Solar Tsunami belastet Dorf mit 1 Million Euro trotz kompletter Eigenversorgung mit Wasserkraft

13. Dezember 2024von 3,6 Minuten Lesezeit

Die jüngste Diskussion über den Anstieg der Netzentgelte zeigt erstmals sehr konkret die Kostenlawine, die durch die „Energiewende in Nichts“ (Hans-Werner Sinn) auf uns zukommt.

Anhand der Grafik ist auch perfekt ersichtlich, wohin die Reise geht. Das Kleinwalsertal hängt komplett am deutschen Netz, und die sind schon wesentlich weiter in den Wahnsinn vorangeschritten:

Österreich droht eine NEUERLICHE Verdopplung der jetzt schon als zu hoch und belastend empfundenen Netzentgelte.

Ein noch viel konkreteres Beispiel liefert die Tiroler Gemeinde Kematen, westlich von Innsbruck im Inntal gelegen, 3000 Einwohner, ca. 1000 Haushalte. Sie kann das gesamt Dorf GANZJÄHRIG mit Strom aus drei eigenen Wasserkraftwerken zu günstigen Preisen versorgen. Herz und Verstand, was wollt ihr mehr?

Doch das ist nicht gut genug.

Einige wenige Eigenheimbesitzer wollen unbedingt mit Solarpaneelen aus China die Welt retten, um damit Wäsche zu waschen, ihr elektrisches Zweit- oder Drittauto zu laden und vielleicht den Pool zu heizen.

Wenn das im Sommerhalbjahr bei schönem Wetter rasch erledigt ist, will man auch noch durch Einspeisen Geld verdienen. Dieser Strom wird aber in der Regel nicht gebraucht, es gibt dann nämlich schon viel zu viel Sonnenstrom, deswegen fallen ja die Preise an den Strombörsen dann auch ins Negative, man bekommt also Geld für das Verbrauchen von Strom, im Extremfall sogar 50 Cent pro KWh!

Dieses Spiel schafft aber die lokale Netzinfrastruktur nicht mehr.

Und so haben die Gemeindewerke in Kematen reagiert, neu errichtete Solaranlagen müssen so konfiguriert werden, dass eine Einspeisung ins lokale Netz NICHT möglich ist. Der Eigenverbrauch bleibt möglich.

Alles gut? Mitnichten!

Neue gesetzliche Bestimmungen im Geiste der Energiewende zwingen die Gemeinde Kematen die überhaupt nicht benötigte Einspeisung von Solarenergie zu ermöglichen.

Die Investition in neue Transformatoren, etc. beläuft sich auf 1 Million Euro!

Somit muss jeder Haushalt 1000 Euro schultern, damit nicht benötigter Strom abtransportiert werden kann.

Die Gemeindewerke erklären diesen Schildbürgerstreich höflich auf ihrer Homepage.

Aus aktuellem Anlass sei noch auf die Strompreise verwiesen, die entstehen wenn dem Irrglauben gefolgt wird, dass ja eh immer irgendwo der Wind weht:

Gestern, am 12.12.2024 um 17.00 Uhr, kostete Strom im Großhandel fast einen Euro pro KWh! Die Grafik zeigt auch sehr anschaulich, wie Flatterstrom eben nicht funktioniert.

Da wir uns im Winterhalbjahr befinden, nützen auch Solarpaneele nichts, also spricht man von einer Dunkelflaute.

Das hatten wir im November schon ca. 10 Tage und jetzt wieder. Zu beachten bei dieser Grafik aus Deutschland ist, dass auch eigentlich völlig inakzeptable Preise bis 10 Cent grün hinterlegt sind. Alles über 4 Cent ist eigentlich schon rot einzufärben.

Momentan retten uns noch die unter Volllast laufenden kalorischen Kraftwerke in Deutschland und Atomstrom aus Frankreich, wobei erstere in Deutschland in 5 Jahren nicht mehr existieren sollen.

