Was den großen Ukraine-Deal noch verhindert

17. August 2025von 3,9 Minuten Lesezeit

Es ist ein Kompromiss, der zum Frieden in der Ukraine führen würde. Nun hat es Selenskyj in der Hand, darauf zu reagieren.

Putin und Trump haben öffentlich bestätigt, dass sie während ihrer dreistündigen Gespräche in Anchorage viele Gemeinsamkeiten gefunden haben. Allerdings wurde kein großer Kompromiss über die Ukraine erreicht, da nach Trumps Worten „ein paar große [Punkte] … Einer ist wahrscheinlich der bedeutendste“ noch ungelöst sind. Putins Wiederholung der Notwendigkeit, „die primären Ursachen des Konflikts zu beseitigen“, und Trumps Hinweis darauf, dass Selenskyj „zustimmen muss“ zu dem, was die USA bisher erreicht haben, deutet stark darauf hin, worum es dabei gehen könnte.

Zur Erinnerung: Russlands offizielle Ziele im Konflikt sind die Demilitarisierung der Ukraine, ihre Entnazifizierung, die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Neutralität des Landes sowie die Anerkennung der Realität vor Ort – die Anerkennung der vier Oblaste (Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja) als russisch. Putin hat angedeutet, dass er in letzter Zeit flexibler geworden ist. Das war wahrscheinlich zumindest teilweise der Grund dafür, dass er und Trump sich getroffen haben und Trump die Gespräche positiv bewertet hat. Hypothetisch könnte Putin also bei einem, mehreren oder allen dieser Ziele Kompromisse eingehen. Dadurch liegt die Verantwortung nun bei Selenskyj, entsprechend zu reagieren.

In der Reihenfolge, in der Putins Ziele genannt wurden, erwartet Trump daher wahrscheinlich von Selenskyj, dass er zustimmt, entweder: die Größe seiner Streitkräfte nach dem Ende des Konflikts zu reduzieren; die Rada dazu zu bringen, die Verherrlichung ukrainischer Nazi-Kollaborateure aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu kriminalisieren und/oder antirussische Gesetze aufzuheben; die Verfassungsänderung von 2019 über den Beitritt zur NATO zu streichen; und/oder die Verfassung so zu ändern, dass Landabtretungen leichter möglich sind, ohne zuvor einen erfolgreichen gesamtukrainischen Referendum durchführen zu müssen.

Trump hat auch gesagt, dass er „die NATO anrufen“ werde – wahrscheinlich meint er damit die Führer wichtiger NATO-Länder. Er erwartet offenbar, dass diese einen großen Kompromiss erleichtern, indem sie: zustimmen, keine Truppen in die Ukraine zu entsenden und/oder die Waffenexporte dorthin einzuschränken; die Rada „kreativ ermutigen“, die genannten sozio-politischen, neutralitätsbezogenen und/oder territorialen Reformen zu verabschieden (z. B. durch Androhung, die Hilfen zu kürzen, falls sie es nicht tun); und/oder explizit zu erklären, dass sie den Beitrittsantrag der Ukraine zur NATO nicht mehr genehmigen werden.

Sie könnten das jedoch nicht freiwillig tun. Daher ist es möglich, dass Trump: den Umfang des Plans vom Juli, neue US-Waffen an die NATO zu verkaufen, um sie an die Ukraine weiterzuleiten, stark reduzieren oder sogar aufgeben könnte; drohen könnte, alle militärischen Beziehungen zu jedem Land abzubrechen, das Truppen in die Ukraine schickt; drohen könnte, weitere Zölle auf Länder zu verhängen, die die Rada nicht „kreativ ermutigen“, die genannten Reformen zu verabschieden; und/oder drohen könnte, die US-Rolle in der NATO zu reduzieren, falls die Mitglieder nicht explizit ihre Ablehnung eines ukrainischen Beitritts erklären.

