Judentum mit Zionismus gleichsetzen ist Antisemitismus?

6. Februar 2026von 6 Minuten Lesezeit

Immer wieder kann man lesen, dass die Gräueltaten der Zionisten in Gaza, Palästina und den umgebenen Ländern wohl der Grund für die geschichtliche Judenverfolgung seien. Das ist Antisemitismus. Und der wird geschürt durch die Behauptung, Zionismus vertrete das Judentum. Eine kurze Erklärung, warum „Juden“ nicht für Verbrechen eines Staates oder einer Gesellschaft verantwortlich sind.

Kommentare, auch hier auf TKP enthüllen, dass es immer noch den Glauben gibt, dass der Zionismus die gesamte relitiöse Gemeinschaft des Judentums vertrete. Daher ist eine Richtigstellung notwendig.

Verfolgung religiöser Minderheiten

Das Judentum als religiöse Gemeinschaft ist nur eine von mehreren Minderheiten, welche weltweit über Jahrhunderte verfolgt wurde. Religiöse Minderheiten werden oft stigmatisiert und verfolgt, wenn sie als Bedrohung für die dominante Religion, Kultur oder politische Ordnung wahrgenommen werden. Dies geschieht durch Mechanismen wie Vorurteile, die sie als „fremd“, „ketzerisch“ oder „gefährlich“ darstellen, was zu Diskriminierung, gesetzlichen Restriktionen, Pogromen, Zwangskonversionen oder Vertreibungen führt. Über Jahrhunderte hinweg verstärken sich solche Prozesse durch wirtschaftliche Krisen, Kriege oder ideologische Konflikte, wodurch Minderheiten als Sündenböcke dienen. Historisch gesehen entstehen daraus Zyklen der Ausgrenzung, die sich in gesellschaftlicher Isolation, wirtschaftlicher Benachteiligung und physischer Gewalt äußern.

Der Zionismus beruft sich nun auf das Judentum und dessen Verfolgung, und viele Juden waren ihm auf Grund des bis dahin unvorstellbaren Horrors während des Nazi-Regimes in Europa gefolgt, um ein aggressives siedlerkoloniales Apartheidsystem zu rechtfertigen. Wobei die wichtigsten Zionisten jedoch Christen und Atheisten an der Macht in westlichen Ländern sind. Welche ganz andere Motive haben. Aber zunächst zurück zu anderen verfolgten reliösen Gruppen.

Frühe Christen im Römischen Reich

Die frühen Christen galten im polytheistischen Römischen Reich als subversive Sekte, die die traditionellen Götter ablehnte und somit Unglück oder Katastrophen heraufbeschwören könnte. Sie wurden stigmatisiert als Aberglaube-Verbreiter, Kannibalen (aufgrund missverstandener Eucharistie-Rituale) oder Staatsfeinde, da sie den Kaiserkult verweigerten. Dies führte zu sporadischen Verfolgungen, wie unter Kaiser Nero (64 n. Chr.), der Christen für den Brand Roms verantwortlich machte und sie hinrichten ließ, oder unter Diokletian (303–311 n. Chr.), der eine reichsweite Kampagne mit Zerstörung von Kirchen, Verbrennung von Schriften und Massenexekutionen einleitete. Über Jahrhunderte hinweg wurden Christen in Arenen hingerichtet oder in Minen zur Zwangsarbeit gezwungen, bis Konstantin 313 n. Chr. die Toleranz befahl. Die ewiggestrigen Vertreter eines radikalen Islamismus stehen geschichtlich in der Reihe der Christenverfolger.

Katharer (Albigenser) in Südfrankreich (12.–13. Jahrhundert)

Die Katharer, eine dualistische christliche Sekte, die die katholische Kirche als korrupt ablehnte und eine strenge Askese propagierte, wurden als Häretiker stigmatisiert. Die Kirche sah in ihnen eine Bedrohung für ihre Autorität, da sie Lehren wie die Ablehnung der Eucharistie oder der Hierarchie verbreiteten. Papst Innozenz III. initiierte 1209 den Albigenserkreuzzug, der zu Massakern führte, wie dem in Béziers (1209), wo bis zu 20.000 Menschen getötet wurden, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit – mit dem berüchtigten Befehl „Tötet sie alle, Gott erkennt die Seinen„. Die Inquisition, ab 1231 institutionalisiert, verfolgte Überlebende durch Verhöre, Folter und Verbrennungen. Bis Mitte des 13. Jahrhunderts waren die Katharer weitgehend ausgerottet, was zeigt, wie innere christliche Spaltungen zu systematischer Auslöschung führen können, oft legitimiert durch theologische Vorurteile. Da sie praktisch nicht mehr existierten, endete die Verfolgung.

