Trump verschärft Sanktionen gegen Kuba: „Es gibt kein Öl, kein Geld, gar nichts“

18. Februar 2026von 3,5 Minuten Lesezeit

In einer Rede vor Reportern am Montagabend prahlte Präsident Trump mit seinem verschärften Embargo gegen Kuba, das die Unterbrechung der venezolanischen Öllieferungen und den Druck auf Mexiko zur Beendigung seiner Ölexporte beinhaltet und zu einer erheblichen Kraftstoffknappheit im Land geführt hat.

„Kuba ist derzeit ein gescheiterter Staat, und sie haben nicht einmal Kerosin für Flugzeuge, um zu starten, sodass ihre Startbahnen verstopft sind“, sagte er während eines Fluges mit der Air Force One. Trump sagte, seine Regierung sei im Gespräch mit der kubanischen Regierung, doch laut einem Bericht von Drop Site News blockiert Außenminister Marco Rubio diese Gespräche, während er dem Präsidenten vorgibt, sie würden stattfinden.

Eine Quelle in der Regierung teilte Drop Site mit, dass Rubio in einigen Monaten sagen können soll, dass die Diplomatie mit der kubanischen Regierung sinnlos ist, und darauf drängen soll, dass die USA einen Regimewechsel anstreben.

„Wir sprechen gerade mit Kuba, Marco Rubio spricht gerade mit Kuba“, sagte Trump am Montagabend. „Aber sie sollten auf jeden Fall ein Abkommen schließen, denn es handelt sich wirklich um eine humanitäre Bedrohung.“

Selbst wenn diplomatische Gespräche stattfinden würden, ist unklar, welche Art von Vereinbarung die USA anstreben, da Trump seine Forderungen an Havanna nicht konkretisiert hat. Der Präsident erklärte gegenüber Reportern, dass das Embargo so lange bestehen bleibe, bis eine Einigung erzielt werde. „In der Zwischenzeit gibt es ein Embargo. Es gibt kein Öl, es gibt kein Geld, es gibt gar nichts“, sagte er.

Laut Grayzone Herausgeber Max Bllumenthal ein „klares Geständnis eines Kriegsverbrechens“.

Als Reaktion auf Trumps Äußerungen wies ein kubanischer Beamter darauf hin, dass US-Beamte in der Regel die humanitären Schäden leugnen, die durch US-Sanktionen verursacht werden. „Es kommt häufig vor, dass US-Beamte und Diplomaten behaupten, die Aggression der USA sei nicht für die Schwierigkeiten in Kuba verantwortlich. Es scheint, als würden sie ihrem Präsidenten nicht zuhören, einschließlich des Chefdiplomaten in Havanna“, schrieb der stellvertretende kubanische Außenminister Carlos F. de Cossio auf X.

Die Trump-Rubio-Regierung inszeniert eine humanitäre Krise in Kuba.

Ich habe in der vergangenen Woche mit einigen Freunden auf der Insel gesprochen, und sie nennen sie „Gaza ohne Bomben“.

Die an mittelalterliche Belagerungsmaßnahmen erinnernde US-amerikanische Situation zwingt Schulen zur Schließung. Transportmittel werden immer knapper. Strom gibt es nur noch wenige Stunden am Tag. Steigende Inflation. All das sind Faktoren, die den Hunger anheizen.

Vor unseren Augen spielt sich ein ungeheures Verbrechen ab.

Max Blumemthal auf X

Trump wurde gefragt, ob er eine Operation in Kuba in Betracht ziehen würde, ähnlich wie den Angriff auf Venezuela, der zur Entführung von Präsident Nicolas Maduro durch die USA führte. „Darauf möchte ich nicht antworten. Warum sollte ich darauf antworten, wenn ich es wäre? Es wäre keine sehr schwierige Operation, wie Sie sich vorstellen können, aber ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird“, sagte er.

Kuba wird von den USA sanktioniert seit dem Sturz des Diktators Fulgencio Batista im Jahr 1958 durch die Widerstandsbewegung. Das erklärte Ziel des Widerstands war die Wiederherstellung der von Batista seit 1952 teilweise außer Kraft gesetzten Verfassung von 1940, einschließlich aller demokratischen Grundrechte sowie der in ihr enthaltenen Landreform. Sie erreichte ihren ersten Höhepunkt mit der Kubkrise im Oktober 1962, bei der eine Konfrontation zwischen USA und Sowjetunion um die in Kuba stationeirten sowjetischen Raketen drohte. Die Krise wurde aber binnen zwei von erwachsenen und verantwortungsbewussten Politkern beigelegt, die es selbst in den USA damals noch gab.