Falls Trump und seine NATO-Verbündeten Selenskyj überzeugen, einigen dieser Kompromisse zuzustimmen, könnte Putin im Gegenzug einwilligen: dass die Ukraine eine größere Armee behält als in dem Entwurf des Friedensvertrags vom Frühjahr 2022 vereinbart; keine vollständige Entnazifizierung zu verfolgen (z. B. stillschweigend zu akzeptieren, dass Spuren dieser Ideologie in der ukrainischen Gesellschaft verbleiben); keine Einwände gegen eine begrenzte bilaterale Zusammenarbeit der Ukraine mit NATO-Mitgliedern zu erheben; und/oder Russlands territoriale Ansprüche auf unbestimmte Zeit einzufrieren (d. h. sie weiterhin zu behalten, aber nicht aktiv zu verfolgen).

Dieser Weg zu einem großen Kompromiss könnte jedoch durch folgendes zunichtegemacht werden: eine ukrainische False-Flag-Provokation gegen Zivilisten, die Trump gegen Russland aufbringt; eine False-Flag-Provokation an einem anderen Ort, wie in der Ostsee, mit demselben Ziel; und/oder eine ernsthafte Ausweitung der russischen Bodenoffensive über die umstrittenen Regionen hinaus. Trump könnte sich allerdings nicht von False-Flag-Aktionen täuschen lassen, und Putin könnte den Umfang der Spezialoperation als „Geste des guten Willens“ begrenzen. Daher ist Frieden möglich, wenn Selenskyj endlich zu Kompromissen bereit ist.


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Andrew Korybko ist ein in Moskau ansässiger amerikanischer politischer Analyst, der sich auf den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat. Er veröffentlicht auf Englisch auf seinem Substack-Blog. Auf Deutsch exklusiv bei TKP.


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Operation Frieden: Trump und Putin in Alaska

Hasse Russland, liebe Amerika: gehorche der Italienischen Republik



 

19 Kommentare

  1. Daisy 18. August 2025 um 7:20 Uhr - Antworten

    Die Bild schreibt: „Denn zuerst wird Trump den Ukrainer alleine empfangen, erst danach stoßen die Europäer dazu. Läuft das Treffen gut, würde Trump am liebsten den nächsten Gipfel am Freitag dieser Woche nachlegen: mit Putin und Selenskyj zusammen.* Das wird auch in anderen Medien so dargestellt.

    Ob Putin das möchte? Es gibt von Russland keine Zusage zu einem Treffen mit S. Höchstens, wenn S. alles akzeptiert, was Putin verlangt, dass man sich zu einer Unterschrift trifft. Aber S. ist nicht mehr Präsident der Ukraine.

    Lt. Fox freut sich Trump auf die EU Leader…sein übliches Blabla.

    Lt. Berliner Zeitung ist Leyen wie schon auch Mörds eingeknickt und will nun keinen alleinigen Waffenstillstand mehr fordern.

    Also, es wird auf jeden Fall spannend. Ich fürchte allerdings Trumps Wankelmut. Es gibt nichts mehr zu feilschen. Russland hat gewonnen. Wird es keine Einigung geben, wird Russland sich dann eben auch noch Odessa holen. Istanbul+
    Zudem braucht Trump möglichst bald einen Erfolg. Amerikas Wirtschaft will nicht anspringen. Es kann kaum noch konventionelle Waffen liefern. Die sind alle pleite. Indien hat sich mit China versöhnt…man hat soeben den Himalaya-Konflikt beigelegt.

    • Daisy 18. August 2025 um 7:30 Uhr - Antworten

      @Lawrows Sweater..was Lustiges :-)
      Kurz vor Beginn der Gespräche der Delegationen beim Alaska-Gipfel kommentierte US-Außenminister Marco Rubio die Garderobe seines russischen Amtskollegen Sergei Lawrow mit den Worten: „Mir gefällt Ihr Hemd.“ Worauf ihm Russlands Präsident Wladimir Putin antwortete: „Ist das ein Hinweis? Er wird es Ihnen schenken!“

