
Corona-Theologie und Wahrheit – Warum ich nicht an „die“ Wissenschaft glaube
Spätestens seit der Coronazeit wird von der Bevölkerung ein geradezu religiös anmutendes Bekenntnis zu „der“ Wissenschaft gefordert. Wer diese Glaubenswahrheiten nicht annimmt, gilt als Wissenschaftsfeind und Wissenschaftsskeptiker, das so definierte Themengebiet Wissenschaftsskepsis wird intensiv untersucht und propagiert. Nach der (Theo-)Logik dieser szientistischen Propaganda-Hysterie ist es auch erlaubt Vertreter anderer wissenschaftlicher Theorien als Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme zu diffamieren. Hier einige ironisch-satirische Überlegungen des Althistorikers und Religionskritikers Ronald Bilik zur Wissenschaftlichkeit der Corona-Theologie.
Gerade Corona-Gläubige werden sich bei dieser Einleitung denken: Was soll uns ein Althistoriker über Corona erzählen? Das ist typisch für so einen Schwurbler-Blog. Genau diese Reaktion ist allerdings das Ergebnis der quasireligiösen Propaganda. Genau jene Menschen glauben nämlich blind den Ausführungen von themenfremden Journalisten, fachlich völlig inkompetenten Faktencheckern, Medizinern ohne jegliche Kenntnisse in den Bereichen Virologie bzw. Epidemiologie, oder jenen Einlassungen der völlig fachfremden Wissenschaftskommunikatoren, ohne je – da diese im Rahmen des „metaphysischen“ Narrativs operierten – die Kompetenzfrage zu stellen.
Science ist meins!
Der Bevölkerung „die“ Wissenschaft zu erklären stellt mittlerweile ein karriereträchtiges Berufsfeld dar, und so ist es nicht verwunderlich, dass die Polymer-Chemikerin Mai Thi Nguyen Kim hierfür (neben der Goldenen Clown-Nase) mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.1 Durch ihre umfassende Kompetenz in medizinischen Fragen („Diese C-Impfstoffe sind die am besten überprüften der Welt“; „man schützt damit sich und andere“) und ihr Eintreten für die Impfpflicht, mutierte sie von der Youtuberin und Impfluencerin zur Fernsehmoderatorin im Öffentlich-Rechtlichen, wo sie nun in der Sendung MAITHINK X- Die Show ihr doch sehr naiv wirkendes Wissenschaftsverständnis einem primär relativ jungen Publikum nahebringt und sich unter dem Motto „Science ist meins“ in religiös-szientistischer Verzückung regelrecht in Trance tanzt.2
Angesichts dieser Karriere liegt es auf der Hand, dass nun die gesamte Welt mit Spannung darauf wartet, dass ihr nun endlich auch einmal Althistoriker „die“ Wissenschaft erklärt. Ich erwarte somit stündlich den Anruf des ORF-Generaldirektors um mir ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. In meiner ORF-Wissenschaftsserie werde ich selbstverständlich nicht nur über den (natürlich menschengemachten) Klimawandel aufklären und für die entsprechende Panik sorgen, sondern auch meine umfassende medizinische Kompetenz durch das Erteilen von gesundheitsrelevanten Ratschlägen und Impfempfehlungen unter Beweis stellen. Im Gegensatz zur jungen und modernen Mai Thi Nguyen Kim ist es allerdings – wie es sich für einen verschwörungstheoretisch ambitionierten Rechtsextremen gehört – mein Bestreben Anglizismen möglichst zu vermeiden und ich plane daher dem Sender einen soliden und traditionsreichen, deutschen Titel vorzuschlagen, wie etwa: Ronald Bilik – Der Doktor, dem die Frauen vertrauen!3
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Von den Corona-Gläubigen (und auch den Opfern der Klimahysterie) werde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert, wieso ich „die“ Wissenschaft leugne. Das Grundproblem hierbei ist ein völlig irriges Bild von Wissenschaft, welches durch Politik und Medien vermittelt wird. Daher ist erforderlich eine klare Unterscheidung vorzunehmen in:
a) Das methodische Ideal der Wissenschaft, das sich durch unter anderem durch Evidenz, methodische Prinzipien, Logik und Diskurs auszeichnet,
und
b) die akademische Praxis, die in sehr vielen Fällen von diesem Ideal deutlich abweicht.
Die von Massenmedien und Politik offerierte Corona-Darbietung hatte mit wirklicher Wissenschaft praktisch nichts zu tun, es handelte sich vielmehr um eine geradezu erbärmliche Wissenschaftsshow, die eher an ein Kasperltheater erinnert.
