
Griechenland startet historische 25-Milliarden-Euro-Militärreform
Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis stellte am Mittwoch einen ehrgeizigen 25-Milliarden-Euro-Plan zur Modernisierung der Verteidigung vor, der darauf abzielt, die militärischen Fähigkeiten des Landes in den nächsten 12 Jahren neu zu gestalten. Auch Griechenland folgt damit den US-Vorgaben wie vom Verteidigungsminister Hegseth den EU/NATO Mitgliedern übermittelt wurde.
Er bezeichnete dies als „die wichtigste Umstrukturierung der Streitkräfte in der modernen Geschichte“ des Landes. In seiner Rede vor Abgeordneten in Athen betonte Mitsotakis die Dringlichkeit des Wandels angesichts der sich rasch entwickelnden globalen Bedrohungen und der sich verändernden geopolitischen Dynamik und bezeichnete den Schritt als die „wichtigste Umstrukturierung der Streitkräfte in der modernen Geschichte“.
Griechenland hat die Folgen des finanziellen und wirtschaftlichen Diktats von EU und Weltbank aus 2015 noch immer nicht überwunden. Wohlstand und Wirtschaft konnten sich noch nicht wieder auf den früheren Stand erholen. Dennoch folgt man den Vorgaben aus Washington und des Heritage Think Tanks für die globale US-Kriegsstrategie des „Project 2025“.
Nach der weltweiten Kriegsstrategie laut Heritage sollen NATO und EU den Krieg gegen Russland mit Hilfe der Ukraine bestreiten während sich die USA gegen China wenden und dessen mit Hilfe Israels gegen den Iran. Details dazu sind von der Washington Post veröffentlicht worden. Verteidigungsminister Pete Hegsetz hatte wie hier berichtet in einem Memorandum die Aufträge von Heritage an das Pentagon und nachgeordnete militärische Dienststellen weitergegeben.
„In einer Welt, die sich in unvorhersehbarem Tempo verändert, und in einem unsicheren internationalen Umfeld muss Griechenland stark bleiben“, sagte der Premier. Die Initiative soll in drei Phasen umgesetzt werden, darunter die Anschaffung fortschrittlicher Waffen, ein Schwerpunkt auf Cyberabwehr und technologische Integration sowie eine erneute Fokussierung auf die Beteiligung der heimischen Industrie.
Zu den wichtigsten Anschaffungen gehören 24 Rafale-Kampfflugzeuge, drei hochmoderne Belharra-Fregatten, Drohnen und Torpedos der neuen Generation sowie fortschrittliche Radar- und Raketenschutzsysteme.
Diese Aufrüstungen sind Teil einer umfassenderen Strategie, um das griechische Militär in eine moderne, technologiegetriebene Truppe umzuwandeln, sagte Mitsotakis und bekräftigte, dass es bei dieser Entwicklung nicht nur um Hardware, sondern auch um Infrastruktur und Rekrutierung geht.
„Zum ersten Mal seit 14 Jahren haben die Streitkräfte Gehaltserhöhungen erhalten“, sagte er. “Wir wollen junge Talente für das Militär gewinnen und haben dafür neue Anreize geschaffen.“ Damit bricht man offenbar die Vorgaben zur Austerität der EU und der Weltbank aus 2015.
Der griechische Premierminister betonte besonders die Rolle der heimischen Verteidigungsindustrie und bestand darauf, dass keine Beschaffung ohne die Einbeziehung griechischer Unternehmen oder griechischer Arbeitnehmer durchgeführt werde. „Wir sprechen hier von einer völlig anderen Philosophie“, sagte er. „Die griechische Industrie – HAI, Werften, Verteidigungssysteme – hat das Potenzial, diese Transformation anzuführen.“
Die Regierung strebt offenbar auch danach, internationale Partnerschaften zu nutzen, unter anderem mit Israel für Schulungen und Ausrüstung, und Beschaffungsprozesse durch strategische Allianzen möglicherweise zu beschleunigen.
Er bekräftigte, dass Griechenland weiterhin seiner NATO-Verpflichtung nachkommen werde, mehr als 2 Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben, eine Vorgabe, die das Land selbst während seiner wirtschaftlichen Abschwungphasen stets übertroffen habe.
„Dies ist nicht nur eine Investition in Waffen. Es ist eine Investition in die Zukunft unserer Souveränität, unserer Abschreckungsfähigkeit und unserer Rolle als Pfeiler der Stabilität in der Region“, schloss Mitsotakis.
Viele Menschen in Griechenland haben allerdings den Eindruck und geben diesen auch im Gespräch wieder, dass das Land eine US-Kolonie ist. Es gibt einen riesigen US-Militärstützpunkt am Peloponnes und auf Kreta gibt es zwei Installationen der US-Luftwaffe, die sich immer wieder unangenehm bemerkbar macht. Im Bild oben der Generalstabschef mit einem US-Admiral.
Bild: Mass Communication Specialist 2nd Class Jacob D. Moore, Public domain, via Wikimedia Commons
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Hallo,
Griechenlands aktuelle Staatsschulden liegen bei 196 % vom BIP. Warum da eigentlich noch kleinlich sein?!
Macht doch gleich 4 % Militärausgaben, dann sind die Schulden bei schönen runden 200 %, das ergibt doch gleich viel ästhetischere Zahlen!
neues Pleite Potential aufgedeckt, wa ?
Griechenland ist seit 2009 praktisch immer noch Pleite, aber Geld für Rüstung, das geht scheinbar immer! Das ist europäische Politik. Für Bürger ist nichts übrig, aber Rüstung und Pharma bekommen immer Geld.
In Westeuropa ist der Wettberwerb eröffnet. Wer geht an seinen Rüstungsausgaben schöner pleite? Die neue Lust am Unterang.
Wer haut seine Bevölkerung am meisten übers Ohr. Deutschland hat mit 100+500 Mrd vorgelegt, das wird denke ich die Goldmedaillie.