Eisbären, BBC-Dokus und Lügengeschichten: Neues von der Wissenschaft™

5. Februar 2026von 18,6 Minuten Lesezeit

Eisbären auf Spitzbergen gedeihen – trotz (sic) David Attenboroughs nachweislicher Lüge in der BBC-Dokumentation aus 2010/11 – prächtig. Seit 1995 ging das Meereis um Spitzbergen teilweise massiv zurück, und dennoch sind die Eisbärenpopulationen in den letzten 20 Jahren fitter und fetter geworden wie eine neue einschlägige Studie belegt.

Vor einigen Tagen stieß ich auf eine neue, von Fachkollegen begutachtete und von der Wissenschaft™ somit fachlich anerkannte Studie von Jon Aars et al. mit dem Titel Body condition among Svalbard Polar bears Ursus maritimus during a period of rapid loss of sea ice (zu deutsch etwa „Körperzustand von Spitzbergen-Eisbären (Ursus maritimus) während einer Phase rapiden Meereisverlusts“). Diese erschein in der Fachzeitschrift Scientific Reports 16 (2026) und träge die Artikel-Nr. 2182; diese Zeitschrift gehört zu der prestigereichen Nature-Familie wissenschaftlicher Zeitschriften – mit anderen Worten: Sie genießt höchste Integrität. Außerdem ist sie dank der Finanzierung von Open Access durch jemanden (höchstwahrscheinlich die norwegischen Steuerzahler) frei zugänglich.

Hier ist die Zusammenfassung in meiner Übersetzung (hier und in Folge sind alle nicht-deutschen Passagen übersetzt) und mit hinzugefügten Hervorhebungen und [Kommentaren]:

Eisbären kommen nur in arktischen Gebieten vor, die ausreichend Zugang zu Meereis und Robben als Beute bieten. Studien haben negative Auswirkungen des wärmeren Klimas auf den Zustand und die Demografie von Eisbären in Gebieten mit abnehmender Meereisbedeckung aufgezeigt. Der Zustand der Eisbärenpopulation in der Barentssee wurde jedoch noch nicht untersucht. Der Meereisverlust war hier deutlich höher als in anderen Gebieten mit Eisbären. Wir untersuchten die Veränderungen des Körperkonditionsindex (BCI) von 770 ausgewachsenen Eisbären (1188 Fänge) in Spitzbergen, Norwegen (westlicher Teil der Barentssee), im Zeitraum von März bis Mai 1995 bis 2019. Wir analysierten, wie der intrinsische BCI (Fortpflanzungsstatus und Alter der Weibchen) sowie der BCI bei Männchen und Weibchen bis zum Jahr 2000 abnahm, danach aber wieder anstieg – und zwar in einer Phase mit rapidem Meereisverlust. [Und siehe da: Es besteht offenbar kein Zusammenhang zwischen Meereisverlust und Eisbärenpopulation.] In Modellen, die Meereismetriken und Klimadaten (Arktische Oszillation) berücksichtigten, fand sich keine Bestätigung für die vorhergesagten negativen Auswirkungen von wärmerem Wetter und Lebensraumverlust. Dies deutet auf einen komplexen Zusammenhang zwischen Lebensraum, Ökosystemstruktur, Energieaufnahme und Energieverbrauch hin. Zunehmende Bestände einiger Beutetiere, darunter Seehunde, Rentiere und Walrosse, könnten den eingeschränkten Zugang zu Robben teilweise kompensieren. Unsere Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, Erkenntnisse nicht auf andere Populationen zu übertragen.

Da die Studie vollständig online verfügbar ist, beschränke ich mich auf die folgenden drei Schritte: Zunächst präsentiere ich einige weitere Auszüge aus der Studie, die mir besonders relevant erscheinen – und anschließend zeige ich Ihnen, wie der norwegische Staatssender NRK die Ergebnisse interpretiert hat. Abschließend einige weiterführende Verweise auf die, nun, man mag es „Unschärfe“ oder so abtun, ich bevorzuge die Bezeichnung „Unehrlichkeit“ oder „Lüge“ für das, was David Attenborough in einer 2010 ausgestrahlten BBC-Dokumentation daraus gemacht hat.