Pseudoexperten und Pharmalobbyisten
Dem Publikum wurden ausgewählte „Experten“ präsentiert, welche das Regierungsnarrativ unterstützten, zu einer Debatte mit Fachleuten, welche andere Positionen vertreten, ist es im Mainstream so gut wie nie gekommen. Bei den sogenannten „Experten“ handelte es sich großteils entweder um Pharmalobbyisten, die allerdings als unabhängige Experten präsentiert wurden, oder um sogenannte Wissenschaftskommunikatoren, deren Funktion offensichtlich darin bestand den Zusehern den ganzen evidenzbefreiten Unsinn, der vom RKI offiziell, wider besseren Wissens und auf politischen Druck veröffentlicht wurde (wir kommen auf diesen Punkt zurück), als „die“ Wissenschaft zu verkaufen. Hierbei wurde wahrheitswidrig ein Konsens behauptet, der dem Forschungsstand grundlegend widerspricht.4
Diese Wissenschaftsshow hatte schon allein aufgrund der Absolutheit ihrer Aussagen und ihres dogmatischen Charakters geradezu sakrale Dimensionen, es handelte sich sozusagen um eine Fernsehmesse für Wissenschaftsgläubige. „Die“ Wissenschaft wurde zu einer sakrosankten Göttin erklärt, diese geschlechtliche Zuordnung ist allerdings rein grammatikalisch begründet, weil angesichts unser gendersensiblen Universitäten nicht eindeutig geklärt werden kann zu welchem der zahlreichen Geschlechter sich diese Gottheit jetzt gerade wirklich zugehörig fühlt. Die Anbetung dieser Göttin sichert die gesellschaftliche Akzeptanz des Gläubigen, der Eintrittspreis in die heiligen Hallen ähnelt allerdings dem Motto, welches der Sektengründer Bhagwan ausgegeben hat:
„Schuhe und Verstand draußen lassen!“
Sapere aude hingegen lautet das Motto der Aufklärung, und wir sollten daher nicht nur unseren Verstand gebrauchen, sondern auch den Mut aufbringen die Kompetenz und Motivation diverser Experten und Institutionen kritisch zu hinterfragen. In vielen Fällen reicht der gesunde Menschenverstand und etliche Sachverhalte sind auch durch recherchieren eruierbar, außer natürlich man ist Mainstream-Journalist und verwechselt googeln mit recherchieren.
Verschwörungssüchtige „Geisterjäger“
Unterstützt werden die Corona-„Experten“ von der sogenannten pseudowissenschaftlichen Basis. Die staatlichen Organisationen und diversen Stiftungen des Großkapitals scheuen keine Kosten und Mühen um einen riesigen Propagandaapparat mit NGO’s, Instituten, Initiativen und Faktencheckern zu betreiben, der im Stil einer Gehirnwaschmaschine den Lesern des Mainstreams ununterbrochen suggeriert, dass es Regierung und Pharmaindustrie gut mit ihnen meinen, die Leit-Medien eine seriöse Informationsquelle bieten und „die“ Wissenschaft uns den Weg zur Wahrheit weist. Und ebenso wird in geradezu inquisitorischer Manier dem Propagandaopfer (quasi ex cathedra) eingetrichtert, dass jeder „Narrativ-Ketzer“ als Rechtsextremer, Verschwörungstheoretiker und Aluhutträger zu betrachten ist. Mit dieser Patholisierung und Emotionalisierung verhindern diese Einrichtungen einen ehrlichen Diskurs und fördern die Spaltung der Gesellschaft, denn wer will sich schon mit Rechtsextremen und Verschwörungsspinnern auseinandersetzen?
In diesem Umfeld bewegen sich auch selbsternannte Verschwörungsjäger wie Michael Butter und Ingrid Brodnig, die von Veranstaltung zu Veranstaltung und von Buchpräsentation zu Buchpräsentation tingeln und „Aufklärungsarbeit“ leisten. Während erstgenannter methodisch ausgesprochen fragwürdige Einordnungen vornimmt um den Kampfbegriff „Verschwörungstheoretiker“ als solchen zu erhalten, gibt zweitere praktische Tipps, wie die braven Bürger mit den bösen Verschwörungstheoretikern und Coronaleugnern in ihrem Umfeld diskutieren können.
Ingrid Brodnig gibt also Ratschläge zu Fragen wie etwa dieser: „Was kann man also machen, wenn man mit jemandem diskutiert, der oder die meint, alle Studien seien gekauft, oder das Renommee namhafter Institutionen wie der WHO oder dem Robert Koch Institut anzweifelt?“5 Hinsichtlich Realitätssinn und Methodik unterscheiden sich diese Verschwörungsjäger von ihren spirituellen Kollegen deutlich weniger als ihnen vermutlich bewusst ist, sie sind allerdings wesentlich besser finanziert. Ihre Tätigkeit wird in Österreich auch durch die Bundesstelle für Sektenfragen unterstützt, womit sich der esoterische Kreislauf schließt.6
RKI-Protokolle. David gegen Goliath
Während derartig naive Vorstellungen von mehrheitlich autoritätsfixierten Persönlichkeiten im sogenannten Mainstream massenhaft verbreitet werden, schaffte es Paul Schreyer vom Multipolar-Magazin einen Teil der RKI-Protokolle freizuklagen, wobei hier ein großer Teil dieser Dokumente nur geschwärzt herausgegeben wurde. Durch einen Whistleblower wurden noch umfangreichere Protokolle ungeschwärzt geleaked. Die endgültige Auswertung dieser Dokumente wird Monate oder auch Jahre dauern. Man kann jetzt schon festhalten, dass das RKI als weisungsgebundene Behörde im Auftrag der Regierung handelte und intern oft ziemlich genau das Gegenteil von dem gesagt wurde, was auf politischen Druck hin nach außen kommuniziert worden ist.
