RKI-Protokolle und die Nicht-Reaktion der österreichischen Politik

6. September 2024von 2,3 Minuten Lesezeit

Die wissenschaftliche Initiative „Gesundheit für Österreich“ will eine Reaktion der Politik auf die RKI-Protokolle. Es brauche unter anderem eine Wiedergutmachung, 

Die wissenschaftliche Initiative „Gesundheit für Österreich“ rund um Andreas Sönnichsen hat sich während Covid geformt, ist weiterhin aktiv und verlangt eine echte Covid-Aufarbeitung. Mit den RKI-Protokollen gibt es neuen Druck auf die Politik. Denn nun ist es belegt, dass die „Maßnahmen“ politischen Interessen gefolgt sind.

In einer aktuellen Stellungnahme fasst man die Bedeutung der RKI-Protokolle für Österreich zusammen: 

Die RKI-Protokolle – egal ob geschwärzt oder ungeschwärzt, ob im Original oder in überarbeiteter Version – lassen allesamt keinen Zweifel: Die Politik gab den Ton in der Pandemie an. Ihre Entscheidungen basierten nicht auf wissenschaftlicher Evidenz, stattdessen verfolgte sie ihre eigenen Ziele.

Das gilt für Deutschland genauso wie für Österreich.

Die weitreichenden Einschränkungen der Grundrechte (Lockdowns, Geschäfts- und Schulschließungen, …) und der körperlichen Unversehrtheit (Maskenpflicht, Testpflicht, direkter und indirekter Impfzwang) hatten keine wissenschaftliche Basis. Für jede einzelne dieser Maßnahmen hätte es fundierte Nutzen-Risiko-Abwägungen geben müssen. Wie die RKI-Protokolle nun zeigen, waren jedoch viele Maßnahmen politisch angeordnet und wurden teilweise gegen die Empfehlungen der RKI-Experten durchgesetzt.

Musterbeispiel Schweden

Ein Land, das wissenschaftsbasiert handelte, war Schweden, wo die Politik den medizinischen Experten folgte und nicht umgekehrt. Gab es für eine Maßnahme keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz, hat Schweden sie nicht eingeführt (z.B. Masken, Lockdowns, Schulschließungen…). Dass dieser Weg richtig war, ist mittlerweile nachgewiesen.

Was, wenn die warnenden Stimmen gehört worden wären?

Zahlreiche Experten warnten auch in Österreich und Deutschland bereits früh vor der Schädlichkeit vieler Maßnahmen, wurden jedoch ignoriert oder diffamiert. Die körperlichen, psychischen und auch wirtschaftlichen Schädigungen großer Teile der Bevölkerung durch die Corona-Maßnahmen waren vorhersehbar und wären vermeidbar gewesen, hätte man wissenschaftsbasiert und nicht politisch motiviert gehandelt. 7

Was es jetzt braucht: Wiedergutmachung.

5 Fragen an die Parteien vor der Nationalratswahl

Die Wissenschaftliche Initiative Gesundheit für Österreich fordert am 5. September 2024 alle wahlwerbenden Parteien zu einer Stellungnahme auf:

  1. Wie werden Sie für die rasche (!) und vollständige Aufarbeitung der Coronazeit in Österreich sorgen?
  2. Welche handelnden Personen werden Sie aus sämtlichen von Steuerzahlern finanzierten Ämtern entfernen?
  3. Mit welchen Maßnahmen werden Sie die Fehler der Regierung wiedergutmachen? (Rückerstattung von Strafzahlungen, öffentliche Rehabilitierung kritischer Wissenschaftler, Ärzte, Juristen, Schauspieler etc, …)
  4. Welche neuen Gesetze und Verordnungen aus der Coronazeit werden Sie sofort aufheben?
  5. Wie wollen Sie sicherstellen, dass Österreichs Souveränität gegenüber der WHO erhalten bleibt?

Die Antworten werden von der Initiative veröffentlicht.

Bild „COVID-19 (Coronavirus) Girl in mask“ by https://www.vperemen.com is licensed under CC BY-SA 4.0.

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9 Kommentare

  1. Martin Lan 6. September 2024 um 18:06 Uhr - Antworten

    Wiedergutmachen kann man die geschehenen Dinge sowieso nicht mehr, das einzige was man machen könnte wäre zu verhindern, das so etwas nochmal passiert. Und das geht nicht mit leeren Worten und Almosenzahlungen. Am besten macht man es so wie die Gericht die gegen Maßnahmenkritiker vorgegangen sind indem sie „Exempel“ statuiert haben. Aber solange die möglichen Urteile nicht abschreckend genug sind werden diese menschenverachtenden Leute weitermachen

