Deutschland: Krankenkassen und Bundestag mit Verkaufsförderung für Statine

23. Januar 2025von 5 Minuten Lesezeit

Statine sind gefährliche Medikamente. Dennoch wurden vom Deutschen Bundestag Gesetze zu ihrer Förderung beschlossen. Diesmal wurden Risikogrenzen von den Krankenkassen gesenkt, was zu höheren Verkaufszahlen für die Lipidsenker führen wird.

Im Sommer des Vorjahres wurde das „Gesundes-Herz-Gesetz“ beschlossen. Damit will das deutsche Bundesgesundheitsministerium (BMG) kardiovaskuläre Erkrankungen bekämpfen. Statine sind dabei – wieder einmal – das Mittel der Wahl. Selbst im Ärzteblatt ärgerte man sich vor allem darüber, dass das Gesetz „einen großen Konflikt mit der Selbstverwaltung in Kauf“ nimmt. Bisher wären die Leitlinien von ärztlichen Fachgesellschaften verbindlich gewesen aber nun sollen „Ärztinnen und Ärzte bei familiärer Hypercholesterinämie „frühzeitiger“ Statine verordnen können.“ Weiter wird beklagt: „Genauere Angaben zu Grenzwerten macht der Gesetzentwurf bisher nicht.“

Da wird nun seitens der gesetzlichen Krankenversicherungen abgeholfen. „Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Verordnungsmöglichkeiten für Lipidsenker wie Statine deutlich erweitert. Ab sofort können Ärzte diese Medikamente bereits verschreiben, wenn die Wahrscheinlichkeit für ein kardiovaskuläres Ereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall in den nächsten zehn Jahren bei mindestens 10 % liegt.“

Einen anderen Weg geht die Fachgesellschaft in den USA. Eine neue Richtlinie der American Heart Association könnte (conjunctivus medicinalis) die Zahl der Erwachsenen, die für eine Statintherapie in Frage kommen, von 45,4 Millionen auf 28,3 Millionen reduzieren und so die öffentliche Gesundheit durch eine Verringerung des unnötigen Statinverbrauchs verbessern.

Ebenfalls andere Wege geht der Wissenschaftler und Neurologe Dr. David Perlmutter. Er prangert an, dass wir „in einer Gesellschaft leben, die Fette dämonisiert. Zudem setzt die Pharmaindustrie auf eine Desinformation der Öffentlichkeit und streut Fehlmeldungen.“

Im kranken Gehirn herrscht Cholesterinmangel. Ein immer zu messender hoher Gesamtcholesterinspiegel bei Hochbetagten zeigt jedoch seine Bedeutung für Langlebigkeit.

In seinem Buch „Dumm wie Brot“ schreibt er dazu:

Hinzu kommt, dass Cholesterin im Gehirn stark antioxidativ wirkt und vor Schäden durch freie Radikale schützt. Es ist eine Vorstufe für wichtige Steroidhormone wie Östrogen und die Androgene sowie für Vitamin D, ein unerlässliches fettlösliches Antioxidans. … Da Vitamin D direkt aus Cholesterin gebildet wird, überrascht es wenig, wenn man hört, dass der Vitamin D Spiegel bei Menschen mit verschiedensten neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer und multipler Sklerose niedrig ist.“

Bei angeblich zu hohem Cholesterin werden weltweit noch immer Statine zur Senkung des Spiegels verschrieben. Die Nebenwirkungen von Statinen sind Verlust der Libido bis zur Impotenz, Müdigkeit, Schlafstörung und erhöhtes Risiko von Herzkrankheiten, das sie laut Pharma senken sollten.

