
Gefährliche CO2-Pipelines setzen bei Bruch erstickende Gaswolken frei
Ein kürzlich aufgetretener Bruch einer CO2-Pipeline in Louisiana verdeutlicht die anhaltenden Sicherheitsbedenken, da bereits geringste Mengen Wasser in den Rohren korrosive Säure bilden können. Historische Daten von US-Pipelines zeigen, dass Korrosion durch Kohlensäure, Materialfehler und Schweißprobleme die Hauptursachen für gefährliche Zwischenfälle sind.
Großbritannien plant ein ausgedehntes Netz von CO2-Pipelines, bekannt als Peak Cluster- und Humber-Projekte, die in der Nähe zahlreicher Städte und Dörfer verlaufen werden. Die Auswirkungen dieser milliardenschweren Projekte auf das Klima sind verschwindend gering: Eine Vorzeigeinitiative soll lediglich 0,00008 % der jährlichen globalen CO2-Emissionen beseitigen. Die Auswirkungen des Baus dieser Projekte auf die Umwelt werden dabei nicht berücksichtigt.
Befassen wir uns mit der Frage, wie realistisch eine Einflussnahme durch die CO2-Abscheidung und Speicherung wird. Daher kurz zu den Basics und den Zahlen. Die Gesamtmasse der Atmosphäre beträgt laut NASA ungefähr 5,1 x 10^15 Tonnen, oder 5100 Billionen Tonnen. Davon sind etwa 420 ppm (Teile pro Million oder 0,042 Volumsprozent) CO2, was auf einer molaren Basis etwa 3,3^12 Tonnen (3,3 Billionen) CO2 ergibt.
Um den CO2 Gehalt der Luft von 420 ppm auf 419 ppm abzusenken, müssen wir genügend CO2 entfernen, um die Gesamtmenge an CO2 in der Atmosphäre um 1 Teil pro Millionstel der Gesamtmenge zu verringern. Dies entspricht also 3,3 x 10^12 x (420/1.000.000) = 1,386 x 10^9 (1,386 Milliarden) Tonnen CO2.
Es müssen also 1,386 Milliarden Tonnen CO2 ausgeschieden und tief unterirdisch eingelagert werden oder sonst irgendwie dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt werden. Wir sehen den technischen Nonsense in dme Vorhaben. Der finanzielle Vorteil davon betrifft einige Wenige, die ihre bereits vorhandenen Milliarden mehren wollen.
Pipelines versagen mit massiven Folgen
Die stillen Folgen eines Vorfalls im Südwesten von Louisiana am 3. April 2024 sind eine deutliche Warnung, wie Watts Up With That berichtet. Eine Kohlendioxid-Pipeline an der Lake Charles Pump Station brach und setzte eine 300 Tonnen schwere, dichte, weiße Dampfwolke frei. Die Rettungsdienste sperrten die örtlichen Straßen; nur günstige Windverhältnisse verhinderten, dass das schwerere Gas auf den Boden sank. Sie bewahrten die Region vor einer möglichen Tragödie.
Dieses Ereignis war weitaus kleiner als ein Bruch im Jahr 2020 in Missouri, bei dem 6.000 Tonnen freigesetzt wurden, aber es unterstreicht eine tödliche Realität: Eine große, plötzliche CO2-Freisetzung kann wie eine unsichtbare Flut wirken, die die atembare Luft verdrängt und Menschen und Tiere, die sich in ihrem Weg befinden, ersticken lässt.
Ein Hauptverdächtiger für solche Ausfälle ist ebenso alltäglich wie korrosiv: Wasser. Die Untersuchung dieser Brüche deutet oft auf Kohlensäure hin, die entsteht, wenn sich CO2 mit selbst geringsten Mengen Wasser vermischt – bereits bei Konzentrationen von 50 bis 100 ppm.
In der Pipeline-Industrie wird dies als „süße Korrosion” bezeichnet. Mit der Zeit kann diese verdünnte Säure die Rohrwände ausdünnen, tiefe Löcher verursachen und zu katastrophalen Ausfällen führen. Pipelines über Hunderte von Kilometern mit mehreren Einstiegspunkten vollkommen trocken zu halten, ist eine technische Herausforderung. Edelstahl ist zwar widerstandsfähiger gegen diese Art von Korrosion, aber aufgrund seiner hohen Kosten oft keine Option für Projekte, die sich über Hunderte von Kilometern erstrecken.
Die Schwachstellen dieses Systems sind oft die Nähte, die es zusammenhalten. Daten der US-Behörde für die Sicherheit von Pipelines und Gefahrstoffen (PHMSA) zeigen, dass Korrosion häufig in der Nähe von Schweißnähten auftritt. Für die geplante 120 Meilen lange Peak Cluster-Pipeline in Großbritannien, die von Staffordshire nach Morecambe Bay verlaufen soll, müssten etwa 15.000 umlaufende Rundnähte fehlerfrei ausgeführt werden, oft in offenen Gräben. Jeder Mikroriss in einer Schweißnaht kann das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen und einen Korrosionsprozess von außen nach innen auslösen. Die Sicherheitsbilanz von CO2-Pipelines ist zwar nicht katastrophal, aber es gibt genügend Vorfälle, die die Gemeinden zum Nachdenken anregen, insbesondere wenn die Pipelines in der Nähe von Ballungsgebieten wie Scunthorpe, Hull und Macclesfield verlaufen sollen.