Muslime in Spanien nach der Reconquista (15.–17. Jahrhundert)

Nach der Rückeroberung Spaniens von den Mauren (Reconquista, abgeschlossen 1492) wurden Muslime (Morisken) als „falsche Konvertiten“ stigmatisiert, die heimlich ihren Glauben praktizierten und eine Bedrohung für die katholische Einheit darstellten. Ferdinand und Isabella zwangen sie zur Taufe oder Vertreibung, doch selbst Konvertierte unterlagen Diskriminierung: Sie durften keine arabischen Namen tragen, ihre Sprache sprechen oder traditionelle Kleidung anlegen. Die Spanische Inquisition überwachte sie streng, mit Anklagen und Massenprozessen. Zwischen 1609 und 1614 wurden rund 300.000 Morisken aus Spanien vertrieben, was zu wirtschaftlichem Verlust führte, aber die religiöse „Reinheit“ sichern sollte. Dies illustriert, wie nationale Identität mit religiöser Homogenität verknüpft wird, was über Jahrhunderte zu anhaltender Verfolgung führt.

Hugenotten in Frankreich (16.–18. Jahrhundert)

Die Hugenotten, französische Protestanten (Kalvinisten), wurden in einem katholisch dominierten Land als Ketzer und Aufrührer stigmatisiert, besonders nach der Reformation. Sie galten als Bedrohung für die monarchische Einheit („Ein König, ein Gesetz, ein Glaube„). Die Bartholomäusnacht 1572 markierte einen Höhepunkt: In Paris und Provinzen wurden Tausende Hugenotten massakriert, oft mit kirchlicher Billigung. Das Edikt von Nantes (1598) gewährte temporäre Toleranz, doch Ludwig XIV. widerrief es 1685, was zu Dragonnaden (Zwangsquartierungen) und Massenflucht führte – über 200.000 Hugenotten emigrierten. Bis zur Französischen Revolution 1789 dauerte die Unterdrückung an, mit Verboten von Gottesdiensten und Zwangskonversionen.

Kopten in Ägypten (seit dem 7. Jahrhundert bis heute)

Die koptischen Christen, eine Minderheit in einem muslimisch dominierten Ägypten seit der arabischen Eroberung, wurden als „Dhimmi“ (Geschützte, aber Unterlegene) stigmatisiert und mit Sondersteuern (Jizya) belastet. Über Jahrhunderte hinweg gab es Perioden der Verfolgung, wie unter den Fatimiden (10.–12. Jahrhundert), wo Kirchen zerstört und Konversionen erzwungen wurden, oder im 14. Jahrhundert, als Pogrome aufgrund wirtschaftlichen Neids ausbrachen. In der Moderne eskalierten Angriffe, z.B. durch islamistische Gruppen, mit Bombenanschlägen auf Kirchen. Dies zeigt, wie religiöse Minderheiten in multiethnischen Gesellschaften durch rechtliche Diskriminierung und sporadische Gewalt marginalisiert werden.

Zionismus

Der Zionismus ist eine Form des jüdischen Glaubens, der bis zum Holocaust nur eine geringe Rolle innerhalb des Judentums gespielt hatte. Tatsächlich blickten Zionisten mit Verachtung auf „Juden“, welche sich selbst nicht als Ethnie eines eigenen Staates, sondern als Religionsgruppe sahen. Der Einfluss des Zionismus innterhalb des Judentums wurde größer mit dem Aufwind des Nationalismus und ist eine Ausprägung desselben. Er war über viele Jahre als Rassismus durch eine UN-Resolution geächtet. Warum westliche, insbesondere nationalistisch eingestellte Politiker und bestimmte christliche Gruppen so extrem einen „jüdischen Staat“, der eigentlich ein zionistischer Staat ist, unterstützen, wurde bereits ausführlich berichtet, nicht nur auf TKP.

