
Putins langer Krieg
Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert nun länger als sein Krieg gegen Nazi-Deutschland, und die russische Wirtschaft leidet unter den Folgen, berichtet Seymour Hersh über die Perspektive aus Washington auf Moskau.
In Teilen der US-Geheimdienste wachsen Verzweiflung und Wut über Wladimir Putins Weigerung, ein Ende des Krieges mit der Ukraine auch nur in Betracht zu ziehen. Der russische Präsident steht vor verheerenden wirtschaftlichen Problemen im Inland und ignoriert seinen unruhigen obersten Militärstab – zu welchem Zweck?
Unternehmen geraten ins Wanken, und Geschäfte schließen – teilweise wegen internationaler Sanktionen – in Moskau und im gesamten Russland. In Washington wird über einen möglichen Wechsel an der Spitze spekuliert. US-Geheimdienstmitarbeiter, die Putin jahrelang mit widerstrebendem Respekt betrachteten – aufgrund seiner Scharfsinnigkeit und seiner Bereitschaft, zu töten, um an der Macht zu bleiben –, fragen sich nun, warum er einen Krieg fortsetzt, der zu wirtschaftlichem Chaos und Forderungen nach neuer Führung führen könnte.
Ein erfahrener US-Beamter, der sich seit Jahrzehnten mit russischen Angelegenheiten beschäftigt, ist nach wie vor ratlos und frustriert über Putins Ablehnung eines amerikanischen Angebots im vergangenen Herbst. Dieses Angebot, das von Präsident Donald Trump genehmigt, aber von der Ukraine scharf abgelehnt wurde, hätte Russland die Kontrolle über eroberte ukrainische Gebiete eingeräumt, die in harten Kämpfen gewonnen wurden. „Ab Januar“, sagte er mir, „wird Russlands Krieg gegen die Ukraine länger andauern als der gegen Deutschland. 1945 waren sie in Berlin. 2026 werden sie nicht einmal Donezk kontrollieren“ – eine ostukrainische Provinz mit einer großen russischsprachigen Bevölkerung, die an Russland grenzt.
Heute „steht Putin vor wachsenden inneren Unruhen. Mehr Russen sind gegen den Krieg als dafür“, erklärte der Beamte. „Die Armee verliert an Respekt, die Einnahmen aus Öl und Gas sind um 22 Prozent gesunken, und es gibt keine Möglichkeit, Kredite aus dem Ausland aufzunehmen, um den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.“
„Putin kennt das Gespenst im Kreml-Kabinett“, fuhr er fort, „und das ist die Revolution.“ Der Beamte zitierte General Waleri Gerassimow, den russischen Generalstabschef: „Ich habe keine Armee mehr. Meine Panzer und gepanzerten Fahrzeuge sind Schrott, meine Artillerie-Rohre abgenutzt. Die Versorgung ist unregelmäßig. Meine Sergeants und mittleren Offiziere sind tot, und meine Soldaten sind ehemalige Sträflinge.“
Ich berichte seit Jahrzehnten über die Spannungen zwischen Washington und Moskau und kenne die gelegentlichen Kontakte zwischen hochrangigen amerikanischen und russischen Generälen. Doch noch nie hat eine Quelle mir erlaubt, einen russischen Top-General zu einem sensiblen Thema zu zitieren. Der US-Beamte erklärte, warum es diesmal anders ist: Putin „hat irgendwann Anfang letzten Jahres erkannt, dass die militärische Offensive gegen die Ukraine in einem Patt feststeckt, und ist zu einer neuen Strategie übergegangen – der Zerstörung und Tötung der Zivilbevölkerung. Er glaubt, dass dies zu Verzweiflung, Leid und sinkender Moral führen und die Ukrainer zwingen wird, Bedingungen zu akzeptieren, die Russland nutzen: die Kapitulation der ukrainischen Armee und die Unterwerfung der Regierung. Die Ukraine würde zu einem Vasallenstaat. Das fehlende Juwel in der imperialen Krone würde zurückkehren, und Putin würde seinen Platz neben Peter dem Großen und Katharina der Großen einnehmen“ – deren hochproblematische Ehe letztlich zum Goldenen Zeitalter Russlands im 18. Jahrhundert führte.
Der Beamte fuhr fort: „Das hat nicht funktioniert und wird auch nicht funktionieren. Wie in der Geschichte von Guernica, London und Gaza-Stadt hat sich das Gegenteil ereignet. Die Ukrainer kämpfen mit noch größerer Entschlossenheit.
