Stimmt die Geschichte von den jüngeren Covid-Patienten?

Die Mutanten haben die erstaunlichsten Eigenschaften. Sie verbreiten sich so lange schneller, bis sie es nicht mehr tun. Sie sind tödlicher um bis zu 71%, bis sorgfältige Studien nachweisen, dass sie es nicht sind. Sie lassen jüngere Menschen in die Spitäler kommen, bis sich jemand eine Statistik ansieht.

Zunächst mal: Mutanten sind Teleporter und Telekineten, dazu gibt es immer wieder zur besten Sendezeit Filme. Dann gibt es Mutationen von Viren. Davon spricht man, wenn sich ganze Gene oder Segmente ändern, wie das vor allem bei den Grippeviren gelegentlich vorkommt. Werden aber nur Aminosäuren getauscht, spricht man von Varianten. Und das ist das was derzeit weltweit kursiert – Varianten des ursprünglichen Wuhan Virus.

Machen diese die Patienten im Spital jünger, wie der WDR berichtete oder sogar das Schweizer BAG zu berichten wusste. Das deutsche Ärzteblatt hatte das sogar für die USA herausgefunden. Gerne wird das auf die Mutanten – pardon Varianten – zurückgeführt, denn die müssen ja irgendetwas bewirken.

Leider sind in der D-A-CH Region gute Statistiken dünn gesät. Deshalb hab ich in den statistik-wütigen englischen Sprachraum nachgesehen. Was das deutsche Ärzteblatt über die USA weiß, hatte sich aber offenbar noch nicht zum Coronavirus Disease 2019 (COVID-19)-AssociatedHospitalization Surveillance Network (COVID-NET) der US-Behörde CDC herumgesprochen. Dort kann man genau einstellen, welche Altersgruppen man angezeigt sehen möchte:

Wie in dem Chart zu sehen habe ich die Altersgruppe 0-18 gewählt, die praktisch flach am Bauch liegt, dann die von 18 bis 49 in hellblau, die über die ganze Periode seit 7. März 2020 leicht mit den anderen Altersgruppen fluktuiert, aber im wesentlichen unaufgeregt flach verläuft. Deutlich stärkere Bewegung zeigt schon die Gruppe von 50 bis 64 in dunkelblau, aber keinesfalls so stark, um beim Spitalspersonal den Eindruck zu erwecken, dass sie jetzt von jungen Menschen überflutet würden.

Gehen wir ein Stück näher zu Europa, nach England, wo das Public Health England wöchentliche Bulletins produziert:

Und auch hier sehen wir ein ähnliches Bild, dass praktisch im gleichen Zeitraum wie in den USA ein Höhepunkt war, die Altersgruppen von 0 bis 24 völlig flach sind und erst bis 54 eine leichte Erhebung sichtbar wird. Der Einfluss der britischen Variante, die es seit September gab , könnte sich allenfalls bei Woche 45 manifestiert haben, wozu es aber keine Berichte gibt.

Warum es angesichts dieser Daten noch immer Einschränkungen in England gibt, erschließt sich wahrscheinlich nicht nur mir nicht.

Worauf sich die Berichte im deutschen Sprachraum stützen bleibt zumindest mir  unklar.

Laut der Aussage von AGES-Chef Franz Allerberger vor dem parlamentarischen Gesundheitsausschuss Anfang März gab es per Ende Februar in Österreich einen Anteil von 30% der Bevölkerung, die bereits durch Infektion immun waren. Das könnte sich noch um einige Prozentpunkte auf vielleicht 35% erhöht haben. Darunter wahrscheinlich gerade sehr viele aus der mobilen Altersgruppe von 20 bis 60 (jeweils +/-). In Deutschland liegt der Anteil wahrscheinlich etwas niedriger. Immune landen nicht im Spital, zumindest nicht mit Covid-19.

Rund 2,8 Millionen Schweizerinnen und Schweizer haben sich gemäß der aktuellsten Schätzung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) seit Ausbruch der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert, was einem Anteil von 32% entspricht. Viele wissen davon aber gar nichts: In den Statistiken erscheinen nur jene rund 650.000, die während der akuten Infektion getestet wurden, schreibt die «NZZ am Sonntag» (Bezahlartikel). Also eine sehr ähnliche Situation wie in Österreich.

Wenn Virus Varianten dafür verantwortlich sind, dass jüngere Spitalsbehandlung benötigen, beschränkt sich das jedenfalls auf den deutschen Sprachraum. Schon eigenartig.


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12 Kommentare zu „Stimmt die Geschichte von den jüngeren Covid-Patienten?

