3 größer 4 und 7 kleiner 6: Die neue Mathematik des Statistischen Bundesamtes

3. Januar 2024von 15,1 Minuten Lesezeit

Wie kann es dazu kommen, dass ähnliche mathematische Aussagen heute kein Problem mehr darstellen? Die Antwort darauf könnte die Bevölkerung verunsichern …

Ein Teil dieser Antworten könnte die Bevölkerung verunsichern“ – für diesen Satz im Jahr 2015 überschüttete das Internet den deutschen Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit sehr viel Häme. Dieser Satz ist seither für viele ein Synonym für Fragen, die man besser nicht stellt. Dass es derartige Fragen zuhauf gibt, wurde seit 2020 enorm deutlich. Allein für Fragen wurden viele Menschen diffamiert, lächerlich gemacht, in manchen Fällen sogar wirtschaftlich vernichtet. Dass man sie aber trotzdem stellen und sogar gestärkt aus der Situation herauskommen kann, zeigt der Fall des „Erbsenzählers“ Marcel Barz.

Zweierlei Maß bei Sterberaten?!

Marcel Barz, seines Zeichens Diplom-Wirtschaftsinformatiker und ehemaliger Offizier der Bundeswehr mit besonderer Expertise für Datenanalysen stellte sich Fragen, warf daher Anfang 2021 einen Blick auf die Rohdaten des statistischen Bundesamtes bezüglich der Sterberaten im Jahr 2020 und war sofort verunsichert. Das, was er sah, entsprach in keinster Weise dem, was medial als Information zur Sterbesituation aufgrund der Pandemie vermittelt wurde. Noch verunsicherter war er, als er realisierte, dass die von ihm festgestellte krasse Abweichung zwischen den Zahlen in den Rohdaten und denen in den verschiedenen Presse-Aussendungen des Statistischen Bundesamtes offensichtlich kein Fehler war, sondern dazu diente, das politisch gewünschte Narrativ zu stützen.

Sein Video „Die Pandemie in den Rohdaten“ erschien im August 2021 und brachte ihm den Titel „Erbsenzähler“ ein. Im November 2023 erschien „Das Sterbegeschehen in den Rohdaten“, das die Erkenntnisse aus dem ersten Beitrag erneut drastisch bestätigt.

Die Sterberaten waren in der Anfangszeit der Pandemie laut der Rohdaten – wie er seiner daraus abgeleiteten Excel-Grafik entnahm – so niedrig wie nie zuvor. Die Massenmedien vermittelten jedoch das Bild einer massiven Übersterblichkeit, was die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. 2021 und 2022 dagegen gab es insbesondere bei jüngeren Menschen deutliche Auffälligkeiten in den Sterberaten, die man so noch nie zuvor gesehen hatte. Darüber war in den Medien aber kaum etwas zu hören oder zu lesen.

Das ist zusammengefasst das Ergebnis der umfassenden Analysen, die Marcel Barz seit 2021 betrieben und veröffentlicht hat. Wer sich nicht für Details interessiert, kann aufhören zu lesen, er kennt jetzt die wesentlichen Aussagen.

Wer die Hintergründe der Analyse kennen bzw. diese selbst verifizieren möchte, findet die Ergebnisse in unterschiedlichen Ausprägungen im Netz. Für Einsteiger im Bereich Statistik gab Marcel Barz Milena Preradovic ein Interview. Für Fortgeschrittene präsentierte er die wesentlichen Fakten in einem Vortrag auf Youtube

Und für mathematische Profis gibt es einen Artikel auf Multipolar  mit Einzelheiten im Anhang.

Wer jetzt weiterliest, erfährt im Interview, warum sich Marcel diese Arbeit angetan hat, was ihn vorantreibt, mit welchen Schwierigkeiten er in den vergangenen zwei Jahren konfrontiert war und wie er damit umging. Was er sagt, macht Mut, denn er bietet auch Anregungen, was jeder tun kann ohne selbst zum Statistik-Experten zu werden.

Wie kommt man dazu, zu einem der bekanntesten „Experten für Sterbefallzahlen“ in Deutschland zu werden?