Der Westen ist zu denselben Schlussfolgerungen über das Patt gelangt und versucht, Putins innere Stabilität zu untergraben – nicht durch militärische Angriffe, sondern durch wirtschaftliche Sanktionen, die Eliten und die breite Bevölkerung gleichermaßen treffen. Es wirkt: Der Lebensstandard sinkt rapide, während Steuern, Isolation und Verluste steigen. Enttäuschung und Groll wachsen. Letztes Wochenende hat Russland landesweit die Mobilfunknutzung und das mobile Internet abgeschaltet.“
Letzte Woche kursierte in einigen Washingtoner Regierungsämtern der Bericht „Inside the Russian Economy“ von Aleksandra Prokopenko, einer Fellow am Carnegie Russia Eurasia Center und ehemaligen Mitarbeiterin der russischen Zentralbank von 2017 bis 2022, sowie Alexander Kolyandr, einem ehemaligen Wall-Street-Journal-Reporter und Vizepräsidenten bei Credit Suisse, der nun am Center for European Policy Analysis arbeitet. Darin argumentieren sie, dass Meldungen über eine noch handhabbare russische Wirtschaft – mit stabilem Bankensystem, kontrollierter Arbeitslosigkeit und Haushaltsdefizit – nichts weiter als eine Fassade seien, die wachsende strukturelle Spannungen verbergen, insbesondere den Abbau der Puffer, die bisher die wirtschaftlichen Kriegsherausforderungen gemildert haben. Am Ende des Papiers heißt es: „Sollte es zu einer zukünftigen Entspannung mit dem Westen kommen, wird Russland kaum ein Ort sein, an dem Unternehmen investieren oder produzieren wollen.“
Die Botschaft ist klar: Putin gräbt sein Land und seine Präsidentschaft in ein immer tieferes Loch der Gewalt.
In dem andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine gibt es keine Gewinner, aber viel zu viele Verlierer in beiden Ländern. Trotz vieler starker Worte über eine rasche Beilegung des Krieges zu Beginn seiner Amtszeit scheint Donald Trump mit anderen Dingen beschäftigt zu sein.
Bild Kremlin.ru, Поздравление с Рождеством Христовым – 02 (07-01-2026), CC BY 4.0
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Kanadas-Premierminister gibt den Betrug des Westens zu
Merke: Die EU-Zentraldiktatur ist der destabilisierende Faktor in Europa.
Der tiefere Sinn des Ukraine-Putsches: Fracking und Geopolitik
hier: https://jasminrevolution.wordpress.com/2014/03/18/der-tiefere-sinn-des-ukraine-putsches-fracking-und-geopolitik/
Neuer ukrainischer Verteidigungsminister: Ukraine will «50.000 Russen pro Monat töten»
https://weltwoche.ch/daily/neuer-ukrainischer-verteidigungsminister-ukraine-will-50000-russen-pro-monat-toeten/?
Der neue ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sagt, die Ukraine wolle «monatlich 50.000 russische Soldaten töten».
Dies sagte Fedorow bei einem Treffen mit Medienvertretern.
Im vergangenen Monat seien bereits 35.000 russische Soldaten getötet worden, «alle diese Verluste sind per Video verifiziert»
Als erste Priorität nannte Fedorow eine konsequente Leistungsorientierung innerhalb des Verteidigungsapparats. «Management muss sich an jenen orientieren, die in der Lage sind, definierte Ziele zu erreichen. ALLES LESEN !!
KOMMENTAR
Hier wird deutlich das NAZIS am Werk sind, übelste Mörder und Verbrecher !!
Das schlimmste daran ist, daß diesen Mördern auch noch Hilfestellung von der EU gegeben wird.
Die beweist, daß auch die EU-Politiker NAZIS & MÖRDER sind !!
Die übliche Ukro-Siegespropaganda – genausogut können die auch 50.000 behaupten. Falls in Kiew KI komplett ohne Strom funktioniert.
Was mich gerade beschäftigt – Röper schrieb kürzlich noch den Artikel „Wie Trump sich zum König der Welt machen will“ – „… Trump will mit dem Friedensrat eine Art „Weltregierung“ installieren, deren Vorsitzender mit diktatorischen Rechten er selbst sein will. Und er will das Amt „vererben“ können, man könnte also tatsächlich von einer Art Monarchie sprechen, die Trump als Weltregierung installieren will – mit sich selbst König Donald I. …“
Jetzt will aber Russland doch beitreten, um den Trumpigsten milde zu stimmen?
lügen über lügen
soros ein wundervoller idealist und philanthrop hat schon wie man liest 4 milliarden für das wohl
der menschen ausgeben. gaza hat die hälfte bekommen.