Der Zionismus verfolgt übrigens nicht gezielt Muslime, sondern indigene Bevölkerungsteile, welche Platz machen müssen für die Besiedlung von zionistischen Gruppen, die aus der ganzen Welt angeworben werden. D.h. Christen werden ebenso verfolgt und vertrieben wie Muslime, wobei Muslime aber den Widerstand aufgebaut haben, während z.B. Drusen versuchen, sich mit dem kolonialen System zu arrangieren.

Zusammenfassung

Das Judentum als verfolgte religiöse Gruppe ist nicht zu verwechseln mit dem Zionismus, der zwar, geschichtlich groß geworden aus dem bis dahin beispiellosen industriell organisierten Völkermord des Holocaust, aus besonders vielen jüdischen Menschen besteht, aber keine Religion repräsentiert, auch wenn der Staat Israel das vorgibt. Weil durch die Behauptung, Israel vertrete alle Juden der Welt, instrumentalisiert man das Leid der verfolgten religiösen Gruppe, um es als Rechtfertigung für eigene Verbrechen zu missbrauchen.

Bild: Artikel über antizionistische Juden

(Um den Eindruck zu verhindern, dass Zionismus erst mit dem Holocaust entstand, wurde der Text dahingehend präzisiert, dass seine Wurzeln natürlich viel weiter zurückreichen.)


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12 Kommentare

  1. UU89 7. Februar 2026 um 13:45 Uhr - Antworten

    „Den Zionismus“ als einheitliche Ideologie, das ist auch schon eine Fiktion. Neben den Rechtszionisten und den moderateren, in Israel kaum noch vorhandenen, Linkszionisten (und vielen weiteren Unterströmungen) gab es auch noch die binationalen Zionisten um Judah Leon Magnes, Martin Buber, Ernst Simon und Henrietta Szold, die stets gegen die Gewalt der Nationalisten/Rechtszionisten gegen Araber auftraten und sich für einen gemeinsamen Staat der Araber und Juden einsetzten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ihud
    https://www.commentary.org/articles/ernst-simon/the-costs-of-arab-jewish-cold-warihuds-experiment-in-moral-politics/

    So viel Unterscheidungsvermögen darf mensch sich von einem tkp-Redakteur schon erwarten!

    Vielleicht wäre es besser, von (pro)israelischen Nationalisten und Rechtsextremisten zu sprechen, als Spezialbegriffe wie „Zionismus“ zu verwenden. Auch wenn beim „Zionismus“ eine spezifisch, toxische ideologische Mischung vorliegt, so sind die Grundprobleme von Nationalismus, Militarismus, Dogmatismus usw. überall gleich.

    • Jochen Mitschka 7. Februar 2026 um 16:04 Uhr - Antworten

      Danke für den Kommentar. Aber hinsichtlich der wichtigen Frage der Palästinenser und der Siedlungspolitik gibt es keine Unterschiede zwischen den verschiedenen zionistischen Strömungen. David Sheen hat das in einem Vortrag schon vor Jahren ganz klar herausgearbeitet, auch wie das Parlament ein Spiegelbild der Gesellschaft war. In einem Video, das leider nicht verlinkt werden kann, sauber herausgearbeitet, transkribiert in einem Buch. https://der-politikchronist.blogspot.com/p/deutschland-israel-palastina.html (zu viel Text für hier)

      Auch Gideon Levi hatte klar gemacht, dass hinsichtlich der Siedlungspolitik kein Blatt zwischen die Fraktionen passt: Auch in einem Video Beide in meinem Kanal auf YouTube. @JochenMitschka-Namibia unter Naher und Mittlerer Osten. a.) David Sheen „Israels Parlament entschluesselt“ und b) Gideon Levy: Zionist Tango.