Experte bin ich nicht, aber ein fachkundiger Laie dank fundierter IT-Kompetenz. Ich bin ziemlich blauäugig in diese Sache reingerutscht. Eigentlich wollte ich nur einem Freund beweisen, dass er Unrecht hat. 2020 hat er mir gegenüber immer wieder behauptet, dass in den Krankenhäusern nichts los sei, es kein großes Sterben aufgrund der Pandemie gäbe und die Panikmache der Medien völlig irrational sei. Ich wollte ihm anhand der echten Zahlen des Statistischen Bundesamtes beweisen, dass die Lage wirklich kritisch ist. Darum habe ich mir die Sterbefallzahlen heruntergeladen, mit Excel entsprechende Grafiken aufbereitet und war völlig irritiert. Da haute etwas überhaupt nicht hin. Die Grafiken zeigten, dass wir in Bezug auf die Sterbefälle je 100 Einwohner in den Jahren 2019 und 2020 den Tiefpunkt seit vielen Jahren erreicht hatten. Noch nie waren in Deutschland weniger Menschen gestorben als in dieser Zeit. Das war das genaue Gegenteil dessen, was ich erwartet hatte.

Ich befragte Menschen mit Expertise in meinem Umfeld, aber niemand konnte mir diesen Fehler des Statistischen Bundesamtes erklären. Denn die Zahlen der Medien stammen aus deren Presse-Aussendungen, in der die Zahlen „mundgerecht“ aufbereitet sind. Kaum jemand macht sich die Mühe, die Daten selbst herunterzuladen und zu verifizieren.

Bis auf „Data Nerds“ wie Tom Lausen oder Dich. Hast Du Dich an die Behörde gewandt?

Damals noch nicht. Samuel Eckert hatte zeitgleich ähnliche Ergebnisse publiziert und das Bundesamt hatte sich dazu geäußert. Die Reaktionen des Amtes auf seine Anfragen waren äußerst unbefriedigend. In meinen Augen kamen nur Scheinargumente. U.a. wurde gesagt „man könne das so nicht betrachten, da die Daten ja vorläufig seien“. Es ergab für mich keinen Sinn, die gleichen Fragen nochmals zu stellen. Darum ging ich mit „Pandemie in den Rohdaten“ an die Öffentlichkeit, was zu einer regelrechten Achterbahn in meinem Leben geführt hat.

Wieso Achterbahn?

Einerseits wurde ich von allen möglichen Seiten angegriffen und diffamiert, andererseits bekam ich sehr viel positive Bestätigung und bin jetzt mit hochrangigen Fachleuten aus verschiedensten Themenbereichen vernetzt. Es gab intensive Auseinandersetzungen – teilweise in direkter Kommunikation mit der Pressestelle des Statistischen Bundesamtes – teilweise mit dem verantwortlichen Abteilungsleiter Dr. Daniel Vorgrimler auf Twitter bzw. X.

Du sprichst von Angriffen und Diffamierung, was ist da passiert?

Correctiv und Volksverpetzer kritisierten meine Arbeit und beriefen sich dabei u.a. auf Dr. Felix zur Nieden vom Bundesamt. Das hat mich zunächst völlig aus der Bahn geworfen.

Wieso?

Ich kannte diese Art der Angriffe bisher nicht und war einfach entsetzt. Ich kann mich noch genau erinnern: Als der erste Artikel von Correctiv kam, habe ich ihn ausgedruckt, um ihn in aller Ruhe zu lesen. Beim Lesen habe ich dann richtig gezittert. Meinen Namen in Verbindung mit solch üblen Vorwürfen, das macht etwas mit einem. Was sollen die Menschen in meiner Stadt, meine Kollegen und Verwandten von mir denken, wenn sie das mitkriegen? Ich habe gezweifelt, bereut, dass ich das Video überhaupt gemacht habe, mich zwei Tage mies gefühlt und gedacht: „Oh Gott – was habe ich für einen Mist gebaut“. Hätte es einen Knopf gegeben, um alles rückgängig zu machen, hätte ich ihn gedrückt.

Am dritten Tag setzte aber wieder der Verstand ein und ich begann, deren Quellen zu überprüfen. Mir wurde dann sehr schnell klar, dass es nur auf den ersten Blick so aussah, als ob der Artikel genau ist. Für Menschen, die nicht im Thema drinstecken, las er sich beeindruckend. Faktisch war aber nur viel heiße Luft dahinter. Es gab im Vorfeld auch eine Korrespondenz zwischen Correctiv und mir, aber das verschweigen die Faktenchecker. Heute verstehe ich die Strukturen im Hintergrund viel besser und es macht mir nichts mehr aus. Im Gegenteil.

