Nach Interview Tucker-Huckabee: Welcher Gott hat wem Westasien gegeben?

27. Februar 2026von 11,3 Minuten Lesezeit

Die Aussage des US-Botschafters in Israel Gott habe den Juden das Land zwischen Nil und Euphrat gegeben und Israel sollte davon jetzt Besitz ergreifen, hat zu heftigen Reaktionen geführt. Carlson hat auf seiner Webseite dazu einen Sonderbeitrag von Jeffrey Sachs und Sybill Fares veröffentlicht.

Wie hier berichtet hatte Huckabee das Recht der jüdischen Zionisten auf den Bibelteil Gnosis zurückgeführt, der 3800 Jahre alt sei. In dem Interview erklärte Huckabee Carlson gegenüber seine Überzeugung, dass Israel aufgrund seiner biblischen Stellung das Recht habe, den gesamten Nahen Osten zu erobern. Dies löste im gesamten Nahen Osten eine Welle der Empörung aus, und die Außenministerien aller wichtigen Länder verfassten einen „offenen Brief” als Protest. Der israelische Oppositionsführer und ehemalige Premierminister Yair Lapid unterstützte die Idee der „biblischen Grenzen” Israels, als er zu der Ansicht des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, befragt wurde.

Das sind Behauptungen und Forderungen, die zwangsläufig zu Krieg führen müssen und zeigen ein grundlegendes Problem aller Eingottreligionen, nämlich die inhärente absolute Intoleranz. Das steht im Gegensatz zu Religionen von Kulturen mit einer Bilderschrift, die durchaus andere Glaubensrichtungen integrieren. In Japan sehen wir in buddhistischen Tempel Shinto-Schreine, in China oder Korea in den Tempeln einen Buddha neben Konfuzius und Lao Tse.

Der in der angeblich 3800 Jahre alten Bibelstelle erwähnte Gott ist keinesfalls der älteste bekannte. Der altägyptische Ptach soll laut einer 5500 Jahre alten Inschrift aus Memphis sogar die Götter geschaffen haben. So heißt es in der Übersetzung Breastad: „

Er schuf die Götter, er gründete die Städte … er machte Bildwerke von den Göttern … So gingen die Götter ein in ihre Körper aus jeglicher Art Holz, aus jeglicher Art Stein, aus jeglicher Art Lehm … Er ist in jeder Brust, in jedem Mund, sei es der Götter, der Menschen, der Reptile, kurz sämtlicher Lebewesen …

Hinsichtlich dessen, der tut, was geliebt wir, und dessen , der tut, was gehasst wird, wird Leben gegeben dem Friedfertigen und Tod gegeben dem Übeltäter.

Hat Ptach bei der Gelegenheit auch gleich Land verteilt? Vielleicht an die Ägypter, die früher diese ganze Region und mehr von dem beherrscht haben, was Huckabee den jüdischen Zionisten überantworten will. Ägyptische Sarkophage sind in der ganzen Region zu finden, ich habe sie zumindest in Byblos im Libanon gesehen, als auffälligstes Artefakt neben der Kreuzritterburg und auch an verschiedenen Stellen an der Mittelmeerküste der Türkei.

Man sieht dir Berufung auf irgendeine Jahrtausende alte Inschrift über irgendeinen Gott ist völlig hinrissig. Der Schweizer Psychologe C.G. Jung attestierte den amerikanischen Evangelikalen, die für solche Thesen anfällig sind, auch eine „schwere Psychose“.

Und die Ägypter, sowie alle anderen Araber auch, sind Semiten unabhängig von der Religion. Die Gleichsetzung Religion – Judentum – mit Ethnie – Semiten – haben die Nazis im Zuge ihrer Rassentheorien zumindest salonfähig gemacht. Wer die Unterstützung von Palästinensern als Antisemitismus bezeichnet, fällt auf die falsche Gleichsetzung der Nazis herein. Huckabee sprach auch immer wieder von „jüdischem Blut“ und sogar von „Blustjuden“ (blood jews). Gibt es auch christliches, moslemisches, buddhistisches oder atheistisches Blut?

Abgesehen von Ptach gibt es noch ein ganzes Pantheon von Göttern, die entweder gemeinsam mit anderen oder allein den Status ‚Gott‘ für sich beanspruchen. Auch später hatten die Ägypter einen dreieinigen Gott für Himmel, Erde und Unterwelt: Ré, Horus und Osiris.

