Wie 5G-Funkfrequenz braunes Fett und die Thermoregulation stört

28. März 2025von 4,5 Minuten Lesezeit

Die Einführung der 5G-Technologie hat ultraschnelle Geschwindigkeiten, nahtlose Konnektivität und Fortschritte in der digitalen Kommunikation versprochen. Mit diesem Technologiesprung geht jedoch eine wachsende Besorgnis einher – welche biologischen Auswirkungen hat die kontinuierliche Exposition gegenüber 5G-Hochfrequenzstrahlung?

Während die Industrie uns ihre Sicherheit versichert, deuten neuere Forschungsergebnisse darauf hin, dass 5G grundlegende physiologische Prozesse auf eine Weise stören könnte, die wir nie erwartet hätten. Eine kürzlich im International Journal of Molecular Sciences veröffentlichte Studie mit dem Titel5G Radiofrequency Exposure Reduces PRDM16 and C/EBP β mRNA Expression, Two Key Biomarkers for Brown Adipogenesis“ (5G-Hochfrequenzstrahlung reduziert die PRDM16- und C/EBP-β-mRNA-Expression, zwei Schlüssel-Biomarker für die braune Adipogenese) eine weitere wichtige Veränderung von Körperfunktionen.

5G-Hochfrequenzstrahlung reduziert die PRDM16- und C/EBP-β-mRNA-Expression – zwei wichtige Biomarker, die an der Differenzierung des braunen Fettgewebes (BVT) und der Thermogenese beteiligt sind – signifikant. Dies bedeutet, dass die Exposition gegenüber 5G die Fähigkeit des Körpers, Wärme zu erzeugen, beeinträchtigen kann, was sich auf die Thermoregulation auswirkt und Menschen möglicherweise kälteempfindlicher macht.

Was ist braunes Fettgewebe (BFG) und warum ist es wichtig?

Braunes Fettgewebe (BAT), allgemein als „braunes Fett“ bekannt, spielt eine entscheidende Rolle bei der nicht zitternden Thermogenese – einem Prozess, der es dem Körper ermöglicht, ohne Muskelkontraktionen Wärme zu erzeugen. Im Gegensatz zu weißem Fett, das Energie speichert, verbrennt braunes Fett Kalorien, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, insbesondere in kalten Umgebungen.

Schlüsselfunktionen von braunem Fett:

  • Thermoregulation: Hält die Körperwärme bei Kälte aufrecht.

  • Stoffwechselgesundheit: Steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Energieverbrauch und einem verringerten Adipositasrisiko.

  • Hormonelle Regulation: Spielt eine Rolle bei der Insulinempfindlichkeit und der metabolischen Homöostase.

BAT ist bei Säuglingen und Kleinkindern häufiger, nimmt aber mit zunehmendem Alter ab. Seine Rolle bleibt jedoch lebenslang von entscheidender Bedeutung, insbesondere bei der Anpassung an Kälte und der Stoffwechselfunktion. Jede Störung ihrer Aktivität könnte tiefgreifende Folgen für die Gesundheit und den Energiehaushalt haben.

5G-Exposition und ihre Auswirkungen auf die BAT-Thermogenese – die wichtigsten Ergebnisse der Studie

Die Studie untersuchte, wie sich die Exposition gegenüber 5G (3,5 GHz) und 2G (900 MHz) HF-Strahlung auf die Funktion der BAT bei jugendlichen und jungen erwachsenen Wistar-Ratten auswirkt. Die Tiere wurden in drei Gruppen eingeteilt:

  1. 5G-Expositionsgruppe (3,5 GHz, 1,5 V/m)

  2. 2G-Expositionsgruppe (900 MHz, 1,5 V/m)

  3. Kontrollgruppe (keine HF-Exposition)

Jede Gruppe wurde eine oder zwei Wochen lang, zwei Stunden pro Tag, den jeweiligen HF-Frequenzen ausgesetzt. Nach dem Expositionszeitraum führten die Forscher eine RT-qPCR-Analyse durch, um Veränderungen der genetischen Marker zu untersuchen, die an der Thermogenese und Adipogenese der BAT beteiligt sind.