      Sergei Lawrow wies Wladimir Putin dann darauf hin, dass Rubio wohl auf den Pullover mit der Aufschrift СССР [UdSSR] anspielte, den er bei seiner Ankunft in Alaska getragen hatte. Russlands Präsident reagierte lachend, deutete auf Lawrow und kommentierte: „Imperialist!“

      Wohl sind das ja die Befürchtungen und Unterstellungen des Westens, Moskau wolle zuerst die EU erobern oder die Grenzen der alten Sowjetunion mit Ostblockstaaten wiederherstellen, oder gar das Zarenreich, und dann auch noch Amerika, s. auch „Die Russen kommen! Die Russen kommen!“ Diese Imperialisten ;-)
      Nun, sieht man sich an, wie Amerika Russland mit NATO Stützpunkten umzingelt hat, fragt man sich, WER da wohl der Imperialist ist.

  2. Fritz Madersbacher 17. August 2025 um 22:26 Uhr - Antworten

    „Daher ist Frieden möglich, wenn Selenskyj endlich zu Kompromissen bereit ist“

    Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung wird etwas Anderes, wie Paul Craig Roberts, früheres Regierungsmitglied der Reagan-Administration, heute Verfasser von politischen Kommentaren, meint:

    „Putin sagte, das Treffen markiere den Übergang von Konfrontation und Drohungen zum Dialog. Allein diese Aussicht habe das Treffen lohnenswert gemacht … Damit sich diese Hoffnungen erfüllen können, müssen zwei Barrieren erkannt und überwunden werden. Eine davon ist die neokonservative Doktrin der amerikanischen Hegemonie. Die andere ist das Interesse des US-Militär-/Sicherheitskomplexes“
    Ein gegenseitiges Sicherheitsabkommen „hängt ab von der Stärke der Hegemoniedoktrin der Neokonservativen und der Bereitschaft des militärisch-sicherheitspolitischen Komplexes, sinkende Umsätze und Gewinne hinzunehmen“
    (Paul Craig Roberts, Das Putin-Trump-Treffen, deutsche übersetzung: „Antikrieg.com“, 16/08/2025)

    Damit dürfte er recht haben. „Sinkende Umsätze und Gewinne hinzunehmen“ ist etwas, das der militärisch-industrielle Komplex nur macht, wenn ihm nichts Anderes übrigbleibt und er dafür anderweitig kompensiert wird …

  3. Fritz Madersbacher 17. August 2025 um 22:17 Uhr - Antworten

    Das europäische Kriegsestablishment will mitreden:

    „Die „Reisegruppe“ für morgen
    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, Nato-Generalsekretär Mark Rutte, Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Großbritanniens Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und sein finnischer Amtskollege Alexander Stubb werden Selenskyj bei den Beratungen in Washington assistieren. Themen der Gespräche in der US-Hauptstadt seien unter anderem „Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die fortdauernde Unterstützung der Ukraine in der Abwehr der russischen Aggression“, hieß es in Berlin.

    Macron: Glaube nicht, dass Putin Frieden will
    „Denke ich, dass Präsident Putin Frieden will? Die Antwort ist Nein“, erklärte Macron nach der heutigen Videoschalte. „Ich glaube, dass er die Kapitulation der Ukraine will.“ Mit Blick Trump zeigte sich Macron hingegen überzeugt, dass dieser Frieden wolle.

    Sacharowa bezichtigt Macron der Lüge
    Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bezeichnete Macrons Worte als „niederträchtige Lüge“ … Russland habe sieben Jahre lang im Rahmen der Minsker Vereinbarung zur Befriedung der von russischen Separatisten kontrollierten Regionen von Donezk und Luhansk eine friedliche Lösung der „innerukrainischen Krise“ vorgeschlagen, schrieb sie auf Telegram. Frankreichs Staatsmänner und Politiker seien später dazu übergegangen, Sicherheit und Frieden zu untergraben“
    („Der Standard“, 17/08/2025)

  4. therMOnukular 17. August 2025 um 20:47 Uhr - Antworten

    Ich glaube generell eher weniger, dass sich Putin zu großen Kompromissen hinreißen lässt. Er ist schlau genug zu wissen, dass das zu nichts führt.

