
Wie man „ketogene“ Diät dazu bringt schädlich zu wirken
Fragwürdige medizinische Studien, die die Grundgesetze der Naturwissenschaften – Physik, Biochemie, Biologie – einfach missachten, sind mittlerweile Legion. Über so eine „Studie“ erschien ein Artikel im deutschen Ärzteblatt mit dem Titel: „Ketogene Diät erzeugt Organschäden bei Mäusen“. Das kam mir mehr als unwahrscheinlich vor und deshalb habe ich mir die zugrundeliegende Studie angesehen. Sie beweist tatsächlich etwas, aber eher nicht das, was behauptet wird.
Das Ärzteblatt bezieht sich dabei auf einen Research-Artikel vom 17. Mai 2024, also brandneu, in Cell Biology und schreibt einleitend: „Die ketogene Diät, die Kohlenhydrate in der Nahrung (fast) komplett durch Fette ersetzt und die Leber zur Produktion von Ketonkörpern zwingt, ist möglicherweise nicht so gesund, wie ihre Anhänger behaupten. Bei Mäusen kam es in einer Serie von Experimenten in Science Advances (2024; DOI: 10.1126/sciadv.ado1463) zu einer vorzeitigen Alterung der Organe, die allerdings durch Diätpausen vermieden werden konnte.“
Da ich mich selber immer wieder ketogen ernähre, und das auch in der Zeit wo ich mehrere Marathons im Jahr gelaufen bin, habe ich die gesundheitlichen Vorzüge dieser Ernährung sehr genossen, sowie die leistungssteigernde Wirkung geschätzt. Nebenwirkungen und Schäden konnte ich bisher nicht entdecken, auch in der Literatur nicht (zB Der Keto Kompass von den vier Damen Gonder, Tulipan, Lommel und Karner).
Deshalb habe ich mir die Studie von Sung-Jen Wei et al mit dem Titel „Ketogenic diet induces p53-dependent cellular senescence in multiple organs“ (Ketogene Diät induziert p53-abhängige zelluläre Seneszenz in mehreren Organen) angesehen.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Die Einführung äußert sich zunächst mal lobend mit all den bekannten Vorteilen von fettreichen, kohlenhydratarmen (ketogenen) Diäten wie Gewichtsabnahme und Verbesserung von anderen gesundheitlichen Problemen. Es wird beschrieben wie die ketogene Diät die Leber zur Produktion von Ketonen veranlasst, die anschließend als alternative Energiequelle genutzt werden. Es wird weiter bestätigt, dass sich ketogene Diät zur Behandlung von Epilepsie als wirksam erwiesen hat, nützlich ist bei Krebs (Tumorzellen vergären Zucker und sterben ab ohne diesen), entzündungshemmende Wirkungen haben, verbessern die Langlebigkeit und schützen vor Diabetes und Insulinresitenz, Alzheimer und anderen neurologische Erkrankungen.
Was aber hat nun den Mäusen geschadet? Die Studie verwendet ein Fertigprodukt, wie auch in anderen Arbeiten: „Both diets were manufactured by Teklad and were used for all the experiments in this study…“ (Beide Nahrungsmittel wurden von Teklad hergestellt und für alle Versuche in dieser Studie verwendet …).
Weiter unten steht dann mehr dazu: „The primary diet that we used to induce ketogenesis was a Crisco-based KD manufactured by Inotiv Teklad (TD.96355).“ Auf der Webseite von Inotiv finden wir die Rezeptur von der primär verwendeten Diät TD.96355:

Die armen Mäuse. Es wird als Pulver oder Paste bei einer Mindestbestellmenge von 3 kg geliefert, eine Bestrahlung ist auf Anfrage möglich. Die Haltbarkeit wird mit 6 Monaten bei 4 Grad angegeben.
Das hat mit ketogener Kost nicht allzuviel zu tun es ist eher Industriemüll. Denn grundsätzlich gilt: Je mehr verarbeitet ein Nahrungsmittel ist, desto weniger Nährwert hat es und desto ungesünder ist es. Dazu kommen in der Regel Zusatzstoffe für Haltbarkeit oder billigere Produktion.
