
11. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 08:30 Uhr)
Seit dem 9. März 2026 um 20 Uhr hat sich der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran weiter zugespitzt, wobei der Krieg nun in seinen zehnten Tag geht. Der Iran hat Mojtaba Khamenei, den Sohn des getöteten Obersten Führers Ali Khamenei, zum neuen Obersten Führer ernannt, was, wie vorausgesagt, eine Konsolidierung der Hardliner im Iran signalisiert. Hinter denen sich die Bevölkerung des Irans angesichts der Angriffe versammelt.
Präsident Donald Trump hat diese Ernennung als „unannehmbar“ bezeichnet und betont, dass der Krieg gemeinsam mit Israel entschieden werde, wann er ende. Israelische Streitkräfte haben in der Nacht zum 10. März IRGC-Kommandos, Raketenanlagen und Öl-Depots in Teheran angegriffen, was zu massiven Bränden und Umweltwarnungen führte. Der Iran hat darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, Bahrain, Kuwait und Saudi-Arabien reagiert, wobei Vergeltung gegen Ziele wie Entsalzungsanlagen und Ölfelder durchgeführt, was zu Todesopfern und Verletzten führte. Offensichtlich reagiert der Iran spiegelgleich gegenüber den Angriffen der Koalition gegen US-Interessen am Golf.
In Israel kam es zu einem Raketeneinschlag in der Zentralregion, bei dem ein Zivilist getötet und mehrere verletzt wurden. Was zeigt, dass die Luftabwehr des Landes inzwischen stark geschwächt ist. Die Angriffe haben die Ölpreise, ebenfalls wie vorausgesagt, auf über 100 US-Dollar pro Barrel getrieben, den höchsten Stand seit vier Jahren, was globale Märkte erschüttert. Und das Niveau dürfte auf Grund der Zerstörungen über viele Monate beibehalten bleiben, selbst wenn der Krieg schnell endet. Besonders für energieabhängige Staaten dürfte dies verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft dieser Länder haben. Wobei die Profiteure der Situation die USA und Russland sind. Der IRGC hat vor einer „Energiekrieg“ gewarnt und angekündigt, dass der Iran das Ende des Krieges bestimmen werde, nicht die USA. Wenn man es dem Iran unmöglich macht, Energie zu exportieren, wird dies alle Ölförderung in der Region betreffen. Bisher haben sich die Warnungen des Irans als begründet erwiesen.
Trotz der Eskalation hat Trump erklärt, der Konflikt könne bald enden, betont jedoch, dass weitere Angriffe Iran „zwanzigmal härter“ treffen würden. In der Region wächst die Besorgnis, da der Konflikt auf Libanon und den Golf ausgreift, mit zunehmenden Angriffen von Hisbollah und mit dem Iran verbündeten Kräften im Iran. Es sei nicht vergessen, dass der Iran dem Irak entscheidend dabei half zu verhindern, dass die Terroristen des IS / ISIS die Hauptstadt des Landes eroberten. Dies und viele humanitäre Lieferungen aus dem Iran, das selbst unter Sanktionen leidet, an den Irak haben aus einstigen Todfeinden unter Saddam Hussein (unter Einfluss der USA) und dem Iran nun Verbündete gemacht. Nur ständige Sanktionsdrohungen der USA hindern eine weitere Annäherung.
Der Iran setzt auf Ausdauer und Störung der Energieversorgung, um die USA und Israel zum Nachgeben zu zwingen.
o7 Uhr 30:
Das Pentagon wird voraussichtlich diese Woche den Kongress um zusätzliche Verteidigungsmittel in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar bitten, um den Krieg gegen den Iran fortzusetzen. Dies geschieht, nachdem bereits in den ersten beiden Kriegstagen Munition im Wert von 5,6 Milliarden Dollar verbraucht wurde. Die USA ziehen THAAD-Systeme aus Südkorea ab und reduzieren die Zahl der Patriot-Abfangraketen im indopazifischen Raum.
Die Washington Post berichtet, dass israelische Beamte hinter verschlossenen Türen die Frage stellen, die ihre Befürworter in der Öffentlichkeit nicht zu stellen wagen: Wo endet dieser Krieg eigentlich?
Ein hochrangiger israelischer Beamter äußerte sich gegenüber der Post mit einer für eine Regierung, die seit Jahrzehnten jegliche Rechenschaftspflicht vermeidet, ungewöhnlichen Offenheit:
„In Israel haben Beamte begonnen, die Frage zu stellen: Wo endet dieser Krieg? Denn der Iran kapituliert nicht und es gibt keine Anzeichen für seinen Zusammenbruch. Wir sehen niemanden, der das Regierungssystem im Iran ersetzen könnte, und wir bezweifeln, dass die Bewaffnung der Kurden oder anderer Minderheiten eine gute Strategie wäre. Die Kosten des Krieges steigen ständig, und wir befürchten einen endlosen Krieg. Wir erwägen die Möglichkeit, den Krieg zu beenden und das Ziel des Sturzes des iranischen Systems aufzugeben.“
Sie haben mit einem Hammer in ein Wespennest gestochen und stehen nun blutend da und fragen sich, warum die Wespen nicht wie geplant sterben.