Huckabee bestand auch darauf, dass die „descendants“ – Nachfahren – derer denen Gott die ganze Region vermacht hatte, auch heute noch das Recht darauf haben. Also sei es auch rechtens, wenn die jüdischen Zionisten mit tatkräftiger Unterstützung der britischen Kolonialmacht 1947/48 etwa 800.000 Palästinenser ihre Häuser geraubt, ihre Grundstücke enteignet und sie getötet oder aus dem Land vertrieben haben.

Und jetzt noch kurz zu den Naturwissenschaften. Was Huckabee nicht weiß, oder bewusst ignoriert, ist, dass die Nachkommen jeweils nur etwa zur Hälfte die Gene von Mutter und Vater vererbt erhalten. Nach 38 Jahrhunderten bleibt davon so gut wie nichts übrig.

Bei etwa vier Generationen pro Jahrhundert sind 152 Generationen dazwischen. Als hat die heutige Generation nur etwa 1 dividiert durch 2 hoch 152 an Erbmaterial derer vor 3800 Jahren – das ist eine Zahl mit etwa 50 Nullen NACH dem Komma! Schon in der zehnten Generation bleibt nur mehr ein 1014stel übrig von der Ausgangsgeneration.

Nachfahren von Jemand nach 3800 Jahren – das ist kompletter mathematischer Schwachsinn.

Aber nun zu dem Beitrag von Tucker Carlsons Website:

Botschafter Huckabee, berufen Sie sich nicht auf Gott, um Krieg zu führen

Sonderbeitrag von Jeffrey Sachs und Sybil Fares

Der US-Botschafter Mike Huckabee hat Öl ins Feuer einer Region gegossen, die bereits in Flammen steht. In einem Interview mit Tucker Carlson berief er sich auf Genesis 15, um zu argumentieren, dass das moderne Israel Anspruch auf ein Gebiet habe, das sich „vom Nil bis zum Euphrat“ erstreckt. Als Carlson Huckabee auf die Implikationen ansprach und fragte: „Hat Israel ein Recht auf dieses Land?“, antwortete Huckabee eindeutig: „Es wäre in Ordnung, wenn sie alles nehmen würden.“

Huckabees Äußerungen sind verabscheuungswürdig. Sie kommen zu einer Zeit, in der echte Diplomatie Frieden, Zurückhaltung und Dialog erfordert. Wäre die US-Regierung wirklich eine Regierung des Friedens, hätte sie Huckabees Äußerungen sofort zurückgewiesen, da sie weithin als unvereinbar mit dem Völkerrecht und der UN-Charta sowie als Bedrohung für die regionale Stabilität und den Frieden verurteilt werden.

Europa hat auf schreckliche und langwierige Weise gelernt, was passiert, wenn die Heilige Schrift während der katholisch-protestantischen Kriege als Waffe eingesetzt wird. Jede Seite las die Bibel auf ihre eigene, unvereinbare Weise und erklärte, Gott sei auf ihrer Seite. Das Ergebnis waren Verwüstung und Blutvergießen, die den Kontinent im 16. und 17. Jahrhundert erschütterten. Aus dieser Katastrophe ging eine hart erkämpfte politische Weisheit hervor, dass heilige Texte nicht als Rechtfertigung für Eroberungen herangezogen werden dürfen.

Diese Lektion allein sollte ausreichen, um Huckabee zu widerlegen. Wenn er behauptet, Israel habe aufgrund der Verheißungen in der Genesis ein göttliches Recht, den Nahen Osten zu erobern, dann bedeutet dies eine Wiederbelebung der gefährlichsten Gewohnheiten religiöser Kriege.

Aber es gibt noch mehr. Huckabees christlich-zionistische Theologie und der hypermilitante jüdische Nationalismus, den Bezalel Smotrich, Itamar Ben-Gvir und Benjamin Netanjahu vertreten, scheitern sogar in theologischer Hinsicht. Die Äußerungen von Botschafter Huckabee verdeutlichen zwei tiefgreifende und grundlegende theologische Missverständnisse seitens der militanten Zionisten.