    Das „Entgegenkommen“, das ich Trump „anbieten“ würde, wäre „beeil dich, sonst ist Odessa auch noch weg – du hast noch Zeit bis xy während wir mit den Vorbereitungen einer Einnahme weitermachen.“

    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Putin die lange Vergangenheit von US-Sabotage an Russland „mit einrechnet“ und sie abkassiert. Die USA stehen mit dem Rücken zur Wand und die einzigen, die noch bei der Stange sind, sind die unfähigen EU-Volltrottel und die Belastung Israel. Gemeinsam ist man pleite und bestiehlt sich bereits gegenseitig.
    Russland dagegen hat quasi alleine standgehalten und obendrein noch China und den größten Teil der Welt hinter sich.

    Und wie schon mal gesagt, was mich am meisten freut: Russland hat den Image-Krieg gewonnen. Ukraine und Israel waren zu viel für die West-Propaganda. Man hat sich geoutet und damit isoliert. Die Welt sieht heute klar und deutlich, wer das wahre (oder zumindest eindeutig größere) A#schloch ist.

  5. Daisy 17. August 2025 um 20:26 Uhr - Antworten

    ⚛g⚛
    Kanal „Vermietertagebuch“ YT
    Trump will NUR mit Selensky verhandeln, EU muss draussen bleiben! Grund spektakulär!

    Nachdem Elendski die EU „Elite“ traf, wurde er wieder frech und stellte immer mehr Forderungen. Er verlangte auch neue Sanktionen. Das reichte Trump jetzt. Er hat die Kriegstreiber ausgeladen. Sie müssen draußen warten und dürfen nicht bei dem Gespräch dabei sein. Sie können aber Händchen mit S. halten und ihn bis zum Termin anheizen. Er wird wohl eine sehr hohe Dosis schnupfen müssen.

    Übrigens hat das Weiße Haus der ukr. Delegation mitgeteilt, dass er diesmal mit Anzug kommen soll (sonst fliegt er sofort raus). :-)

    Uschi & Co sind danach zum Abendessen eingeladen. Sehr peinlich für die EU. Die ganze Welt weiß nun, wie sie sich gegen den Frieden wehren. Sie brauchen das Feindbild Putin, um von ihrem eigenen Versagen abzulenken…

    • Varus 17. August 2025 um 20:36 Uhr - Antworten

      Vermutlich wird er sowieso rausfliegen. Zumindest bei Kupiansk gehen die Russen kräftig voran, obwohl sie eigentlich die Gebiete der Oblast Charkowsk gegen Donezk tauschen sollten. Möglicherweise wird es noch Nachjustierungen zugunsten Russlands geben – nachdem Schnorrlensky mit der EUdSSR an der Seite sich quer stellen.

      • therMOnukular 17. August 2025 um 21:06 Uhr

        Ich denke nicht, dass Russland irgendetwas tauschen wird oder sollte. Meiner Wahrnehmung nach tut Russland derzeit folgendes: dort, wo der Widerstand zusammenbricht, bleibt man mit den nunmehr kleinen Gruppen aktiv, während man im Hinterland die 1000en neuen Freiwilligen ausbildet, um einen großen Push zu ermöglichen. Keine Ahnung wie weit die Vorbereitungen gediehen sind, aber ich würde mich wetten trauen, dass Russland die USA daran „teilhaben“ lässt, um die Uhr ticken zu lassen. Nach dem Motto „sehet hier, was wir hier alles zusammensammeln – wollt ihr wirklich weitermachen bis wir zum Großangriff blasen und uns auch den Rest (Odessa usw) holen“.