  1. Vielen Dank wieder einmal für diesen Bericht!

    Die Daten decken sich auch mit denen des DGPI welches ein eigenes Register neben dem RKI Register führt:
    „Jeder einzelne Fall eines schwer erkrankten oder verstorbenen Kindes an einer SARS-CoV-2-Infektion ist ein Fall zu viel und ein unerträgliches Einzelschicksal für Kind und Familie. Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen. In der Saison 2018/19 wurden nach Angaben des RKI insgesamt 7461 Kinder unter 14 Jahren mit Influenza als hospitalisiert gemeldet, 9 Kinder verstarben." (https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021/)

    Und auch die Zahlen für PIMS/MIS-C sprechen eigentlich für sich: vom "27.5.2020 wurden bis zum 25.04.2021 281 Kinder und Jugendliche gemeldet…Das Outcome der Patientin war günstig, Folgeschäden (v.a. bezogen auf Herz- und Kreislauf) wurden in <10% (Anm.: 23 Kinder) der Fälle bei Entlassung beobachtet. Tödliche Verläufen wurden bisher nicht berichtet." (bei mehr als 14 Millionen Kindern und Jugendlichen da hier auch Fälle aus Österreich berücksichtigt wurden; https://dgpi.de/pims-survey-update/).

    Auch wenn jedes kranke Kind nicht nur für Eltern, Angehörige und Freunde ein schreckliches Schicksal ist, sollte man sich schon überlegen, ob Eltern die für mehr Tests, Maskenpflicht im Unterreicht in allen Altersklassen, früheren Schulschließungen und Impfungen gegen SARS-CoV-2 schreien (https://www.change.org/p/initiative-sichere-bildung), durch die Berichte der Massenmedien, Experten und Politikern den Bezug zur Realität verloren haben. Ob sie hier tatsächlich im Sinne ihrer Kinder handeln und sie vor "Infektion, psychosozialer Belastung und Isolation" schützen, indem sie die Entwicklung der Kinder durch andauernde Angst krank zu sein, dem Wunsch nach Sicherheit in allen Bereichen und auch körperlichen Belastungen durch Masken, Tests und Impfungen fördern, wage ich zu bezweifeln.

    Ich für meinen Teil möchte, dass meine Kinder in angstfrei in einem sozialen Gefüge aufwachsen und sich zu "gesunden, verantwortungsbewussten und liebenden Erwachsenen" entwickeln können (https://respekt.plus/paedagoginnen-manifest/).

  2. Wenn die Maßnahmen der Dichtmachung immer länger andauern, dann ergeben sich für immer mehr Jüngere auch immer mehr Folgen, dahingehend, dass ihr Immunsystem schwächer wird und sie somit anfälliger für Erkrankungen werden, selbst wenn das Virus sich in seiner Virulenz nicht groß ändert. Die Testausweitung auf immer Jüngere kommt dann noch zur Realitätsverfälschung hinzu. Somit hätte das Virus, zumal die Varianten nur minimale Veränderungen im Genom aufweisen, bereits letztes Jahr auch die Jüngeren getroffen. Nur werden diese durch zunehmenden Stress nun deutlich anfälliger, bei zeitgleich bestehenden Folgen durch weiter gesunkene Vitamin-D-Spiegel, durch verschobene medizinische Behandlungen, durch fehlende Sozial- und somit Immunisierungskontakte, und, und, und. Wieder einmal mehr wird auch hier Kontext aufgebrochen und einzig einem Virus in die nunmehr Gummistiefel geschoben, was primär die Konsequenzen menschlicher Kurzsichtigkeit sind.

    Weiteres Beispiel für derartige Kurzsichtigkeit, nachdem ich gestern schon ein Beispiel aus Australien verlinkt habe, ist Neuseeland. Auch ein Land, dass aufgrund von alles dicht machen nicht ganz dicht ist:

    https://www.covidplanb.co.nz/our-posts/analysis-of-nz-serology-study/

    “In summary, the study reveals a lower antibody level than we expected. It’s a surprise that indicates a likely waning of fresh transmission. But it reveals that we have had at least one undetected case for each detected case. This means:(a) the virus is not as deadly as first thought as these cases were not diagnosed since they didn’t come to clinical attention and(b) it is a fiction that New Zealand has detected each and every case of covid-19 and so can declare the virus ‘eliminated’.“

  3. Man könnte auch fragen: Stimmt die Geschichte von den Impfungen als Heilsbringer für alles Menschenmögliche bzw. für alles uns Menschen Mögliche? Manche haben da klare Vorstellungen:

    https://www.weforum.org/agenda/2021/04/covid-19-vaccine-success-enable-universal-healthcare?utm_source=twitter&utm_medium=social_scheduler&utm_term=Vaccination&utm_content=29/04/2021+11:00