HIER DIE FAKTEN DIE ALLE IN MEINEM ARCHIV HABE
Dazu noch ein passendes Zitat des griechischen Dichters (456 v. Christus): „IM KRIEG IST DIE WAHRHEIT DAS ERSTE OPFER“
1) 1990 hat der Westen Gorbatschow versprochen, dass sich die NATO nicht über die Grenzen Deutschlands hinaus ausdehnen werde.
Das Versprechen wurde absichtlich gebrochen und danach dieses Versprechen bestritten.
2) 2014 hat die Obama Regierung + Soros und andere Mitglieder des DEEP STATE einen bereits 2013 geplanten Anschlag auf die Ukraine mithilfe der bezahlten UKRA-NAZIS gemacht.
Mit finanziert wurde dies auch u.a. von der Konrad Adenauer Stiftung !
Hauptziel war es die Krim zu erobern und auf dem russchischen Marine-Stützpunkt Sewastopol einen US-Stützpunkt zu errichten … was ja gründlich in die Hosen ging.
Noch auf dem Maidan rief Victoria Nuland: „FUCK THE EU“, so wischte sie die Bedenken der Europäer zur Seite.
Jedoch unser damaliger FLEISSIGER AUSSENMINISTER Steinmeier drückte den UKRA-NAZIS auf dem Maidan in Kiew fröhlich die Hände.
3) Seit 2014 töten die UKRA-NAZIS (die im wesentlichen die Reigierung der Ukraine stellen) ihre eigenen russischen Landsleute im Donbass und wundern sich, dass diese nicht mehr zur Ukranie gehören wollen !?
4) Russland hat auf SEINEN Territorium SEINE Truppen stehen, was wohl jedes Land machen kann wie es will.
Die USA, GB und andere Europäer haben IHRE Truppen nach der Ukraine geschickt und simulieren eine nicht vorhandene Bedrohung !
NUR DER WESTEN, DIE USA, DIE NATO BEDROHT RUSSLAND !!
Erstmal folgendes: mit den USA kann man keine Verträge schließen, die halten sich ja nie daran.
Putin spielt Schach, der sogenannte Westen höchstens Poker, wenn die überhaupt einen Plan haben.
Schon jetzt pfeifen die Gegner Rußlands aus dem letzten Loch.
Womit wollen die Schwätzer denn noch Krieg führen?
Die Waffenarsenale lehren sich, es geht dem Ende zu.
Der vereinigte Westen steckt bis zur Halskrause im Schuldensumpf fest.
Der Hersch-Artikel riecht stark nach einem Aprilscherz, oder, Hersch ist nicht mehr ernst zu nehmen.
Wer ist überhaupt Hersch? Da muß ich wirklich mal lachen.
Es gibt genug seriöse Nachrichten aus Rußland, oder frag deinen russischen Nachbarn.
Rußland ist absolut stabil, Kaum Staatsverschuldung, eine mehr als stabile Währung, Arbeitslosigkeit kennt man dort kaum, ein unfassbar reiches Land, die haben nicht nur alle denkbaren Rohstoffe im Überfluß,
die Industrie brummt, ich hör lieber auf, nur eins noch:
Und was haben wir? Schulden, Deindustrialisierung, die Sozialsysteme kollabieren, eine Bevölkerung in Angst, und und, gut das ich Selbstversorger bin, da kommt noch was auf uns zu, gute Nacht EU, und, gute Nacht USA, dieser Napoleon des 21 Jahrhunderts überdehnt sein Reich dermaßen, das platzt bald, und,
dieser momentane Amoklauf der USA, da ist auf Seiten Rußlands Gelassenheit angesagt.
Die Zeit spielt für Rußland, und so weitwer und so fort.
Grüße aus dem scheißkalten Hunsrück.
Sorry, war eine Antwort auf Daisys Einlassung
Stimmt vieles. Putin wird immer mehr kritisiert wegen seines zögerlichen Vorgehens und seiner weichen zahnlosen Reaktionen auf die vielen Provokationen.
Die Wirtschaft lässt auch nach…
Dass man sich jetzt aber darauf verlegt hätte, die Zivilbevölkerung anzugreifen, trifft wohl auf die NATO-gestützen Asow-Kämpfer zu und zwar von Anfang an und schon vor Ausbruch des Konflikts hat man die russ. Bevölkerung gequält.
Es ist Putins besonnene Art, die bisher einen Weltkrieg verhindert hat.
Aber er hätte das kleine Zeitfenster, das Trump ihm öffnete, nützen sollen, denn es wird nicht mehr besser. Er war mit dem Donbass noch nicht fertig, als das erste Angebot kam. Und er ist immer noch nicht fertig damit, fast ein Jahr später…noch mehr Txte, noch mehr Zerstôrung, fast nichts gewonnen. Trump hatte lange Geduld für seine Verhältnisse und in Anbetracht des Druckes, dem er ausgesetzt ist, von den „Falken“ in seinem Team und vom Deep State. Witkoff ist aber schon wieder bei Putin. Man gibt es nicht auf.