Es gibt eine grundsätzliche Ursache warum hoch verarbeitete Nahrung ungesund ist. Die Argumentation stammt vom Nobelpreisträger für Physik (2020) Roger Penrose. Der zweite Hauptsatz der Wärmelehre wird auch Entropiesatz genannt und es ist eines der grundlegendsten Gesetze der Physik. Entropie bedeutet eine Maßzahl für Unordnung. Der zweite Hauptsatz besagt, dass man Energie benötigt um Ordnung aufrecht zu erhalten, in unserem Fall den guten körperlichen und geistigen Zustand.
Das gelingt am besten mit Energie der höchsten Ordnung und die kommt nun mal von der Sonne. Auf der Erde wird sie zum Beispiel in der Haut mit Cholesterin in Vitamin D umgesetzt oder in Blättern durch die Aufnahme von CO2 an der Blattunterseite in Zucker und andere Pflanzenstoffe. Jeder weitere Schritt, egal ob ein Tier Grünzeug frisst und Fleisch daraus macht oder ob erhitzt und gekocht, erhöht die Entropie und reduziert die Ordnung. Physiker sprechen vom „Volumen im Phasenraum“ ein Maß für die Zahl der möglichen Zustände – je größer desto mehr mögliche Zustände gibt es, desto höher die Entropie, die Unordnung.
Auf die Spitze getrieben wird die Unordnung in der industriellen Produktion von Fleischersatz, Laborfleisch, Kunstmilch oder Fertiggerichten. Je weiter entfernt von der Natur, je mehr Verarbeitungsschritte nötig sind und je mehr billige Wärme hoher Entropie zugeführt wurde, umso wertloser und ungesünder wird das Endprodukt.
Die Studie beweist also eher nichts über ketogene Kost, aber vermutlich einiges über Fertiggerichte, Kunstfleisch, Labor-Burger, Kunst-Milch und alle anderen in Fabriken erzeugte Produkte. In diese investieren der digital-finanzielle Komplex, die Pharmaindustrie und die EU derzeit Milliarden. Dieser Müll macht alle, die das essen müssen, krank und treiben die Bauern in den Ruin.
Was ist ketogene Kost?
Ketogene Kost wird manchmal auch als „Steinzeit Ernährung“ bezeichnet. In dem absolut lesenswerten Buch mit dem Titel „Dumm wie Brot“ erklärt der Neurologe und Wissenschaftler Dr. David Perlmutter, dass „viele neurologische Probleme offenbar auf einem übermäßigen Verzehr von Kohlenhydraten und einer zu geringen Aufnahme gesunder Fette“ beruhen. Er weist darauf hin, dass der Mensch und seine Vorfahren über Jahrhunderttausende sich überwiegend von Fett ernährt haben, das eben in Pflanzen, Nüssen und Samen reichlich zu finden ist.
Diese Grafik aus dem Buch zeigt die Veränderung eindrücklich:

Der Fettanteil in der Ernährung hat sich von einst 75% auf 20% reduziert, dafür sind Kohlehydrate von mageren 5% auf fette 60% angestiegen. Mehr dazu und zu dem Buch in diesem Artikel.
Überblick über die Lebensmittel, die erlaubt bzw. vermieden werden sollten
In einer Low Carb Ernährung sind vor allem Lebensmittel erlaubt, die reich an Proteinen und gesunden Fetten sind. Dazu gehören:
- Fleisch: Rind, Huhn, Pute, Lamm, Schwein
- Fisch: Lachs, Thunfisch, Sardinen, Hering
- Eier
- Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse, Leinsamen, Chia Samen
- Milchprodukte: Sahne, Joghurt, Käse
- Obst: Avocados, Kokos, Beeren
Grundsätzlich sollten Lebensmittel vermieden werden, die reich an Kohlenhydraten sind. Dazu gehören:
- Brot und Pasta aus Weizenmehl
- Haferflocken und andere Getreideflocken
- Kartoffeln und Reis
- Zucker und Süßigkeiten
- Obst mit viel Fruchtzucker wie Äpfel und Bananen
- Fertiggerichte
Mehr dazu in diesem Artikel.
