Kinder sind von Coronaviren wenig betroffen und kaum infektiös

Es gibt immer wieder Diskussionen darüber wie sehr Kinder an der Verbreitung von SARS-Cov-2 beteiligt sind. Vielfach wird angenommen, dass es sich ähnlich verhält wie bei der Grippe, an der Kinder schwer erkranken und dadurch auch recht infektiös werden können. Doch dem ist nicht so. Kinder sind weder stark betroffen, noch verbreiten sie das Virus in größerem Ausmaß.

Es gibt vier wesentliche Bereiche, die man dazu kennen sollte:

  1. Kreuzimmunität durch frühere Corona Infektionen
  2. Kaum Erkrankung durch SARS-Cov-2
  3. Infektiosität bei Infektionen ohne Symptomen
  4. Kinder im Haushalt als Schutz für Erwachsene

Kreuzimmunität durch Coronaviren

Coronaviren mutieren wesentlich langsamer als Grippeviren. Die Segmente sind fester aneinander gekoppelt und können nicht ausgetauscht werden. Deshalb sind sich die Cornaviren ähnlich und die Abwehrmechanismen des Immunsystems – Antikörper, B- und T-Zellen – erkennen Coronaviren leichter. Das wurde mittlerweile in einer Reihe von Studien nachgewiesen.

Bei Kindern, die häufiger mit den Corona-Erkältungsviren konfrontiert sind, kommt es offenbar sogar zur Ausbildung recht dauerhafter Antikörper, die auch gegen das SARS Virus wirksam sind. Bisherige Studien haben Immunität durch T-Zellen nachgewiesen, sowie auch SARS-Cov-2 neutralisierende Antikörper bei 62 Prozent von Kindern im Alter zwischen 6 und 16 Jahren gefunden. Bei Erwachsenen lag der Anteil dagegen nur bei 6 bis 10 Prozent.

Kaum Erkrankungen durch SARS-Cov-2

Das neue Coronavirus hat eine andere Mortalitätsverteilung als Grippe. Sind bei Grippe auch Kinder betroffen, so entspricht die Sterblichkeit bei Covid-19 der normalen Altersverteilung. Das heißt über 70-jähige sind 1000 mal stärker betroffen als jüngere Altersgruppen, Kinder und Jugendliche so gut wie gar nicht.

Es gibt auch kaum Erkrankungen, was unter anderem auch, aber nicht nur dem Schutz durch Infektionen mit den anderen Coronaviren zugeschrieben wird. Es bestätigen auch Kinderärzte und Kinderspitäler, dass nur ganz wenige positiv auf das SARS-Virus zu testen sind.

Infektiostät bei Infektionen ohne Symptomen

Die Abschaltung der normalen Zellfunktion durch die Viren führt zum Absterben der Zellen, zur Auflösung der Zellmembran und der anderen Teile. Die T- und Killerzellen beseitigen solche befallenen Zellen. Werden sie mit den Viren fertig, so hat man einen leichten bis mittleren Krankheitsverlauf. Man merkt jedenfalls Symptome, wie einen kratzigen Hals, Geschmacks- und Geruchsverlust bis Hin zu Fieber, Gliederschmerzen und ähnliches.

Symptome sind immer eine Folge des Kampfes zwischen Immunsystem und Vermehrung der Viren. Je mehr Viren entstehen, desto heftiger der Kampf und desto schwerer die Symptome. Umgekehrt gilt – gibt es nur leichte oder keine Symptome, gibt es auch nur relativ wenige Viren.

Wer nur wenig Viren in sich hat, kann auch nur wenig davon an die Umwelt und andere Menschen weitergeben. Jemand der infiziert ist, aber keine Symptome hat, ist daher nicht oder nur wenig ansteckend. Das ist insbesondere bei Kindern so, die im Gegensatz zu Influenza, an SARS-Cov-2 gar nicht oder nur sehr leicht erkranken können.

Ist eine asymptomatische Person ansteckend, wird sie jedenfalls nur eine geringe Dosis an andere weitergeben. Das ist genau die Voraussetzung für einen weiteren asymptomatischen Verlauf. Es kann zwar eine Infektionskette entstehen, aber dank der jeweils geringen Dosis, ohne dass es zu Erkrankungen kommt. Sehr wohl aber entsteht Immunität und zwar zumindest die wichtigere, weil lang andauernde, auf zellulärer Basis durch B- und T-Zellen.

Kinder im Haushalt als Schutz für Erwachsene

Eine Studie unter den MitarbeiterInnen des schottischen National Health Service (NHS) hat gezeigt, dass die Zahl der PCR-bestätigten Infektionen und die Schwere allfälliger Erkrankungen bei Familien mit Kindern deutlich geringer war als in kinderfreien Haushalten. Je mehr Kinder, desto weniger. Die Studie umfasste mehr als 300.000 Erwachsene.

Eine noch größere Studie bei über 9 Millionen Menschen in England kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Bei den Erwachsenen bis 65 Jahren führte das Zusammenleben mit Kindern im Alter von 0-11 Jahren zu keinem erhöhten Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion oder einer Krankenhaus- oder Intensivstationsaufnahme wegen COVID-19. Das Risiko eines COVID-19-Todes war deutlich geringer.

Das Zusammenleben mit Kindern jeden Alters war auch mit einem geringeren Risiko assoziiert, an Ursachen zu sterben, die nicht mit COVID-19 zusammenhängen. Bei 2,5 Millionen Erwachsenen älter als 65 Jahre gab es keinen Zusammenhang zwischen Kindern im Haushalt und Ergebnissen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2. Es gab keinerlei Veränderungen des Risikos nach der Schließung der Schulen.

Die Studien in Großbritannien zeigen also, dass Kinder Erwachsene nicht gefährden, im Gegenteil es kann sogar eine Schutzwirkung geben.

Masken bei Kindern sind daher überflüssig. Sie verursachen im Gegenteil sogar Schäden in der Entwicklung wie Facharzt Bodo Kuklinksi im Interview ausführt.

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Bild von klimkin auf Pixabay

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