Was heißt denn im Gegenteil?

Ich bin fast ein wenig beleidigt, dass man mir noch keinen Artikel auf Psiram gewidmet hat. Das wäre der ultimative Ritterschlag. Wenn es so weit kommt, köpfe ich eine Flasche Sekt. Aktuell rechne ich aufgrund des neuen Videos jederzeit mit einem Correctiv-Artikel, bin fast irritiert, dass sie mich noch ignorieren. Aber Verschweigen ist wohl als noch größeres Kompliment zu werten, als wenn die Faktenchecker einen jagen. Ich bin heute viel entspannter, was Gegenwind auf X oder Kommentare unter den Videos angeht. Man lernt die Trolle zu identifizieren und zu ignorieren.

Gedanken wie: „Was, wenn die sagen, ‚der ist ein Querdenker‘ oder ‚der ist ein Nazi, der arbeitet für die AFD‘?“ mache ich mir keine mehr. Wenn man das einmal durch hat, agiert man viel stärker und freier. Ich lasse mich von Kampfbegriffen oder Kontaktschuld nicht mehr abhalten. Ist ein Thema für mich relevant, lasse ich mich drauf ein, egal was Medien oder Faktenchecker so von sich geben.

Es ist die immer gleiche Diffamierung, ziemlich einfallslos. „Was tun, wenn der Onkel zu Weihnachten schwurbelt?“, war ja vor Kurzem Thema in einigen Medien. Ob Klimawandel oder Corona – diese Art des Framings oder Kampfbegriffe nehmen selbst immer weniger Menschen ernst, die nicht direkt in unserer Blase sind. Da haben es die Medien einfach übertrieben.

Apropos Medien, hast Du versucht, Deine Erkenntnisse in den Mainstream-Medien zu platzieren?

Aber sicher. Nur leider war ich nicht erfolgreich. Ich schrieb alle Medien an, die mir sinnvoll erschienen – WELT, Spiegel, Focus, Bild, Merkur, ARD, ZDF, MDR und zahlreiche andere. Die wenigsten haben geantwortet. Mit einzelnen gab es noch etwas Austausch, aber am Ende hat keiner berichtet. Meine größte Hoffnung habe ich auf „DIE WELT“ gesetzt. Ich stand im Austausch mit zwei namhaften Journalisten, wir trafen uns im Springer Haus zum Hintergrundgespräch. Ich wurde aber auch nur hingehalten und alles verlief im Sande.

Das war alles genauso erfolglos wie der Austausch mit den Mitarbeitern des Statistischen Bundesamtes oder den ihnen zugeneigten Wissenschaftlern. Mich kann zwar keiner widerlegen, aber sie drehen es, wie sie wollen und stellen die Wirklichkeit auf den Kopf.

Diesen Eindruck habe ich auch. Aber kannst Du das konkretisieren?

Das kann ich. Fakt ist, mit den Rohdaten haben wir eine optimale Datenlage und ich stelle eine simple Frage: Sind es mehr oder weniger Tote als in der Vergangenheit? Aber statt sich – wie für Statistiker üblich – die nackten Zahlen anzuschauen und sachlich zu beschreiben, was man dort beobachtet, kommen von der Pressestelle Antworten, die umfassend begründen, warum die Frage so nicht stimmig ist.

Nehmen wir die erste meiner insgesamt vier Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz, die wie alle anderen im Nichts verlaufen ist. Aus einem längeren Frage- Antwort-Spiel greife ich einfach mal die Nachfrage 6 heraus.

Da frage ich, ab welchem Zeitpunkt den fachlich zuständigen Mitarbeitern bewusst wurde, dass in den ersten 3 Quartalen im Jahr 2020 die niedrigsten jemals in Deutschland gemessenen Sterberaten vorlagen und dass das Jahr 2020 selbst inklusive des vierten Quartals insgesamt ein absolut unauffälliges Sterbegeschehen zu verzeichnen hatte.