Literatur: Der Keto Kompass sowie „Dumm wie Brot“
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Low Carb: Der Weg zu einer gesünderen Lebensweise
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Ich habe super gute Erfahrungen gemacht mit meinem selbst gebackenen Biobrot (Braunhirse, Gerste, Roggen, Dinkel, Hafer) zusammen mit Butter, Mett und Zwiebeln. Da sind die Kilos nur so gepurzelt, 12% Gewichtsabnahme in einem Jahr, unter Zunahme von und deutlich festerem Bindegewebe und stärkeren Muskeln, und der Bauch ist weg…
Man wird zäher und hagerer dabei, aber fühlt sich mit der Zeit 10-20 Jahre jünger…
mir wird nach einer Woche Keto auch kotzübel, das fette Zeugs widert einem an, der Körper schreit weiter nach Kohlenhydraten, obwohl man gerade gegessen hat und meine Frau sagt, ich sehe miserabel aus. Also so richtig passen dürfte es nicht generell.
Effektiv ist es zum Abnehmen aber schon: man verzichtet auf Alk, auf Süßes und in Kombination mit 2-3h Ausdauersport/Tag purzeln die Pfunde recht schnell und vor allem auch dauerhaft. Aber länger als eine Woche ist diese Art von „Diät“ für mich auf keinen Fall.
Und nein, ich habe mich an die Empfehlungen gehalten: 70% der Kalorienaufnahme aus Fett, möglichst hochwertig (Avocados, Nüsse, fettiger Fisch).
Ich hab das auch mal 2 Wochen lang gemacht, eine Mischung aus Fleisch gebraten und Carpaccio, also roh. Ging eigentlich ganz gut, und ich kam mir vor wie der Ur-Warrior. Dann hatte ich die jährliche Gesundenuntersuchung und mein Arzt hat mich gefragt, was mit den Entzündungswerten in meinem Blut los sei. Ob ich irgendwas extremes mache, oder eine schwere Krankheit hatte… das war dann das Ende meiner Fleischphase.
rohes Rind ist aber auch übel, ein Faktor für Darmkrebs (man vermutet, es liegt an Phagen bei Rindern). Rind immer well done essen.
Und dann noch mit Maisöl ( egal welches Seed-Oil) pures Gift, man beachte die Herstellungsmethode.
Ich habe mal eine Ätkins Diät gemacht 3 Wochen, zusammen mit meiner Partnerin, die es 2 Wochen nur machte.
Also wir aßen nichts weiter als Fleisch.
Man sagte damals, diese Ernährung sei großartig.
Nach 4 Tagen war es schwer sich übrhaupt etwas zu essen machen zu wollen.
Nach einer Woche, kamen wir uns total überfrachtet vor. Wir waren müde und schwach und wurden kränklicher.
Nach 2 Wochen waren 2 Treppen wie ein Marathon. Oben angekommen, waren wir total erledigt.
Meine Frau brach ab, ich machte weiter, weil ich wollte es eben wissen.
Mein Sexualdrang stieg in ungeahnte Höhen(meine arme Frau damals), meine Energie ebenso abwärts.
Es wurde nicht besser, ich fühlte mich eher wie ein totales Wrack und das irgendwo in den Ende 20ern…
Dann aß ich 2 Orangen.. Ich spührte förmlich, wie mein ganzer Körper zum Leben erwachte und mich die Energie und die Kraft durchdrang.
Wir probierten dann einige Zeit später eine pflanzliche rohe Kost aus, mit oftmals rohen Früchten und etwas Salat(Salat in Form von generell Gemüse-Salate ohne Öle/Fette).
Hier gab erstmal absolut keine Probleme, sondern alles wurde besser. Sämtliche kleinen Leiden verschwanden und man war sehr gut drauf, sprang die Treppen hoch, alles wurde besser.
Dennoch gab es irgendwann einige Nachteile.
Nach Monaten merkte man, dass man 1. etwas zu sehr an Gewicht verlor und 2. dass die Früchte aus den Märkten nicht das liefern können, was man alles braucht, weil hier und da die Tiefenkraft langsam abnahm, obwohl man insgesamt noch gut drauf war. Es fehlten also ein paar Nährstoffe.