Zitat RKI-Protokoll vom 10.09. 2021: Eine derartige Einflussnahme seitens des BMG in RKI-Dokumente ist ungewöhnlich. Die Weisungsbefugnis des Ministers bei technischen Dokumenten wird rechtlich geprüft. …da das BMG die Fachaufsicht über das RKI hat und sich als Institut nicht auf die Freiheit der Wissenschaft berufen kann. Die wissenschaftliche Unabhängigkeit des RKI von der Politik ist insofern eingeschränkt.“
(Pseudo-) Wissenschaft als Marketing-Instrument
Die Aufgabe des RKI war es also in erster Linie politische Entscheidungen als wissenschaftlich begründet zu verkaufen. Die Vorgangsweise erinnert an jene Formel, die vom Panikpapier-Mitautor Heinz Bude zum Zweck der Herstellung von Folgebereitschaft gefunden wurde („Wir mussten ein Modell finden, das so ein bisschen wissenschaftsähnlich ist“)7. Mit der Veröffentlichung der Protokolle war die Bombe geplatzt und die Mainstream-Medien versuchten tendenziell (in unterschiedlicher Gewichtung und mit verschiedenen Strategien) ihren Konsumenten die Brisanz dieser Dokumente vorzuenthalten, und das offenbar mit Erfolg, weil der Großteil jener Menschen, welche sich über die sogenannten Leitmedien informieren, von diesem Skandal so gut wie nichts mitbekommen hat.
Ein weiterer Faktor für diese Ignoranz ist im Bereich Psycholgie zu suchen. Abgesehen von der Sättigung des Durchschnittskonsumenten mit dem Corona-Thema, werden derartige Ergebnisse, welche dem eigenen Weltbild grundlegend widersprechen, auch unbewusst ignoriert. Und wer möchte sich schon gerne eingestehen, dass er von seinen „seriösen“ Quellen jahrelang betrogen wurde, die Schwurbler recht hatten und man selbst – basierend auf diesen falschen Informationen – Entscheidungen für sich und andere getroffen hat, deren Konsequenzen noch überhaupt nicht absehbar sind.
Während die Welt mit dem Märchen vom Killervirus und von Modellierern mit dystopischen Zukunftsszenarien in Atem gehalten wurde, die im wahrsten Sinn den Teufel an die Wand gemalt haben, stellte das RKI intern fest, dass man Corona nicht mit der Grippe vergleichen könne, weil Corona dafür zu harmlos sei! Die völlig unrealistischen Risikoeinstufungen wurden von der Politik diktiert. Man wusste intern von den teilweise oftmals tödlichen Nebenwirkungen der Spritzen und es war auch völlig klar, dass es gar keine Pandemie der Ungeimpften gab, während in der Öffentlichkeit die G-Regeln und die Sicherheit der Impfstoffe propagiert wurde.
Die Motivation für diese moralisch mehr als bedenkliche Vorgangsweise bestand in der Angst, dass die Politik zukünftig auf die Mitwirkung des RKI verzichten würde. Das Wissenschafts-Narrativ war also nichts anderes als die akademische Ausformulierung eines evidenzlosen, politischen Diktats und die vorliegenden Dokumente sind in Druckerschwärze gegossene Verschwörungspraxis! In Analogie zum diesbezüglichen Fachausdruck im Journalismus, erscheint es angesichts dieser Evidenz legitim hier von „Embedded Science“ zu sprechen.8
Bundesverdienstkreuz als Warnung vor der „Plörre“
Die Biologin Sabine Stebel hat sich ausführlich mit den Unterlagen zur Herstellung des Bion Tech-Produktes auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieser Protein Engineering-Spezialistin hinsichtlich der Kompetenz der Firmeninhaber und der Methodik des Forschungs- und Herstellungsverfahrens fällt vernichtend aus. Nach der Lektüre ihres spannenden Buches „Endlich mit Profis arbeiten oder Ugurs Geständnis. Lektürehilfe zu Projekt Lightspeed“ wird es sich jeder sehr gut überlegen, ob er sich diese „Plörre“ (O-Ton Sabine Stebel) injizieren lässt.9
Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Ugur Sahin und Özlem Türeci könnte daher auf den ersten Blick kritische Bemerkungen provozieren. Auch hier gilt es das Gesamtbild im Auge zu behalten. Mit dem Bundesverdienstkreuz wurde nämlich nicht nur Mai Thi Nguyen Kim, sondern auch die Vorsitzende der Ethikkommission, Alena Buyx, ausgezeichnet, die Hasstiraden gegen Ungeimpfte vom Stapel ließ, für die Impfpflicht eingetreten ist und keinerlei Augenmaß für den Rechtsstaat und Verhältnismäßigkeit gezeigt hat. Etliche ihrer Aussagen zeugen von fachlicher und ethischer Inkompetenz und sowohl Mimik als auch Blick ließen bei so manchem Zeitgenossen die Frage aufkommen, ob diese Frau auch nur ansatzweise registriert wovon sie redet. Daher kann man den Verantwortlichen für die Verleihung dieser Auszeichnung an die Bion Tech-Gründer gar nicht genug danken. Viel deutlicher kann man seine Mitmenschen nicht warnen!