Erstens interpretiert Huckabee die biblische Tradition, die er zu vertreten vorgibt, falsch und verwandelt die Botschaft der Bibel von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in eine Lizenz für Hass. Zweitens verwechselt er zwei völlig unterschiedliche Konzepte, den Zionismus und das Judentum, wobei ersteres eine moderne politische Ideologie und letzteres ein alter religiöser Glaube und eine alte Lebensweise ist.

In Genesis wird Gottes Bund festgehalten: „Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben – vom Fluss Ägyptens bis zum großen Fluss Euphrat“, aber dieser Bund war kein Blankoscheck, wie Huckabee glaubt. Die Bibel sagt ausdrücklich, dass der Besitz des gelobten Landes an Bedingungen geknüpft ist. Das gelobte Land wurde den Israeliten unter der Bedingung ihrer Rechtschaffenheit anvertraut.

Wie der Prophet Micha 6:8 sagt: „Was fordert der Herr von dir? Gerecht zu handeln, Barmherzigkeit zu lieben und demütig mit deinem Gott zu wandeln.“ Levitikus 26:33 warnt, dass Israel, wenn es Gottes Gebote missachtet, „unter die Völker zerstreut und mit dem Schwert verfolgt werden wird, während sein Land verwüstet und seine Städte zerstört werden“. Deuteronomium 28:63 warnt, dass, wenn Israel Gottes Gesetze missachtet, „der Herr Freude daran haben wird, euch zugrunde zu richten und zu vernichten, und ihr werdet aus dem Land gerissen werden, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen.“ Wenn die Königreiche Israel und Juda gegen Gottes Gerechtigkeit verstoßen, sagen die Propheten wiederholt das Exil voraus. Jeremia 25:11 enthält eine solche Prophezeiung und sagt dem Volk: „Dieses ganze Land wird eine Wüste und ein Schrecken sein, und diese Völker werden dem König von Babylon siebzig Jahre lang dienen.“

Von Gott auserwählt zu sein bedeutete daher, Gott gegenüber moralisch verantwortlich zu sein. Verantwortlich zu sein bedeutete, das Exil als Preis für Ungerechtigkeit zu erleiden. In der rabbinischen Tradition gab es keinen Aufruf an die Juden, nach dem Exil durch die Römer in das Heilige Land zurückzukehren. Stattdessen gab es das übergeordnete Gebot, moralisch zu handeln und Gottes Gebote zu erfüllen, wo auch immer die Juden lebten. Die endgültige Rückkehr in das gelobte Land würde von Gott kommen, nicht von einer nationalistischen Bewegung.

Der Prophet Jeremia 7:4-7 macht deutlich, dass der Besitz des Landes durch die Israeliten vollständig von Gerechtigkeit abhängt: „Vertraut nicht auf trügerische Worte und sagt nicht: ‚Dies ist der Tempel des Herrn‘ … wenn ihr die Fremden, die Waisen und die Witwen nicht unterdrückt und kein unschuldiges Blut an diesem Ort vergießt … dann werde ich euch an diesem Ort leben lassen.“ Das ist der wahre Bund, nicht ein Stück Land.

Die radikalen und gewalttätigen Zionisten von heute, die sich der militärischen Macht Israels rühmen, berufen sich auf das Buch Josua, das die Besiedlung des verheißenen Landes durch die alten Israeliten nach ihrer Befreiung aus Ägypten beschreibt. Die Erzählung schildert, wie Gott den Israeliten befiehlt, die in diesem Land lebenden Völker zu vernichten, um Platz für die Israeliten zu schaffen.

Spätere Rabbinergenerationen machten in ihren Kommentaren deutlich, dass solche Gewalt im heutigen jüdischen Leben keinen Platz hat. Darüber hinaus argumentieren viele Archäologen und Historiker, dass die Eroberungsgeschichte in Josua keine einfache historische Aufzeichnung ist und dass die Entstehung Israels im Hochland weitgehend schrittweise erfolgte, wobei die biblische Darstellung spätere theologische und politische Ziele widerspiegelt. Viele Wissenschaftler ordnen Josua der deuteronomistischen Geschichte zu, deren wichtigste Schichten oft auf die späte monarchische (josianische) Periode und das babylonische Exil datiert werden. Diesen Text in einen Entwurf für die Gewalt des modernen Israels gegen die Palästinenser und die Eroberungen in den Nachbarländern umzuwandeln, steht im Widerspruch zur tatsächlichen jüdischen Geschichte und zur Ethik des rabbinischen Judentums.