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9 Kommentare

  1. Peter-Schmidt-News 19. Februar 2026 um 6:15 Uhr - Antworten

    Und bitte, zum Verständnis: Was hat Kuba falsches oder kriminelles getan? Nichts! Es geht einzig darum, dass Trump sich dieses Land einverleiben möchte. Es ist eine „Zeit der Trumpmoderne“. Oder einfach eine modernere Form des Kolonialismus.

  2. Jan 18. Februar 2026 um 22:59 Uhr - Antworten

    Da ich hier die gefehmte Sicht der Peakoiler vertrete, hier die Sichtweise, die sich bereits seit Monaten abzeichnet:

    Wie woanders erläutert gehen Peakoiler davon aus, dass Mehraufwand bei Förderung, Transport und Sicherung zu einer Reduktion der Produktivität von Ölprodukten führt und dass diese Verringerung der Produktivität an einem bestimmten Punkt Förderung oder Import unprofitabel macht.

    Wenn ein Farmer mit dem Traktor im Vergleich zu manuellen Landarbeitern mehr Produktivität erziehlt, wird er Landarbeiter entlassen, die dann in der Stadt Arbeit suchen und die gleiche Arbeit mit der Maschine erledigen. Wenn der Dieselpreis so hoch steigt, dass er die Kartoffeln nicht mehr kostendeckend absetzen kann, wird er den Anbau einstellen, da die Landarbeiter gar keine Infrastruktur mehr haben, manuell anzubauen. Diese Vorstellung widerspricht der Expertise deutscher Professoren, die sagen, eine Erhöhung der Kosten wirke immer inflationär, dass also, würde ein Liter Öl dasselbe kosten wie ein Kilo Gold, der Farmer dies zahlen und die Kartoffeln entsprechen teuer anbieten würde. Die Käufer würden Lohnerhöhungen verlangen und könnten daher die Kartoffeln zum Goldpreis zahlen.

    Peakoiler halten diese Expertise eben für falsch und sagen daher voraus, dass ab einem bestimmten Produktivitätsverlust Öl im Boden bleibt, obwohl noch ausreichend vorhanden ist. Peakoil bedeutet nicht, dass das Öl ausgeht, sondern dass es nicht mehr gefördert werden kann, da dee Wertschöpfungsmechanismus einbricht. Das ist eine Änderung der Definition von Marion „King“ Hubbart, die schon seit Jahrzehnten gilt.

    In der kritischen Betrachtung heisst es, all diese Zusammenhänge dürfe man nicht überlegen, weil der Herr Rothschild den Club of Rome gesponsert und dadurch jegliche Mathematik kontaminiert habe.

    Also gut. Wegen obiger Überlegungen beobachtet man Störungen des „business as usual“ (BAU) und überlegt, ob sie jenen Punkt des Produktivitätsrückgangs reflektieren können, der dazu führt, dass die Marktteilnehmer die Produktion einstellen. Als eine von vielen Überlegungen hat man bereits vor Monaten ganz grundsätzlich Inseln ausgemacht, da sie aufgrund ihrer Lage die Kosten für Ölprodukte noch einmal erhöhen. Die Idee ist also, den Rückgang von BAU könne man zuerst an Inseln erkennen. Im Gegensatz zu Singapur oder Hongkong ist in Kuba die Umsetzung von Öl in Waren, die exportiert werden, so dass wieder Öl eingekauft werden kann, sehr gering.

    Diese Probleme hat man für Kuba erwartet, lange bevor Trump überhaupt Präsident wurde.

    Wenn man auf den Erfolg blickt, ist die Modern Crash Theory also erfolgreicher in der Vorhersage als die Küchenpsychologie, die immer nur sagen kann, siehste, die moralische Unterlegenheit von Bush, Clinton, Bush, Obama, Trump, Biden, Trump sei nun bewiesen!