Die Republik und ihr Finger
Die Corona-Wissenschafts-Show war eine Herabwürdigung der Wissenschaft und eine Beleidigung für die menschliche Vernunft. Aber sie erfüllte ihren Zweck. Gerade die Spitzen der Gesellschaft nahmen – unterstützt vom sogenannten „Desinfektionsjournalismus“ – die neue Religion dankbar an.10 Sie fühlten sich – durch „die“ Wissenschaft bestätigt – als eine Art „Gemeinschaft der Heiligen“, welche solidarisch agiert und als Repräsentanten der Republik die Demokratie gegen den „Blinddarm der Gesellschaft“ verteidigt. Von dieser Position aus wurde gefordert, dass die gesamte Republik mit dem Finger auf die Ungläubigen und Demokratiefeinde zeigen solle.
Heute erscheint dem Betrachter die „Gemeinschaft der Heiligen“ eher als eine fast bemitleidenswerte Truppe der Gelackmeierten und die beschworene Republik der Wissenden und Anständigen eher als eine Fiktion im Sinn des Wolkenkuckucksheims. Derbere Zeitgenosse werden in diesem Zusammenhang wohl eher von einer „Klugscheißer-Republik“ sprechen. Das Wertvolle aber an der Coronazeit ist die Erkenntnis, wie leicht und fanatisch die sogenannte Elite irgendeinen Blödsinn nachplappert und Corona ist diesbezüglich anscheinend kein Einzelfall. Die fröhliche Verschwörungs-Jagdgesellschaft der Wissenschaftsgläubigen hat sich jedenfalls bis auf die Knochen blamiert. Der Corona-Aberglaube ist vermutlich die am besten widerlegte Religion der Weltgeschichte.
Götzendämmerung der falschen Wissenschafts-Gottheiten
Was ist nun die Konsequenz für „die“ Wissenschaft? Der Kaiser ist nackt oder, um in der obigen Analogie zu bleiben: Die Göttin gleicht nun eher einer Stripperin, die nicht nur das letzte Stück Stoff abgestreift hat, sondern deren Silikon-Implantate bereits den Weg in das Publikum gefunden habe. Aber der Weg in die Boutique ist nicht weit und so ein Termin für eine Schönheits-OP ist rasch fixiert. Die Göttin ist somit in der Lage ihren Sirengesang sehr rasch wieder fortzuführen und es wird wieder Unbelehrbare und potentielle Schiffbrüchige geben, welche diesem Trugbild auf den Leim gehen. Hoffen wir daher, dass endlich die Göttinnen-Dämmerung begonnen hat!
Referenzen
1 https://goldene-nase.org/1-goldene-clown-nase-award/, s. auch: https://goldene-nase.org/mai-thi-leiendecker-nguyen-kim/
3 Für die jüngeren Leser: Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen, war eine deutsche TV-Arztserie mit sehr viel und Romantik, Herz und Schmerz, die von 1995 bis 2001auf RTL ausgestrahlt wurde.
4 Hierzu Ulrich Kutschera, Der Corona-Wahn: Schluss mit Virus-Angst, Ekel-Masken und Impf-Manie, München 2022.
5 Ingrid Brodnig, Einspruch! Verschwörungsmythen und Fake News kontern-in der Familie, im Freundeskreis und online. Strategien und Tipps, damit Fakten wirken, Wien 2021, S.106.
6 https://tkp.at/2023/02/20/regierungskritiker-als-sektenmitglieder-anmerkungen-eines-religionskritikers-zum-aktuellen-sektenbericht/
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Dr. Ronald Bilik studierte Alte Geschichte und Philosophie. Seine Dissertation verfasste er als Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er war jahrelang Vizepräsident des Humanistischen Verbandes (vormals Freidenkerbund) und Chefredakteur der Freidenker-Zeitschrift. Ronald Bilik arbeitet im Trainings- und Personalbereich und war unter anderem Personalchef des Roten Kreuzes/Niederösterreich. Er verfasste etliche Artikel zu den Themen Christentum und Islam und ist Autor des Buches Pandemische Irrtümer. Kritische Bemerkungen zur erfolgreichen Missionierung der Corona-Gläubigen. Zu diesem Thema gab er auch Interviews beim Kontrafunk und bei Punkt Preradovic.
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Die NR-Wahl 2024 – ein Demokratie-Desaster!
