„Sol invictus“: das Fest der unbesiegten Sonne – Die Römische Warmzeit war um 2 Grad wärmer als heute

21. Dezember 2025von 3,5 Minuten Lesezeit

Der 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres. Anlässlich der wieder länger werden Tage wurde im alten Rom des Fest des „Sol invictus“ gefeiert – das Fest der unbesiegten Sonne. Die Symbole dafür kennen wir alle. Es ist dem Sonnengott, dem neuerlichen Erstarken der Sonnenstrahlung und dem Längerwerden der Tage gewidmet. Die Sonne stand und steht im Zentrum von vielen Religionen, sie ist aber auch der Motor des Klimawandels. Insbesondere war sie für die Römische Warmzeit verantwortlich.

Die Römische Warmzeit (RWP), die etwa von 200 v. Chr. bis 150 n. Chr. andauerte, ist ein bedeutendes klimatisches Ereignis in der Geschichte, das sowohl bei Klimawissenschaftlern als auch bei Historikern große Aufmerksamkeit erregt hat. Das römische Klimaoptimum, eine Phase warmer, stabiler Temperaturen in weiten Teilen des Mittelmeerraums, umfasst die gesamte Entstehungs- und Expansionsphase des Römischen Reiches.

Die Blütezeit des Römischen Reiches fiel mit der wärmsten Periode der letzten 2500 Jahre im Mittelmeerraum zusammen. Diese Klimaphasen entsprechen dem sogenannten „römischen Klimaoptimum“, das durch Wohlstand und Expansion des Reiches gekennzeichnet war und den Feldfrüchten Wärme und Sonnenlicht bescherte.

Diese Aufzeichnungen korrelierten mit Daten aus anderen Gebieten des Mittelmeerraums – dem Alboran-Meer, dem Menorca-Becken und der Ägäis.

„Wir vermuten einen möglichen Zusammenhang zwischen diesem römischen Klimaoptimum und der Expansion und dem anschließenden Niedergang des Römischen Reiches.“ So die Wissenschaftler über deren Studie TKP hier berichtet hat.

Ursachen der Römischen Warmzeit

Die genauen Ursachen der Römischen Warmzeit sind unter Wissenschaftlern nach wie vor umstritten, doch Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Kombination aus natürlichen und vom Menschen verursachten Faktoren zu der Erwärmung beigetragen hat. Zu den wichtigsten Faktoren, die möglicherweise eine Rolle gespielt haben, gehören:

  • Veränderungen der Sonneneinstrahlung: Schwankungen in der Menge der von der Erde empfangenen Sonnenenergie können sich auf die globalen Temperaturen auswirken. Während der Römischen Warmzeit war die Sonneneinstrahlung relativ hoch, was möglicherweise zur Erwärmung beigetragen hat.

  • Vulkanausbrüche: Vulkanausbrüche können große Mengen an Aerosolen in die Atmosphäre freisetzen, die das Sonnenlicht reflektieren und den Planeten abkühlen können. Während der Römischen Warmzeit gab es jedoch relativ wenige größere Vulkanausbrüche, was möglicherweise zur Erwärmung des Planeten beigetragen hat[.

  • Veränderungen der Ozeanzirkulationsmuster: Veränderungen der Ozeanzirkulationsmuster können sich auf die regionalen Klimabedingungen auswirken. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es während der Römischen Warmzeit zu Veränderungen der Ozeanzirkulationsmuster kam, die möglicherweise zur Erwärmung

Europa heute trockener und kälter als meist in letzten 9000 Jahren

Eine neue Rekonstruktion des Hydroklimas in den europäischen Alpen für den Zeitraum von 8980 bis 2014 n. Chr. wurde aus den stabilen Isotopen von 192 Bäumen abgeleitet (Arosio et al., 2025 Titel: „I)“.

Die Rekonstruktion unterscheidet klar zwischen Warmzeiten im hundertjährigen Maßstab, wie der Mittelalterlichen Warmzeit (MWP), der Römischen Warmzeit (RWP) und der afrikanischen Feuchtzeit im tausendjährigen Maßstab (als die Sahara grün und mit Seen und Fauna bedeckt war). Diese wärmeren Jahrhunderte (Jahrtausende) gingen mit feuchteren, viel feuchteren Klimata einher.