Herunterregulierung von PRDM16 und C/EBP β: Ein Warnsignal

Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verringerung der PRDM16- und C/EBP β-mRNA-Spiegel nach 5G-Exposition:

  • Die PRDM16-mRNA-Spiegel sanken um 49 % (p = 0,016).

  • Die C/EBP β-mRNA-Spiegel sanken um 32 % (p = 0,0002).

Diese beiden Biomarker sind für die Funktion des braunen Fettgewebes von entscheidender Bedeutung:

  • PRDM16 ist ein Hauptregulator der Differenzierung von braunem Fett und erhält dessen thermogene Identität aufrecht.

  • C/EBP β spielt eine Rolle in der frühen Phase der braunen Adipogenese und ist für die Entwicklung brauner Fettzellen unerlässlich.

Eine Verringerung dieser Marker deutet darauf hin, dass 5G-Exposition die Entwicklung und Funktion von braunem Fett beeinträchtigen und die Fähigkeit des Körpers, Wärme zu erzeugen, verringern könnte.

Das Gesamtbild: Wie sich 5G-Exposition auf die menschliche Gesundheit auswirken könnte

Obwohl diese Studie an Ratten durchgeführt wurde, sind ihre Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit erheblich. Hier sind die Gründe dafür:

1. Erhöhte Kälteempfindlichkeit

Wenn die 5G-Exposition die Thermogenese des braunen Fetts reduziert, können Personen – insbesondere Kinder – empfindlicher auf Kälte reagieren. Dies könnte Auswirkungen auf Menschen haben, die in kälteren Klimazonen leben, in denen das braune Fett eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Körperwärme spielt.

2. Mögliche Zusammenhänge mit Stoffwechselstörungen

Die Aktivität des braunen Fetts ist eng mit der Stoffwechselgesundheit verbunden. Eine beeinträchtigte BAT-Funktion wurde mit Adipositas, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht. Wenn die 5G-Exposition die BAT stört, könnte dies zu Stoffwechselungleichgewichten beitragen, die das Risiko für diese Erkrankungen erhöhen.

3. Gestörte Energiebilanz und Fettspeicherung

Da braunes Fett Energie verbrennt, könnte eine Einschränkung seiner Funktion zu einem geringeren Energieverbrauch und einer erhöhten Fettansammlung führen. Mit der Zeit könnte dies zu einer Gewichtszunahme und anderen Stoffwechselproblemen beitragen.

4. Auswirkungen auf die Entwicklung von Säuglingen und Kindern

Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen eine höhere spezifische Absorptionsrate (SAR) von HF-Strahlung, was auf ihre dünneren Schädel und sich entwickelnden Gewebe zurückzuführen ist. Da braunes Fett bei Kindern häufiger vorkommt, könnten die Auswirkungen der 5G-Exposition auf die Thermogenese bei jüngeren Bevölkerungsgruppen stärker ausgeprägt sein.


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14 Kommentare

  1. g.e. 6. Oktober 2025 um 19:59 Uhr - Antworten

    Keine Chance mehr der Sache zu entkommen: US Firma AST SpaceMobile hat sich zum Ziel gesetzt, mittels Satelliten die ganze Welt mit 5G zu beglücken. Die sind wohl schon recht weit, so dass jetzt die grossen Telekommunikationsfirmen mit eingestiegen sind.