Man kann es den Zeugen Coronas und Klimaapokalypse nicht oft genug sagen: Ihr folgt nicht „der“ Wissenschaft, sondern einer Darstellung der Medien von etwas, was diese für Wissenschaft halten. Ich stand schon neben Journalisten am Buffet, die gejubelt haben, dass Harald Lesch ein Glücksfall für die Medien sei. Ich übersetze das so: Echte Wissenschaftler lassen sich nicht zu zugespitzten Äußerungen hinreißen, sondern versuchen, das ganze Bild darzustellen. Das dauert aber länger und soviel Sendezeit haben die Rundfunker und soviel Platz haben die Schreiberlinge nicht. Lesch und MaiLab, aber auch Rahmstorff sind welche von den wenigen, die für öffentliche Aufmerksamkeit die Wissenschaft verraten. Ich schmunzle immer über die Formulierung „Klimawissenschaftler wie beispielsweise Prof. Rahmstorff sagen“. Das klingt so, als könnte man jeden Klimawissenschaftler nehmen, und beispielhaft nimmt man Herrn Rahmstorff. Aber die Wahrheit dürfte sein, dass andere Wissenschaftler mehr aufpassen, was sie öffentlich sagen, deswegen müssen sich die Medien ständig auf Rahmstorff beziehen. Am Ende sind es nur drei Hanseln, deren Ansichten den öffentlichen Klimadiskurs in D bestimmen.
Ganz ähnlich verlief vor 20 Jahren in Schland die Demographiediskussion, die öffentlich überwiegend von Bütteln der Versicherungswirtschaft geführt wurde, darunter auch einigen mit Professorentiteln wie Miegel, Raffelhüschen und Rürup. Den Untergang der Umlagefinanzierung hat man damals mit leicht durchschaubaren halbgaren Argumente herbeigeredet und sich dabei auf „die“ Wissenschaft berufen. Gerade bei Akademikern hat dieses „der Staat kann nicht mit Geld umgehen“ verfangen. Und jeder, der nicht in ein kommerzielles Rentenprodukt einzahlen wollte, wurde von den Medien als unsolidarisch abgekanzelt. Ich sehe da viele Parallelen zu Corona.
Drosten ist noch mal ein Spezialfall. Der kann gut mit Fachwörten um sich werfen und mal dies gegen das abwägen, und erscheint daher wie ein echter Wissenschaftler. Leute sagen dann: Ich verstehe zwar nicht alles, erkenne aber das Bemühen des Herren Professors, die Dinge zu erklären, aber am Ende verstehen das doch nur Experten. Sollen die mal entscheiden.
Aber wenn es darauf ankommt, unterstützt Drosten stets das gewünschte Narrativ, egal ob bei Masken- oder Popel- oder Pikspflicht. Dafür ändert er auch mal ohne Erklärung eine zuvor getroffene eindeutige Aussage.
Halte dich an jene, welche die Wahrheit ernsthaft suchen – und meide diejenigen, die vorgeben, sie gefunden zu haben!
Alter Spruch.
Wissenschaft ist Nicht- Glauben: Cogito ergo sum
sehr klar dazu Esfeld
https://apolut.net/am-set-vortrag-von-prof-dr-michael-elsfeld-die-rueckkehr-zur-realitaet/
Das Lesen dieses Beitrags war ein Hochgenuss, danke!
Das Establishment weiß das eh alles, aber man sucht nur nach Argumenten für die Propaganda, der man mit diesen Begriffen mehr Autorität verleihen möchte. Hinter uns steht „die Wissenschaft“, we own it. Sie wurde gekauft, um der Agenda einen „wissenschaftlichen“ Touch zu verleihen. Damit erhöht man die Autorität/Macht. So hatte man früher ja auch Gott auf seiner Seite usw.
Die „Wissenschaft“ ist genauso wie „Frieden“ und „Demokratie“ etwas, was keiner ablehnen kann bzw. was als sehr positiv bewertet wird. Wie verleiht Respekt und schüchtert Menschen ein, die auch vor Mathematik Angst haben. Deswegen heißt es jetzt zB, die EU schickt „Friedenstruppen“ in die Ukraine. Die Unterdrückung der Opposition, sie von Ämtern, die ihnen der Wähler zugewiesen hätte, fernzuhalten, und auch die totale Tsänzuhr… dienen der „Demokratie“. Orwell schau owa. „Die Wissenschaft ist sich einig“, ist Nonsense. Eine einige Wissenschaft kanns gar nicht geben, denn sie braucht die Falsifizierung. Die einige Wissenschaft gabs in der katholischen Kirche des Mittelalters, als man sich einig war, dass Frauen keine Seele haben, genauso wie die Tiere. Wem auffiel, dass das so nicht sein kann (mein Peppone, der rote Kater, ist eine sehr starke Persönlichkeit, und extrem gesprächig), der galt als „Wissenschaftsfeind und Ketzer“. So mancher, dessen Haus und Hof man übernehmen wollte, landete daher am Scheiterhaufen oder im Gefängnis. Ja, meine Damen und Herren, so ist der Mensch. Das war der gleiche Menschenschlag, der heute noch in der Corona- und Klimakirche wütet. Andersdenkende als „rechtsextrem“ zu verunglimpfen ist die Vorstufe zum Kerker oder Scheiterhaufen.