Als Antwort auf diese relativ einfache Frage kamen rund 3000 Zeichen Text, die für einen Laien ziemlich unverständlich klingen – mit zahlreichen weiterführenden Links – nur keine Antwort auf die eigentliche Frage. Dabei lässt sich das leicht prüfen. Die ersten 3 Quartale im Jahr 2020 hatten die niedrigsten jemals in Deutschland gemessenen Sterberaten – Punkt. Das war so. Das lässt sich auch mit viel Text nicht wegdiskutieren. Aber man versucht es. Und da merkte ich dann, wie sinnlos dieses Frage-Antwort-Spiel ist. Es kommen keine konkreten Antworten, es kommt nicht einfach ja oder nein. So schafft man dann eben diese neue „Mathematik“, die die Wirklichkeit der Rohdaten auf den Kopf stellt.

Aber im Ton immer sehr höflich, termingerecht und „hochwertig“, also sehr komplex präsentiert. Die Kommunikationsprofis von deren Pressestelle haben wahrscheinlich auch gar nicht die Möglichkeit, vom Narrativ abweichende Antworten geben zu dürfen. Ich wurde von einem befreundeten Professor, mit dem ich mich inhaltlich abstimme, vorgewarnt, dass es sinnlos sei, mit dieser Behörde zu kommunizieren. Das muss ich leider bestätigen. Der Eindruck, dass man die Menschen vom Thema wegbekommen will, drängt sich ziemlich auf.

Du glaubst also, dass man nicht will, dass sich normale Bürger damit beschäftigen?

Ich fürchte ja. Es wird einem ja auch schwer gemacht, Zahlenmaterial, das der Behörde vorliegen muss, direkt zu bekommen. Meine Nachfrage nach den wöchentlichen Sterberaten wurde beispielsweise abschlägig beschieden. Diese lägen nicht vor, man habe sie nur einmalig für eine Sonderveröffentlichung angefertigt. Die Sterberaten musste ich erst mit viel Arbeit und mithilfe zusätzlichen Datenquellen selber herleiten.

Man könnte sagen, Du warst bzw. bist der Behörde ziemlich „lästig“.

Der verantwortliche Abteilungsleiter Dr. Vorgrimler kann meinen Namen sicher nicht mehr hören. Er ist wie ich auf Twitter/X unterwegs, sodass immer wieder ein sporadischer Austausch stattfindet. In diesem Austausch habe ich ihm ein Gesprächsangebot unterbreitet, aber das hat zu nichts geführt. Er muss ahnen, nein wissen, dass die Fakten eher meine Sicht bestätigen. Er hat aber wohl keinen Spielraum und steckt dadurch in einem Dilemma. Aber das ist sein Problem. Immerhin hat er mich nicht blockiert, wie er das beispielsweise mit Prof. Homburg und anderen gemacht hat.

Allerdings beendete er unseren letzten Dialog mit den Worten: „Und jetzt lassen Sie mich in Ruhe arbeiten“, was von mir mit: „Ich werde Sie nicht länger belästigen. Viel Erfolg“, quittiert wurde.

Hattest Du Dir die Reaktion des Bundesamtes so vorgestellt?

Nein. Ganz im Gegenteil. Ich wollte auf Fehler in deren Presseaussendungen hinweisen, dabei eigentlich selbst im Hintergrund bleiben. Von Aktiven, die schon länger in der Öffentlichkeit standen, wurde ich zwar gewarnt, „da beißt Du Dir die Zähne aus – viel Glück“, konnte es aber nicht glauben. Ich ging davon aus, sie würden das einfach korrigieren. Jedem kann ein Fehler unterlaufen, der wird dann einfach korrigiert und die Sache ist erledigt.

Das hört sich nach dem Zugang von Prof. Sucharit Bhakdi an, der davon ausging, wenn er an die Kanzlerin Angela Merkel einen Brief schreibt, würden die Fehlentscheidungen der Regierung revidiert und alles ist gut.

Das stimmt! Anfangs war ich auch so naiv, das zu glauben. Die Realität hat mich aber sehr schnell eingeholt. Ich fühlte mich zeitweise ziemlich machtlos, als ich mitbekam, was in unserem Land alles nicht stimmt. Wieviele Sachen laufen da noch schief? Wieviele Lügen und Verbrechen bleiben noch ungesühnt?

Wie meinst Du das?