Keine Auswirkung auf CO2-Gehalt der Atmosphäre
Die prognostizierten Auswirkungen dieser kolossalen Projekte sind jedoch fast unermesslich gering. Die Peak-Cluster-Initiative, die als „weltweit größte Initiative zur Dekarbonisierung von Zement“ angepriesen wird, soll lediglich 0,00008 % der jährlichen globalen CO2-Emissionen beseitigen. Die Rechnung, diese Lösung auf ein sinnvolles Niveau zu skalieren, wird schnell surreal. Eine grobe Berechnung ergibt, dass die Nachahmung dieses britischen Ansatzes zur Abscheidung der gesamten jährlichen CO2-Emissionen der Menschheit etwa das 14-fache des gesamten weltweiten Bruttoinlandsprodukts kosten würde – eine finanzielle Unmöglichkeit, die die Grenzen dieser Technologie als primäres Klimainstrument aufzeigt.
Befürworter entkräften Sicherheitsbedenken manchmal mit dem Hinweis, dass Erdgas überall sicher in Pipelines transportiert wird. Dieser Vergleich hinkt jedoch. Erdgas ist ein energiereicher Brennstoff, der Haushalte und Industrie mit Energie versorgt; es ist ein Rohstoff, der einen messbaren wirtschaftlichen Wert schafft.
Transportiertes CO2 ist im Zusammenhang mit CCS ein Abfallprodukt ohne Marktwert, das mit hohem Aufwand zur Vergraben transportiert wird. Die Öffentlichkeit wird aufgefordert, ein neues Risikonetzwerk für einen Prozess zu akzeptieren, der weder ihre Häuser heizt noch ihre Wirtschaft antreibt und dessen Klimavorteile so diffus sind, dass sie vernachlässigbar sind.
Die enormen und sinnlosen Kosten
Die politische und finanzielle Dynamik hinter der Kohlenstoffabscheidung ist mittlerweile immens. Im Vereinigten Königreich sind rund 22 Milliarden Pfund für CCS und die damit verbundene Infrastruktur vorgesehen. Kritiker sehen darin keine klimatische Notwendigkeit, sondern ein subventionslastiges Unterfangen, das ihrer Meinung nach „grüne Scheinjobs” schafft und gleichzeitig großen Ingenieurs- und Energieunternehmen Renditen garantiert.
Die Technologie selbst ist nicht neu; die Ölindustrie nutzt die CO2-Injektion seit Jahrzehnten, um mehr Erdöl oder Erdgas aus alternden Bohrlöchern zu gewinnen. Neu ist jedoch das Ausmaß der geplanten Anwendung als öffentliche Klimastrategie und die Verlegung von Pipelines mit großem Durchmesser durch bevölkerte Regionen, die dieser Teilnahme an diesem Experiment nicht zugestimmt haben.
Während Regierungen und Unternehmen die Kohlenstoffabscheidung als einen Pfeiler ihrer Netto-Null-Pläne befürworten, bleiben die Lehren aus der Dampfwolke in Louisiana und den Korrosionsberichten der PHMSA bestehen. Die Gemeinden werden aufgefordert, Infrastrukturen zu beherbergen, die reale, wenn auch seltene Gefahren bergen, für einen Klimagewinn, der nach einfacher Mathematik illusorisch ist.
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„…die als „weltweit größte Initiative zur Dekarbonisierung von Zement“ angepriesen wird, soll lediglich 0,00008 % der jährlichen globalen CO2-Emissionen beseitigen. Die Rechnung, diese Lösung auf ein sinnvolles Niveau zu skalieren, wird schnell surreal.“
0,00008%= 80 % x10^-6
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Bau und Erhaltung derartiger Pipelines erzeugen ebenso CO2 und man muss sich fragen, wann dieses zusätzliche CO2 durch die Abscheidung abgezinst ist.
Volkswirtschaftlich gesehen sind Projekte ohne jeden Nutzen destruktiv. Während Keynes SINNVOLLE Investitionen während schwacher Phasen vorzieht, zB den Bau einer Brücke, behindern unsinnige Investitionen die sinnvollen und sorgen für Verarmung.
Parteien, die das nicht verstehen, sollte man nicht mit der Verwaltung des Landes beauftragen.
Künstliche Märkte, Konsumzwang. Aber das ist das Problem mit dem Kapitalismus, wenn man ihn nicht zwingt, den Menschen zu dienen, zwingt er die Menschen, ihm zu dienen. Und das CO²? Jo moi, lassen wir es den Pflanzen !