Huckabee und die heutigen jüdischen nationalistischen Extremisten vermischen Zionismus und Judentum völlig. Leser des brillanten Gelehrten Yakov Rabkin werden diesen tiefgreifenden konzeptionellen Fehler verstehen. Der politische Zionismus entstand als europäische säkulare nationalistische Bewegung. Theodor Herzls Der Judenstaat (1896) war ein politisches Programm, das aus dem europäischen Nationalismus (nicht der jüdischen Religion) des späten 19. Jahrhunderts hervorgegangen war. Die frühen zionistischen Führer waren überwiegend säkular und sozialistisch.

Das rabbinische Judentum hingegen ist eine zweitausend Jahre alte Zivilisation des Rechts, der Liturgie und der moralischen Argumentation, und viele führende rabbinische Autoritäten lehnten den politischen Zionismus ab. Rabbiner warnten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass der Zionismus zu einer Form der Vergötterung des Landes selbst werden würde. Für diese Rabbiner sollte die Rückkehr nach Zion auf den Messias warten, und in der Zwischenzeit sollten Juden überall das moralische Gesetz befolgen.

Gott anzurufen, um Israels Kriege gegen Palästina und Nachbarländer zu rechtfertigen, ist das, was die Weisen als chillul Hashem bezeichneten, die Entweihung des Heiligen Namens. Der Prophet Hesekiel spricht in 36:20 direkt diesen Punkt an. Als Israel unter den Völkern ungerecht handelte, „entweihten sie meinen heiligen Namen“. Gottes Name wird nicht entweiht, wenn Israel kritisiert wird, sondern wenn Israel unter Gottes Banner Unrecht begeht.

Für Christen wie Huckabee ist der Widerspruch zwischen dem zionistischen Militarismus und der Lehre Jesu noch deutlicher. In der Bergpredigt erklärt Jesus: „Selig sind die Friedfertigen“ (Matthäus 5,9). Als Petrus das Schwert zieht, befiehlt Jesus: „Steck dein Schwert weg … denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Matthäus 26,52). Die Bibel anzuführen, um Israels Eroberungen zu heiligen, ist kein Akt der Treue, sondern eine Leugnung des Kerns der Lehre Jesu.

Was bedeuten Huckabees Missverständnisse für uns heute?

Die Bibel ist keine Lizenz für Israels Kriege und territoriale Expansion. Frieden muss auf Recht und Gerechtigkeit basieren, mit zwei Staaten, Israel und Palästina, die in Frieden und Sicherheit nebeneinander leben.

Die Vereinigten Staaten sollten nicht nur Huckabees Äußerungen zurückweisen, sondern auch unverzüglich den Staat Palästina neben Israel anerkennen, mit gegenseitigen Sicherheitsgarantien. Die arabische Welt sollte sich endlich diplomatisch vereinen, anstatt sich von den USA und Israel schikanieren zu lassen. Bis es einen souveränen palästinensischen Staat neben Israel gibt, sollten die arabischen Regierungen die Abraham-Abkommen beenden, Trumps sogenanntes „Friedensgremium“ verlassen, die Entfernung der US-Stützpunkte fordern, die sie in Wirklichkeit eher gefährden als schützen, und jeden neuen Krieg der USA und Israels gegen den Iran ablehnen, der die Region zu verwüsten droht.

Nichts davon ist utopisch. Es ist der äußerst praktische Weg zum Frieden und liegt ganz im nationalen Interesse der USA. Die dringende Aufgabe für Huckabee und andere religiöse Zionisten besteht darin, die wahre Botschaft der Bibel wiederzuentdecken, die zu Frieden, Gerechtigkeit für Fremde, Schutz der Schwachen und Demut vor Gott aufruft.

Jeffrey Sachs ist Universitätsprofessor an der Columbia University. Sybil Fares ist Seniorberaterin des UN-Netzwerks für nachhaltige Entwicklungslösungen für den Nahen Osten und Afrika.


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12 Kommentare

  1. joseph53 28. Februar 2026 um 0:07 Uhr - Antworten

    Abgesehen davon, daß 3800 Jahre nur 38 Jahrhunderte sind, ist dieser Artikel eine wertvolle information.
    Ich hatte in meiner Jugend die Bibel von vorne bis hinten gelesen (weil ich mußte) und der Spruch vom „auserwählten Volk“ ist natürlich hängengeblieben.
    Aber „wer sich selbst erhöht, den wird Gott erniedrigen“ eben auch.