Die Frage stellt sich, ob es mit Früchten aus der Natur selbst, vollreif, Insektenkontakt(also auch Larven und kleine Würmer hier und da die man alle mitisst dann) besser laufen würde. Dies kann ich aber nicht durch Erfahrungswerte vermitteln, weil ich in einem Land lebe, wo das nicht funktioniert. Da müsste ich in einem Land im Süden leben, wo es das ganze Jahr machbar wäre und es dann austesten.
Und 3. gibt es mit zu lange zu oft sauren Früchten essen, immer Zahnprobleme, weil die Säuren der sauren und halbsauren Früchte auf Dauer, den Zahn wegschmörgeln.
2 Tage am Stück saure Früchte ok, 1 Woche .. keine gute Idee, will man seine Zähne nicht so ramponieren wie ich. Das passiert zwar nicht binnen einer Woche aber wenn man dies Jahre betreibt, wird der Besuch beim Zahnarzt häufiger werden..
Eine kleine Hilfe hierbei ist, sofort nach dem Verzehr den Mund 1-2x 10 Sekunden mit Wasser durchzuspülen, vor allem den Zahnbereich eben. Das hat sich als gute Hilfe erwiesen, aber dennoch rate ich vom Dauerverzehr saure Früchte ab.
Saure Früchte haben aber einen riesigen Vorteil, sie haben die stärkste Reinigungswirkung auf den gesamten Organismus. 2-3 Tage nur Weintrauben aus guten Quellen und ordentlich gereinigt(im Traubenanbau wird weltweit weit mehr als 65% des gesamten Fungizid-Mittel-Einsatzes benötigt) und man kann sich sehr gut innerlich in den Reinigungs-Modus begeben. Äpfel haben eine sehr gute Wirkung auf die Darmreinigung.. Ein paar Tage nur Äpfel und man hat einen sauberen Darm, wenn er nicht schon absolut entartet ist.
Abraten würde ich von so einer radikalen Umstellung aber, wenn man selbst älter ist, oder sehr schlecht ernährt. Wenn durch saure Früchte dann die Reinigung einsetzt, befinden sich die vielen schädlichen abgelagerten Stoffe wieder im Kreislauf um ausgeschieden zu werden und das kann und wird es auch, zu starken Reaktionen führen und teilweise zu Organüberlastungen.
Süße Früchte haben hier den Vorteil eine sanfte Variante der Entgiftung zu starten und sind mit den Trick des Wassers nach dem Essen, wesentlich ungefährlicher für die Zähne. Süße Früchte sind z.B. Bananen, Kakis, frische rohe Datteln.
Abzuraten, und das absolut, ist immer die Kombination von aller Arten von Fetten/Ölen mit Zucker auch Früchten, auch wenn man es jeden Tag wechselt, ist das zu kurzfristig, da diese Kombi nicht nur dick macht, sondern sich gegenseitig blockiert und dazu die Gefäße verschliesst und Diabetes ebenso stark befeuert. Fette und Zucker sind sehr schlecht, auch und gerade in Form von starkehaltigen Kohnehydraten in Form von Brot.
Auch Obst nicht kombinieren, es ist immer besser Monokost je Mahlzeit zu betreiben und dann auch nicht laufend obendrauf zu essen, das erzeugt nur Gärungsprozesse und schnell Hautschuppen und wie eine Art Kater-Müdigkeit.
Es gibt noch so einiges zu beachten .. ich muss nur leider los und kann nicht weiter meine Erfahrungen weitergeben.
Es dauert bei manchen bis zu drei Monate um ‚fat-adapted‘ zu werden und fettig soll das Essen auch sein. Am besten man verzichtet erst mal auf Brot, Nudeln, Kartoffeln & co. oder reduziert diese sehr. Früchte würde ich anfangs gar nicht essen, außer vielleicht Zucchini (ist eine Frucht), weil verhindert die Ketose. Tomaten und Karotten haben schon zu viel Zucker und sind daher nicht keto-freundlich. So lange man signifikant viele Kohlehydrate zu sich nimmt, verbrennt der Körper kaum Fett und schreit nach Glukose. Dies führt dann oft zu Diabetes Typ 2, Fatigue Syndrom & co. Sobald man fat-adapted ist, kann man auch Kohlehydrate wieder in Maßen konsumieren und z. B. einen Cheat-Day einführen.
