Die Probleme bei der Corona Impfstoff Entwicklung am Beispiel AstraZeneca

Wie berichtet haben die Universität Oxford und der Pharmariese AstraZeneca klinische Studien eines potenziellen Covid-19 Impfstoff ausgesetzt, nachdem „eine potenziell unerklärliche Krankheit“ bei einem Freiwilligen gefunden wurde. Ein unabhängige Untersuchung soll klären, ob und wie die Erkrankung mit dem Impfstoff zusammenhängt.

Jeremy Farrar, Direktor der in London ansässigen Forschungsorganisation Wellcome Trust, sagte, die Forscher müssten herausfinden, ob die Krankheit durch den Impfstoffkandidaten, das Placebo oder den zum Vergleich verwendeten Kontrollimpfstoff verursacht wurde – oder ob sie in keinem Zusammenhang stand – und die Studien könnten tage- oder wochenlang auf Eis gelegt werden.“In diesem Fall wahrscheinlich einige Wochen, würde ich mir vorstellen, bevor sie je nach Untersuchung wieder aufgenommen wird“, sagte er am Mittwoch bei einem Medienbriefing.

Ursachenforschung

Bei der Erkrankung soll es sich um  die Transverse Myelitits handeln, eine neurologische Erkrankung des Rückenmarks. Dabei richtet sich das Immunsystem gegen das Rückenmark. Sie entwickelt sich oft im Zusammenhang mit viralen Infektionen, so auch bei Covid-19.

Sollte sich herausstellen, dass die Krankheit durch den experimentellen Impfstoff verursacht wurde, müssten die Forscher dann herausfinden, ob es mit dem darin verwendeten Adenovirus-Vektor oder mit dem Impfstoffkonstrukt zu tun hat, das zur Erzeugung des Antigens verwendet wurde. Die Informationen würden dann auch mit anderen Impfstoffentwicklern ausgetauscht, die eine ähnliche Technologie verwenden.

Der Oxford/AstraZeneca-Impfstoffkandidat verwendet ein Adenovirus von Schimpansen als Vektor, um das Spike-Protein des Coronavirus zu im Körper darzustellen. Andere Firmen wie Johnson & Johnson, der russische Impfstoffkandidat Sputnik V und das chinesische Pharmaunternehmen CanSino verwenden andere Arten von Adenoviren als Vektoren, um das Protein zu transportieren.

In einer am Dienstag von AstraZeneca herausgegebenen Erklärung hieß es, dass ein unabhängiger Ausschuss die Sicherheitsdaten der Studien prüfe und dass es sich dabei um ein „Routineverfahren“ handele. „Wir arbeiten daran, die Überprüfung des einzelnen Ereignisses zu beschleunigen, um mögliche Auswirkungen auf den Studienzeitplan zu minimieren“, hieß es in der Erklärung.

Wann und ob die Studien wieder aufgenommen werden könnten, hängt nun davon ab, ob der unabhängige Ausschuss und die britische Regulierungsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte feststellen könnten, ob die Krankheit durch die Impfung verursacht wurde.

Fragliche Wirksamkeit

Sowohl der Oxford/AstraZenecca Impfstoff wurden schon im März und April auf ihre Wirksamkeit bei Rhesus Affen getestet, in der Regel der erste Test eines Impfstoffes, dessen positives Ergebnis weitere Versuche an Menschen ermöglichen.

Am Tag nachdem die Daten des Impfstoffherstellers Sinovac einen vollständigen Schutz der Rhesusaffen durch ihren Impfstoffkandidaten (ganze inaktivierte SARS-CoV-2-Viren) zeigten, gaben Wissenschaftler des Jenner-Instituts in Oxford in einer Pressemitteilung bekannt, dass ihr Impfstoff Rhesusaffen schützt. Zu diesem Zeitpunkt waren die entsprechenden Daten noch nicht verfügbar. Jetzt sind sie es, in Form eines BioRxiv-Preprints vom 13. Mai.

Alle geimpften Affen, die mit dem Oxford-Impfstoff behandelt worden waren, wurden dem Virus ausgesetzt, ebenso wie eine Kontrollgruppe. Es gab jedoch keinen Unterschied in der Menge der bei den geimpften Affen nachgewiesenen viralen RNA im Vergleich zu den nicht geimpften Tieren. Das heißt, alle geimpften Tiere waren infiziert.

Diese Beobachtung steht in deutlichem Kontrast zu den Ergebnissen der Sinovac-Studie. Selbst bei der höchsten untersuchten Dosis konnte bei den mit dem Sinovac Impfstoff geimpften Affen kein Virus aus dem Rachen, der Lunge oder dem Rektum der geimpften Tiere nachgewiesen werden.

Als Rechtfertigung die Studien mit diesem Impfstoff voranzutreiben legten die Autoren Beweise dafür vor, dass der Impfstoff die Tiere zwar nicht vor einer Infektion schützte, aber die Krankheit milderte.

Es ist eigenartig, dass sich laut WHO Datenbank die Unternehmen in China – wohl mit staatlicher Billigung und Unterstützung – mehrheitlich auf die klassische Methode mit inaktivierten Viren stützen. So funktionieren auch bei uns bisher alle Impfstoffe für Grippe und alle anderen impfbaren Krankheiten.

Konzentration auf Gentechnik

Westliche Unternehmen scheinen sich diesmal aber gänzlich auf die Gentechnik verlegt zu haben. Um das zu erleichtern, hat die EU auch die Regelungen der Gentechnik Richtlinien für Impfstoffe aufgehoben. Kritiker warnen jedenfalls vor unerwünschten und gefährlichen Autoimmunreaktionen des Körpers, die bei Impfungen gefährliche Krankheiten auslösen könnten. In Kombination mit der erheblichen Verkürzung der sonst üblichen Erprobungszeit von einige Jahren bei den für SARS-CoV-2 geplanten Impfstoffen sind die Gefahren gerade bei den unerprobten gentechnischen Präparaten nicht zu unterschätzen.

In der Beschreibung eines der Projekte heißt es, dass zur Impfung mit dem Wirkstoff auch das Schmerzmittel Paracetamol verabreicht wird und zwar 1 gm alle 6 Stunden für die ersten 24 Stunden ab Impfung. An dieser sind 2000 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 55 Jahren beteiligt. Risikogruppen und insbesondere ältere Menschen sollen erst in weiteren, größeren Studien getestet werden.

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