Im Gegensatz dazu hatten die kältesten Jahrhunderte des Holozäns, wie die Kleine Eiszeit (18. und 19. Jahrhundert) und die Spätantike Kleine Eiszeit (6. Jahrhundert), das trockenste Hydroklima mit „den schwersten Sommerdürren der letzten 9000 Jahre”. Diese Kälteperioden waren von Massenmigrationen geprägt.

Interessanterweise zeigt die Rekonstruktion des Hydroklimas, dass die moderne Zeit (1900–2014) nicht feuchter (oder wärmer) ist als die Kleine Eiszeit des 19. Jahrhunderts – die kälteste und trockenste Periode der letzten 9000 Jahre. Im letzten Jahrhundert gab es keine dramatischen Veränderungen oder „Anstiege”.

Wir gehen davon aus, dass ein Großteil Europas während des größten Teils des vorindustriellen Holozäns nicht nur wärmer, sondern auch feuchter war.“


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8 Kommentare

  1. Daisy 21. Dezember 2025 um 10:17 Uhr - Antworten

    Der Mensch hat schon Einfluss, vor allem durch Abholzung, die zu Wüstenbildungen und Verkarstungen führen können. So kann sich das Mikroklima ändern. Auch hatte die Luftverschmutzung zur Folge, dass es eine Abkühlung gab – global dimming. Aber das ist marginal und löst keinen verheerenden Klimawandel aus, etwa Untergang der Welt oder Dürren usw.

    Übrigens auch die Windräder erwämen die Region und führen zu Dürren. Und die Luftfilter führen zur leichten Erwärmung…weil mehr Sonne durchkommt.

    Es ist primär die Sonne, die das Klima bestimmt und das Wasser.

    Jedoch ist es nicht so gut, wenn sich die Menscheit so rapide vermehrt. Das sollte gestoppt werden. Ein Kind pro Kopf ist genug.

    • Pusteblume 21. Dezember 2025 um 12:07 Uhr - Antworten

      „… Jedoch ist es nicht so gut, wenn sich die Menscheit so rapide vermehrt. Das sollte gestoppt werden. Ein Kind pro Kopf ist genug. …“
      Da rennen Sie bei B… Gates riesengroße offene Scheunentore ein.

      • Daisy 21. Dezember 2025 um 13:52 Uhr

        Ich appeliere an die Vernunft. Klar soweit?

    • OMS 22. Dezember 2025 um 12:53 Uhr - Antworten

      Werte Daisy!
      Auch wenn sie an die Vernunft appelieren, wird es Menschen geben, welche der Vernunft gerne mit rassistischer Auslegung nachhelfen werden. Ich vertraue daher auf die Natur als Regulator und nicht auf den Menschen selber.

      • Daisy 22. Dezember 2025 um 19:17 Uhr

        OMS, die Natur kennt das Gesetz der Plagen. Sie fressen und vermehren sich hemmungslos, bis nichts mehr da ist. Dann schrumpfen sie wieder, s. zB Wanderheuschrecke, Mäuse in Australuen etc. Ich vertraue darauf, dass sich mit Emanzipation und Abkehr von Religionen/Ideologien Frauen nicht mehr bloß durchs Kinderkriegen definieren. Denn bei „uns“ ist das schon voll wirksam… so geht das. Mit dem Brunnenvergifter B.G. habe ich nichts am Hut, denn das ist ein Verbrxchen… Gerne können Sie es weitersagen, wie es geht…;-)

  2. Jan 21. Dezember 2025 um 9:38 Uhr - Antworten

    Die Römer haben durch Sklaven in den Latifundien sehr effizient Getreide und Olivenöl produzieren und per Schiff nach Rom bringen können. Dies war auch „der Treibstoff“ des römischen Heeres. Vermutlich wurden auch die Ochsenkarren durch Getreide „angetrieben“, Pferde wohl ganz sicher.

    Eine leichte klimatische Veränderung hat sich sicher auf die Ertragslage auswirken können. Dafür sind aber auch andere Faktoren denkbar, wie zB Auslaugung der Böden, periodisches Auftauchen von Schädlingen etc. Mit Vierfelderwirtschaft war eher nichts.