Als zahlenkundiger Mensch beobachte ich quasi ein Verbrechen, das angezeigt werden muss. Denn es ist in meinen Augen ein Verbrechen, die Wirklichkeit in den Sterbezahlen derart zu verdrehen, dass man damit die Menschen in Angst und Panik versetzt. Diese Angst wurde ja dann missbraucht, extreme und auch schädliche Maßnahmen gegen den Willen vieler Menschen durchzusetzen. Das ist übelstes Nudging mithilfe amtlicher Statistik unter Federführung des Innenministeriums. Das darf einfach nicht sein.

Zahlreiche Menschen aus meinem Umfeld haben sich impfen lassen, weil sie Angst hatten, an Corona zu sterben. Diese Angst wurde durch die Presse-Aussendungen des Statistischen Bundesamt erzeugt, obwohl die Zahlen es nicht hergaben. Die Verantwortlichen dafür lassen sich benennen.

Ich bin Augenzeuge. Es ist meine Pflicht, dieses Verbrechen zur Anzeige zu bringen – aber es interessiert scheinbar niemanden, obwohl die Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen. Das heißt, der Täter wurde sozusagen auf frischer Tat ertappt und es liegen glasklare Beweise vor – und nichts passiert.

Selbst wenn Professoren öffentlich meine Ergebnisse bestätigen, ist niemand an der Tat bzw. der Aufklärung interessiert. Einige pensionierte Professoren haben das ja bereits getan, andere lassen mir zwar Informationen zukommen, wollen aber ihre C4-Stelle nicht riskieren. Wenn die vierte Macht im Staat noch funktionieren würde, dann würde die sich darum kümmern. Aber da kommt leider gar nichts.

Darum gehe ich jetzt auch offensiv an die Öffentlichkeit. Nur wenn viele Bürger Druck machen, können die Verantwortlichen im Bundesamt den Widerspruch in den Zahlen nicht auf Dauer unter den Teppich kehren. Ich habe alle Argumente vorgetragen, die notwendig sind, die Täter zu stellen, Widersprüche aufzuzeigen und die Fehler zu beweisen.

Je intensiver die Öffentlichkeit das Statistische Bundesamt mit Anfragen und Diskussionen konfrontiert, je größer der öffentliche Druck wird, desto eher erwarte ich eine Änderung.

Du hast zwei Jahre lang in Sterbezahlen „gewühlt“, Dich mit Behörden, Medien und Politikern angelegt, Deine Familie vernachlässigt. Warum tust Du Dir das an?

Am Anfang wollte ich ja bloß meinen eigenen Denkfehler finden. Ich war mir sicher, dass ich etwas falsch mache. Unzählige Diskussionen und Widerlegungsversuche später wusste ich: der Fehler liegt beim Statistischen Bundesamt. Ab da an wollte ich freundlich auf den Fehler hinweisen und um Korrektur bitten. Erst als ich merkte, dass die Verantwortlichen im Bundesamt überhaupt kein Interesse an Korrektur haben und jede noch so sachliche Kritik wegbeißen, war ich getriggert.

Es war ja auch nicht alles schlecht. Mit dem Erbsenzähler-Video wurde ich bekannt und hatte die Chance, sehr viele wirklich interessante Menschen kennenzulernen. Bei uns in der Region entstand ein sehr aktives Netzwerk, das sich auch dank Corona gefunden hat. Wir treffen uns regelmäßig bei Vorträgen und tauschen uns aus.

Und diese Community wird immer größer. Nach den ersten Videos habe ich viele Mails bekommen, in denen man mir schrieb, dass nur durch das Video wieder Gespräche mit dem eigenen persönlichen Umfeld entstanden sind. Man muss es akzeptieren: Jeder findet zum eigenen Zeitpunkt raus aus der Matrix. Viele wollten mich widerlegen und sind dadurch ausgestiegen, da sie feststellen konnten, dass ich Recht habe. 3 ist eben nicht größer als 4, 7 nicht kleiner als 6.