  2. ossi 28. März 2025 um 19:55 Uhr - Antworten

    Es hätte schon längst an die breite Öffentlichkeit kommen müssen was 5G in Wirklichkeit ist! Dahinter steckt eine Riesenlobby denen es egal ist was die Menschen sagen oder denken, denen geht es nur ums Geschäft/Geld und in Verbindung der absichtlichen gesundheitlichen Schädigung aller wenn man weiß was man mit 5G alles machen kann! In der Schweiz läuft schon seit längerem ein großes Verfahren gegen die Betreiber dieser Mikrowellennetztechnik und wenn man sich Mark Steele (Erfinder von 5G) anhört weiß man was 5G ist wenn er selbst sagt: Rette sich wer kann wenn das volle Potential von 5G ausgeschöpft wird, der kleine Bereich der für das Handy oder Internet mit dieser Technik genutzt wird ist nicht der Rede wert, es handelt sich dabei nur um Standortbestimmung des Benutzers (GPS-Daten per 3 Funkmasten-Schnittstelle) das 3 oder 4G auch schon hatte, alle anderen Kommunikationen laufen über Glasfaserkabel, 5G ist eine Militärwaffe mit riesigem Frequenzbereich und wird gegen die Menschen/Tiere und Umwelt eingesetzt! Es wurde sowieso schon aufgedeckt was es mit dieser, auf Böswilligkeit, nicht zu überbietenden Technik auf sich hat, die Obrigkeit hat kein Interesse dies preiszugeben weil die dann keine Pandemie mehr inszenieren können inkl. den dazugehörigen Symptomen, wie sie es bei Corona gemacht haben! 3G ist/war die Vogelgrippe, 4G ist/war die Schweinegrippe, dieses 5G-Thema ist sehr viel tiefgreifender und ein sehr gefährliches Werkzeug wenn sich dies in falschen Händen befindet und: Es befindet sich in falschen Händen! Wer Interesse hat sollte nach einer Dokumentation suchen die sich, 5G-Das Ausrottungsereignis, nennt! Man darf hier keine Links reinstellen wo diese Dokumentation zu finden ist wo auch Mark Steele (Erfinder von 5G) zu Wort kommt.

    • Vortex 29. März 2025 um 19:27 Uhr - Antworten

      Einblick ins Innere einer älteren Technologie (tinyurl.com/pmk39zc5), dazu ein guter Überblick (hcfricke.com/emf/) über deren langfristigen Auswirkungen auf biologische Systeme …

  3. F1 FUTURO 28. März 2025 um 18:26 Uhr - Antworten

    BOILING BRAIN MATTER 🥵

    Yeah, die EMF-Strahlung ist ein echtes Problem. Nicht nur 5G, sondern generell. Besonders die Benutzung von Smartphones | Tablets verursachen, oftmals schon nach relativ kurzer Zeit, wirklich unangenehme Kopfschmerzen. Wer dessen überdrüssig ist (ich war’s), dem sei das Tragen einer EMF Shielding-Mütze zu empfehlen. Einfach mal auf dem bekannten Online-Marketplace (mit dem Grinsepfeil) vorbeischauen und stöbern. Gibt nicht viele (gute) Anbieter. Ich selbst bevorzuge R* S* (das muss reichen – sonst wird’s zensiert 😉 ). Jedenfalls funktioniert es. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen❗

  4. Rowan 28. März 2025 um 15:00 Uhr - Antworten

    Unlängst hörte ich mir einen Podcast zu Gesundheitsthemen an, indem es auch um die Temperaturregulierung ging, und dass sehr viele Menschen gar nicht mehr die 37 Grad „Betriebstemperaturen“ erreichen, sondern eine chronische Untertemperatur aufweisen. Es wurde empfohlen zu unterschiedlichen Tageszeiten die Temperatur zu messen, was ich tat. Zb vor dem Aufstehen, Schlafengehen und dazwischen. Zu meinem Erstaunen hatte ich auch Untertemperatur. 36,5 Grad war die höchste Temperatur, die ich erreicht habe.

    Für die Prozesse des Stoffwechsels bedeutet dies nichts Gutes. Weil eben dieser auf 37 Grad ausgelegt ist.

    • Jurgen 29. März 2025 um 23:13 Uhr - Antworten

      Ich trinke jetzt meinen Kaffee immer mit einer Messerspitze Kochsalz (NaCl) und einer Messerspitze Magnesiumsalz (MgCl). Das gibt mir ein besseres Gefühl hernach…

  5. Gabriele 28. März 2025 um 11:14 Uhr - Antworten

    Die Schäden durch Mobilfunk sind so umfangreich wie bei mRNA-Spritzen – und beides ergänzt sich wunderbar und „nachhaltig“. Gut ist hier, dass Ersteres alle trifft – auch die Geiferer und Covid-Fanatiker.