    Gleichzeitig ist es so, dass „mit steigendem Komplexitätsgrad“ die Strukturen stabiler werden, aber auch ineffizienter. Beispielsweise haben die Heerscharen von Beamten Villen um Rom gebaut und die dortigen Felder und Weinberge eliminiert. Blöd gelaufen! Wenn ich es richtig im Kopf habe, kosten 15km Ochsenkarren 100kg Getreide. Das muss man erst einmal haben.

    Erinnert an 90 Mrd, die alternativlos und ohne gesetzliche Grundlage einem Räuberfürsten geschenkt werden!

    Auch sind die Germanen das Römische Reich angerannt, so sehr, dass mit Stilicho ein Germane um 400 eigentlicher Regent wurde.

    Wenn die EU fällt, ist es schwierig zu sagen, dass allein die große Ungewählte schuld sei. 450 Mio Dumpfbacken, die sie anbeten, sind nicht alles Opfer!

    • rudifluegl 21. Dezember 2025 um 19:28 Uhr - Antworten

      Es tut mir leid bei Ihnen immer Korrekturen anbringen zu müssen!
      Ich halte mich ohnehin schon sehr zurück!
      Obwohl ich Ihre Kommentare die im Prinzip auch sehr interessantes beinhalten, gerne lese!
      Alle Ihre Behauptungen zu diskutieren wird auch etwas mühselig!
      Die Rechnung 100kg Getreide für 15 Kilometer bei Ochsenkarren finde ich aber zu köstlich, um sie nicht zu verkosten!
      Die Viecher haben einen Grundumsatz pro Tag und ob die sich wirklich besonders anstrengen wenn sie nicht gerade Hannibals Kriegselefanten über Alpenpässe nach ziehen mussten -ob da Ochsen eingesetzt wurden weiß ich nicht_, bezweifle ich.
      !5 Kilometer werden die üblichen 2 Ochsen wohl in 4 Stunden zurücklegen. Ob die davor oder hernach nicht genügend Gras oder ähnliches fressen könnten, das heißt wie lange die Tiere ohne Wasser oder mitgeführtes Futter auskommen, weiß ich auch nicht.
      Aber bleiben wir mal bei 50kg pro Tier pro 4 Stunden.
      Wie lange Ochsen schlafen ist mir auch nicht bekannt, aber für12 Stunden können wir dieser Theorie nach pro Tier 150kg Getreide als Trockenmasse veranschlagen. Ob der Treibstoff Wasser auch im Karrentank war ist mir nicht geläufig.
      Ob alkoholisierte Rinder, falls Wein oder Bier im Karrentank schon notwendige Kilokalorien mitkriegen wäre zu berechnen!
      Das besonders schlaue, mir zum Leidwesen weit überlegene Internet, gibt bekannt:
      Ein ausgewachsenes Rind frisst etwa 16 bis 20 Kilogramm Trockenmasse (= Futter ohne das darin enthaltene Wasser) pro Tag. Umgerechnet bedeutet das, dass auf einer saftigen frischen Weide von einer einzigen Kuh gut 50 Kilogramm Gras, Kräuter und Klee vertilgt werden, und das jeden Tag.
      Wie viel frisst eine Hochleistungskuh?_ Kraftfutter natürlich, dass die armen Römersklaven als Additiv nicht hatten! Shell etc. seien gelobt……
      Antwort: Eine Kuh frisst am Tag durchschnittlich 51,5 kg Futter und trinkt dazu etwa 80 Liter Wasser.
      Ob die Ochsenoldtimer vor 1000 Jahren auch so verschwenderisch mit Treibstoff umgingen wie ihr Ersatz vor 100 Jahren weiß ich auch schon wieder nicht!
      Aber wie Sie sehen, auch mit lauter³r Nichtwissen ergeben sich kritische Erkenntnissmassen!

    • rudifluegl 21. Dezember 2025 um 19:31 Uhr - Antworten

      „mit steigendem Komplexitätsgrad“ die Strukturen stabiler werden?
      Das wäre dann auch noch zu behandeln!
      verschieben wir das auf „nach den Ochsen“

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