    • Varus 7. Februar 2026 um 16:14 Uhr - Antworten

      Neben den Rechtszionisten und den moderateren, in Israel kaum noch vorhandenen, Linkszionisten (und vielen weiteren Unterströmungen) gab es auch noch die binationalen Zionisten

      Gab es, kaum noch vorhanden… Es gab vermutlich mehr Gruppen als im Film „Das Leben Brians“, die ein kurzer Artikel unmöglich alle auflisten kann. Interessanter wäre, wie die Welt diese toxische ideologische Mischung loswerden kann? Im Augenblick muss man jederzeit einen großen Krieg mit weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen erwarten.

      Seine Trumpigkeit scheint immer noch jeden Befehl „Bibis“ auszuführen, statt sich auf den schwellenden Bürgerkrieg im Inneren zu konzentrieren und die übrige Welt in Ruhe lassen. Diese Woche las ich wieder mal in den Ungeschnittenen, wie gut organisiert die Dem-Guerilla der Globalisten sei.

  2. therMOnukular 6. Februar 2026 um 20:24 Uhr - Antworten

    „…..Zionismus, der zwar, geschichtlich entstanden aus dem bis dahin beispiellosen industriell organisierten Völkermord des Holocaust……“

    Halte ich für ein Gerücht. Wie konnten dann Zionisten schon 1908 (oder war es 1906?) mit britischen Machthaltern über Palästina verhandeln? „Palästina könnt ihr haben, dort leben nur ein paar 100.000 Neger“ soll das Angebot der Briten damals schon gelautet haben…….

    Es waren bereits die Zionisten, die den Holocaust unterstützten – und ihn seither als Opfermäntelchen missbrauchen.

    • Jochen Mitschka 7. Februar 2026 um 7:37 Uhr - Antworten

      Der Einwand ist berechtigt. Danke für die Korrektur. Der Zionismus ist natürlich viel älter als der Holocaust. Die Formulierung ist falsch. Eigentlich sollte es heißen, „groß geworden durch den bis dahin…“ ich korrigiere das.

    • hermine 8. Februar 2026 um 20:38 Uhr - Antworten

      ende 19. jhd. war herzl einer der ersten wichtigen zionisten.

      es kommt wieder: larry ellison ´s (der von software ) sohn hat für das neuerworbene medium einen ceo
      eingestellt, der das wort zionist als beleidigung verklagen wird, und viele solcher fälle von “ very large numbers“
      jüdischer gruppen und organisation gemeldet haben will. noch nicht in deutschland, in usa.

  3. palman 6. Februar 2026 um 18:00 Uhr - Antworten

    … und evtl. dazu zwei LeseTipps: – > Israel und die ewige Kriegslust der Khasaren < vom „AusKenner“ Peter Haisenko (Autor / Verleger / Ex-LH-Pilot) auf „anderweltonline.com“ (01-12-25) sowie auf „WELT.de“ der genau dazu passende Geschichts-Artikel aus „20-17“ mit Titel – > Chasaren-Reich – Dieses j ü d i s c h e Imperium ragte weit bis nach Europa < (so googeln) !?! – dieses „heidnische“ TURK-Volk hatte sich vor über EIN-Tausend Jahren u.a. im Beritt der heutigen OST-Ukraine ausgebreitet und den „Jüdischen Glauben“ n u r angenommen !?! – wurden dann aber von den „Waraegern“ (heutige Russen) von dort vertrieben … – und jetzt mal weiterdenken !?! ;-)

  4. Der alte Marxist 6. Februar 2026 um 15:40 Uhr - Antworten

    Hier der arme, immer verfolgte, gute, religiöse Jude – dort der böse, rassistische Zionismus. Das ist ja völlig lächerlich! Tatsache ist jedenfalls, dass die überwiegende Mehrheit der Juden in Israel – einschließlich aller möglicher (ultra)orthodoxer Gruppierungen – die faschistische, völkermörderische Politik der Regierung unterstützt! Schon ein kurzer Blick auf die Zusammensetzung der derzeitigen Regierung macht klar, dass mehrere (ultra)orthodoxe Parteien (z.B. Schas, Noam, Mafdal-HaTzionut HaDatit, Otzma Jehudit, Vereinigtes Thora-Judentum) beteiligt sind bzw. waren. Man beachte, dass Mafdal-HaTzionut HaDatit sich als religiös-zionistisch definiert, daher die Trennung – hier Religion, dort Zionismus – schon aufgrund der fließenden Übergänge wenig Sinn macht.