Eisbären sind total kuschelig

Zunächst etwas Panikmache aus der Einleitung der Studie (nebenbei: die Anmerkungen habe ich der besseren Lesbarkeit wegen entfernt):

Die Barentssee (BS) verzeichnete in den letzten Jahrzehnten einen noch stärkeren Temperaturanstieg als andere arktische Regionen, mit Anstiegen von bis zu 2 °C pro Jahrzehnt in einigen Teilen der Region. Dieses Gebiet, Heimat einer der 20 anerkannten Eisbärenpopulationen (https://www.iucn-pbsg.org/), verlor zwischen 1979 und 2014 zudem jährlich vier Tage Meereis – mehr als doppelt so schnell wie alle anderen Gebiete mit Eisbärenpopulationen.

Die Eisbären der Barentssee werden seit 1987 im Rahmen eines jährlichen Monitoringprogramms, einschließlich Fangaktionen, im Svalbard-Gebiet untersucht. Die Population wurde 1973 unter Schutz gestellt und wuchs in den folgenden Jahrzehnten deutlich an. Die Gesamtpopulation der Polarbären wurde 2004 auf 1900 bis 3600 Tiere geschätzt und könnte, basierend auf einer höheren Anzahl von Bären am Eisrand im Jahr 2015 im Vergleich zu 2004 (wo die meisten Bären pelagisch leben), seitdem zugenommen haben. Die Anzahl der lokalen Bären (etwa 240–260 Individuen) schien relativ stabil zu sein. Negative Auswirkungen auf die Reproduktion, die durch den Verlust von Meereishabitat erklärt oder mit dem Klima korreliert sein könnten, wurden bei den ältesten ausgewachsenen Weibchen beobachtet, aber insgesamt scheint die Population gesund zu sein (www.mosj.no/en/indikator/fauna/marine-fauna/polar-bear).

Und hier ist, was Aars et al. tun:

Ziele dieser Studie der westlichen Barentssee ist es zu untersuchen, wo (a) Beobachtungen auf einen Anstieg der Bärenpopulation in den letzten Jahrzehnten hindeuten, (b) die dort lebenden Bären länger an Land bleiben und sich zunehmend von weniger energiereichen Landtieren ernähren und (c) die Meereisbedeckung rapide abgenommen hat, was zu einer kürzeren Robbenjagdsaison im Frühjahr und Sommer und einem erhöhten Energiebedarf für pelagische Bären aufgrund größerer Entfernungen zwischen Jagd-, Wurf- und Paarungsgebieten führt, so untersuchen wir, ob die Bärenpopulation (BC) (1) im Laufe der Zeit abgenommen hat, (2) ob die jährlichen Schwankungen der BC durch die Meereisverfügbarkeit oder das Klima erklärt werden können und (3) wie intrinsische Variablen wie Alter, Geschlecht und Reproduktionsstatus die BC beeinflussen und ob diese in die Modelle einbezogen werden müssen, um die Auswirkungen extrinsischer Variablen und der Zeit aufzuzeigen. Es wird angenommen, dass Bären in den ersten Lebensjahren in ihr Wachstum investieren und dass Weibchen während der Höhlenzeit viel in ihre Jungen investiert haben, während alleinstehende Weibchen möglicherweise neue Ressourcen für Fettreserven nutzen können.