  2. Fritz Madersbacher 6. September 2024 um 16:15 Uhr - Antworten

    Es gibt einen Wust an Vorwahl-Interviews mit den Spitzenkandidaten/-innen. So weit ich Berichte darüber gelesen habe, hat die „Pandemie“-Inszenierung kaum eine Rolle gespielt, obwohl sie zweifellos die Wahl-Chancen der Parteien am meisten beeinflusst hat. Nun aber habe ich – sehr zufällig – die Interviews mit den beiden Regierungsmitgliedern in „Servus TV“ gesehen, in denen diese Frage relativ ausführlich zur Sprache kam. Mein Eindruck war, dass die beiden Herrn nach wie vor felsenfest davon überzeugt sind, es mit einer wirklichen Pandemie, nicht mit einer „Pandemie“-Inszenierung zu tun gehabt zu haben. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sich daran – z. B. durch eigene Recherchen – viel ändern wird. Das heißt natürlich, dass Fragen für sie wie die oben gestellten wie aus einer anderen Welt – einer Welt von „Verschwörungstheoretikern – hereinbrechen, denen sie auf Basis ihrer Haltung nur verständnislos / abwehrend gegenüberstehen können. Eine Frage wie „Wie wollen Sie sicherstellen, dass Österreichs Souveränität gegenüber der WHO erhalten bleibt?“ ist für sie eine vollkommen unsinnige Frage, ähnlich der Befragung eine farbenblinden Menschen nach der Unterscheidung von Farben. Für sie ist Kritik an der WHO nichts Anderes als „Schwurbelei“ – da klappen sie sofort die Ohren zu: „Sie sind wie taub, hören, aber verstehen nicht“ (Heraklit, Fragment B 33) …

    • Bernhard 6. September 2024 um 18:36 Uhr - Antworten

      @Fritz Madersbacher
      Auch wenn sich scheinbar nichts bewegt, tut sich doch sehr viel.
      Wenn der österreichische Mensch nämlich merkt, dass Buckeln nach oben sich nicht mehr auszahlt bzw. sogar Nachteile mit sich bringt, wird er naturgemäß von konservativ/stur Richtung anarchistisch/egal verrutschen.
      Ganz schlecht für die WHO, den tiefen Staat und deren – u. a. durch Kurz und Thiel vertiefte – pragmatisierte Verkörperung in Gestalt der ÖVP.

      • Fritz Madersbacher 6. September 2024 um 18:50 Uhr

        @Bernhard
        6. September 2024 um 18:36 Uhr
        Die Wahrheit wird ans Licht kommen, aber sie hat es nicht leicht dabei. Im Fall „Pandemie“ spielt so Vieles mit, das nicht einfach auf Bösartigkeit oder Unfähigkeit zu logischem Denken zurückzuführen ist. Es ist ziemlich mühsam …

  3. rudifluegl 6. September 2024 um 15:04 Uhr - Antworten

    Die Aufarbeitung wurde von denen, die es betroffen hätte, ad absurdum geführt!
    Es gilt nur noch, „Aufklärung“ zu leisten.
    Die Durchsetzung der folgenden Maßnahmen um die Schäden zu mildern, werden einen Rechtsstaat erfordern, der diesen Titel zu recht trägt!

  4. OMS 6. September 2024 um 11:07 Uhr - Antworten

    Eine „Wiedergutmachung“ erfolgt maximal durch Steuergeld. Somit darf der Geschädigte sich seinen Schaden selber wieder bezahlen. Die politisch verantwortlichen wie Kurz, Nehammer, Mickl-Leitner, Schallenberg, Edtstadler usw. usf., welche sich durch besonders grausliche Wortmeldungen in dieser Sache gemeldet hatten und Verantwortung trugen, wie auch Politiker von Rot, Grün und NEOS, werden einer Wiedergutmachung nie und nimmer zustimmen. Da gefriert vorher die Hölle ein!

    • Dorothea 6. September 2024 um 14:31 Uhr - Antworten

      Dazu sei gesagt, auch die Ungeimpften zahlen brav mit, im Falle von Wiedergutmachungen. Diese dürfen sich auch an den Behandlungskosten oder an den vorzeitigen Pensionsantrittskosten der Impfgeschädigten beteiligen.
      Wenn man sich dann auch noch zurückerinnert, dass den Impfunwilligen mit der Verweigerung einer etwaiigen Spitalsbehandlung gedroht wurde, sind diese kritischen Menschen doch recht duldsam.

  5. Dorothea 6. September 2024 um 10:24 Uhr - Antworten

    Damit eine Corona Aufarbeitung nicht zu „übertrieben“ stattfindet, für das werden sich die Impfpflichtbefürworterparteien auf Biegen und Brechen zusammenschließen. Falls es doch zu einer FPÖ Regierungsbeteiligung kommt, wird es halt so ein Durchschlängeln, ähnlich wie in Niederösterreich, werden. Damit hofft man, alle Beteiligten oder Betroffenen gleichermaßen zufriedenzustellen. Deckel drauf und aus. Denn auf den großen Aufschrei der Geimpften wartet man spätestens seit Offenlegung der RKI-Files vergebens.
    „Wiedergutmachung“ ist bei jemanden der sein Leben oder seine Gesundheit, oder das seiner Angehörigen, verloren hat, sowieso ein absurder Begriff. Mitunter ist die Reinwaschung des eigenen Gewissens, den Verantwortlichen höchstens ein paar tausend Euro wert.

    • Gabriele 6. September 2024 um 10:38 Uhr - Antworten

      Aber unser Herr Kanzler hat ja schon pro forma „Fehler“ zugegeben. Zwar inhaltlich nichtssagend und auch unter Garantie nicht so gemeint, aber was schauspielert man nicht alles, um wieder gewählt zu werden…
      Traurig zum Quadrat.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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