Perlmutter bezieht sich auf die MIT-Wissenschaftlerin Stephanie Seneff und schreibt:

Im Jahr 2009 schrieb die Wissenschaftlerin Stephanie Seneff vom Forschungsinstitut für Computerwissenschaften und künstliche Intelligenz am MIT einen spannenden Essay, der darlegte, weshalb fettarme Ernährung und Statine Alzheimer verursachen können. Seneff stellt darin unser Wissen über die unerwünschten Wirkungen von Statinen chronologisch zusammen und zeichnet ein erschütterndes Bild, wie unser Hirn unter diesen Mitteln leidet.“

Perlmutter erläutert die biochemischen Wirkmechanismen der Statine und einer gesunden – das heißt hohen – Cholesterinversorgung aus der Nahrung. Er zitiert noch ein weiteres Highlight von Seneff:

Dr. Seneff beschreibt sehr anschaulich, wie Statine auch noch zur Alzheimer-Krankheit beitragen können, indem sie nämlich die Fähigkeit der Zellen zur Herstellung von Coenzym Q10 lähmen. Diese vitaminartige Substanz ist im ganzen Körper zu finden und spielt bei der Antioxidation und bei der Energieversorgung der Zellen eine große Rolle. Da Coenzym Q10 und Cholesterin sich den gleichen Stoffwechselweg teilen, unterbrechen Statine auch die Synthese von Coenzym Q10 und berauben damit Körper und Gehirn dieser Substanz.“

Es ist absurd. Aber nicht weniger absurd als Remdesivir, Paxlovid oder die mRNA-Spritzen. Alles unsicher, mit schweren Nebenwirkungen aber fraglicher Wirkung. Aber Leute wie Lauterbach oder Rauch bestreiten alle Nebenwirkungen und behaupten Wirksamkeit. Statine werden millionenfach verschrieben und sind nach wie vor ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie.

Mehr dazu von Dr. David Perlmutter hier in diesem Artikel und in seinem Buch „Dumm wie Brot: Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört“.

Kritik an Statinen von Dr. Ulrich Strunz

Der naturwissenschaftlich arbeitende Molukularmediziner und Autor von Büchern mit millionenfacher Auflage Dr. Ulrich Strunz schreibt in seinem Blog von dem „Betrug an 5 Millionen Deutschen … die täglich Statine einnehmen.“ Eine Studie zeigte, dass „bei den mit Statin behandelten herzkranken Menschen das Risiko für den Herztod um 47% (47!)“ abgesenkt worden sei.“

Aber: Ohne Statine hätte es laut Studien 2,8% Todesfälle gegeben und mit Statine 1,5%. also war die absolute Risikoreduktion 1,3%. Verkauft wird es aber als 47%. Die Methode ist ziemlich altbekannt.

Weiter mit Ulrich Strunz zu den Nebenwwirkungen:

Wenn es nicht tödliche Nebenwirkungen hätte. Bekannt geworden durch Lipobay der Firma Bayer. Wie viel tausend Menschen sind da gestorben? Dabei ist die bekanntgewordene Zahl nichts-sagend. Wer weiß schon, wie viel 1000-de Patienten in kleinen Kliniken auf dem Lande an der siebten ach so notwendigen Tablette (dem Statin) wirklich gestorben sind? Das weiß niemand.

Das war Lipobay. Aber es gibt ja auch Ezetimib. Das hat kalkhaltige Einlagerungen in den Blutgefäßen nicht nur nicht verringert, sondern im Gegenteil: Die Verkalkungen nahmen zu. So eine Studie. Trotzdem schlucken 300 000 Menschen allein in Deutschland dieses Mittel – Tag für Tag (Zitat Erdmann). Hier wird, so der Kardiologe Chefarzt Erdmann, Köln,

hier wird im großen Stil betrogen.“

Wie auf TKP immer wieder warnend berichtet, werden Statine mit verschiedenen Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht, darunter Diabetes, Demenz und Krebs. Der Zusammenhang zwischen Cholesterinspiegel und Herzkrankheiten ist schwächer als allgemein angenommen

Statinmedikamente verringern den CoQ10-Spiegel im Körper. Eine Ergänzung mit CoQ10 oder Ubiquinol  kann für Statinanwender notwendig sein, wobei die Dosierung vom Alter und Gesundheitszustand abhängt.