    Man hörte von Massenprotesten dieser (ultra)orthodoxen Juden gegen die Wehrpflicht für bestimmte Gruppen (manche verließen deswegen (!) auch die Regierung) – von solchen Protesten gegen den Genozid in Gaza hörte man nichts. Es wird wohl nicht viele anti-zionistische orthodoxe Juden geben, welche – wie die im Bild dargestellten – gegen das Aushungern der Palästinenser protestieren. Vermutlich nicht mehr als Grüne gegen Klimawahn. Anti-Zionismus heißt auch nicht unbedingt, gegen die Vertreibung ethnischer oder religiöser Minderheiten zu sein. Es kann auch nur bedeuten, dass die Ablehnung des zionistischen Staates Israel nur seine weltliche Fundierung, also die Vorwegnahme der Gründung des Reiches der Juden auf Erden durch den Messias, betrifft – nicht aber die Politik der ethnischen Säuberung.

    Auf den Zusammenhang zwischen dem historischen Judaismus und dem rassistischen Zionismus hat der Holocaust-Überlebende und Anti-Zionist Israel Shahak in seinem Buch „Jüdische Geschichte, Jüdische Religion – Der Einfluß von 3000 Jahren“ hingewiesen. Zitat: „Der historische Judaismus und seine beiden Nachfolger, die jüdische Orthodoxie und der Zionismus, sind beide eingeschworene Feinde des Konzepts einer Offenen Gesellschaft, soweit es auf Israel angewandt wird. Ein Judenstaat kann nie eine Offene Gesellschaft sein, gleichgültig, ob er sich auf der derzeitigen jüdischen Ideologie oder, falls er dem Charakter nach jüdischer wird, als er jetzt ist, auf den Prinzipien der jüdischen Orthodoxie gründet“.

    Es gibt zum Glück auch säkulare Juden, die Zionismus und religiöses Judentum verachten. Bruno Kreisky gehörte zu diesen. Immer wieder äußerte er sich geringschätzig über die „gewissen Kreise“ und stellte sich auf die Seite Arafats. Diese darf man natürlich nicht mit den anderen in einen Topf werfen.

    Schlussbemerkung: alle Buchreligionen sind faschistoid – denn sie stellen ihren Gott, ihre Priester, ihre Heiligtümer und letztlich sich selbst über alle anderen. Das ist auch die Grundlage für die im Artikel geschilderten Verfolgungen.

    • UU89 7. Februar 2026 um 13:53 Uhr - Antworten

      „Alle Buchreligionen sind faschistoid“ empfinde ich schon als etwas gewagt Aussage. Buddhismus und Toismus kann mensch doch auch als Buchreligionen bezeichnen und sind wohl eher nicht „faschistoid“. Im Übrigen sei auf Feuerbachs „Religion ist menschlich, allzu menschlich“ verwiesen, zumal auch bei „Buchreligionen“ die Interpretationen eine große Bandbreite haben … Politische und religiöse Glaubensgemeinschaften unterscheiden sich zudem auch nicht so wahnsinnig.

      • Varus 7. Februar 2026 um 16:19 Uhr

        Die Muslime betrachten als „Religionen des Buches“ welche mit dem Alten Testament, das wären dann die Juden, die Muslime selber und allerlei christliche Strömungen. Die anderen Religionen haben ganz andere Bücher.

      • Der alte Marxist 11. Februar 2026 um 15:03 Uhr

        Gemeint waren die monotheistischen Buchreligionen, die sich auf die Bücher berufen, die im Christentum als „Altes Testament“ bezeichnet werden, also Judentum, Christentum und Islam.

  5. Peter Ruzsicska 6. Februar 2026 um 12:30 Uhr - Antworten

    Chapeau!!!
    Klarer, deutlicher sowie schlicht der Wahrheit mächtig kann man das in einer Zusammenfassung aus der Sicht des Autors nicht ausdrücken und motiviert daher zu heftigster Weiterverbreitung.

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