Ausgerechnet den übelsten Hetzern Bundesverdienstkreuze zu verleihen, ist natürlich typisch SED-like. Steinmeier steht auf die Bands „Feine Sahne Fischfilet“ und „Tote Hosen“. Da lies dir mal ihre Lyrics durch… Er ist ein Murxist der 68er Drogenszene, weshalb das Kiffen in D jetzt legal ist, bloß in China nicht. Dort hat man einen VW-Manager wegen Drogenkonsums eingelocht und dann des Landes verwiesen. Das ist die De-Entwicklung bzw. Rückläufigkeit D.s unter der Ampel, die sich nicht abwählen lässt, genauso wie bei uns die SEÖ auch die Wahlergebnisse einfach ignoriert, um die „Demokratie“ (Deutsche „Demokratische“ Republik) zu bewahren…
Ich glaube, die Spaltung werden wir nicht mehr so schnell los. Sie soll uns doch davon ablenken, wer wirklich unsere Feinde sind… ein kleines Häufchen altersschwacher Börsenspekulanten, Bankiersfamilien, Royals und anderes grausiges Gewürm..
Guter Diskussionsbeitrag – bis auf eins und da muss ich förmlich einhaken, denn mir reicht dieser Blödsinn langsam, der hier (nicht nur bei Ihnen) so oft zu lesen ist.
Denn Sie machen sogar das Gleiche, was sie ansonsten zu recht kritisieren: Ungeprüft übernehmen, glauben was „man“ sagt bzw. der Mainstream und die Gehirnwäsche. Oder haben Sie mal in der DDR gelebt und falls ja, wie lange?
Ich beinahe von Anfang bis zu ihrem Ende und muss sagen: In DER Hinsicht liegen Sie falsch, wenn Sie das Heutige mit dem dort auf eine Stufe setzen. Es besaß eine völlig andere Basis, ökonomisch wie gesellschaftlich. Äpfel und Birnen.
Das im Artikel Angekreidete hat seine Ursache im Wesen des Monopolkapitalismus, wie er ökonomisch und daher auch politisch funktioniert. Dass Geld, Profit alles sind und alles was ist, auch die Wissenschaft, sich allein danach richtet, wer es und damit die alleinige politische Macht hat. Da sind sogar die Namen bekannt.
In der DDR waren es eben keine Monopole, keine Reichen, denn die Fabriken, Institute, das Gesundheitswesen, die Pharmaindustrie etc., gehörten nicht Einzelnen, nicht Wenigen, sondern all denen, die darin tätig waren. Nicht mal die SED besaß darin die Macht, die im Kapitalismus Banken, bestimmte Monopole usw. besitzen. Nicht annähernd! Zu viel ja, das stimmt, und dagegen hatte man sich aufgelehnt und war sogar in der „Korrektur“, wenn sich nicht „der Westen“ eingemischt hätte, der dann ja (wie woanders auch) seine Chance gewittert hatte. Auf das Gleiche, um was es im Kapitalismus immer geht: noch mehr Geld, noch mehr Profit.
Ich empfehle allen, die meinen zu wissen, ohne zu wissen, sich überhaupt mal mit der DDR zu befassen, und da hat es viele Möglichkeiten, ehe sie selber Mainstream nachplappern.
Wo man im real existierenden S. auch hinsieht, nirgends ist ein Quäntchen Materialismus der Praxis zu entdecken, außer in der propagierten Theorie. Während im Osten kein Denkender mehr wirklich an die Grundlagen der marxistisch-leninistischen Ideologie anhand der täglichen Praxis glauben konnte und diese nur als unbedingt notwendiger Bezugsrahmen – denn ohne irgendeinen solchen geht es nicht – aufrechterhalten wurde, laufen im Westen beamtete Theoretiker und nach ihnen wurzellose Studenten immer noch hinter dem Phantom des Materialismus einher. Etwas angereichert mit freudianischer Psychoanalyse, versucht die Frankfurter Schule um Horkheimer, Adorno und Marcuse dem bereits unglaubwürdig gewordenen „orthodoxen“ Marxismus neues Leben einzuhauchen und erzielt den erstaunlichen Erfolg, dass die im Westen bar aller Bedrückungen lebenden „Intellektuellen“ prompt auf den Materialismus des „Neo-Marxismus“ hereinfallen und sich enorm schick und modern vorkommen, wenn sie statt „Klassenkampf“ jetzt („sozi-ökonomischer Konflikt“ und „antifaschistisches Engagement“ oder „political correctness“ und in weiterer Folge „woke“ sagen. So tief sitzt bereits der materialistische Stachel, dass der Grundsatzirrtum des materialistischen Ansatzes nur zu leicht übersehen wird….