    Dieser Widerspruch ist offensichtlich!

    MMn wurde an der Bibel zu allen Zeiten „ziemlich viel herumgebastelt“ und göttlich (von einem liebenden, menschenfreundlichen Gott geäußert) kann dieser Spruch eines auserwählten Volkes niemals sein.

    Den groß-zionistischen Bestrebungen in Israel käme dieser Spruch natürlich sehr gelegen, ebenso wie „Gods own Country“ den gleichgesinnten fanatischen Amerikanern.

    • Varus 28. Februar 2026 um 11:39 Uhr - Antworten

      Die 380 Jahrhunderte wurden bereits korrigiert und auch 152 Generationen statt 1520 – allerdings 2 hoch 10 sind wohl nicht 1014, sondern 1024?

      Der Prophet Hesekiel spricht in 36:20 direkt diesen Punkt an. Als Israel unter den Völkern ungerecht handelte, „entweihten sie meinen heiligen Namen“. Gottes Name wird nicht entweiht, wenn Israel kritisiert wird, sondern wenn Israel unter Gottes Banner Unrecht begeht.

      Aspekte, die man bei der lauten bellizistischen Hasbara der Zionisten kaum noch mitkriegt – man könnte leicht vergessen, dass es auch Juden wie Max Blumenthal gibt, welche die Entität scharf kritisieren. Wie ich schon mal erwähnte, sogar meine Frau ist sicher, einige jüdische Vorfahren gehabt zu haben und sogar ich kann es nicht ganz ausschließen. Gibt es zufällig erstklassige Immobilien in guten Lagen, die JHW uns zugesprochen haben mochte?

  2. Peter Ruzsicska 27. Februar 2026 um 21:30 Uhr - Antworten

    Hybris ist dem Edlen vorbehalten – Der Geringe übe sich gelassen dankbar seiner Endlichkeit.

  3. Fritz Madersbacher 27. Februar 2026 um 19:38 Uhr - Antworten

    „Wie hier berichtet hatte Huckabee das Recht der jüdischen Zionisten auf den Bibelteil Gnosis zurückgeführt, der 3800 Jahre alt sei“

    Die Bibel ist ebenso wie Homers Ilias kein Geschichtebuch. Die Genesis, das erste Buch der Tora oder des „Pentateuch“ (in der ältesten – nämlich griechischen – Fassung der Septuaginta, nicht früher als 200 „vor unserer Zeit“ entstanden) stammt weder von einem einzelnen Autor noch ist sie 3800 Jahre alt. Die – auch bezüglich ihrer Gottesvorstellungen äußerst heterogenen – biblischen Bücher werden als Geschichtebuch mißbraucht, um kolonialistische Ansprüche und daraus folgende Verbrechen zu rechtfertigen. Jeder, der nur ein bißchen Ahnung hat von den archäologischen, historischen und sprachwissenschaftlich/literarischen Erkenntnissen zu den biblischen Texten (die laufend erweitert werden) weiß das.

    „Die Gleichsetzung Religion – Judentum – mit Ethnie – Semiten – haben die Nazis im Zuge ihrer Rassentheorien zumindest salonfähig gemacht. Wer die Unterstützung von Palästinensern als Antisemitismus bezeichnet, fällt auf die falsche Gleichsetzung der Nazis herein“

    Genauso ist es, und es ist besonders widerlich, dass der israelische Apartheidsstaat und seine Unterstützer und Komplizen im Westen diese begriffliche rassistische Fehlgeburt zur Diffamierung und Kriminalisierung der Gegner ihrer Verbrechen verwenden …

  4. Pusteblume 27. Februar 2026 um 19:21 Uhr - Antworten

    Wie sich doch die J.den moralisch selber überhöhen; jedenfalls die J.den, die jeden Krieg, den sie (die J.den) im Namen des J.dentums gegen Dritte führen. Es gibt auch J.den, die sich moralisch nicht überhöhen; mit denen ist ein Auskommen möglich. Schön blöd von den USA, für Netanjahu et.al. in den Krieg gezogen zu sein und in den Krieg zu ziehen.