Heute will ich verstehen, wie es zu diesen „Fehlern“ kommen konnte und ich möchte, dass die Verantwortlichen dafür geradestehen müssen. Ich möchte ausschließen, dass wir als Bürger in Zukunft mit politisch motivierten Statistiken geängstigt, gelenkt oder sonst wie veräppelt werden. Nudging, also die Anwendung von Strategien zur gezielten Verhaltensänderung der Bürger, hat in amtlicher Statistik überhaupt nichts verloren. Dieser Verdacht erhärtet sich, wenn man weiß, dass vor 2020 das Sterbegeschehen völlig anders bewertet wurde und erst im April 2020 plötzlich eine neue Methode zur Anwendung kam. Dieser Verdacht erhärtet sich weiter, wenn man weiß, dass das Amt nicht preisgeben will, wer die Verantwortlichen sind, die diese Entscheidungen getroffen haben. Das ist einfach alles sehr verdächtig.

Dann hoffe ich, dass der Druck bald groß genug ist. Vielleicht kann sich das ZAAVV, das sich der Aufklärung verschrieben hat, der Sache annehmen und die Verantwortlichen auf Basis Deiner Daten irgendwann zur Rechenschaft ziehen.

PS: Marcel Barz wartet weiterhin darauf, dass jemand seine Aussagen widerlegt. Challenge accepted?

Bildquelle


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14 Kommentare

  1. […] Andrea Drescher: 3 größer 4 und 7 kleiner 6: Die neue Mathematik des Statistischen Bundesamtes […]

  2. Peter Ruzsicska 4. Januar 2024 um 12:47 Uhr - Antworten

    Leute wie Herr Barz liefern unwiderlegbare Nachweislichkeiten sowie leichtest mögliche Nachvollziehbarkeit ihrer Argumentationen von sperrig trockenen Wirkungsfeldern sozialen Daseinsverflechtungen.
    Und diese in der Tat Wahrheitsmächtigen erweisen sich Kraft ihrer einfachen Taten als gewissenhaft in dero Profess. Indem sie sich schlicht im maßhaftiglichen Rahmen ihrer tatsächlichen Möglichkeiten sorgfältig zu ertätigen wissen, in angemessener Form mittels Beiträgen zum Verständnis von dessen was schlicht der Fall ist.
    Der Gewitzte nehme dies dankbar an.
    Der, welcher dem nichts abgewinne, erheischet seine Fortun sowieso als füderhin in dessen Allärtlichkeit so es ihm beliebe.
    Auch das Gute erzeiget sich immer und überall, selbst dort wo es niemand zu vermuten wagen würde.

    • Otmar 4. Januar 2024 um 14:53 Uhr - Antworten

      Peter Ruzsicska
      4. Januar 2024 at 12:47Antworten
      „Leute wie Herr Barz liefern unwiderlegbare Nachweislichkeiten sowie leichtest mögliche Nachvollziehbarkeit ihrer Argumentationen“

      Na eben nicht. Leute wie Barz liefern Statistiken die aus seiner Sicht die einzig richtigen sind, aus Sicht anderer Stataistiker allerdings schwere statistische Mängen aufweisen.
      Um es ganz einfach zu sagen: Statistiken eines Barz oder Tom Lausen´s werden ausserhalb der Blase, keinen Gehör finden, weil sie von anderen Statistiker anders interpretiert werden.
      Die handelnden Personen werden sich nicht an Statistiken dieser Herrn orientieren.

    • Peter Ruzsicska 4. Januar 2024 um 16:22 Uhr - Antworten

      @ Otmar
      4. Januar 2024 at 14:53

      Da irren Sie fundamentalst als völligst, denn Lausen als auch Barz erklären ihre Methoden lückenlos – Grundprofessionell seriös schlichte Darlegung wissenschaftlicher Methoden des Untersuchungsgegenstandes als auch Nachweislichkeiten dazu.

      Nachgerade das wird von der in grundauffälligst überdehnendsten Herrschaftsdiensten
      sich maßlosest erprächtigendsten Populärwissenschaftsschießbudenfiguren,
      als auch in dünkelhaftest hagestolzillustren Wissenschaftspopanzereien,
      so selbst als auch von eitelsten Pausenclowns der inzwischen vollgänzlichst
      nicht mehr ernstzunehmenden Wissenschaftsverzereinfächlichungserzählerbrigaden öffentlicher Massenpropagandaindustrien schlicht fundamentalgrundsätzlichst als auch nachweislichst vermieden.