Die erstaunliche Wehrlosigkeit der „bürgerlichen“ Welt dem Marxismus, Leninismus, Stalinismus, Maoismus, Neomarxismus usw. gegenüber liegt im Umstand begründet, dass der Materialismus in liberal-kapitalistischer und anderer „politisch korrekter“ Form das Feld der geistigen Wüste Europas und Amerikas schon so gründlich beackert hat, dass Marxisten sich nicht mehr sonderlich schwer tun zu ernten, was die „Antifaschisten“ bereits gesät haben. Wäre wirklich das Materielle oder gar die Wirtschaft der Motor aller Dinge, dann wäre es schon früher um den Marxismus schlecht bestellt gewesen. Unter den Materialisten hatten es lange die Konsequentesten und Skrupellosesten am leichtesten, nämlich die K…ismus. Eingegangen ist der sowjetischen K. erst, als ein „neuer Lenin“ namens Michael Gorbatschow mittels „Perestroika“ und „Glasnost“ wirklich eine Reform versuchte – und in Reagan und Bush I. auf amerikanische Gegner stieß, die ihre Chancen erkannten.
„Medizinern ohne jegliche Kenntnisse in den Bereichen Virologie “
Das ist doch nur die Fortsetzung des Hypochonders Pasteur und des Verbrechers Koch, die Krankheit als die Verschmutzung durch Erreger des steril sein sollenden Gewebes verstanden und ganzheitlich denkende Mediziner, die das vorhandensein von Mikroben doch anerkannten, sogar in den Tod trieben.
Das ist doch nur, nunmehr das Robert Koch Institut als Denkmal und Prolongation für menschenfeindliche Machenschaften, auch quasi gegründet auf Versuchen mit Menschen und fortgesetzt mit deren Gewinnträchtigkeit.
Das Robert-Koch-Institut trägt seinen Namen völlig zu recht. Robert Koch war ein Verbrecher, der für Profit und Ruhm über Leichen gegangen ist. Das RKI hat sich im Dritten Reich an Verbrechen beteiligt, woran die Mitarbeiter von einer Vitrine vor ihrem Haupteingang jeden Werktag erinnert werden. Und sie haben nichts daraus gelernt. Oder nicht das, was offiziell daraus hätte gelernt werden sollen.
„…..außer natürlich man ist Mainstream-Journalist und verwechselt googeln mit recherchieren….“
Ich fürchte, der Autor unterschätzt diese Misere……;))
Googeln hätte 20/21 absolut ausgereicht, um Ivermectin als verträgliches und vielseitiges Humanpräparat zu identifizieren.
Wir wissen daraus also, dass „Journalisten“ nicht einmal googeln (können oder wollen).
Ansonsten herzlichen Dank für diesen Essay – ich mag es, wenn sich Menschen offenbar etwas von der Seele schreiben. (Spätestens die Seele kommt nicht ohne Ironie und Zynismus aus)
Es ist ohnehin schon schwer genug, über diese Zeit zu lachen……ich genieße daher jedes Schmunzeln extra.
Der Obelisk
Ein Denkmal sollte man errichten,
gebaut aus vier ehernen Seiten,
die sollten wahrheitlich berichten
von Jahren voller Widrigkeiten.
Die Vorderseite sei geweiht
den Opfern und den armen Toren,
die in Merkel- und Ampelzeit
Leben und Gesundheit verloren.
Die wurden um ihr Recht betrogen,
wir es von Diktaturen kennen,
die sogar außer Landes zogen,
die sollte man als Opfer nennen.
Die linke Seite gehört Sündern,
die Grenzen öffneten den Horden,
die jetzt das deutsche Land ausplündern,
die Frauen schänden, Messermorden.
Linksseitig soll man nicht vergessen,
die mit der Gengiftspritze töten,
mit der sie killen wie besessen
sogar im Mutterleibe Föten.
Dagegen auf der rechten Seite,
wie nicht anders zu erwarten,
verewigt sind, die sich im Streite
um Wahrheit, Recht und Freiheit scharten.
An die, die sich dem Wahn erwehrten,
die von Gender- und Klimaspinnern
samt Deutschlandhassern sich abkehrten,
die rechte Seite soll erinnern.
Hinten wird aufgemalt zum Schluss,
die Schuld der Diffamierer,
die dienernd und gewollt dem Stuss
der Macht waren die Applaudierer.
Namen, die Recht mit Füßen traten
im Parlament und in Gerichten,
am Hinterteil die zu verraten,
darauf sollten wir nicht verzichten.
Doch was ist mit zahllosen Schweigern?
Die müssen leben mit dem Schimpf,
dass wir ihnen den Ruhm verweigern,
die wär’n sonst Seite Nummer fünf
Der Obelisk soll jeden mahnen,
wie er sein Andenken bereite,
das Leben schreibt einst seinen Namen
dem Obelisk auf eine oder keine Seite.
Noch ein Tip für die Praxis, der mir eine Menge Zeit und überflüssige Lektüre erspart hat. Wenn sich ein Autor zu einem Thema öffentlich äußert, schaue ich nach, auf welchen Gebieten er bereits gearbeitet und was er dort veröffentlicht hat, z.B. bei Researchgate (https://www.researchgate.net).