Ich werde einige Vorbemerkungen überspringen und eine Karte mit den Standorten der untersuchten Eisbärenpopulation einfügen:

Hier ein Auszug aus den Ergebnissen und deren Diskussion:

Im Durchschnitt brach das Meereis nach 2005 etwa einen Monat früher auf als im Zeitraum 1995–2000, und die Anzahl der eisfreien Tage nahm um mehrere Monate (ca. 100 Tage) zu, hauptsächlich aufgrund der Eisbildung im Spätherbst oder im darauffolgenden Winter (siehe Abb. S1 im Anhang). Bis 2006 gab es kein Jahr mit mehr als 175 eisfreien Tagen. Nach 2006 verzeichneten fünf Jahre mehr als 200 eisfreie Tage. Da das Meereis in Jahren mit einer Frühjahrs-AO [Arktische Oszillation, d. h. dem saisonalen Wachstum und Rückgang des Meereises, Anm.] > 0,4 ​​früher aufbricht, stützt der Zusammenhang zwischen AO und dem Datum des Meereisaufbruchs die Theorie, dass bei hohen AO-Werten mehr Meereis durch die Framstraße (siehe oben) aus der Arktis abfließen kann (Ergänzende Abb. 2) […]

Die Daten der Männchen umfassten 524 Fänge von 330 Individuen, wobei einzelne Bären maximal acht Mal gefangen wurden […] Die Daten der Weibchen umfassten 664 Fänge von 440 Individuen, wobei einzelne Bären ein- bis achtmal gefangen wurden.

Diskussion

Der Meereisverlust war in der Barentssee während des Untersuchungszeitraums stärker als in allen anderen Gebieten, in denen Eisbären leben. Eine Verschlechterung des Körperzustands sollte das erste Anzeichen für Veränderungen sein, bevor negative demografische Auswirkungen auftreten, die bereits bei mehreren anderen Eisbärenpopulationen in der Arktis beobachtet wurden. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren sagten wir voraus, dass sich der Körperzustand erwachsener Eisbären im Laufe der Zeit verschlechtern und sie in Jahren mit weniger Meereis oder im darauffolgenden Frühjahr magerer sein würden. Eine Verkürzung der jährlichen Meereissaison um mehr als zwei Monate zwischen 1995 und 2019 in der Barentssee führte zu erheblichen ökologischen Veränderungen für die Eisbären (z. B. Verlust von Höhlen, signifikante Verschiebung des Meereishabitats nach Norden und genetische Auswirkungen aufgrund eingeschränkten Genflusses). [Zeilenumbruch hinzugefügt]

Der Meereisverlust führte jedoch nicht zu einer Verringerung des Körperzustands ausgewachsener Eisbären in der Barentssee. Vielmehr verbesserte sich der Körperzustand nach einem anfänglichen negativen Trend ab 1995 ab etwa dem Jahr 2000 in den folgenden zwei Jahrzehnten sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen verschiedener Fortpflanzungskategorien.

Das mit Abstand beste Modell für Männchen berücksichtigte weder Meereis noch Klimavariablen [und ist daher als Vergleichsparameter de facto ungeeignet]. Für Weibchen hingegen lieferte ein komplexeres Modell, das sowohl die Arktische Oszillation (AO) im Winter und Frühling als auch den Tag des Meereisaufbruchs im Vorjahr einbezog, die beste Anpassung an die Daten. Entgegen unserer Vorhersage befanden sich die Weibchen im Frühling nach einem besonders späten Meereisaufbruch (nach dem 20. Juli) in einem schlechteren Zustand. Im selben Modell könnte die Reduktion des BC-Wertes bei AO-Werten im Frühling zwischen −0,4 und 0,4 mit der Theorie übereinstimmen, dass bei niedrigen AO-Werten mehr Meereis im Arktischen Becken eingeschlossen ist und bei hohen AO-Werten mehr Eis durch die Framstraße abfließt. Bei AO-Werten im Frühling über 0,4 stieg der BCI-Wert jedoch an. Auch die Winter-AO zeigte einen positiven Zusammenhang mit dem BCI-Wert. Des Weiteren würden wir erwarten, dass Meereismetriken im Jahr der Probenahme ein besserer Prädiktor als der AO-Index wären, falls die AO-Indizes als Indikatoren für die Meereisverfügbarkeit fungieren würden [tun diese Annahmen aber nicht]. Naciri et al. diskutierten die mögliche Erklärung, dass der AO-Index nicht nur die Meereisverteilung, sondern auch die Variabilität der Meereisdicke und -struktur (z. B. das Vorhandensein offener Eisflächen, Eisbewegungen) widerspiegelt, die ebenfalls für die Bären von Bedeutung sein könnten (z. B. hinsichtlich Energieverbrauch und Jagdmöglichkeiten).