      Das mag zwar in erster Linie bloß für Connaisseure in dero geübter Profess weitestgehend nachvollziehbar sein – Doch die Schindmühlen der Tatsächlichkeiten in mannigfaltigsten Ereignisrahmenwirklichkeiten allärtlichster Kaskaderien epischer Sachzwangsexplosionen, erzeigen nicht bloß dem Untertan dessen Unterlegenheit, letztere erweiset sich auch dem Hegemone nichtend.

    • lbrecht torz 5. Januar 2024 um 14:06 Uhr - Antworten

      Da irren Sie sich fundamental, „Herr Ruzsicska“, wenn Sie ernstlich annehmen dass sich der PR-Agent irrt. Der irrt sich nicht, weil er nämlich buchstabengetreu seinen Auftrag erfüllt:

      Eine Figur darstellen, die absolut überzeugt den Mainstream-Narrativen glaubten würde.

      Solche Solomon-Asch-Konformitätsagenten sind überall unterwegs um uns vorzusimulieren, dass es eine vielleicht gar in der Mehrheit befindliche nennenswerte Menge von Menschen gäbe, die ernstlich jeden Schwachsinn glauben würden, nur weil es „von oben“ kommt.

      Nun, es gibt eben diese nennenswerte Menge von Volldeppen nicht. Daher müssen die simuliert werden um Konformität zu erzeugen.

      Wir müssen endlich einen sinnvollen Umgang mit solchen Figuren erlangen. Weder über die zu schimpfen, noch sie einfach nichtmal ignorieren, noch auf sie einzugehen, bringt irgend jemanden irgendwie weiter.

      Bloßstellen. Deren völlig unsinnige, schräge „Motivation“ aufdecken (obwohl diese Figur selbst immer wieder erklärt, dass hier kein „Erfolg“ für sie erkennbar ist, also völlig „hoffnungslos“, macht es immer weiter, mit immer neuen „Namen“ und Accounts, also mit Aufwand und Mühe, warum? für was? … [klar: für Geld natürlich]). Ins Leere laufen lassen. Ne lange Nase drehen, …??? Erst wenn die Chefs von diesen Figuren einsehen, dass diese Scharaden völlig wirkungslos sind, werden die aufhören, dafür Geld zu bezahlten.

    • Peter Ruzsicska 7. Januar 2024 um 14:13 Uhr - Antworten

      @ lbrecht torz
      5. Januar 2024 at 14:06
      Obwohl Sie völlig richtg argumentieren, halte ich es für angebracht, solcher Trolleria gelegentlich öffentlich zu widersprechen – Abgesehen davon, daß Ignoranz gepaart mit gewitzter Obstruktion die garantielos fundamentale Überlebensstrategie im Tagesgeschäften des Inhaftierten in allärtlichen Herrschaftsgehegen darstellt…

  3. Andrea Drescher 4. Januar 2024 um 11:24 Uhr - Antworten

    Kann man so sehen, aber …
    Die Tatsache, dass ihn niemand widerlegt, zeigt vielen immer noch Zweiflern, dass etwas nicht stimmen kann. Und das sind mehr als wir denken. Merke ich in jedem Gespräch, das ich außerhalb der Blase führe …
    Wenn es – irgendwann – zu einer Aufarbeitung kommt, ist sein Tun ein weiterer Beleg dafür, dass „DIE“ es gewusst haben. Und auch das ist sehr viel Wert.

  4. MEDIEN - AustriaInfoCenter 4. Januar 2024 um 2:15 Uhr - Antworten

    […] 03.01.2024    D: 3>4 und 7<6 – Die neue Mathematik des Statistischen Bundesamtes […]

  5. Dr. Rolf Lindner 4. Januar 2024 um 1:06 Uhr - Antworten

    Eins und eins gleich drei

    Weiß nicht, warum sich Deutsche quälen,
    beim eins und eins Zusammenzählen.
    Sagt Obrigkeit, das wäre drei,
    sind viele Deutsche schnell dabei,
    sind regelrecht davon besessen,
    den Mist der Obrigkeit zu fressen,
    und stürzen über jene her,
    in ihren Augen denken quer,
    jene, die finden kein Gefallen,
    den Stuss der Obrigkeit zu lallen.
    Ist an der Spitze kein Gescheiter,
    treibt Obrigkeit es immer weiter.
    Weil unfähig zur Korrektur,
    wird Obrigkeit zur Diktatur.
    Wie weit die Diktatur sie treiben,
    eins und eins wird doch zwei bleiben.