  5. Daisy 27. Februar 2026 um 18:47 Uhr - Antworten

    Von Raue erfahren, Vermietertagebuch…
    Pakistan erklärt Afghanistan den Krieg. Ich fress nen Besen (aus Marzipan), wenn das nichts mit dem Iran zu tun hat.
    Es wurden auch schon pakistanische Atomanlagen getroffen. Pakistan hatte doch im Vorjahr Iran Hilfe zugesagt. Man würde Isr. eine A-Bombe schicken. Saudiarabien hat sich schon gemeldet, Pakistan zu unterstützen. Indien könnte Afghanistan unterstützen und dann käme China auf den Plan.
    Cui bono?
    USA sind strategischer Partner von Afghanistan.
    Man eilt Afghanistan zu Hilfe und dann…ist man dort ;-)
    Ich halte das nicht für einen Zufall..Lumpen…

  6. Bernhard 27. Februar 2026 um 18:12 Uhr - Antworten

    Sehr richtig! Ein elitäres Netzwerk, das auf der Suche nach maximaler Macht Religion instrumentalisiert, hat absolut nichts mit der frohen Botschaft zu tun, die Jesus verbreitet hat.
    „Fürchte dich nicht“ steht immerhin 365 mal in der Bibel. Es sind deswegen Politik von unten und Eliten-Fasten angesagt. Deren freier Fall punkto Glaubwürdigkeit wird nämlich von immer mehr Menschen weltweit live und ungeschminkt mitangesehen.
    Die Stellvertreter und Marionetten haben das Marketing längst ausgereizt. Glaubwürdigkeit kommt nicht von Unterwürfigkeit, sondern bedeutet:
    An etwas zu glauben, das es auch würdig ist.

  7. Der alte Marxist 27. Februar 2026 um 18:07 Uhr - Antworten

    Jeffrey Sachs ist ein Jude, der nun zwar die isrealische Regierung kritisiert, aber gleichzeitig versucht, das religiöse Judentum hochzuhalten bzw. seine ekeligen Seiten (von Israel Shahak so herrausragend beschrieben) kleinzureden. Das ist dann etwa so, wie wenn sich katholische Würdenträger bezugnehmend auf einzelne katholische Widerstandskämpfer als Kämpfer gegen den Faschismus präsentieren, obwohl die Päpste alle faschistischen Regime des 20. Jh. unterstützt haben. Das ist mehr als absurd.

    Religiöse (ultra)orthodoxe Parteien (Schas, Noam, Mafdal-HaTzionut HaDatit, Otzma Jehudit, Vereinigtes Thora-Judentum) sind bzw. waren nun mal Teil der Regierung und haben die völkermörderische Politik mitgetragen. Ihre Interpretation von religiösem Judentum ist ausschlaggebend – nicht seine! Die Mehrheit der israelischen Bevölkerung unterstützt die israelische Politik – eben auch mit religiösen Argumenten. Huckabee ist dabei eigentlich irrelevant – er sprich nur das aus, was die gegenwärtige israelische Regierung denkt.

    Wenn gläubige Juden bezugnehmend auf die Bibel nun dran glauben, dass ihnen ihr Gott das Land geschenkt hat, und sie daher dem biblischen Vorbild folgend alle nicht-jüdischen Bewohner dieser Gebiete vertreiben oder ausrotten dürfen, dann ist es eben so. Da geht es nicht um das Recht erfundener Götter Land zu verteilen. Den Gott bzw. die Götter gibt es sowieso nicht. Und mit Genen hat es erst recht nichts zu tun. Es ist eben (schlichter) Glaube, der nicht nach Maßstäben der Vernunft beurteilt werden kann. Drum haben die Vertreter der Aufklärung die Vernunft den „religiösen Dogmen“ entgegengesetzt.

    Es ist wirklich witzig, wenn Sachs über die Bibel schwadroniert. Die Botschaft der Bibel sei „Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“ und „keine Lizenz für Hass“. Lächerlich (nett formuliert)!!! Gott befiehlt den Israeliten ausdrücklich die Vernichtung der im „heiligen Land“ ansässigen Völker samt Frauen und Kindern! Er konnte gar nicht genug bekommen von der Ausrottung der Feinde des von ihm „auserwählten Volkes“. Manchmal vernichtete er sogar manche von ihnen, wenn sie nicht gehorsam genug waren. Und Gehorsamkeit bedeutete absolute Unterwerfung und Massenmord! Es geht dabei nicht nur um das Buch Josua – sondern auch um mehrere andere (insbesondere Exodus, Numeri, Deuteronomium, Richter). Dass es sich dabei nicht um eine „einfache historische Aufzeichnung“ handelt, verseht sich von selbst!