Zunächst: ResearchGate wurde wesentlich mit Geldern von Bill Gates aufgebaut. Die Plattform tut sich etwa mit unlauteren Methoden zum Sammeln seiner Daten hervor. So hat ResearchGate beispielsweise haufenweise E-Mails verschickt, die den Eindruck erweckten, als stammten sie von akadamischen Kollegen oder seien von diesen initiiert worden. Den Wissenschaftlern sollte vorgespiegelt werden, ihre Kollegen seien alle schon auf ResearchGate aktiv und hätten dort alle ihre wissenschaftlichen Artikeln hochgeladen und nur der Empfänger des Schreibens sei einer von den wenigen Ausnahmen. Dieser Coup hatte durchaus Erfolg, sodass sich viele Wissenschaftler bei ResearchGate angemeldet und dort ihre Artikel hochgeladen haben – bei einem privaten Datensammler also – die sie sonst auf der Homepage ihres Institutes oder dem universitätseigenen E-Print-Server veröffentlicht hätten. Ein zweiter Coup von ResearchGate ist, alle möglichen Artikelüberschriften aus öffentlichen Quellen einzusammeln und diese auf der eigenen Homepage darzustellen. Da steht also „Artikel XYZ von Autoren ABC“ und daneben „Artikel jetzt im Volltext herunterladen“. Das will ein Wissenschaftler natürlich. Also klickt er darauf und bekommt dann gesagt: Herunterladen geht leider leider leider nur, wenn man sich bei ResearchGate angemeldet hat. Also legt der Wissenschaftler ein Benutzerkonto an. Man braucht ja nur eine E-Mail-Adresse, bevorzugt die bei der Universität, und ein Passwort. Nach Abschluss der Anmeldeprozedur erfährt der Wissenschaftler, dass der Artikel noch nicht so ganz direkt verfügbar sei … man könnte aber direkt über ResearchGate eine E-Mail an den Autor senden, mit einer Bitte, dass dieser seinen Artikel bei ResearchGate hochlädt. Also ihr versteht, wie der Hase läuft …
Fazit: ResearchGate will Social Media für Wissenschaftler sein und arbeitet dabei mit unlauteren Tricks, um Benutzerkonten zu sammeln und Benutzer auf der Plattform zu fangen.
Ganz davon abgesehen, sind es natürlich wissenschaftliche Artikel, die dort veröffentlicht werden. Aber dann müssen wir auch bedenken, dass die Medien Bhakdi und Wodarg stets vorgeworfen haben, sie würden gar nicht oder nicht mehr wissenschaftlich arbeiten und publizieren. Trotzdem sind sie natürlich Experten auf ihrem Gebiet und Wodarg hat sogar schon Erfahrung mit Seuchenmanagement als Gesundheitsamtschef. Das ist weit mehr Erfahrung, als ein Drosten vorweisen kann, der nie sein Labor und seinen Computer mit Gendatenbank verlassen hat. Umgekehrt stören sich Zeugen Coronas nicht daran, dass sich Lauterbachs wissenschaftliche Tätigkeit darin erschöpft, Studienüberschriften zu lesen und in Talkshows zu „publizieren“. Sie stören sich auch nicht daran, dass medizinisch nicht ausgebildete Journalisten darüber entscheiden wollen, welche Experten seriös sind und welche nicht.
„Das Wertvolle aber an der Coronazeit ist die Erkenntnis, wie leicht und fanatisch die sogenannte Elite irgendeinen Blödsinn nachplappert und Corona ist diesbezüglich anscheinend kein Einzelfall“
In der Pollitik ist es auch „anscheinend kein Einzelfall“, sondern eher der Regelfall. Insofern war die Coronazeit wirklich wertvoll und wir sollten die Lehren daraus ziehen: „… wir sollten daher“ – auch in dieser Hinsicht – „nicht nur unseren Verstand gebrauchen, sondern auch den Mut aufbringen, die Kompetenz und Motivation diverser Experten und Institutionen kritisch zu hinterfragen“. Sonst bleiben unsere Interessen auf der Strecke …
Die spanische Inquisition ist zurück. Noch verbrennt sie nicht. Noch begnügt sie sich mit der sozialen Vernichtung. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden.
Trotz Kants Aufforderung sich des Wissens zu trauen, ist es vielleicht verdienstvoll darauf hinzuweisen, dass es dem Menschen nicht gegeben ist zu wissen. So hart das für mache auch sein mag, wir müssen damit leben, das es keine Wahrheit gibt, dass es (manchmal) Wahrhaftigkeit gibt und dass wir dazu verurteilt sind gegenwärtige Wissensstände immer wieder auf den Prüfstand des Denkens zu stellen und ihre Unvollkommenheiten immer wieder und wieder durch neue (bessere) Unvollkommenheiten zu ersetzen.
Das Wissen und die Wahrheit sind in Sokrates Rätsel „Ich weiß, dass ich nicht weiß“ gefangen.
Der bekannte „Irrtum des Irrtum-Korrigierens“…