
Digitales Zentralbankgeld (CBDC) als Gefahr für den Dollar
Der Dollar ist das wichtigste Mittel um die weltweite US-Militärpräsenz zu ermöglichen und zu finanzieren. Gleichzeitig dient der Dollar als Handels- und Reservewährung den USA dazu Sanktionen gegen gegnerische Staaten oder missliebige Unternehmen zu verhängen. Nun kommt man aber offenbar darauf, dass nicht nur die Sanktionen, sondern auch der Trend zu CBDCs die Vorherrschaft des Dollars und damit der USA gefährden, wie ein Artikel im Atlantic Council analysiert.
Das Atlantic Council ist eine Denkfabrik und Public-Policy-Gruppe in Washington, D.C. Ihr Auftrag ist die Förderung der US-Führungsrolle und des Engagements in internationalen Angelegenheiten auf Basis der zentralen Rolle der atlantischen Gemeinschaft bei der Bewältigung der internationalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es zeichnet sich laut Lobbypedia durch die Zusammenarbeit von Wirtschaftsführern global agierender Großunternehmen – größtenteils aus den USA – ehemaligen Regierungschefs und Spitzenbeamten auch aus dem militärischen Bereich aus.
Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) hat ihren Sitz in Brüssel, verfügt aber über ein Datenzentrum in Virginia. Sie ermöglicht es den Vereinigten Staaten, grenzüberschreitende Geldströme zu überwachen und sie dann in New York zu kontrollieren, wo 95 % der weltweiten Dollar-Zahlungen unwiderruflich abgewickelt werden. Das Clearing House Interbank Payments System (CHIPS) ist ein privater Zusammenschluss von dreiundvierzig Finanzinstituten mit einem vorfinanzierten Konto bei der US-Notenbank. Sie wickeln täglich Forderungen in Höhe von 1,8 Billionen Dollar ab und unterliegen dem US-Recht, das es den Vereinigten Staaten ermöglicht, gegen Banken, die sich nicht an die Sanktionen halten, Geldstrafen in Milliardenhöhe zu verhängen. Subimperiale Macht. Clinton Fernandes.
In einem Artikel mit dem Title „CBDCs will further fragment the global economy—and could threaten the dollar“ (CBDCs werden die Weltwirtschaft weiter fragmentieren – und könnten den Dollar bedrohen) macht man sich Gedanken darüber wie CBDC die Dollar-Dominanz und damit die imperiale Vormachtstellung der USA beeinflussen könnten:
130 Zentralbanken, die 98% des globalen BIP repräsentieren, entwickeln CBDCs, und die politischen Entscheidungsträger haben den Proof of Concept hinter sich gelassen und Pilotprojekte in einer Reihe von Ländern durchgeführt.
Auf den USD entfallen 85 % des täglichen weltweiten Devisenhandelsumsatzes von 7,5 Billionen Dollar. Eine verstärkte Interoperabilität zwischen den nationalen CBDCs wird die Abhängigkeit vom USD als Zwischenwährung verringern, was die Verwendung der wichtigsten Reservewährungen in zweierlei Hinsicht reduzieren wird:
- Interoperable CBDCs verstärken die wachsende Tendenz zur Verwendung lokaler Währungen bei bilateralen und schließlich plurilateralen grenzüberschreitenden Zahlungen.
- Eine geringere Nachfrage nach dem USD im Handel kann zu einer parallelen Verringerung der USD-Bestände der Zentralbanken führen. Im Jahr 2001 entfielen 70 % der weltweiten Reserven auf den USD. Heute sind es nur noch 59 %, und Russland und China sind die Vorreiter
- Eine Umstellung der Importeure auf lokale digitale Währungen verringert den Bedarf der Zentralbanken an USD zur Deckung des Devisenhandels. Die Zentralbanken versorgen die Importeure mit Devisenliquidität für drei Monate. Wenn Importeure auf CBDCs umsteigen, müssen die Zentralbanken ihre Bestände an diesen lokalen Währungen erhöhen, um das Handelskonto zu decken, was die abnehmende Abhängigkeit vom US-Dollar verstärkt.