Putin hätte einfach die Frontlinie akzeptieren können, doch wollte er den gesamten Donbass, weswegen er weitergemacht hat, zwei Scheunen am Tag zu erobern. Mit welchem Aufwand!
Zwar steht er immer mehr unter der Kritik, aber ich denke nicht, dass man so dumm ist, ihn absetzen zu wollen. Damit würde man sich massiv schwächen. Es stimmt sicher auch, dass die Russen den Krieg und die Anfeindungen satt haben.
Drum wäre es ja an der Zeit, endlich damit aufzuhören.
Es stimmt, dass primär die EUropäer alle Abkommen sabotiert haben, besonders die Forderung, dass die NATO den „bedingungslosen Waffenstillstand“ in der Ukraine sichern soll, ist ein NoGo, aber was hat Moskau dazu gesagt, außer „Njet“?
Warum hat Moskau nicht immer wieder darauf hingewiesen, dass das nur UN-Soldaten tun könnten? Warum hat man China nicht eingebunden und andere BRICS Staaten? Chinesische Soldaten in der Ukraine könnten den Frieden besser sichern, denn sie waren nicht Kriegspartei wie die NATO mitsamt dem ganzen „Westen“. Da hört man nichts. Putin will militärisch gewinnen oder aber er steckt mit den WEFlern unter einer Decke und wartet, dass D bis 2030 „kriegstüchtig“ wird. So sieht es halt aus.
Jedenfalls, wenn man das nicht bald beendet, wendet sich das Blatt für Russland. Die Amis wissen Bescheid.
Putin hat innerhalb von 20 Jahren aus einem politischen, wirtschaftlichen, militärischen, sozialen und leider auch moralischen Trümmerhaufen einen funktionierenden, stabilen, selbstbewussten, aufstrebenden Staat mit stolzen Bürgern geformt.
Unter seiner Leitung waren und sind echte Fachleute am Arbeiten, nicht derartige SchwurblerExperten wie wir sie hierzulande verkraften müssen.
Er wird seit Jahren vom verkommenen Westen provoziert und dämonisiert und hat darauf immer besonnen und charaktergroß reagiert.
Er hat seine Handlungen immer korrekt dem Völkerrecht und internationalen Vereinbarungen gemäß durchgeführt, im Gegensatz zum verlogenen und rechtsbrecherischen Westen.
Und jetzt kommt ein blitzgescheiter Kugelschreiberstratege daher, weit weg vom Geschehen und fern jeder Verantwortung um ihn zu kritisieren.
Natürlich bestens informiert aus vierter, fünfter, sechster Hand.
Würde ich schreiben wie ich darüber denke würde dieser Kommentar zurecht gesperrt.
Er könnte schon etwas flotter voran kommen – lässt er sich überreden, auf Gebiete zu verzichten? Zumindest außer Donbass komplette Gebiete von Cherson und Saporosche anpeilen – außerdem das, was in Charkow, Dnepropetrowsk und Sumy erreicht wurde?
Der Beitrag liest sich wie ein Artikel von Kremlastrologen der deutschen Hauptstrommedien.
Aber jetzt haben sich Änderungen ergeben. China hat die Alternative zu Swift aktiviert, seine Ölpolitik geändert – der Ölpreis soll gestiegen sein. Wird damit wird die Situation für Russland erträglicher?
Sollte diesen Artikel tatsächlich der „berühmte“ Hersh geschrieben haben dann hat er seine Seele wohl für 30 Silberlinge verkauft.
Hersh hat hier ja nur die Perspektive us-amerikanischer Beamter beschrieben und das die sich geistig abseits jeder Realität bewegen, ist ja nichts Neues. Es handelt sich also nicht um seine eigenen Ansichten.
„… und Putin würde seinen Platz neben Peter dem Großen und Katharina der Großen einnehmen“ – deren hochproblematische Ehe letztlich zum Goldenen Zeitalter Russlands im 18. Jahrhundert führte … Das hat nicht funktioniert und wird auch nicht funktionieren“
Das kann nicht funktionieren, denn „Peter der Große“ war zwar nach dem Tod seiner ersten Frau mit einer Katharina verheiratet (völlig unproblematisch – sie folgte ihm als Katharina I.), aber er war nicht verheiratet mit „Katharina [II.] der Großen“, die 4 Jahre nach seinem Tod als deutsche Fürstentochter zur Welt kam. Das muß man nicht unbedingt wissen, wirft aber ein bezeichnendes Licht auf die sonstigen Angaben im Artikel …