Wir konnten kein klareres Verständnis des Zusammenhangs zwischen Klimaindizes und Meereishabitat gewinnen und fanden keine Belege dafür, wie sich Habitatverlust negativ auf den Zustand von Eisbären auswirken könnte. Unsere Ergebnisse stehen somit im Gegensatz zu Berichten über andere Populationen, bei denen der Verlust von Meereis eindeutig negative Auswirkungen auf den Zustand, das Wachstum und die Demografie von Eisbären hatte, insbesondere aus der westlichen Hudson Bay und der südlichen Beaufortsee, sowie zu aktuellen und prognostizierten Auswirkungen auf Eisbären in der Baffin Bay. Sie decken sich jedoch mit den Ergebnissen aus der Tschuktschensee, wo die Bären trotz des geringeren Meereises weiterhin in gutem Zustand sind. Dies lässt sich durch eine sehr hohe Biomasseproduktivität erklären, die unter anderem durch hohe Robbendichten, ein großes Kontinentalschelfgebiet und die lange Dauer des Meereises über dem Schelf erklärt wird.

Es zeigt sich also, dass Pauschalannahmen, die den Untergang aller Eisbären prophezeien, weil diese angeblich verhungern, reine Propaganda ist und durch die Faktenlage nicht gestützt werden.

Es stellte sich heraus, dass Susan Crockford in Bezug auf Eisbären mehr Recht hatte als praktisch jeder andere Experte, Journalist oder Politiker, der sich blindlings an die IPCC-Prognosen hielt. Siehe auch die Studie von Hunter et al. (2010), die ebenso nur schwerlich mit der Realität übereinstimmt.

Folgendes fasste Grok zusammen, als ich um einen Abgleich empirischer Beobachtungen der Eisbärenbestände mit den IPCC-Vorhersagen bat:

Empirische Daten von 1990 bis heute zeigen uneinheitliche Trends in den Teilpopulationen (Rückgang in 15–20 % der überwachten Gebiete, Stabilität/Zunahme in anderen), wobei die globalen Bestände stabil sind oder leicht ansteigen (20.000–32.000 Tiere). Dies steht im Gegensatz zu den IPCC-basierten Modellen, die zwar die Entwicklung in rückläufigen Gebieten gut vorhersagen (z.B. den durch das Energiedefizit bedingten Rückgang in der westlichen Hudson Bay), aber den globalen Rückgang bis heute überschätzen, da die Gesamtpopulationen nicht so stark eingebrochen sind, wie frühere Prognosen vermuten ließen.

Soweit die Wissenschaft™ – wenden wir uns nun also der Berichterstattung im norwegischen Staatsfunk zu.

*** Beginn der Übersetzung ***

Wir dachten, Eisbären würden verhungern, weil das Meereis schmilzt: Doch sie werden fetter.

Eine neue, umfassende Studie des Norwegischen Polarinstituts zeigt, dass es den Eisbären auf Spitzbergen deutlich besser geht als erwartet

Von Azora Reinholt, Malin Straumsnes und Torkil Stoltz, NRK, 31. Januar/1. Februar 2026 [Quelle; archivirter Link]

Wir sehen, dass es ihnen besser geht. Im Durchschnitt haben die Eisbären heute mehr Fettreserven als um das Jahr 2000.

Das sagt Jon Aars, leitender Wissenschaftler am Norwegischen Polarinstitut.

Er ist Erstautor einer neuen Studie des Instituts, die in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde und überraschende Erkenntnisse über die Eisbären auf Spitzbergen präsentiert [die zuvor besprochene Studie].

