Angebliche Mitgliederliste des Bohemian Grove geleakt

27. Februar 2026von 2,1 Minuten Lesezeit

Der Bohemian Grove, ein legendärer Geheimclub in Kalifornien, steht erneut im Fokus der Öffentlichkeit. Eine angebliche Mitgliederliste mit über 2.000 Namen voller Prominenter aus Politik, Wirtschaft und Popkultur ist aufgetaucht.

Dem unabhängigen Journalisten Daniel Boguslaw ist es offenbar gelungen, die Mitgliederliste des exklusiven Bohemian Grove Clubs zu beschaffen. Die Liste mit rund 2.000 Namen konnte vom Medium San Francisco Standard teilweise bestätigt werden.

Seit über 135 Jahren ist die Geheimgesellschaft aktiv und besitzt mehr als 2.700 Acres (hauptsächlich Waldfläche) nördlich von San Francisco. Viel weiß die Öffentlichkeit nicht darüber, was dort wirklich vor sich geht. Jedes Jahr treffen sich dort mächtige Männer zu einem zweiwöchigen „Sommer-Retreat“, das rituelle Zeremonien einschließt. Alex Jones sorgte 2000 für große Aufregung, als er heimlich das Ritual filmte und damit Spekulationen verstärkte – von okkult-satanischen Riten bis hin zu konkreten Weltverschwörungen.

Der Verein unterhält zudem ein Clubhaus in der Stadt und organisiert seine Mitglieder in sogenannten „Camps“ mit teils skurrilen Namen wie „Rough ‘n Ready“, „Pink Onion“ oder „Lost Angels“ – vergleichbar mit studentischen Verbindungen. Entsprechend dient er jedenfalls als informelles Netzwerk für Eliten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung.

Die Liste enthält wenig überraschend die politische und wirtschaftliche Elite der letzten Jahrzehnte:

  • Aus Politik und Regierung: Paul Pelosi (Ehemann der ehemaligen Speakerin Nancy Pelosi), Ex-Außenminister James A. Baker III, Ex-Justizminister Edwin Meese III, Ex-NSA-Direktor Bobby Inman, Richter Carlos Bea, Henry Kissinger und Supreme-Court-Richter Clarence Thomas (teilweise als Gäste oder langjährige Teilnehmer).
  • Wirtschaft und Milliardäre: Charles Koch (Koch Industries), Michael Bloomberg (ehemaliger Bürgermeister von New York), die Fisher-Brüder (Gap-Erben), Riley Bechtel (Bechtel Corporation) und Venture-Capital-Legenden wie William Draper oder Tim Draper.
  • Technologie: Ex-Google-CEO Eric Schmidt, Brook H. Byers (Kleiner Perkins) und weitere Silicon-Valley-Investoren.
  • Unterhaltung: Late-Night-Legende Conan O’Brien, der verstorbene Musiker Jimmy Buffett sowie Schauspieler Clint Eastwood.

Der Club selbst dementiert die Existenz offizieller Mitgliederlisten: Ein Sprecher erklärte, man führe aus Prinzip keine solchen Verzeichnisse, um die Privatsphäre zu wahren – eine durchaus logische Erklärung. Viele der genannten Namen stehen schon länger mit der Gesellschaft in Verbindung. Ein Club-Mitglied hat die Liste jedoch für den San Francisco Standard bestätigt.

Bild „Bohemian Grove Members During Spring Jinx Encampment“ by Brianhama is licensed under CC BY-SA 4.0.

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2 Kommentare

  1. Jan 27. Februar 2026 um 17:18 Uhr - Antworten

    Was Personen in privaten Clubs machen, ist natürlich deren Privatsache, auch wenn es sich um Ehebruch und Swinger-Abende handelt.

    Eine Frage der Öffentlichkeit ist es allerdings, wenn Inhaber öffentlicher Ämter sich mit Erpressernetzwerken verbinden und daher deren ordnungsgemäße Amtsführung nicht mehr möglich ist.

    Ein Erpressernetzwerk kann auf einem eindeutigen, strafbaren und moralisch verwerflichen Foto eines Täters mit seinem Opfer basieren. Dabei ist es nicht notwendig, dass das Opfer identifizierbar bleibt. Ein solches Foto wird nun multipliziert und an alle hochrangigen Mitglieder verteilt. Der Täter erhält im Gegenzug entsprechende Fotos von allen anderen Tätern. Damit können die Mitglieder eines solchen Netzwerkes nie wieder auseinander gehen und bleiben lebenslang verbunden.

    Derartige Netzwerke gibt es auch in Deutschland. Damit lassen sich auch andernfalls unverständliche politische oder juristische Entscheidungen erklären. Teilweise ist die Mitgliedschaft in einem solchen Netzwerk Voraussetzung für die Karriere.

    Bei Medienberichten über zB Epstein als Honey Pot für den Mossad muss sich jeder mit zumindest einem Grundschuldiplom fragen, warum Prominente, denen das Erpressungspotential natürlich bewusst ist, sich in eine solche Falle begeben? Die Antwort ist die Gegenseitigkeit in einem Kult.

    Die Kultmitglieder verbinden sich vordergründig zu einer strafbaren Handlung, weil sie ihnen nach Kultlogik zusteht. Tatsächlich geht es dabei aber um Erpressbarkeit. Die Erpressbarkeit widerum ist Voraussetzung, ungestraft strafbare Handlungen begehen zu können.

    Wenn man sich anschaut, wie sehr Staaten Täter schützen, aktuell im Epstein-Skandal offenkundig, dann lann man erahnen, wie weit diese Netzwerke reichen und wie mächtig sie sind.

    Der Kult hat Schwachstellen: Wenn eine Person ohne Rücksicht auf die eigene Person aussteigt und die anderen auffliegen lässt, sowie wenn ein Opfer an die Beweise kommt.

    Das wird häufig so gelöst, dass sämtliche Ämter, die mit der Aufarbeitung von Beweisen beauftragt würden, mit von der Partie sind. Dann lassen sich eventuelle Aussteiger als psychisch kranke Betrüger aus dem Spiel nehmen. Oder der Aussteiger begeht Seobstmord.

    Intelligenterweise sind diese Netzwerke nicht ident mit bestimmten Gruppen, wie einer Kirche, sondern durchziehen wie Speck verschiedene Institutionen.

    Häugig ist auch der „Zweck“ variabel und reicht von Gewalt gegen Kinder zu Gewalt gegen Frauen und Männer, je nachdem auf welcher Ebene die rekrutierten Täter ansprechbar sind.

    Täter sind sowohl Männer als auch Frauen, auch wenn viele Kulte männerzentriert sind.

    • hermine 27. Februar 2026 um 19:56 Uhr - Antworten

      recht unfaktisch, verbohrt und vorsätzlich falsch: z.b.: die kultmitglieder verbinden sich….
      die leute treffen sich weil sie ähnliche interessen haben, so wie die bilderberger und freimaurerlogen.
      welch ein chaotischer wirrwarr.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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