    Für Kuba bleibt aus dieser Sicht nur zwei Möglichkeiten: Entweder kehren sie zu einer agrarischen Gesellschaft zurück, was bedeutet, dass sie noch weniger produzieren und exportieren können, oder aber sie finden jemanden, der die Finanzierungslücke zwischen Leistungsfähigkeit der kubanischen Wirtschaft und Energiekosten dauerhaft trägt. Dazu wären wohl nur die USA in der Lage, die außerdem ein Sicherheitsinteresse in der Region haben.

  3. Wolliku 18. Februar 2026 um 22:14 Uhr - Antworten

    Sie können alle Kriegsverbrechen gut oder besser und nutzen sie, sowohl die Gut- wie auch Bösmenschen, ganz egal ob sie in den USA, Russland, Ukraine, Israel, Iran, in der EU oder sonstwo sitzen. Ich könnte den ganzen Tag k…zen, weil ich auch noch täglich mit ekliger Propaganda gefüttert werde. Und den Medienfraß muss ich in Deutschland auch noch mit Zwangsgebühren bezahlen.

  4. triple-delta 18. Februar 2026 um 18:44 Uhr - Antworten

    Die Kubakrise wurde übrigens von US-Militärs ausgelöst, die Raketen in der Türkei stationierten, wovon Kennedy nichts wusste. Die Sowjets waren so fair oder dumm, den Rückzug dieser Raketen nach der Lösung der Krise nicht öffentlich gemacht zu haben. So blieb in der Öffentlichkeit das Bild der geschlagenen Russen übrig, die auf Kuba den Schwanz eingezogen hätten.

    • Andreas_Sch. 19. Februar 2026 um 9:29 Uhr - Antworten

      Nun die Mutter aller Fragen: Warum hat die sowjetische Führung dieses Bild nicht korrigiert? 😏

  5. Jakob 18. Februar 2026 um 18:16 Uhr - Antworten

    … doch laut einem Bericht von Drop Site News blockiert Außenminister Marco Rubio diese Gespräche, während er dem Präsidenten vorgibt, sie würden stattfinden.

    Wenn es stimmt würde es zur Schlange Rubio passen.

    Aber sie sollten auf jeden Fall ein Abkommen schließen, denn es handelt sich wirklich um eine humanitäre Bedrohung.

    Geht’s noch zynischer?

    Eine elende Verbrecherbande diese Regierung.

  6. 1150 18. Februar 2026 um 16:17 Uhr - Antworten

    warum sieht es in deutschen städten mittlerweile so aus,
    als ob die müllabfuhr auch keinen treibstoff mehr hat?

  7. Pusteblume 18. Februar 2026 um 15:48 Uhr - Antworten

    Trump ist in meinen Augen ein Massenmörder, Erpresser und Betrüger. Wie ich die Kubaner sehr gut noch aus meinem Studium vor vielen Jahren kenne, werden die Kubaner und wird die Regierung Kubas sich Trump nicht ergeben. Dazu sind die Kubaner viel zu stolz.
    Gern überweise ich einen Geldbetrag auf ein Soli-Konto für Kuba und seine Einwohner.

    • OMS 18. Februar 2026 um 19:17 Uhr - Antworten

      Trump ist in meinen Augen ein Massenmörder, Erpresser und Betrüger –
      Ein US-Präsident eben und dabei kann man kaum einen Unterschied zu seinen Vorgängern erkennen.
      Ein US-Präsident, welcher bei den Verbrechen der Finanzelite und des Militärisch-Industriellen-Komplexes nicht mitspielt wird kennedyrt. Seit 1945 sind die USA nur noch die Guten, obwohl sie ein Kriegsverbrechen nach dem nächsten begehen. Die USA lebt davon, dass beide Weltkriege ihr Land und ihre Industrie nicht getroffen haben. Darum setzen sie auf das Militär und terrorisieren die ganze Welt damit. Koste es was es wolle! Die Sanktionen welche gegen Iran, Kuba, Venezuela, usw. durch die USA verhängt sind, gehören eigentlich gegen die USA verhängt. Aussetzung des US-$ als Zahlungsmittel, nur noch bilanzierter Handel Warenwert gleich Warenwert. Und alle Militärstützpunkte weltweit werden nicht mehr beliefert. Kein Wasser, kein Strom, kein Gas. Nur die Welt wird es nicht durchziehen, weil sie wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und warten gefressen zu werden.

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