Ungarn Wahl: Facebook stuft angeblich Seite von Orbán herab und bevorzugt Opposition

18. März 2026von 2,7 Minuten Lesezeit

Während Ungarn auf entscheidende Wahlen im April zusteuert, soll Facebook Berichten zufolge Beiträge des ungarischen Ministerpräsidenten einschränken.

Die Facebook-Seite des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ist Berichten zufolge eingeschränkt und verzeichnet einen drastischen Rückgang der Interaktionen, so der Influencer Mario Nawfal von X. Nawfal sagt, dass ein ehemaliger Meta-Mitarbeiter, der nun für die Oppositionspartei Tisza arbeitet, die Nutzer dazu aufgerufen habe, Orbáns Inhalte massenhaft zu melden, was den Rückgang der Interaktionen auf der einflussreichen Plattform erklären könnte.

„Während Ungarn auf entscheidende Wahlen im April zusteuert, schränkt Facebook Berichten zufolge Beiträge des ungarischen Ministerpräsidenten ein. Der Schritt folgte auf einen Aufruf eines Mitglieds der Oppositionspartei (Tisza-Partei), eines ehemaligen Meta-Mitarbeiters, der seine Anhänger dazu drängte, seine Inhalte massenhaft zu melden“, schrieb Nawfal.

Nawfal erklärte weiter, dass Tisza-Chef Péter Magyar einen Anstieg der Interaktion verzeichnet habe und sogar Staatschefs aus viel größeren Ländern übertreffe. Zudem habe Magyar durch die Art und Weise, wie sein Profil aufgebaut ist, einen entscheidenden Vorteil erhalten.

„Unterdessen verzeichnet der Tisza-Vorsitzende Péter Magyar unverhältnismäßig hohe Interaktionszahlen und übertrifft damit globale Werte, obwohl er in einem viel kleineren Land mit begrenzten Sprachmöglichkeiten tätig ist. Péter nutzte zudem ein persönliches Profil im ‚Professional Mode‘ anstelle einer politischen Seite, was den langjährigen Richtlinien von Meta widerspricht und möglicherweise Beschränkungen für politische Inhalte umgeht“, schrieb Nawfal. Es tauchen auch Fragen dazu auf, wie Meta politische Inhalte in Ungarn moderiert. Ein regionaler Meta-Vertreter hat öffentlich Positionen geteilt, die mit den gängigen europäischen Narrativen übereinstimmen, darunter pro-ukrainische Botschaften und Inhalte, die in Ungarn als regierungsfeindlich angesehen werden“, fuhr er fort.

Nawfal kritisiert nun die Plattform und wirft ihr vor, die Waage zugunsten der ungarischen Opposition zu beeinflussen. Als möglicherweise schwerwiegender Beweis für Nawfals Behauptungen wurde kürzlich die Facebook-Seite von „The European Conservative“ gesperrt. Die Nachrichtenagentur wird von einer ungarischen Regierungsorganisation finanziert.

„Ein SCHAMLOSER Angriff gegen ‚The European Conservative‘ ist im Gange. Meta hat unsere Facebook-Seite wegen ‚Verstoßes gegen ihre Community-Standards‘ gesperrt. Die Wahrheit gegen die Mainstream-Medien zu sagen, wird nur mit Zensur beantwortet. Wir legen jetzt Berufung gegen die Entscheidung ein, mal sehen, wie es weitergeht!“


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Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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