  6. Heiko S 3. Januar 2024 um 21:17 Uhr - Antworten

    Als gelernter DDR-Bürger hatte ich Herrn Barz gegenüber einen riesigen Vorteil. Ich habe diesem Staat nie vertraut, weil ich weiß, wessen Interessen er vertritt. Aber ich kann das Ausmaß des Erschreckens seinerseits nachvollziehen, zu sehen, wie die schöne Illusion des bürgerlichen Wohlfahrtstaates sich in Rauch auflöst. Dass er an dieser Stelle weitergemacht hat, ist das größte Verdienst. Viele andere haben die blaue Pille geschluckt und sind wieder ins System gekrochen.

  7. Schneider 3. Januar 2024 um 20:53 Uhr - Antworten

    Meine Statistik aus dem Jahre 2020 zeigt das Corona kein gefählicher Virus war.
    Die Statistiken des RKI von 2020 zeigen das 97,14% der Verstobenen über 60 Jahre alt waren. Bis Dezember 2020 starben an Corona 30.925 Menschen. 90% = 27.833 Personen waren Pflegefälle. 2020 gab es 4.1 Millionen Pflegfälle, davon lebten 20 % = 825.521 in Pflegeheimen. Es starben in Pflegeheimen 3,37 % Personen aus der Pflegegruppe 3 und 4 an Corona.
    Zieht man von den restlichen 10% (3094 Personen) die unter 60-jährigen (2,86%) ab, sind prozentual dem Pflegdienst (2,38%) und Pflege durch Angehörige (4,77%) zu zurechnen, so werden vom Pflegedienst 24% = 990.625 betreut; davon sind 2,38% = 736 an Corona verstorben (Sterberate = 0,074%). Von 56 % = 2.311.459 (Pflege durch angehörige) verstarben 4,77% = 1.475 (Sterberate =0,064%)

    Diese Statisik haben Die Bundeskanzlerin Frau Merkel, Herr Spahn, Herr Laschet und sämtliche Ministerpräsidenten und verschidee Medien in Form eines öffentlichen Briefes erhalten.

    Ergebnis: keine Rektion

  8. rudifluegl 3. Januar 2024 um 20:31 Uhr - Antworten

    Danke! Das war ein Vortrag mit Zahlen der mich das erste mal beeindruckt hat.
    Ich bilde mir ein ihn das erste mal beim Corona Ausschuss gehört zu haben.
    Ich denke bei einer Sitzungsnummer um die 50 und wollte da nochmals reinsehen.
    Ich finde aber nichts mehr???

    • Frühling 3. Januar 2024 um 23:01 Uhr - Antworten

      Danke für dieses erhellende Interview. Marcel Barz hat eine extrem wichtige Aufgabe übernommen, indem er die Daten seriös aufbereitete. Gut Ding will Weile haben. Es wird der Tag kommen an dem es nicht mehr möglich sein wird, die Augen und Ohren zu verschließen.

  9. Thomas Moser 3. Januar 2024 um 20:25 Uhr - Antworten

    Dieses statist. Bundesamt müsste aufgelöst werden, falls es sich so verhält wie hier berichtet. Wenn in den Pressemitteilungen des Amtes eine andere Aussage gemacht wird als man durch unmittelbare Anschauung der Rohdaten sieht, dann wurden da offenbar “kreative” Modellfilter dazwischen geschalten, die zu solcher Verzerrung führen. Bei Multipolar hat Barz die HeatMap der rohen Sterberaten in den einzelnen Altersgruppen für die letzten 10 Jahre gezeigt. Da sieht man dass bei Jüngeren ab 2021, nicht 2020, die Sterberaten erhöht sind. Das ist ein Sicherheitssignal und hängt wohl mit dem mRNA-Experiment zusammen. Das Amt aber vertuscht das Signal, denn es aggregiert einfach über alle Altersgruppen ohne dabei eine übliche Altersstandarfisierung durchzuführen. Solch ein Amt braucht kein Mensch, es muss durch ein unabhängiges wissenschaftlich arbeitendes Institut ersetzt werden.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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