  6. Der Zivilist 28. März 2025 um 11:10 Uhr - Antworten

    ‚Mikrowelle‘ ist doch der Frequenzbereich, der von den H²O Dipolen optimal absorbiert wird. Die Erwärmung der Stadtluft durch all die Gretas macht doch den körpereigenen Kälteschutz obsolet und es würde mic h eh wundern, wenn der bei den overdressten Zivilisationskindern noch funktionieren würde, und wenn sie doch mal kalt haben, lassen sie schnell ein Daunenjäckchen vom Himmel fallen.

  7. Jurgen 28. März 2025 um 10:23 Uhr - Antworten

    Ja, das 5G hochproblematisch ist, ist mir bereits bekannt. Aber warum wird kein Wort über die 900MHz (2G) Gruppe im Artikel mehr verloren?

    • Der Zivilist 28. März 2025 um 11:11 Uhr - Antworten

      Vermutlich, weil es nicht das Thema des Beitrages ist.

    • W. Baehring 28. März 2025 um 11:28 Uhr - Antworten

      Dass die Auswirkungen der 2G –Strahlung (0,9 GHz) hier nicht explizit erwähnt werden, ist mir auch aufgefallen, zumal ja extra eine 2G-Expositionsgruppe beteiligt war.
      Im Abstract der aktuellen Studie verweisen die Autoren diesbezüglich einerseits auf frühere Studien:
      „Previous animal studies demonstrated a cold sensation in rats exposed to 900 MHz (second generation, 2G)“.
      Andererseits haben die Autoren bezüglich der für die thermogene Funktion relevanten Marker PRDM16 and C/EBP β allerdings festgestellt:
      „No significant changes were found between the control and 2G-exposed rats in terms of these markers.“
      Das erklärt vielleicht das „Desinteresse“ an der Diskussion der Auswirkungen der 2G-Exposition.

      An den Zivilisten:
      Zitat: „Vermutlich, weil es nicht das Thema des Beitrages ist“. Aber (auch) Thema der zugrundeliegenden Studie schon.

      • Vortex 29. März 2025 um 20:14 Uhr

        Noch dazu dringen Frequenzen < 900 MHz auch viel tiefer in den Körper ein und bewirken, was auch immer (hcfricke.com/emf/) sie langfristig verändern werden …

        Hatte mal einen kleinen Schlafraum fast komplett mit Alu-Küchenfolie abgeschirmt, jetzt schlafe ich in einen Hohlraumresonator (tinyurl.com/3z7x6tpm), es ist kein Abschirmungseffekt bemerkbar, zumindest das eine Fenster ist nicht abgeschirmt.
        Hinweis: Berechnung (oben) gilt nur für die historische BL, einfach andere Maße eingeben usw. …

      • Jurgen 29. März 2025 um 23:11 Uhr

        @Vortex, Alufolie ist mir deutlich zuwenig. Ich verwende 0.5mm Alubleche und nochmals Alu-bedampfte Dampsperre mit einer Isolierung dazwischen, obendrauf Rigips.

      • Vortex 30. März 2025 um 15:11 Uhr

        Klingt interessant, ist aber aufwendiger, den erhöhten Dampf, da die Wände nicht mehr atmen, habe ich trotzdem, bei mir ist nur eine Tapete über die Alufolie geklebt, daher ist öfters Lüften angesagt.
        Nur wie frequenzabhängig einfache Abschirmungen sind, kann an einen gewöhnlichen Mikrowellenofen getestet werden, einfach ein 2G/3G/4G/5G Handy oder einen mobilen 4G-Router (beafon.com/produkt/mr1/) darin platzieren (Mikrowelle nicht einschalten!), bei geschlossener Tür ist in 2 bis 3 m Entfernung noch eine Internetverbindung möglich, oder das Handy darin kann evtl. noch angerufen werden, falls ein Handymast (bei mir ca. 70 m) in der Nähe ist, aber eine professionelle HF-Feldstärkemessung (tinyurl.com/46kmbrfr) vorher und nachher wäre natürlich viel besser …

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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