- Die anhaltende Dominanz des USD im Handel ist darauf zurückzuführen, dass es keine Alternative gibt. Viele ärgern sich darüber, dass sie gezwungen sind, die Außen- und Sicherheitspolitik der USA zu unterstützen, da die Beschränkungen für zulässige Gegenparteien bei Transaktionen in US-Dollar zugenommen haben.
- Keine einzelne Währung muss den US-Dollar ersetzen, damit er seine Rolle als wichtigste Reservewährung verliert. Eine allmähliche Umstellung auf mehrere Alternativen führt zum gleichen Ergebnis.
Die Autoren beklagen, dass die USA keine eigene CBDC-Politik haben und dass die der EU unzureichend ist, und kommen zu dem Schluss:
China hat ein System der „verwalteten Privatsphäre“ verkündet, bei dem die Informationen von Unternehmen und einzelnen Nutzern voreinander geschützt werden, aber für die Regierung zugänglich sind. Das Cybersicherheitsgesetz, das Gesetz zum Schutz persönlicher Daten und das Datensicherheitsgesetz schreiben eine strenge Kontrolle der Sammlung, Übertragung und Verwendung von Daten durch Unternehmen und private Organisationen vor, insbesondere die Übertragung von Daten an ausländische Stellen. Das chinesische Regelwerk ist nicht geeignet, als Vorbild für viele andere Länder zu dienen.
Die Schlussfolgerung ist reinste Hoffnung. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sagt, dass sie erst in zwei Jahren ein CBDC einführen wird.
Die chinesische Zentralbank, die reichste der Welt, entwickelte ihre CBDC-Vorlage, ihre Handelsplattform und ihre Vorschriften in Hongkong mit Hilfe eines dort ansässigen technischen Teams der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, der Zentralbank der Zentralbanken. Ihr Entwurf ermöglicht es jeder Zentralbank, ihre nationalen CBDC-Einstellungen zu wählen und zu kontrollieren und zu 100 % mit den anderen Zentralbanken interoperabel zu sein.
In der Geschichte des Westens sind imperiale Staaten immer wieder an Übertreibung und zu hohen Ausgaben gescheitert und wurden durch das übliche Unglück der Schuldner beendet. Washington zahlt derzeit jeden Monat 300 Milliarden Dollar Zinsen auf die Staatsschulden, und dieser Betrag steigt weiter an, während die Rendite von Staatsanleihen bereits bei 5 % liegt.
Was wäre, wenn die USA – politisch, militärisch, sozial, geopolitisch und finanziell geschwächt – den Ukraine-Krieg und den Reservestatus des Dollars im Jahr 2024 verlieren, einem Wahljahr, in dem Donald Trump der aktuelle Favorit ist?
Bild von Thomas Breher auf Pixabay
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LOL, dass ich nicht lache – die Eigentümer der FED stehen hinter den CBDCs…
Wenn der Dollar fällt, gibt es kein Eigentum mehr.
Wie kommen sie darauf? Es ist egal wie man dieses künstliche Etwas von „Geld“ benennt. Ob Gulden, Krone, RM und Schilling, es wird immer Eigentum geben, sofern nicht ein übergriffiger Staat es sich aneignet und nimmt. Und es wird immer Gewinner und Verlierer bei der Umstellung des Namens der Währung geben, gleichgültig wie man diese benennen mag.
Trump hat hohe Zustimmungswerte bei der Bevölkerung, aber genau deswegen wird er ja verklagt, um seine Teilnahme an den Vorwahlen zu verhindern. Was hat er da für Chancen?