        Meinen Infos nach nähert man sich einer wartenden Truppenstärke von knapp 200.000 frischen/ausgeruhten Soldaten. Und man hat zusätzlich auch permanent nicht alles verschossen, was man produziert hat, sondern alles Nötige für einen noch größeren Krieg gehortet.
        Wie beim Start der Oreshnik könnte man so vorgehen, dass man in sicherem Gebiet so offen mit dem „Werkzeug“ hantiert, dass es amerikanische Satelliten beobachten können (so demonstrierte Russland, dass keine Atomsprengköpfe in Verwendung waren). Je besser die USA verstehen, welche Fähigkeiten und Kapazitäten Russland aufbieten kann, desto eher ziehen sie den Schwanz ein – schon alleine deshalb, weil sie geil auf China sind. Und das haben sie wenigstens bereits geschnallt, dass sich beides sowieso niemals ausgeht.

        Ich lehne mich weiters aus dem Fenster und erlaube mir eine Interpretation:
        Lawrow’s „CCCP“-Pulli war ein Reminder an die Kuba-Krise. Russland tut gerade dasselbe, was es damals tat: selbst ebenfalls Raketen näher an die USA zu verteilen (zuletzt war ausgerechnet Venezuela im Gespräch).
        So wie JFK hat auch Trump begriffen (wenigstens das), dass das keine angenehme Situation für beide Seiten ist, da es auch das Risiko von Fehlern massiv erhöht.

      • Varus 18. August 2025 um 4:19 Uhr

        Nach dem Motto „sehet hier, was wir hier alles zusammensammeln – wollt ihr wirklich weitermachen bis wir zum Großangriff blasen und uns auch den Rest (Odessa usw) holen“.

        Von Der verkündete, dass sie genau das will – „Anti-Spiegel“ berichtete es vor ein paar Stunden. Dann müssen die Russen die neuen Einheiten doch in Bewegung setzen und gerne bis Odessa kommen.

        Um den Durchbruch nördlich von Pokrowsk einzudämmen, haben die Banderas viele Einheiten woandersher verlegt, worauf neue Durchbrüche folgen – bei Kupiansk und westlich von Welika Nowossjolka. Hier übrigens bereits in die Oblast Dnipro hinein, die die Russen theoretisch räumen sollten. Offenbar glaubt keiner so richtig, dass der Deal 1:1 umgesetzt wird.

      • Varus 18. August 2025 um 4:25 Uhr

        Kurz nach Mitternacht 18.08 im „Anti-Spiegel“: „Die „Koalition der Willigen“ fordert Waffenstillstand in der Ukraine ohne Verpflichtung“.

        Ein „Minsk 3“ haben die Russen deutlich abgelehnt. „… Zuvor hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf einer Sonderpressekonferenz mit Wladimir Selensky deutlich gemacht, dass die EU ungeachtet der Entscheidungen Russlands und der USA versuchen werde, alle ihre Positionen aufrechtzuerhalten: Frieden „durch Stärke“, die Weigerung des Kiewer Regimes, Gebiete abzugeben, die fortgesetzte Aufrüstung der Ukraine, ihre Aufnahme in die westlichen Blöcke und die Aufrechterhaltung der Sanktionen gegen Russland. …“ Dazu will sie noch bei den Banderas Waffen bauen und Westeuropa militarisieren.

        Trump wird bestimmt nicht traurig, wenn deutlich demonstriert wird, wie machtlos und dekadent die EUdSSR ist.

      • Daisy 18. August 2025 um 5:47 Uhr

        Der russische Präsident Wladimir Putin fordert Medienberichten zufolge den Abzug der Ukraine aus der gesamten östlichen Region Donezk als Bedingung für ein Ende des Krieges. Putin habe US-Präsident Donald Trump bei ihrem Treffen in Alaska gesagt, er werde den Rest der Frontlinie einfrieren, wenn seine Kernforderung erfüllt werde, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf vier mit den Gesprächen vertraute Personen.
        Im Gegenzug für die Region Donezk habe Putin angeboten, die Frontlinie in den südlichen Regionen Cherson und Saporischschja einzufrieren.