Seit Jahrzehnten verfolgen Wissenschaftler die Entwicklungen in der Arktis mit Sorge.

Das Meereis ist für Eisbären die wichtigste Plattform zum Jagen, Ausruhen und Fortbewegen. Weniger Eis stellt das Tier, das an der Spitze der Nahrungskette im Norden steht, vor große Herausforderungen.

Aars erforscht Eisbären seit über 20 Jahren und geht davon aus, dass sie mit dem Verschwinden des Meereises für lange Zeit an Land gedrängt werden:

Wir hatten erwartet, dass sie in den nächsten 20 Jahren dünner werden würden, da sie weniger Möglichkeiten haben, Ringelrobben auf dem Eis zu jagen als zuvor. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Denn obwohl das Meereis in Spitzbergen stetig schrumpft, sind die Eisbären heute in einem besseren körperlichen Zustand als vor 25 Jahren. Auch die Population in Spitzbergen ist nicht zurückgegangen.

Die Studie basiert auf Daten, die von 1995 bis 2019 erhoben wurden. Die Forscher haben den Körperzustand der Eisbären im Frühjahr gemessen, und die Ergebnisse zeigen, dass es ihnen überraschend gut geht:

Sie befinden sich nun in etwa im gleichen Zustand wie 1995, dem Beginn der Studie. Die gute Nachricht ist also, dass es ihnen im Vergleich zu unseren Erwartungen immer noch gut geht [dies ist ein viel größeres Eingeständnis, als es klingt, und reiht sich in die Liste der Widerlegungen derjenigen ein, die vor einigen Jahren behaupteten, die Wissenschaft™ sei sich einig].

Schlimmer sieht es für die kanadischen Verwandten aus

Das Meereis in der Arktis schrumpft stetig, und die Eisbären verbringen mehr Zeit an Land als früher.

Das bedeutet, dass sie sich anpassen müssen.

Auf Spitzbergen beobachten Forscher, dass Eisbären mehr Nahrung vom Land fressen. Unter anderem fressen sie viele Eier, erklärt Aars und fügt hinzu:

Es gibt auch viele Beobachtungen, dass sie Rentiere erlegen können, viel mehr als wir angenommen hatten. Wir hätten nicht gedacht, dass sie so etwas wie ein Rentier erbeuten könnten [wenn Sie Norwegisch lesen, klicken Sie hier und erfahren Sie, wie sehr derselbe Jon Aars bereits 2018/21 „überrascht“ war, als er entdeckte, dass Eisbären Rentiere jagen und fressen].

Er glaubt, dass es mehrere Gründe dafür gibt, warum es den Eisbären auf Spitzbergen immer noch gut geht. Unter anderem hat die Walrosspopulation in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen.

Obwohl Eisbären die massigen Meeressäuger nur selten erlegen, wurden sie dabei beobachtet, wie sie Walrosse fraßen, die aus anderen Gründen gestorben waren.

Zudem führt der Rückgang des Meereises dazu, dass Ringelrobben, eine wichtige Nahrungsquelle für Eisbären, nicht mehr so ​​weit verbreitet auf dem Eis anzutreffen sind.

Ringelrobbenjunge sind auf dem Eis nicht durch den Schnee geschützt, was es Eisbären erleichtert, sie zu erbeuten.

[Aars] Wir glauben, dass sie mehr kompensieren, als wir für möglich gehalten hatten, indem sie im Sommer und Herbst nicht an Gewicht verlieren. Vielleicht gelingt es einigen sogar, an Gewicht zuzunehmen.

Andererseits ist die Lage für ihre Verwandten in Kanada, die ebenfalls in einer Zeit mit weniger Meereis leben, noch schlimmer:

[Aars] Dort sieht man, dass es ihnen wenig hilft, wenn sie versuchen, an Land nach Nahrung zu suchen. Den Bären, die das tun, geht es kaum besser als denen, die einfach nur daliegen und auf die Eisbildung warten. Denn das Herumlaufen kostet Energie.

