
Weiter Angriffe auf UN-Friedenstruppen im Libanon durch Israel
Die UNIFIL-Friedenstruppen haben am Wochenende in einer Erklärung doie Einstellung von Angriffen auf ihre Positionen gefordert. Am Freitag hatte in der südlibanesischen Grenzstadt Maroun el-Ras eine israelische Drohne Granaten ihre Position abgeworfen.
Den Berichten zufolge begannen die Drohnenangriffe gegen 11:30 Uhr, wobei eine Granate 30 bis 40 Meter von den irischen Friedenstruppen entfernt abgeworfen wurde. Die zweite Granate wurde 20 Minuten später abgeworfen und explodierte über ihnen, verursachte jedoch glücklicherweise keine Opfer unter dem Personal oder den Zivilisten, die sie dort schützen sollten.
Die UNIFIL hat Israel aufgefordert, Angriffe auf oder in der Nähe ihrer eigenen Streitkräfte oder in der Nähe von Angehörigen der libanesischen Armee einzustellen. In der Erklärung wurde betont, dass solche Angriffe gegen die UN-Resolution 1701 verstoßen.
Das Gleiche geschah Anfang letzten Monats in der Nähe des Dorfes Marwahin. Damals behauptete die IDF, der Angriff sei ein Fehler gewesen und sie habe die patrouillierenden UNIFIL-Soldaten für Hisbollah-Kämpfer gehalten, obwohl ihr Patrouillenplan Israel im Voraus gemeldet worden war.
Diesmal gibt es keinen Vorwand für einen Fehler, und die israelischen Drohnen scheinen das UNIFIL-Personal absichtlich zu bedrohen, nachdem sie im August gefordert hatten, dass die USA ihr Mandat mit einem Veto blockieren, aber letztendlich nicht erreicht haben, dass sie aus der Mission entfernt wurden, die bis Ende 2026 verlängert wurde.
Die Stellungen der UNIFIL waren während der gesamten israelischen Invasion im Libanon 2024 Ziel von Angriffen, darunter auch Angriffe mit weißem Phosphor, der häufig gegen Zivilisten im Bekaa Tal sowie im Südlibanon eingesetzt wurde.
Frankreich hatte Israel wegen der Missachtung von UN-Beschlüssen durch militärische Aktionen im Libanon gewarnt, sich jedoch bislang nicht öffentlich zu den Angriffen auf UNIFIL-Personal geäußert. Die USA, die als weiterer Garant für den Waffenstillstand im Libanon gelten, haben sich ebenfalls nicht zu den israelischen Angriffen geäußert.
Als Teil der UNIFIL Trupp sind auch österreichische Soldaten im Libanon stationiert, die auch einmal vom Bundespräsidenten besucht worden waren.
UNIFIL personnel patrol southern Lebanon | Image is Public Domain
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2024_07_19
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