Atkins ist nicht gleichzusetzen mit ketogener Ernährung! Atkins ist eine Diätform, die nicht dauerhaft umgesetzt werden kann und sollte. Ketogene Ernährung dagegen ist dauerhaft problemlos umsetzbar, sofern sie richtig umgesetzt wird.
Dass die Energie bei Atkins so eingeknickt ist hat zwei Ursachen:
Einerseits legt Atkins wert auf proteinreiche, aber parallel auch eher fettarme Kost (bzw. nicht fettreich genug). Wenn man dem Körper aber den Energielieferanten Kohlenhydrate wegnimmt, dann braucht man zwingend Ersatz in Form von Fett – das Protein kann das nicht ausreichend abfedern. Die Energie lief also wortwörtlich leer nach der Zeit. Deswegen ist Atkins entsprechend nicht wirklich optimal, schon gar nicht als dauerhafte Ernährung.
Davon abgesehen ist Atkins nicht „nur Fleisch“, wie ihr es umgesetzt habt. Es sollen durchaus auch (sehr nährstoffhaltige) Eier und kohlenhydratarmes Gemüse gegessen werden.
Andererseits braucht der Körper Zeit für die Umstellung in den Fettstoffwechsel und vor allem für dessen Optimierung. Bis dahin befindet er sich im Kohlenhydratentzug und die sogenannte Keto-Grippe mit entsprechenden Symptomen ist auch kein Ammenmärchen sondern durchaus real. Sie kann meist durch Elektrolytergänzung (vor allem Kalium) abgefedert werden.
Die Optimierung der Ketose kann übrigens bis zu mehreren Monaten dauern, 2-3 Wochen sind also dafür viel zu kurz. Genau wie ihr geben entsprechend viel zu viele Leute mitten in der Umstellung auf und ziehen dann auch bei korrekter ketogener Ernährung exakt das gleiche Fazit: keto ist ungesund. Ist aber falsch, man hat(te) nur nicht alle nötigen Infos über die Vorgänge und deshalb leider falsche Schlüsse gezogen und verfrüht abgebrochen.
Also bitte erst richtig informieren.
Mich überzeugt der Artikel nicht.
Haben die Mäuse in der Kontrollgruppe denn keinen hochverarbeiteten „Industriemüll“ erhalten? Nur in diesem Fall wäre das Argument der hochverarbeiteten Nahrung korrekt.
Viel eher springen doch die Inhaltsstoffe „Vegetable Shortening“ und „Corn Oil“ ins Auge.
Würde ich den Fettanteil meiner ketogenen Ernährung hauptsächlich aus pflanzlichem Backfett und Maisöl beziehen, würde ich wohl auch krank.
Es gibt keine Übersäuerung im Sinne der klassischen Säure-Basen-Theorie, das ist eine schon längst überholte Idee von vor über 100 Jahren, die leider so gar nicht mit der Zeit gegangen ist. Entstanden, als Mikrobiom, Stoffwechselprozesse und dergleichen bezüglich ihres Verständnisses noch in den Kinderschuhen steckten. Oder sogar nicht mal das.
Heute ist das Thema vor allem eins: ein prima Markt für dreist überteuerte Nahrungsergänzung und vegane Propaganda. Der Mensch hat über Jahrtausende vorwiegend von tierischen Produkten gelebt, wir hätten es entsprechend nicht ansatzweise bis heute geschafft, wenn diese Theorie so zutreffen würde, wie behauptet.