Glaubt, dass sich die Lage verschlimmern wird

Es gibt weitaus weniger positive Forschungsergebnisse, wenn es um Eisbären geht:

„Andere neuere Forschungen an diesen Bären ergaben, dass mehr eisfreie Tage das Überleben von Jungtieren sowie von halbwüchsigen und alten Weibchen verringerten“, sagte der leitende Wissenschaftler John Whiteman von Polar Bears International gegenüber der BBC [ja, er sagte das, aber hier ist der Kontext, den NRK ausgelassen hat:

Wer ist Dr. John Whiteman? Hier ist sein Universitätsprofil (beachten Sie, dass dort kein Foto zu sehen ist und er Assistenzprofessor ist – der Hauptansprechpartner für die BBC); seine Google-Website ist informativer, und er arbeitet auch mit der Nichtregierungsorganisation Polar Bears International (PBI) zusammen, die sich ausschließlich für den Schutz von Eisbären und ihrem Lebensraum, dem Meereis in der Arktis, einsetzt; zurück zum NRK-Beitrag (aber behalten Sie PBI und Dr. Whiteman im Hinterkopf)]

Aars sagt außerdem, dass die Zukunft der Bären alles andere als rosig aussieht:

Die schlechte Nachricht ist, dass das Meereis um Spitzbergen in den kommenden Jahren weiter schwinden wird, und zwar viel schneller als in anderen arktischen Gebieten.

Forscher erwarten daher in Zukunft negative Auswirkungen auf die Eisbärenpopulation in Spitzbergen:

[Aars] Wir glauben, dass sich die Lage für die Eisbären mit der Zeit verschlimmern wird. Wir glauben, dass es eine Schwelle gibt.

Whiteman befürchtet bei weiterem Rückgang des Meereises schwerwiegende Folgen.

„Langfristig gesehen“, erklärte er gegenüber BBC News, „werden die Eisbären verschwinden, wenn der Eisverlust ungebremst anhält.“

Aars betont daher, wie wichtig es sei, die Eisbären auch in den kommenden Jahren weiterhin zu beobachten:

Wir sind auf fundierte wissenschaftliche Daten angewiesen, um den Zustand der Eisbären zu verstehen und sie bestmöglich zu schützen. Deshalb ist die langfristige Beobachtung so wichtig.

*** Ende der Übersetzung ***

Eisbären, die Wissenschaft™ und BBC-Lügen

In diesem Artikel haben wir die Entwicklung von „Oh Gott, der Klimawandel wird alle Eisbären töten“ bis hin zu der überraschenden Erkenntnis skizziert, dass es „komplexer“ ist – inklusive empirischer Beobachtungen, die sowohl gängigen Modellen als auch den politisch gefärbten Analysen des IPCC widersprechen.

Und dann ist da noch dieses Juwel, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Susan Crockford, die am 3. Februar 2026 folgende Zeilen über diese Eisbärenstudie schrieb:

Biologen erlaubten David Attenborough in seiner „Frozen Planet“-Folge von 2011, den BBC-Zuschauern zu erzählen, dass Eisbären in der Barentssee verhungern würden, obwohl sie wussten, dass es nicht stimmte.

In der Klimawandel-Folge „Auf dünnem Eis“ seiner BBC-„Frozen Planet“-Reihe von 2011 behauptete Sir David Attenborough, Eisbärmütter und ihre Jungen in der gesamten Arktis würden verhungern, weil der Klimawandel das Meereis schmelzen lasse – und das, obwohl er neben einem wohlgenährten Eisbärweibchen aus der Barentssee saß [siehe den Screenshot oben].