Der CO2 Ausstoß ist dementsprechend:

Electricity Maps | CO₂-Emissionen des Stromverbrauchs in Echtzeit

Es wird nämlich fröhlich gesprengt, ein Beispiel aus Hamburg, 3,5 Mrd Euro, Bj 2015 werden mit Hurra in die Luft gejagt.

Hamburg zerstört funktionierendes Kraftwerk Moorburg trotz drohender Stromlücken

In China geht alle zwei Wochen ein neues Kohlekraftwerk mit modernsten Filteranlagen ans Netz, die nur Wasserdampf und CO2 ausstoßen, welches (un)bekannter Maßen ein Spurengas ist und der Pflanzenwelt als Nahrung dient.

Der CO2 Ausstoß von China wird 2025 mehr als doppelt so hoch sein wie der von EU und USA gemeinsam.

The changing landscape of global emissions – CO2 Emissions in 2023 – Analysis – IEA

Aber Hauptsache wir Europäer retten die Welt indem wir bei uns das Licht ausknipsen und unseren Wohlstand vernichten. Das Problem ist nur, dass arme Menschen sich eben nicht um den Erhalt der Natur kümmern können….

Bild von Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

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5 Kommentare

  1. Varus 13. Dezember 2024 um 11:23 Uhr - Antworten

    Und mit dem Klimawandel hat CO2 nur zu rund 0,01 Prozent zu tun.

    Dazu kommen die Grün:innen mit spekulativen Kipppunkte-Theorien – die eine furzende Kuh, die etwas Methan furzt, und die Welt kippt in den Untergang. Oder die vermeintlich entscheidenden 0,01% – egal, was die Sonne macht. Ein anderer TKP-Artikel zum Thema wurde mit einer Hand bebildert, die Scheinchen kassiert – das Wesentliche dazu.

  2. Sabine Schoenfelder 13. Dezember 2024 um 10:03 Uhr - Antworten

    …😂🤣😂🤣😂🥂.In unserem Landstrich sagt man….s.heiße wemma bleed is….
    Frei ins Hochdeutsche : Schade, wenn man Pech beim Denken hat. 😎🤓

  3. triple-delta 13. Dezember 2024 um 8:34 Uhr - Antworten

    Ihr versteht das alles nicht richtig. Die EU hat die Zukunft nur besser durchschaut, als Ihr alle.
    Wenn die 7 Milliarden Menschen außerhalb der Europas zu mehr Wohlstand gekommen sind und moderner leben, dann entsteht auch der Wunsch nach Tourismus. Und wohin fährt dann der erlebnishungrige BRICSianer? Nach Europa!
    Hier kann er seinen Kindern zeigen, wie die Menschen in vorindustrieller Zeit gelebt haben. Da gibt es eine gewaltiges Bedarfspotential. Wir werden Tausende Mitarbeiter in der Toruismusbranche brauchen, die die Besucher mit Rikschas und Lastenfahrrädern durch die blühenden Landschaften kutschieren. Bin mir aber nicht so sicher, ob unsere doppelt pigmentierten Fachkräfte so scharf auf solche physisch doch herausfordernden Jobs sind.

    • Sabine Schoenfelder 13. Dezember 2024 um 10:07 Uhr - Antworten

      …ja, genau….Sie treffen den Punkt ! Dann reisen die wohlstandsgesättigten BRICSaner nach old Jurrob zu den 1,3 Milliarden Baerbock-Europäern..🤣😂🤣
      ..alte Rotorenblätter glotzen….😁✌️

  4. Daisy 13. Dezember 2024 um 7:25 Uhr - Antworten

    Ja, China verkauft den Europäern Solarpaneele, Windmühlen und E-Autos. Deswegen macht es auch offiziell beim Klimawahn mit. Aber es ist natürlich nicht so geistgestört, sich selbst zu schaden, wie es im besonderen D und in Gefolge auch A machen..

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