    „Viele führende rabbinische Autoritäten lehnten den politischen Zionismus ab“ – aber nicht wegen des Terrors gegenüber den Arabern, sondern nur, weil der Staat Israel vom Massias gegründet werden soll. Aber mit der Vertreibung und Vernichtung der Palästinenser haben die meisten kein Poblem.

    Ausgerechnet den vom Judaismus verachteten Jesus als Kronzeugen für „Friedfertigkeit“ der Bibel anzurufen, ist eine Themenverfehlung. Sachs sollte sich lieber auf Themen beschränken, von denen er was versteht!

  8. therMOnukular 27. Februar 2026 um 17:47 Uhr - Antworten

    Ich finde das herrlich. Das führt ein weiteres Mal die Doppelmoral und Doppelstandards vor Augen:

    Diejenigen, die dem Iran religiösen, imperialen Extremismus vorwerfen, der die ganze Welt mit Eroberung bedrohen soll, fänden es gut, wenn ein Teil der „aufgeklärten Zivilisation“ einen halben Kontinent erobert, weil er laut Bibel eh immer schon ihnen gehört.

    Kannst eigentlich ned erfinden……;))
    Herzlichst gedankt, Buckelbiene! Projection at it’s finest!

  9. Daisy 27. Februar 2026 um 17:04 Uhr - Antworten

    Es ist einfach nur Größenwahn, der dadurch entstanden ist, dass Amerika den Zwerg beschützt. Man sieht dieses Verhalten jetzt auch im Baltikum. Besonders die Kleinen werden so aggressiv, wenn sie endlich Macht erlangen durch den großen schützenden Bruder.

    Inwieweit Amerika erpresst bzw. schon von dieser Sache durchwirkt ist, ist schwer zu sagen. Ähnlich der 68er-Bewegung rund um Rudi Dutschke haben sie einen Marsch durch alle Institutionen absolviert, wobei da auch das Kapital („Wallstreet“) dazu gehört, und das spielt bekanntlich eine sehr große Rolle.

    Es ist jedenfalls die Schuld Amerikas, dass der Nahostkonflikt nicht endet und nun neue Dimensionen erreicht mit dem Genozid, ernsthaften Großisrael-Bestrebungen und der Bedrohung des Iran.

    Die MAGA-Bewegung ist eine starke Kraft. Sie wird Trump absägen, wenn er nicht mit einem Friedensdeal aus der Situation herauskommt. Ich hoffe, er weiß das und es gelingt. Die Verhandlungen sind jetzt abgebrochen, werden aber fortgesetzt. Dass nun ausgerechnet Glaubensgenossen von Bibi die Verhandlungen führen wie dieser Kushner, ist keine gute Idee gewesen.

    Der Gott des AT, es ist nur ein Buch, ist, so empfand ich das schon als Kind, ein Arschloch. Ich würde sagen, das ist S@tan hôchstpersönlich …es ist ein selbgefälliger, rächender Gott, der unbedingten Gehorsam verlangt, s. Gott wollte, dass Abraham Isaak, seinen einzigen Sohn, opfert, um ihm zu beweisen, dass er nur Gott liebt. Was für eine grausliche Geschichte…

  10. Jan 27. Februar 2026 um 16:46 Uhr - Antworten

    Sehr interessante Argumentation!

  11. Der Zivilist 27. Februar 2026 um 15:47 Uhr - Antworten

    Huckabee ist Christ ? So, dann ist er ein christlicher Zionist. Daß es die gibt und daß sie einflußreich sind, verstehen hierzulande viele gar nicht.

    Und die Bibel, mein Gott, das ist Religion und es darf auch jeder dran glauben, der das möchte. Aber aus dem eigenen Glauben Pflichten für Dritte abzuleiten, das läuft nicht !

    Aber auch Rubio hat ja gerade von ’neuen‘ Kontinenten und Reichen, welche die Zerstörer von Reichen geschaffen haben mit, jawohl, auch mit Missionaren, gesprochen. Welche Verwirrung, geradezu schon religiös und Rubio glaubt dran und wirbt um Jünger.

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