Ich frage mich, wie sich Sir David Attenborough heute fühlt? Hat ihm eigentlich jemand gesagt, dass norwegische Biologen endlich zugegeben haben, dass die Eisbären in der Barentssee 2010, als sie bei den Dreharbeiten zu seiner BBC-Dokumentation mitwirkten, tatsächlich wohlgenährt und gesund waren? Oder wusste Attenborough schon damals, dass es dieser Eisbärenpopulation trotz des starken Rückgangs des Meereises gut ging – und ließ seine Zuschauer im Unklaren?

Das obige Bild stammt von einer Expedition, die Attenborough nach Spitzbergen unternahm (in der westlichen Barentssee, wahrscheinlich im Frühjahr 2010).

Ich empfehle Ihnen dringend, Susan Crockfords Beitrag zu lesen, denn hier kommt der eigentliche Clou (und das betrifft auch die Glaubwürdigkeit der BBC – oder besser gesagt: deren Fehlen; die gelbe Hervorhebung ist von Crockford, die roten Hervorhebungen sind von mir):

Diese Sequenz [die im obigen Standbild gezeigt wird] wurde in demselben Gebiet gefilmt, in dem Forscher kürzlich nachgewiesen haben, dass sich die Bären zumindest bis 2005 in einem deutlich besseren Zustand befanden als noch 1995, obwohl das lokale Meereis dramatisch zurückgegangen war (Aars et al. 2026).

Das bedeutet auch, dass die Bären gehandhabt und vermessen wurden. Die Biologen müssen also gewusst haben, dass die Bären 2010 nicht verhungerten, sondern es ihnen tatsächlich besser ging als 1995 – trotz des deutlichen Rückgangs des Meereises.

Unten sehen Sie eine Grafik der norwegischen Monitoring-Website, die jährlich Daten zu den Eisbären Spitzbergens veröffentlicht. Diese Grafik zeigt den Körperzustand ausgewachsener männlicher Bären bis zum Jahr 2025 – sieben Jahre über den Stichtag der Aars-Studie von 2026 hinaus.

Fette Bären bedeuten, dass die Population gesund und florierend ist und nicht ums Überleben kämpft.

Ich sehe zwei Möglichkeiten: Entweder haben norwegische Forscher Attenborough über den Zustand der Eisbären in der Barentssee belogen, oder sie haben seine Lüge übernommen, dass diese Bären – wie „die meisten Bären“ in der Arktis – verhungerten. Denn sie alle glaubten an die These, dass der durch den vom Menschen verursachten Klimawandel bedingte Meereisverlust die Eisbären letztendlich an den Rand des Aussterbens bringen würde (Crockford 2019).

Und genau dieser letzte Aspekt – das bewusste, wenn nicht gar beiläufige Lügen – ist mittlerweile Kernbestandteil des wissenschaftlichen™ Unterfangens: Wer diese Lügen nicht mitträgt, dem werden die Fördermittel gestrichen.

Wenn sich Forscherinnen und Forscher in ihrer Kommunikation nicht zu Mitläufern machen, können diese Expeditionen – inklusive der hochauflösenden Fotos von unerschrockenen Forschern auf einer Mission zur Rettung der Welt und eine Reise für betuchte Touristen nach der anderen, organisiert von Polar Bears International – weiterhin erfolgreich sein:

Seien Sie mittendrin im Geschehen! Begleiten Sie unsere erfahrenen Wissenschaftler und Artenspezialisten auf unvergleichlichen Expeditionen in die majestätischen Landschaften von Churchill, Manitoba, oder Spitzbergen, Norwegen, und erleben Sie die Magie der Arktis hautnah.

Für nur 15.625 kanadische Dollar (exkl. Reisekosten, Versicherung, Getränke und alles, was nicht im Reiseplan aufgeführt ist) können Sie an der „Tundra Celebration“-Reise von PBI nach Manitoba teilnehmen.

Wenn Sie lieber eine „Svalbard Arctic Expedition“ unternehmen möchten, können Sie für nur 19.000 US-Dollar pro Person eine gewiss „unvergessliche 11-tägige/10-nächtige Expedition zu Land und zu Wasser durch Spitzbergen, Norwegens spektakulären arktischen Archipel“, erleben.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Dr. John Whiteman ist ebenfalls Mitglied der PBI-Leitung und als Chief Research Officer für diese tätig. Ich bin mir sicher, dass Sie auf diesen Reisen viel Spaß mit ihm haben werden.

