Studie zeigt vorbeugende Wirkung von Kaffee und Tee gegen Demenz und Schlaganfall

19. Februar 2026von 3,5 Minuten Lesezeit

Eine von Harvard geleitete Studie, die in JAMA veröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass moderater Kaffee- und Teekonsum mit einem um 28 % geringeren Risiko für Demenz und einem um 32 % geringeren Risiko für Schlaganfälle verbunden ist. Die stärkste Schutzwirkung bei einer Kombination beider Getränke zu beobachten ist.

Die neuroprotektiven Vorteile sind auf Koffein und bioaktive Verbindungen wie Phenole, Polyphenole und Flavonoide zurückzuführen, die oxidativen Stress, Entzündungen und die Bildung von Amyloid-beta reduzieren – wichtige Faktoren, die zur Demenz beitragen. Entkoffeinierter Kaffee zeigte nicht die gleichen Vorteile, was darauf hindeutet, dass Koffein eine entscheidende Rolle spielt, während Tee (insbesondere grüne und schwarze Sorten) zusätzliche Antioxidantien liefert, die die Gehirnfunktion unterstützen. Die Studie verfolgte 131.821 Teilnehmer über Jahrzehnte hinweg, warnt jedoch davor, dass mehr nicht besser ist. Die Vorteile stagnieren bei moderatem Konsum, und übermäßiger Konsum senkt das Risiko nicht weiter.

Die Studie von Yu Zhang et al mit dem Titel „Coffee and Tea Intake, Dementia Risk, and Cognitive Function“ (Kaffee- und Teekonsum, Demenzrisiko und kognitive Funktionen) wurde am 9. Februar online in JAMA veröffentlicht.

Die Forscher der Harvard University zeigen, dass moderate Kaffee- und Teetrinker ein deutlich geringeres Risiko für einen kognitiven Verfall haben. Sie untersuchten 86.606 weibliche Teilnehmerinnen aus der Nurses‘ Health Study und 45.215 männliche Teilnehmer aus der Health Professionals Follow-up Study – insgesamt 131.821 Teilnehmer. Nach jahrzehntelanger Beobachtung der Teilnehmer stellten die Forscher fest, dass diejenigen, die zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag oder drei bis fünf Tassen Tee tranken, das geringste Risiko für Demenz und Schlaganfall hatten.

Noch besser? Die Kombination beider Getränke – insgesamt vier bis sechs Tassen pro Tag – schien die stärkste Schutzwirkung zu haben. Die Ergebnisse der Studie liefern einige der bislang überzeugendsten Belege dafür, dass diese beliebten Getränke mehr können, als Sie nur wach zu machen – sie könnten auch zum Schutz Ihres Gehirns beitragen.

Bevor Sie jedoch anfangen, Espresso zu trinken, sollten Sie Folgendes beachten: Mehr ist nicht unbedingt besser. Die Vorteile erreichten bei moderatem Konsum ihren Höhepunkt und verbesserten sich bei höherer Aufnahme nicht weiter, so die Studie.

Der Schlüssel scheint laut der Studie im Koffein zu liegen, denn koffeinfreier Kaffee zeigte nicht die gleichen Vorteile. Auch Tee – insbesondere grüner und schwarzer Tee – schnitt gut ab, wahrscheinlich aufgrund seiner einzigartigen Antioxidantien und Polyphenole, die die Gehirnfunktion unterstützen. Kaffee und Tee enthalten bioaktive Verbindungen wie Phenole, Catechin-Polyphenole und Flavonoide.

Empfohlene Mengen sind 2–3 Tassen Kaffee oder 3–5 Tassen Tee täglich. Die stärkste Schutzwirkung wird bei einer Kombination beider Getränke bei insgesamt 4–6 Tassen pro Tag erzielt.

Wie TKP früher berichtete, hat Kaffee aber auch noch andere höchst positive Wirkungen. Eine bahnbrechende Studie der Tufts University hat herausgefunden, dass der Konsum von ein bis drei Tassen schwarzem Kaffee pro Tag mit einem geringeren Risiko für alle Todesursachen, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verbunden ist.

Aber es gibt einen Haken: Zucker oder Milch können diese Vorteile vollständig zunichte machen.

Laut den Autoren dieser Studie beruhen die Wirkungen auf bioaktiven Verbindungen in den Kaffeebohnen, darunter Koffein und Chlorogensäure, die antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen haben. Diese Verbindungen können die Funktion der Blutgefäße verbessern, den Stoffwechsel ankurbeln und sogar die Darmgesundheit unterstützen.

Damit wird offensichtlich auch die Gehirngesundheit verbessert.

Ich stelle seit einiger Zeit fest, dass die Hochlandsorten von Kaffee aus Äthiopien und auch aus Tansania von den Hängen des 4560 Meter hohen Mount Meru offenbar einen höheren Gehalt an Bitterstoffen aufweisen, was sie nicht nur geschmacklich hervorheben, sondern hoffentlich auch noch gesünder machen, als die Sorten, die bei uns üblicherweise im Handel sind.

Aufmerksam auf Kaffee aus Afrika wurde ich bei einer Teezeremonie in China in einer Kung Fu Schule. Neben dem Tisch für die Teezeremonie stand eine richtige Kaffeemaschine daneben eine Kaffeepackung mit Abyssinia Gold – also Tee und Kaffee für Feinschmecker vom Großmeister.


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Ein Kommentar

  1. Peter Ruzsicska 19. Februar 2026 um 13:09 Uhr - Antworten

    Ey! wie schmeckt der Caffe süsse,
    Lieblicher als tausend Küsse,
    Milder als Muscatenwein.
    Caffe, Caffe muß ich haben;
    Und wenn jemand will mich laben,
    Ach so schenkt mir Caffe ein.

    J.S. Bach BWV 211 Schweigt stille, plaudert nicht (Kaffeekantate)

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