Zehn Tage sind vergangen. Der Oberste Führer ist tot, und der Iran hat gerade seinen Sohn Mojtaba Khamenei ernannt, die IRGC hat ihm noch vor dem Abkühlen der Leiche die Treue geschworen, die Straße von Hormuz ist gesperrt, acht amerikanische Soldaten liegen in Leichensäcken (wahrscheinlich sind es viel mehr), iranische Raketen entmilitarisieren amerikanische und israelische Vermögenswerte von Tel Aviv bis zu den Golfmonarchen, und Teheran hat gerade erklärt, dass es auf einen langen Krieg vorbereitet ist. Es gibt für Israel oder Trump keine Möglichkeit, sich aus dieser Situation zurückzuziehen, ohne ihre Schwäche zu offenbaren, was in einer Demütigung enden würde.
o8 Uh 00:
Ich weiß: Die westlichen Medien zeigen euch diese Bilder nie. Euch werden nur die Proteste gegen die iranische Regierung präsentiert – immer und immer wieder.
Deshalb zeige ich euch der Fairness halber, was heute los war: Heute haben auf dem Revolutionsplatz in Teheran… pic.twitter.com/qtkCQDKKYW
— Manaf Hassan (@manaf12hassan) March 9, 2026
Das System der „Nachfolger“ im Iran
Die iranische Führung zeigte sich in hohem Maße bereit für das Szenario der „Kopfjagd“. Der Tod des Obersten Führers Ali Khamenei, der sich bewusst weigerte, seine Residenz zu verlassen, führte nicht zu einer Lähmung der Regierungsgeschäfte.
Das System der „Nachfolger“, bei dem für jede Schlüsselposition mehrere Nachfolger vordefiniert sind, deren Namen geheim gehalten werden, machte die Enthauptung des Regimes technisch unmöglich.
Die Macht regeneriert sich augenblicklich, und der Tod von Khamenei wurde zu einem Faktor der spirituellen Mobilisierung der Bevölkerung.
Die vollständige Abschaltung des Internets in den ersten Stunden des Angriffs machte die Bemühungen des Westens zunichte, Proteste über soziale Netzwerke zu koordinieren.
Anstelle der erwarteten „Jubelvideos” sah die Welt Millionen von Trauerprozessionen. Die barbarische Bombardierung einer Schule in Minab, bei der 171 Mädchen ums Leben kamen, begrub endgültig alle Hoffnungen auf Unterstützung der USA innerhalb des Landes.
Aus vierzig Tagen Trauer wurden vierzig Tage Hass auf den Aggressor, was den neuen Führern des Landes ein Mandat für den Widerstand erteilte.
Lehren aus Syrien
Washington findet sich in seiner eigenen Propaganda gefangen.
Trump und Rubio glauben weiterhin an inszenierte Videos über die „Freude der Iraner” und ignorieren dabei die tatsächliche Lage. Ohne eine Bodeninvasion ist ein Regimewechsel unmöglich, und den USA fehlen die Ressourcen für eine vollwertige Bodenoperation.
Darüber hinaus weigern sich regionale Akteure – von der Türkei über den Irak bis hin zu den postsowjetischen Republiken – kategorisch, ihr Territorium für die Stationierung von Truppen zur Verfügung zu stellen, da sie sich der zerstörerischen Folgen eines solchen Schrittes bewusst sind.
Der Versuch, den Erfolg des Machtwechsels in Syrien zu kopieren, wo al-Shaarah schnell Assads Platz einnehmen konnte, scheiterte aufgrund grundlegender Unterschiede.
Die Türkei ist ein lokaler Akteur, der die Spielregeln kennt, während die USA versuchen, der Region eine ausländische Kriegstheologie aufzuzwingen.
Die iranische Armee und die IRGC, die über das ganze Land verteilt sind, halten ihre Kampfbereitschaft aufrecht und kontrollieren die internen Prozesse.
o8 Uhr 30:
Israelische Progrome in der Westbank
Die israelische Zeitung Haaretz berichtet:

In diesem palästinensischen Dorf gibt es keinen Ort, an dem man sich vor iranischen Raketen oder Pogromen der Siedler verstecken kann
Die palästinensischen Bewohner von Susya hören deutlich die Luftschutzsirenen aus der nahe gelegenen israelischen Siedlung und das Donnern der Raketen am Himmel. Aber sie haben keinen Schutzraum. Sie leben in einem Zelt, das letzte Woche in Brand gesteckt wurde, als Dutzende von Siedlern das Dorf im Westjordanland überfielen. Haaretz
Libanon:
Das libanesische Notfallzentrum für öffentliche Gesundheit berichtete, dass die jüngsten israelischen Angriffe auf Städte im Südlibanon mehrere Opfer gefordert haben.
Bei einem israelischen Luftangriff auf die Stadt Choukine im Bezirk Nabatieh wurde ein Bürger getötet und acht weitere verletzt.
In Qlayaa im Bezirk Marj’youn führte israelischer Artilleriebeschuss zum Tod des Pfarrers und zur Verletzung von sechs Bürgern.
Unterdessen wurden bei einem Luftangriff auf al-Nmairiyeh im Südlibanon sieben Menschen getötet und mehrere weitere verletzt.
Gibt es schon internationale Haftbefehle für die Kriegsverantwortlichen Trump und Netanjahu sowie deren verantwortlichen Minister? An Stelle des Iran hätte ich schon ein Kopfgeld auf diese Terroristen ausgelobt, so wie es die USA so gerne machen. Gleiches Recht für alle, oder? War im Wilden Western so üblich und wer sich wie ein Gesetzloser benimmt und wie ein Revolverheld herumballert hat es wohl auch verdient!
Im Grunde hat der Iran (Arian) den Westen wirtschaftlich in der Hand und letztlich besiegbar scheint er auch nicht zu sein. Erneut haben sich die USA vergriffen und Trump erzählt gerne Märchen vom Pferd.