Also, melden Sie sich am besten gleich an und unterstützen Sie diese unerschrockenen NGOs ein wenig, damit deren finanzielles Wohlergehen – denn darum geht es offenbar zu einem Gutteil – weitergehen kann.

Bild Screenshot wie ausgewiesen, Bildunterschrift: „Eisbären auf Spitzbergen werden trotz weniger Meereis ‚runder'“.

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2 Kommentare

  1. Wolliku 7. Februar 2026 um 6:18 Uhr - Antworten

    Es wird immer deutlicher, wie Wissenschaftler, die sich wie auch immer korrumpieren ließen, an der Wahrheit und den Fakten vorbei, an der Selbsterfüllung kruder Ideen von Apokalyptikern mitarbeiteten. Ich habe nie einen Zweifel an Susan Crockford gehabt, die aber keine Chance hatte sich dem mainstream wirkungsvoll entgegenzusetzen. Allmählich dreht der Wind, weil selbst die Wissenschaftler, die früher am „Spiel“ in der Öffentlichkeit mitgemacht haben, Selbstzweifel haben und den wahren Blick auf ihre Daten zulassen. In Spitzbergen gab es nie eine Krise in der Eisbärenpopulation und Fake news-Stories vom BBC-Attenborough hätten nie veröffentlicht werden dürfen. Aber die BBC hat gerne manipuliert, um gewünschte Ziele zu erreichen. Aus anderen Gründen sieht sie sich heute zurecht mit einer Milliarden Dollar-Klage konfrontiert. Feige Wissenschaftler kriechen auch wieder aus ihren Löchern, schieben ihre „nicht homogenisierten“ Daten nach, weil in Amerika jetzt ein anderer ruppiger Wind weht. Das ist sogar Aktivisten wie Bill Gates zu gefährlich geworden, um wie gewohnt an der Apokalypse weiterzuarbeiten. Es gibt berechtigte Hoffnungen, daß mit Einzug der KI auch echte Wissenschaft wieder zulässig wird, weil die inkonsistenten und manipulierten Datenbewertungen viel schneller auffallen werden. Nur für den schnöden Mammon und die „schnelle Mark“ seine wissenschaftliche Karriere zu riskieren, sollte heute den Wissenschaftler viel stärker umtreiben. Sonst geht es ihm schnell wie dem Eisbär ohne Eis in der Arktis und er steht ohne „Fettreserven“ im Regen. Ich bin sehr gespannt, ob auch unsere TV-Lügenprofessoren wie Attenborough beim BBC oder Lesch beim ZDF sich noch zu Lebzeiten für ihr Geschwätz von gestern rechtfertigen müssen. Für den deutschen Wetterpapst und falschliegenden Propheten Mojib Latif hat es zumindest noch zur Ehrenbürgerschaft in Schleswig-Holstein gereicht und das bei Schnee, den es dort „eigentlich“ gar nicht mehr geben dürfte.

  2. jemand 5. Februar 2026 um 13:10 Uhr - Antworten

    Egal was das Klima (eigentlich eher das Wetter) betrifft ; ob es nun wärmer oder kälter ist oder mehr oder weniger regnet und schneit als das vorige Jahr.

    Für die Erkaltwärmungsfetischisten ist das alles einerlei.
    Hauptsache man suggeriert ihnen einen Grund „Katastrophe“ rumzujaulen, irgendwas von co2 rumzulabern, nach der Demo einen kleinen Urlaub in Malaga einzulegen und alle alle Schuld bei einer älteren Person zu finden, die ihre maskuline Toxizität dadurch ausdrückt, dqß sie mit einem gutgepflegten 25 Jahre alten Dieselgolf rumfährt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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