        Es gibt keinen Gebietstausch. Russland ist zwar mit dem Donbass noch immer nicht fertig, fordert jetzt aber den Rest. Im Gegenzug wird es nicht die gesamte Ukraine erobern. Dazu, das als generöses Angebot zu betrachten, fehlt den Brüsselisen und Schneelenski aber der Realitatssinn…S. will das Gebiet nich kampflos abtreten, also noch mehr Ukrainer stxrben lassen.

        Wie steht es um Pokrowsk? Angeblich haben Asow-Eliteeinheiten den Vormarsch stoppen können?

        News: Nach Mörds gibt nun auch VdL die Forderung nach einem bedingungslosen Waffenstillstand auf. First peace, then ceasfire :-)

      • Daisy 18. August 2025 um 6:14 Uhr

        Irrtum…das gilt nur für die vier Oblaste…
        Der Standard schreibt: Russlands Präsident Wladimir Putin fordert demnach die Gesamtfläche der Oblaste Luhansk und Donezk; in Cherson und Saporischschja könne man den Konflikt entlang des aktuellen Frontverlaufs einfrieren. „Abgeben“ wolle man dafür die kleinen Eroberungen in Sumy und Charkiw.

        Das wäre allerdings sehr großzügig von Russland. Da sollte S. rasch zugreifen. Ich denke, es wäre gut, wenn Pokrowsk bald fiele.

    • Andreas N. 17. August 2025 um 22:00 Uhr - Antworten

      Der EU ist niemals etwas peinlich, dazu sind vdLeyen oder Kallas nachweislich nicht fähig. Ich denke an zahlreiche direkte Ansprachen von Martin Sonneborn, da wird nichtmal eine Miene verzogen. Was es zum absehbaren Meinungsschwenk braucht ist sicherlich ein neues Feindbild aber, viel wichtiger wird es mAn, ein neues Loch zu erfinden um frisches Schuldegeld hineinzuwerfen (wiederaufbau? Fruedenstruppen?) Trump wird helfen, da bin ich mir sicher – gemeinsam bekommen die das hin.
      Hätten vdL oder Merz nur ein minimum an Mut, müssten sie eigentlich Trump sofort auffordern, zur neuen russisch-amerikanischen und transatlantischen Freundschaft zu stehen und nordstream 2 sofort und still und leise reparieren. Wetten nicht?

      • Daisy 18. August 2025 um 5:56 Uhr

        Stimmt, denen ist nix peinlich, denn dazu fehlt ihnen ein Eck, aber sie SIND peinlich und die ganze Welt sieht das so. Auch in der EU sieht man das so (wir nämlich), bloß die woke Marionetten-„Elite“ begreift das nicht.

        Ja, es wird wohl der Wiederaufbau sein, um den sich die EU kümmern darf und sie darf weiterhin amerikanische Waffen kaufen. Die Aufrüstung geht weiter. Also die müssen keine Angst haben, dass sie uns nicht weiterhin ruinieren dürfen. Sie dürfen auch weiterhin selbstschädigende Sanktionen verhängen. Das ist ihre Zielvorgabe: die Zerstörung unseres Wohlstandes. Dieses Talent haben eben nur die größten Deppen. Wenn die Europäer sich das alles gefallen lassen?

  6. Fritz Madersbacher 17. August 2025 um 17:55 Uhr - Antworten

    „Daher ist Frieden möglich, wenn Selenskyj endlich zu Kompromissen bereit ist“

    Das frühere Regierungsmitglied der Reagan-Administration, heute Verfasser von politischen Kommentaren, Paul Craig Roberts, hält andere Personen und Faktoren für wichtiger:

    „Putin sagte, das Treffen markiere den Übergang von Konfrontation und Drohungen zum Dialog. Allein diese Aussicht habe das Treffen lohnenswert gemacht … Damit sich diese Hoffnungen erfüllen können, müssen zwei Barrieren erkannt und überwunden werden. Eine davon ist die neokonservative Doktrin der amerikanischen Hegemonie. Die andere ist das Interesse des US-Militär-/Sicherheitskomplexes“
    Ein gegenseitiges Sicherheitsabkommen „hängt ab von der Stärke der Hegemoniedoktrin der Neokonservativen und der Bereitschaft des militärisch-sicherheitspolitischen Komplexes, sinkende Umsätze und Gewinne hinzunehmen. Solange nicht erkannt wird, dass diese beiden Interessen die Hindernisse für den Frieden darstellen, die überwunden werden müssen, wird es keinen Friedensprozess geben“ (Paul Craig Roberts, Das Putin-Trump-Treffen, deutsche übersetzung auf „Antikrieg.com“, 16/08/2025)

    Damit dürfte er recht haben. „Sinkende Umsätze und Gewinne hinzunehmen“ ist allerdings etwas, das der militärisch-industrielle Komplex nur macht, wenn ihm nichts Anderes übrigbleibt und er dafür anderweitig kompensiert wird …

  7. cwsuisse 17. August 2025 um 17:54 Uhr - Antworten

    Weder die kriegstreiberischen Staatsführer der EU-Länder noch Herr Selenskyj werden einem Friedensplan zustimmen, denn sie wollen Krieg statt Frieden. Ich teile die Meinung des Lesers Pfeiffer C., dass sich die deutschen Regierungen seit September 2022 des fortgesetzten Hochverrats schuldig gemacht haben, weil sie die Sprengung von Northstream 2 durch die USA oder die UKR mit Wissen der USA widerspruchslos hingenommen haben.

  8. triple-delta 17. August 2025 um 17:31 Uhr - Antworten

    Die SU musste schon nach ’45 hinnehmen, dass die USA die wichtigsten Nazis entweder gleich mitgenommen oder haben flüchten lassen. Das Ergebnis sehen wir heute. Nocheinmal so einen faulen Kompromiss kann niemand wollen.

  9. Jan 17. August 2025 um 17:09 Uhr - Antworten

    Putin hat gewonnen und die EU wird den Beitritt der Tschernobyl-Ruine samt Dauerkosten als „it was worth it!“ bejubeln!

    Dass Aserbaidschan gegessen sein soll, kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht setzt Trump auf Nobelpreis, lässt Bibi die Drecksarbeit machen und kommt dann als Retter der Ölreserven im Kaspischen Meer daher?

  10. Pfeiffer C 17. August 2025 um 16:14 Uhr - Antworten

    Nun hat es Selenskyj in der Hand

    Bei allem Respekt, Selenskyj ist ein Spielzeug des amerikanischen tiefen Staates und springt nur dorthin, wohin er transatlantisch hingepfiffen wird!

    Michael Hudson sagt im Übrigen:

    „Im Grunde ist es Washington egal, ob Russland den Krieg [in der Ukraine] gewinnt, denn den USA ist es gelungen, ihre Konkurrenz in Europa, vor allem Deutschland, auszuschalten.“

    Mit tatkräftiger Hilfe der europäischen Atlantiker! Istgleich Landesverrat oder Hochverrat!

    Ergo: Hätten die USA Nordstream nicht gesprengt – Deutschland hätte es selbst getan!

    Dazu passende, aktuelle Information:

    Die Kölner Polizei verbietet das Protestcamp der Initiative „Rheinmetall entwaffnen“.

    Das von der Kölner Polizei jetzt zunächst verbotene Protestcamp, das vom 26. bis zum 31. August im Kölner Grüngürtel an der Aachener Straße stattfinden soll und zu dem bis zu 500 Ak­tivis­t:in­nen erwartet werden, richtet sich nicht nur gegen die Waffen-Produktion Rheinmetalls, sondern auch generell gegen „die geplante Hochrüstung und Militarisierung“ der Bundesrepublik und Europas. Die befeuere „seit Jahren tödliche Kriege wie in der Ukraine und in Syrien“. Auch von „Genoziden wie in Palästina und Sudan“ ist im Protestaufruf die Rede, Hier:

    https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/post/2025/06/26/aufruf-mach-was-wirklich-zaehlt-im-august-nach-koeln/

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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