Was es dagegen selbstverständlich gibt ist ein Mangel an Mikronährstoffen, der in den allermeisten Fällen – oh Wunder – die Symptome der vermeintlichen Übersäuerung verursacht. Zusammen mit Entgiftungssymptomen sowie den Nebenerscheinungen der Reparaturphase, in die der Körper mit der Ketose/dem Fettstoffwechsel wechselt und die logischerweise erstmal unangenehm werden kann. Da schmerzen plötzlich die Gelenke und schwupps ist keto verantwortlich für Gichtanfälle. Oder die Verdauung spielt erstmal verrückt, also kann keto ja gar nicht gesund sein. Dass sich der Körper inkl. Verdauung aber erstmal umstellen muss wie von Benzin auf Diesel und das eben nicht mit einem Knopfdruck erledigt ist (nach oftmals bummeligen drei oder mehr Jahrzehnten dauerhaftem Glukosestoffwechsel, nämlich seit Beikostbeginn im Babyalter), das wird gern ignoriert. Meist wird dann einfach schon mitten in der Anpassung das Handtuch geworfen und keto als ungesund tituliert. Und warum? Weil man sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigt und schlicht keine Ahnung hat. Dumm nur, dass sich genau diese halbgaren Erfahrungen dann in den Köpfen halten – genau wie der super eisenhaltige Spinat, der eigentlich nur ein Kommafehler war. Glauben die Leute heute noch.
Insofern ist für die unschädliche Verstoffwechselung von Proteinen auch einfach nur das nötig, was man sowieso anstreben sollte: ein ausreichend gedeckter Bedarf an Mikronährstoffen. Den Rest erledigt unser Körper ganz ausgezeichnet völlig alleine, inklusive des sehr konstanten pH-Gehalts unseres Bluts zwischen 7,35 und 7,45. Auf einen pH-Streifen pinkeln, wie zur Bestimmung der angeblichen Übersäuerung so gern empfohlen, zeigt also nur eins – nämlich dass unser Körper seine Arbeit prima erledigt. Mehr aber halt auch nicht.
Es ist immer dasselbe, man will nur überteuerte Pharma-Diäten an den Mann bringen. Wenn eine Mogelpackung Kakao mit angeblicher Zuckerfreier Hilfe satt machen soll und dabei 30,- bis 40,- Euro kosten, dann ist man schon mal satt vom Diäten-Wahn! Natürliche Diäten aus der Natur sind meist auf den einzelnen Körper abzustimmen, aber ob wirklich hilft, liegt bei jedem selber!
Was ich hier teilweise in den Kommentaren lese, da stehen mir die Haare zu Berge.
Was Protein betrifft, „zu viel“ Protein gibt es nicht. Protein wird zu 100 % in den Zellen verstoffwechselt, was nicht benötigt wird vom Körper, wird wieder ausgeschieden und nicht in irgendetwas umgewandelt.
Ich empfehle für mehr Informationen das Buch „Biochemie des Menschen“ zu lesen.
Kollagen kommt in dem Knochenmark vor, ein schlechtes Bindegewebe kommt meist daher, dass dann zu wenig klassische Suppe aus Knochen mit Knochenmark gegessen wird. Außerdem ist zur weiteren Verwendung von Kollagen Vitamin C, Zink, Magnesium und wenn ich das richtig im Kopf habe, das eine oder andere B-Vitamin notwendig.
Dem Artikel selbst habe ich nur hinzuzufügen, dass Fleisch zwar, wenn man den 2. Hauptsatz der Thermodynamik zugrunde nimmt, es logisch klingt. Aber Fleisch hat auch eine wesentlich höhere Energiedichte als „Grünzeugs“.
Es zählt jedoch nicht nur das, sondern auch sogenannte Lektine. Diese verhindern im Körper die Aufnahme von Nährstoffen und sind der natürliche Fressschutz von Pflanzen. Samen besitzen einen sehr hohen Lektin-Gehalt.
Kollagen-Hydrolysat wird aus der Haut und den Knochen von Tieren gewonnen.
Das was als pflanzliche Alternativen bsw. als „Agar Agar“ verkauft wird besteht aus Polysacchariden und ist daher nutzlos. Es gibt aber auch vegane Kollagen, wo die Proteine (Glycin, Prolin, Arginin und Glutamin) und weitere Zusätze wie Vitamin C, Kupfer, Mangan die zur Kollagensynthese benötigt werden zugesetzt sind. Diese Proteine sind dann synthetisch hergestellt.
Warum sollte sich da eine ketogene Ernährung negativ auswirken? Da ist wohl eher eine Vegane Ernährung ohne Nahrungsergänzungmittel kritisch.
Sehr schöner Artikel! Aber: Die Zutatenliste wurde sehr verkürzt.