    “The spirit of collaboration demonstrated between competing companies such as Pfizer and BioNTech illustrate the potential unlocked through collaboration and the power of resolve. With the second wind of hope promised by our experience with vaccines, it is hoped that we will be able to solve the problems in vaccine development against more complex infections, such as malaria and HIV, which have seen substantial but modest success in recent times. Significant progress has also been made in vaccine development against many non-infectious diseases such as Alzheimers and diabetes, and therapeutic cancer vaccines remain promising. Greater levels of prevention, treatment and access to care are expected in the days to come and vaccines will continue to offer opportunities for expanding our ability to influence global health.“

    Nun, ich sehe das ANDERS:

    https://guidovobig.com/2018/03/31/allergisch-gegen-das-leben-kein-problem-dagegen-kann-man-bald-impfen/

  4. “ …durch fehlende Sozial- und somit Immunisierungskontakte, …“
    Das habe ich anfangs auch so gesehen. Wenn es allerdings stimmt, dass Masken nichts bewirken, weil sie nicht ‚virendicht‘ sind, dann hat unser Immunsystem nach wie vor Kontakt zu Viren. Wie könnte es auch anders sein!

    Ich vermute allerdings, dass insgesamt die Gesamtkeimdichte der (wieder-)inhalierten Luft deutlich höher ist. Weil wir eben nicht frei ausatmen, was die Voraussetzung für tiefes Einatmen ist.
    Wenn meine Vermutung stimmt, ist unser Immunsystem ‚unter Maske‘ kontinuierlich stark belastet, etwa wie wenn wir ständig Nahrung zu uns nehmen. Es fehlen die normalen Frischluft-Atemzüge – das übliche, gesunde Atmen, relative Ruhepausen für ein immer aktives Immunsystem.

    1. Es geht ja diesbezüglich nicht nur um die Masken. Hinzu kommt ja die generelle Ausdünnung von Berührungen und Kontakten, gewollt wie ungewollt, auch jene, die ansonsten durch Herz- und Gehirntätigkeit im elektromagnetischen Bereich stattfinden, sprich, Nähe an sich, ohne die kein Immunsystem richtig funktionieren kann. Hinzu kommt der Kontakt mit Menschen aus anderen Gegenden/Ländern. Das ist ja das Problem, welches sich in Australien und Neuseeland entwickelt. Solange wir die Dichte an Begegnungen meiden (müssen/wollen/sollen), führt das Dichtmachen (Isolieren) zu vermehrter Anfälligkeit. Was uns zunehmend fehlt ist die Breite, die Diversität von Einflüssen.

      Masken sind immunologisch von negativer Bedeutung, weil es zur Monotonisierung der Immuneinflüsse kommt, da, wie Sie ja auch schreiben, ich meinen “eigenen Mist“, was der Körper also loswerden will, wieder einatme. Es ist das Heranzüchten mikrobiologischer Monokulturen, was immer problematisch ist.

  5. Eine hervorragende Zerlegung der Lüge von der angeblich anhand von Zahlen „nachweisbar grassierenden Seuche“ und klare Benennung der Unwissenschaftlichkeit und völligen Falschorientierung politiknaher „Experten“ und der verantwortlichen Politik selbst:

    https://multipolar-magazin.de/artikel/todeszahlen-europa

    Aber die Erkenntnis, dass wir gezielt belogen und getäuscht werden, scheinen wohl die Wenigsten ertragen zu können. Immer wieder sucht man Ausflüchte und weigert sich, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, die daraus zu ziehenden Konsequenzen durchzuhalten.

  6. Mein Eindruck ist, dass die Mär von den angeblich immer mehr von Corona betroffenen und/oder auf der Intensivstation liegenden jüngeren Menschen primär auf der Behauptung gründet, dass deren (relativer) Anteil an den Infizierten und Hospitalisierten gestiegen ist. Und diese Behauptung ist nicht einmal per se falsch. Denn wie ja auch an den im obigen Beitrag dargestellten Grafiken zu erkennen ist, ist die Zahl der alten und hochaltrigen Menschen, die wegen Corona ins Krankenhaus kommen, in den letzten Woche deutlich gesunken und hat sich auf niedrigem Niveau den absoluten Zahlen jüngerer Altersgruppen angenähert. Ein wesentlicher Effekt daraus ist natürlich, dass der Anteil der hochaltrigen Personen an den Hospitalisierten abnimmt, damit aber auch der Anteil der Jüngeren zunimmt – ohne dass sich an der Situation der Jüngeren grundsätzlich etwas verändert hat. Die werden nicht viel öfter hospitalisiert als vorher – auch das veranschaulichen die Grafiken ja sehr eindrucksvoll. Trotzdem steigt ihr relativer Anteil an den Hospitalisierten, weil heute signifikant weniger Alte und Hochbetagte ins Krankenhaus kommen.

    Das ist also mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie man mit Statistik Menschen in die Irre führen kann, ohne dabei wirklich zu lügen.

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