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Erhöhtes Gesundheitsrisiko durch die Einnahme von Statinen

Gefahren für die Gesundheit ausgehend von Leitlinien in der Medizin am Beispiel Statine

Cholesterin-Senker Statine als Vorbereiter für schweres Covid

Wie Statine das Cholesterin senken und dabei langsam töten

7 Kommentare

  1. Andrweas 23. Januar 2025 um 14:42 Uhr - Antworten

    Guter Artikel. Alles richtig. Etwas mehr Betonung auf die politischen Schlussfolgerungen hätte ich mir gewünscht

  2. anamcara 23. Januar 2025 um 12:45 Uhr - Antworten

    Seit langem sollte jedem, sogar den Abgeordneten, bekannt sein dass:

    “1) Statine Diabetes verursachen ;
    2) ein niedriger Cholesterinspiegel (oder ein durch Medikamente gesenkter Cholesterinspiegel) mit einer erhöhten Diabeteshäufigkeit verbunden ist ;
    3) Diabetes erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Demenz und anderen Unannehmlichkeiten.

    Umgekehrt ist es nach zahlreichen Analysen, Neuanalysen und endlosen Kontroversen für jeden unabhängigen Wissenschaftler offensichtlich, dass Statine das kardiovaskuläre Risiko nicht senken und die Lebenserwartung nicht erhöhen!( (“Hit or miss: the new cholesterol targets” von Dr. Asseem Malhorta, De Logeril.. )

    Man muss schon äusserst engstirnig sein, weitgehend in ominöse Interessenkonflikte verwickelt oder unfähig, sich selbst in Frage zu stellen, um weiterhin Statine zu verschreiben…”

    Den Beweis, dass Statine den Diabetes von Diabetikern verschlimmern findet man in der Studie “Association of Statin Therapy Initiation With Diabetes Progression: A Retrospective Matched-Cohort Study“
    “Die Forscher wählten eine Population aus, die bereits an Diabetes erkrankt war, und wollten prüfen, ob die Einnahme von Statinen bei Diabetikern den Diabetes verschlimmert: Mehr Umstellung auf Insulin? Mehr antidiabetische Medikamente? Mehr Komplikationen vom Typ Hyperglykämie oder Hypoglykämie?

    Das war eine interessante Hypothese.

    Da Diabetiker nach wie vor eine bevorzugte Zielgruppe für die Verschreibung von Statinen sind (da sie ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen haben), war es nicht schwierig, eine große Kohorte zusammenzustellen.

    Ich gebe die Schlussfolgerungen der Autoren wieder:
    Die Einnahme von Statinen wurde mit dem Fortschreiten der Diabeteserkrankung bei Patienten mit Diabetes in Verbindung gebracht – bei Patienten, die Statine einnahmen, war die Wahrscheinlichkeit höher, dass eine Insulinbehandlung eingeleitet wurde, dass sich eine signifikante Hyperglykämie entwickelte, dass akute glykämische Komplikationen auftraten und dass eine größere Anzahl von Medikamenten zur Senkung des Blutzuckerspiegels verschrieben wurde.

    Weil die Daten sehr stark sind (wie es hier der Fall ist) oder frühere Daten bestätigen, die unter anderen Bedingungen gewonnen wurden, muss man schon sehr böswillig sein, um die Fakten zu leugnen!

    Es gibt also keinen Zweifel: Statine verschlimmern den Diabetes von Diabetikern; es gibt keinen nachgewiesenen Nutzen der Verschreibung von Statinen, auch nicht in Familien mit familiärer Hypercholesterinämie, belegt durch mehrere Artikel/Studien vom Autor.

    Für Ideologen schwer zuzugeben!”

    Aus dem Arikel “Statines, cholestérol et diabète“ von Dr Michel de Logeril.

