00:

Drei verschiedene amerikanische Piloten sprangen aus amerikanischen Kampfflugzeugen, die in Kuwait abgestürzt waren. Einer hat offenbar eine schwere Handverletzung.

Eine Drohne griff die Landebahn einer britischen Basis auf Zypern an, berichtete Sky News unter Berufung auf die britische Außenministerin Yvette Cooper.

In Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es laut Angaben des Unternehmens zu Störungen der Cloud-Dienste von Amazon aufgrund von Stromproblemen, nachdem „Gegenstände” auf ein Rechenzentrum gefallen waren.

Scharen von Kampfflugzeugen, Hubschraubern und amerikanischen Militärflugzeugen fliegen über Dubai, starten und fliehen aus den Emiraten.

Ein Saudi-arabischer Beamter auf Al Jazeera:

„Die amerikanische Verteidigung konzentriert sich auf Israel – ohne Rücksicht auf die Verteidigung der arabischen Golfstaaten, in denen sich viele der Militärstützpunkte befinden.“

Die Araber am Golf werden sich endlich der Tatsache bewusst, dass die von ihnen beherbergten Stützpunkte nichts anderes sind als eine Schutzgelderpressung und ein Zentrum für die Sammlung von Informationen.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Chronologie des Angriffskriegs gegen den Iran am 1. März (Ticker- 20:00 Uhr)

USA und Israel starten Angriffskrieg gegen Iran (Ticker)

Reaktionen zum Krieg gegen den Iran aus EU, europäischen Kolonialmächten, China und Russland

5 Kommentare

  1. Glass Steagall Act 2. März 2026 um 10:33 Uhr - Antworten

    Alles sieht danach auch, dass hier absichtlich ein Grundstein für den Umbau einer neuen Weltordnung gelegt wird! Wenn Menschen weltweit durch das verursachte Chaos und die steigenden Preise in die Verzweiflung getrieben werden, ist das der Moment, in dem die Machteliten ihre neue Weltordnung präsentieren und durchsetzen können!

  2. triple-delta 2. März 2026 um 9:30 Uhr - Antworten

    Offensichtlich muss der Rest der Welt dem Westen den Konflikt liefern, den dieser unbedingt provizieren will, um ihm ein für alle Mal seine Grenzen aufzuzeigen. Ich hoffe, dass Russland und China dieses Mal eindeutig reagieren werden.

    • Nurmalso 2. März 2026 um 9:45 Uhr - Antworten

      Höre mir bloß uff mit Iwan den Gutmütigen. Garnix wird er machen außer die gestiegenen Ölpreisgewinne jetzt kräftig abzuscheffeln. Freut sich doch jetzt insgeheim über die kollabierende EU-Wirtschaft.

  3. Jan 2. März 2026 um 9:27 Uhr - Antworten

    Auf Social Media tauchen möglicherweise KI-generierte Fotos mit Epstein, Trump und Kleinkindern auf. Dazu heisst es, iranische Hacker drohten mit der weiteren Veröffentlichung von Material.

    Man darf wohl den Verdacht äußern, dass der Zeitpunkt des Krieges mit dem Epstein-Empörungsmanagement zusammen hängt. Die Freigabe der Akten war von den Demokraten erzwungen worden.

    Es liegt nahe, dass die US-Strategie auf eine Flucht der Teheraner ins benachbarte Aserbajdschan setzt, das seit längerem der EU beitreten soll. Im Iran gibt es eine große Volksgruppe ethnischer Aserbajdschaner. Darüber könnte die Übernahme der doch wesentlichen Ölquellen durch die EU gelingen.

    Denkt man dieses Szenario weiter, dann müssen die Amis den Druck auf die Zivilbevölkerung glaubhaft steigern, die nukleare Option wäre sicher eine Möglichkeit.

    Obwohl es beim Krieg um die Frage gehen dürfte, ob das iranische Öl dem chinesischen oder europäischen Großraum zugeschlagen wird, dürfte das Involvement der Chinesen begrenzt bleiben. Unter der Sperre der Straße von Hormus dürften vor allem Europa und Asien leiden. Die Sperre dürfte auch saudisches Öl betreffen. China wird von einer Immobilienblase bedroht, deren Platzen sehr weitgehende Folgen hätte. Ich vermute, man wird russische Quellen weiter ausbauen. Dass die Moslems die militärische Karte ziehen, darf man wohl ausschließen.

  4. Jakob 2. März 2026 um 7:30 Uhr - Antworten

    Aufrufe helfen nichts mehr. Die nicht westliche Welt muss mit Taten auf diesen von den USA zu verantwortenden Wahnsinn reagieren.
    Leidet gibt es Situationen in denen auch ein Pazifist zu Gewalt greifen muss.
    Dies ist so eine.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge