Corona Fälle in Schweizer Pflegeheim mit überraschend milden Verlauf

Einer der bisher größten Infektionen im Pflegeheim Eulachtal im Kanton Zürich stellt Ärzte vor ein Rätsle. Bei insgesamt 56 Personen wurden Infektionen festgestellt, darunter 25 hochbetagte mit entsprechenden Vorerkrankungen. Bekanntlich nimmt die Schwere der Erkrankung mit dem Alter und den vorhandenen Erkrankungen zu, ebenfalls die Wahrscheinlichkeit von Todesfällen. Nicht so bei diesem Cluster.

Im Gegenteil, bei den beiden Infektionswellen im August zeigte der Großteil gar keine oder nur leichte Symptome. Bei keinem einzigen Fall war Hospitalisierung erforderlich und es verstarb auch niemand. Mittlerweile seien alle Infizierten genesen und niemand sei mehr isoliert, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet.

Die Kantonsärztin spricht von einem Wunder, ein Experte des Züricher Unispitals von einem unerklärlichem Phänomen und ein Hausarzt aus der Ortschaft empfiehlt daraus Lehren zu ziehen. Es wundert mich immer wieder wie wenig der Forscherdrang bei Ärzten entwickelt ist, bisher ist offenbar niemand auf die Idee gekommen einen Immunstatus der Bewohner zu erheben, eine eventuell vorhandene Kreuzimmunität zu checken und zu überprüfen welche für das Immunsystem wichtige Bestandteile im Blut zu finden sind, wie Aminosäuren, Vitamine (insbesondere D) sowie Zink und Selen.

Jedenfalls fordert der Hausarzt nebst einer genaueren Untersuchung auch in Zukunft symptomfreie Heimbewohner nicht mehr zu testen.

Alter muss kein Risikofaktor sein

Den besten Beweis, dass alter kein Risiko sein muss, liefert Japan. Mit 29 Prozent der 127 Millionen Einwohner über 65 und 2,3 Millionen zwischen 90 und 100 Jahren, kommt Japan nur auf ein Zehntel der Todesfälle wie bei uns. Gesunde ältere Menschen sterben an Altersschwäche aber offenbar nicht an Infektionen.

Aber selbst Pflegeheimbewohner erkranken nicht zwingend an einem Kontakt mit dem Coronavirus. Public-Health Forscher des Imperial College London hatten im Mai in vier Pflegeheimen Londons nach den Ursachen für die rasche Ausbreitung gesucht. In den vier Heimen war es zu schweren Ausbrüchen gekommen. Innerhalb von zwei Monaten war 1/4 der Bewohner gestorben, drei Mal mehr als in den beiden Jahren zuvor. Alle Verstorbenen hatten im Durchschnitt drei chronische Erkrankungen. Am häufigsten waren dies Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz.

Um Ursachen für die rasche Ausbreitung der Infektion zu ergründen, wurden einfach alle 394 Bewohner und ein Teil des Personals getestet. Dabei kam heraus, dass sich von den getesteten Bewohnern 126 (40 %) infiziert hatten, weitaus mehr als vermutet. Und sogar 54 positiv getestete Bewohner, also rund 43 Prozent (!), hatten keinerlei Symptome gezeigt. Und von den anderen 72 positiv getesteten Bewohnern hatten 22 keine der typischen Symptome von COVID-19 wie Husten oder Fieber.

Auch hier wurden nur die einfachen Tatsachen ermittelt, über die Hintergründe wurde zumindest im Mai nichts bekannt.

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