  3. Sabine Schoenfelder 23. Januar 2025 um 12:22 Uhr - Antworten

    Leute ‼️Allein der Begriff „Gesundes-Herz-Gesetz“ ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten….😂🤣
    Ein gesundes Herz per Gesetz ! Wer hatˋs erfunden ??? Die PHARMA ! Wer setzt es um ? Die Lauterbächer und Coronisten !
    Insekten fressen und Haschisch rauchen, im Zimmer lockdownen und Ricarda Lang zur Ernährungsberatung an Schulen schicken…😂🤣👍🏼
    Was brauchtˋs denn noch, um diese Vera.sche zu entlarven ?
    Bewegt Euch, freßt nicht so viel, und wenn, dann einen gesunden Mix 👍🏼, und vor allem bleibt immer OPTIMISTISCH und gut gelaunt..😄💃
    Das sind unsere STATINE…..die sollen doch ihren Dreck selbst einpfeifen….

  4. federkiel 23. Januar 2025 um 12:02 Uhr - Antworten

    Daß ein hoher Cholesterinwert, 200 oder mehr, ein Garant für genügend Vit. D sein soll, das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Ich lese gerade „der große Cholesterinschwindel“, von Anthony Colpo, da man mir auch Statine verabreichen möchte.
    Er schreibt z.B. daß ein hoher LDL Wert, also das „böse“ Cholesterin vor dem Krankenhauskeim – staphylococcus aureus – schützen würde, da das Immunsystem mit einer Infektion zurechtkäme. Das ist doch bemerkenswert, da der Keim ja gegen Antibiotika resistent ist.
    Auch er wütet gegen die „Fetthasser“, plädiert aber im Gegensatz zu sonstigen Empfehlungen für gesättigte Fettäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren würden der Arteriosklerose Vorschub leisten.

  5. Glass Steagall Act 23. Januar 2025 um 11:22 Uhr - Antworten

    Man muss verstehen, dass in Deutschland die Politik immer ganz eng mit der Pharmaindustrie verbunden ist! Nicht umsonst zahlen Deutsche die höchsten Preise für Medikamente weltweit. Die Kungelei zwischen der Pharmalobby und der Politik macht es seit Jahrzehnten möglich! Noch nie hat es eine deutsche Regierung geändert.

    In anderen Ländern kann die Politik eine Preisgrenze einziehen, aber diese gibt es in Deutschland nicht. Die Pharmaindustrie kann selbst die Preise bestimmen. Es liegt wohl daran, dass die Pharmaindustrie ein wichtiger Steuerzahler und Arbeitgeber ist, mit dem man es sich nicht verscherzen möchte. Korruption ist wahrscheinlich auch mit von der Partie!

    Während der Covid-Spritzen-Zeit, war Deutschland mit in den Impf-Skandal verwickelt, weil die hiesige Pharmaindustrie viel Geld mit den Spritzen verdient hat! Mit v. d. Leyen haben wir immer noch eine „Vertreterin der Schande“ in der EU-Kommission sitzen!

  6. Leontinger 23. Januar 2025 um 11:09 Uhr - Antworten

    Wollen „die“ dass die Menschen dement werden?
    Wollen „sie“ dass die Menschen Alzheimer bekommen?
    Mir scheint „die“ wollen das!

  7. Jan 23. Januar 2025 um 11:03 Uhr - Antworten

    Die Frage ist, ob der Bürger so dumm ist, ausschließlich Leute zu wählen und Produkte zu nutzen, die ihm schadet, weil er durch etliche subtile Mechanismen dazu gebracht wurde, oder ob es sich um eine genetische Mutation in Richtung Subordination handelt, die durch die Industrialisierung begünstigt wurde?

    Ich tendiere zu letzterem, da es ja Personen gibt, die Schmäh sofort durchschauen und bei den Proponenten einen, wie Haditsch sagt, „gewissen Betreuungsbedarf“ sofort erkennt – unabhängig von IQ oder Qualifikation. Während andere sich regelrecht als Opfer für Crowleys „Let the slaves serve!“ anbieten.

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