Trump ist alles zuzutrauen. Wenn ihm die Rückkehr ins Weiße Haus gelingt, wird er die Amis heimholen, möglicherweise sogar Amerika retten, weil er den Klimawahn nicht unterstützt, der auch dort den Wohlstand zu zerstôren droht. Trump hatte das Pariser Klimaabkommen gekündigt. Gegen Europa wird er massive Zölle verhängen und die Nato lahmlegen, indem er die USA da rausschält. Er wird erneut die WHO hinausschmeißen wollen und wie er gesagt hat, die Ukraine mit Waffen und Geld zusch., wenn Putin nicht Friedensverhandlungen zustimmt (das weiß er ganz genau, dass Russland das tun würde ;-).
Trump ist zumind. der einzige, der verrückt und willens genug ist, Amerika noch zu retten. Es wäre vieles nicht passiert, hätte der Wahlbetrug 2020 nicht stattgefunden. Mit Trump hätte es auf jeden Fall keinen Ukraine-Krieg gegeben und auch die Plandemiebehandlung hätte sich anders abgespielt. Im Wahljahr stand er unter Druck, aber Fauci ist ja „Demokrat“. Der ist dauernd auf Trump losgegangen und hat Druck ausgeubt bzgl. der Maßnahmen, ebenso auch Gates, der auch zu den „Demokraten“ zählt. Trump hat schließlich kurzerhand den Ausstieg aus der WHO erklärt und Biden hat den Prozess sofort gestoppt.
Feuern, rauswerfen, kündigen – Trump bekommt viel Arbeit. Ist er noch rüstig genug? Nun, sicher besser als Biden. Jedenfalls wäre das zumind. lustig. Ich meine, wenn der „Wertewesten“ schon untergeht, was ja kaum noch zu stoppen ist, so hätten wir wenigstens noch was zu lachen… :-)
Bevor dieser Herr Trump auch nur einen ihrer Wünsche umsetzen würde, wird er kennediert! Die Amis haben ja in der Entfernung von Widersachern der Geld-, Pharma- und sonstiger Mafia reichlich Erfahrung.
Wer der FED, der Wall Street, der Pharmaindustrie und dem militärischen Komplex entgegensteht, wird aus dem Weg geräumt!
Digitales Zentralbankgeld ist Fiat Money, eine creatio ex nihilo – genauso wie der Dollar auch.
Der einzig wahre Unterschied (Bargeld ist ja auch nur ein symbolischer „Platzhalter“ für einen anderen Wert) ist die Kontrollierbarkeit.
Ich darf also übersetzen:
es ist nicht die Angst, der Dollar könnte in Gefahr sein – es ist die Angst, dass die (erpresserische und militärische) Macht, die dieser Dollar zu lange ermöglichte, nun schwindet.
Diese Angst ist berechtigt, hat aber weniger mit CBDCs oder Währung zu tun, sondern mehr mit der generellen Abkehr von den USA (möglich durch neues Selbstbewusstsein und veränderte geopolitische Verhältnisse, siehe den Arschtritt, den die NahTod gerade erlebt) – kulturell, wirtschaftlich, militärisch – egal welcher Art Währung die USA erfinden oder was sie sonst versuchen.
Die Welt hat schlicht genug von den Rüpeln.
Und da bin ich mir zur Abwechslung mal wieder einig mit der Welt.
„Was wäre, wenn die USA – politisch, militärisch, sozial, geopolitisch und finanziell geschwächt – den Ukraine-Krieg und den Reservestatus des Dollars im Jahr 2024 verlieren?“
So rasch wird Beides nicht eintreffen (zumindest Letzteres), obwohl Beides mit Gewißheit eintreffen wird. Aber es wird in jedem Fall der Hund (die US-amerikanische Monopolbourgeoisie) mit dem Schwanz (dem US-Präsidenten, wer immer es gerade ist) wedeln, und nicht umgekehrt, und der Hund wird ähnlich gefährlich sein wie sein Vorgänger als größte Kriegsgefahr, nämlich anno nazimal die deutsche Monopolbourgeoisie. Irgendwelche Illusionen diesbezüglich sind fehl am Platz …