Keto heisst, die Energie kommt vor allem vom Fett, es wird eine 1:2-Ratio Protein zu Fett in Bezug auf den Energiegehalt empfohlen. Mit Käse allein ist das nicht zu machen – es sei denn, man hat genug Pölsterchen als Fettreserven. Aber irgendwann sind die weg.
Als ketogen gelten: Kokosöl, Butter von grassgefütterten Kühen, Oilivenöl, Leinöl, Nussöle, evtl. Speck, Avocado.
Zuviel Protein wird in Glukose umgewandelt, daher soll die Zufuhr je nach Bewegung und Muskelaufbau nur mäßig sein.
Healthy Keto erfordert das Essen von täglich 1,5 Litern grünem Blattgemüse, das sind Salat, Kohl, Sauerkraut, Spinat, Spargel usw.
Damit klärt sich auch das behauptete Problem überschüssiger Säuren.
Glukose, die nicht sofort verbraucht wird, bzw. die sehr kleinen Zellspeicher auffüllt, sorgt für einen Insulinschub, der die Glukose in Körperfett umwandelt. Hat sich der Körper auf Glukoseverwertung eingestellt, bekommt man nach Verbrauch der kleinen Zellspeicher erneut Hunger, das Körperfett wird nicht angegriffen, der Körper will Glukose, man bekommt Heißhunger. Mit Keto speichert und verbraucht man Fett in einem durchgehenden Prozeß, Heißhunger entfällt.
Viele dem Fett zugeschriebenen Wirkungen entstehen offenbar nur bei gleichzeitigem Glukoseverzehr durch das Insulin. Ketaner haben meist niedrige Triglitzeride. Sämtliche Studien werden nicht mit Ketaner oder Ketomäusen durchgeführt, sondern mit Personen im Glykosestoffwechsel und häufig auch mit Insulinresistenz.
Der typische Ketaner isst viel bio, da sich die Geschmacksnerven ändern. Zum Entsetzen des Unfelds findet man plötzlich einen ganzen Karfiol mit Butter sehr köstlich!
Quatsch, das hat was mit dem ungünstiges Verhältnis von Glycin und Methionin in Milchprodukten zu tun.
Das bezog sich auf #Gerhard Umlandt
„Nimmt man über die Ernährung zu viel säurebildende Nahrungsmittel (vor allem tierische Produkte wie „Fleisch und Milchprodukte) „zu sich, können diese vom Körper nicht mehr ausreichend neutralisiert werden und reichern sich im Bindegewebe an.“
naja….
friss was dich am leben erhält!
ich hasse futterdogmatismus!
hab verwandtschaft mit ketodiät als lebensnotwendigkeit. hat nachteile. vorteil: man überlebt.
wenn mir jemand sagt, was ich zu fressen habe: du stehst potentiell ab sofort auf meinem ernährungsplan!
ceep your own business, bitch!
Wenn ich das hier so alles lese, v.a. auch in den Kommentaren, dann ist Ihr Kommentar hier noch der vernünftigste. 😄 Am besten ich absolviere vor meiner nächsten Mahlzeit noch entsprechendes Zusatzstudium … Nur bis dahin bin ich verhungert. Ist ja grausam!
Zucker zu Fett und Fett zu Zucker
Zucker zu Aminosäuren und Proteine zu Zucker
Beim Fasten leeren sich die Glukosespeicher in der Leber in ca 24 Std. Dann metabolisiert der Körper aus Protein Glukose für ca einen Tag und dann am dritten Tage fängt der Körper an die guten Rettungsringe in Zucker um zu wandeln. Das ist dann der Ketonzucker. Der braucht kein Insulin, um in die Zellen zu gelangen.
In der Pflanzenblattzelle wird H2O und CO2 mittels Energie in Einfachzucker gewandelt. Einfachzucker zu Mehrfachzucker den Oligo- und Polysacchariden. Ein Stickstoff am Einfachzucker und wir haben eine einfache Aminosäure.
Erstaunlich natürlich und am Ende der Metabolisierungsketten hochkomplex. Von Fetten, über Farbstoffe, Duftstoffe, Formen – das tägliche Wunder in der Natur.
Dem steht der megalomanische WahnSinn einiger Irrer gegenüber ….