
Tibetische Medizin und Inflammaging: Altern durch chronische Entzündungen
Chronische Entzündungen lassen unser Immunsystem und den ganzen Körper rascher altern. Diesen Zustand gilt es einzudämmen, bevor es zu ernsten Konsequenzen kommt. Komplexe Kräuterformeln der Tibetischen Medizin können dabei eine echte Hilfe sein.
„Inflammaging“ (abgeleitet von engl. „Inflammation“ und „Aging“) bezeichnet einen Zustand chronischer bzw. „stiller“ Entzündungen im Organismus, der u. a. durch altersbedingte Veränderungen des Immunsystems entsteht – wie bereits in diesem Artikel erläutert. Man spricht hier von „Immunoseneszenz“ und meint damit eine generelle Verlangsamung der Immunantworten und zellulärer Signalwege im vorgerückten Alter. Die Entwicklung dieses „proinflammatorischen Milieus“ wird durch zu viel oxidativen „Alltagsstress“ noch verstärkt und beschleunigt. Bei Entzündungsprozessen schütten aktivierte Immunzellen ein ganzes Arsenal an bioaktiven Stoffen aus, die bemüht sind, diese Vorgänge zu bekämpfen und dabei synergistisch zusammenspielen. Dies wirkt sich jedoch nicht nur positiv aus, sondern erzeugt auch selbst Zell- und Gewebeschäden, die behoben werden müssen, um wirklich gesund zu bleiben.
Ähnliches passiert im Gefolge von Infektionen, welche die moderne Medizin künftig durch neue „Impfungen“ und gentechnische Manipulationen auszumerzen gedenkt. Eine Absicht, die am Ende zum Scheitern verurteilt sein wird, da Entzündungen, vor allem aber chronische und „stille“ Entzündungen sowie deren Folgen, niemals selektiv zu betrachten und mit einer einzigen Maßnahme zu verhindern oder gar zu kurieren sind.
Das Multi-Target-Prinzip als neue Therapieoption
Wir leben in einem Zeitalter der Multimorbidität (komplexe Pathophysiologien). Menschen werden immer älter, doch verlängert sich damit in der Regel nicht die Zeitspanne des gesunden Alters – im Gegenteil. Die Datenlage hierzu ist laut Wikipedia unzureichend und das sei umso bedauerlicher, da dieser Zustand der Mehrfacherkrankungen einen anderen Zugang zum Patienten, sowohl aus medizinischer wie organisatorischer Sicht erfordere. Doch wie soll dieser „andere Zugang“ aussehen? Noch mehr Chemie und noch mehr technische Eingriffe in einen aus der Balance geratenen Körper? Ein Irrweg, der trotz allem beschritten und als Lösung präsentiert wird. Hier ersetzt neuerdings reichlich Wunschdenken das Prinzip logischer Beweisführung, die kritische und unabhängige Wissenschaft kennzeichnen sollte.
Traditionelle Medizinsysteme, die sich weitgehend und primär an ihren phytotherapeutischen Möglichkeiten orientieren, pflegen seit vielen Jahrhunderten eine andere Sicht der Dinge. Man spricht zum besseren Verständnis von „Netzwerkmedizin“, denn eine Vielfalt an „Alterskrankheiten“, wie sie im heutigen Westen schon fast zur Norm geworden sind, verlangt zugleich nach ebensolcher Vielfalt biologisch aktiver Substanzen, um sie zu bessern oder zu heilen. Das meint eine „Multi-Target-Wirkung“ (auf viele Ziele gerichtet), wie sie etwa in natürlichen Wirkstoffkomplexen von Pflanzen oder Naturmineralien gegeben ist. Diese können zugleich helfen, vorzeitige Alterungsprozesse zu stoppen und werden damit der seit Jahrzehnten so gehypten, plakativen Forderung nach „Anti-Aging“ gerecht.
Näher läge wohl der Ausdruck „Better Aging“, denn das Altern vollständig aufzuhalten, wird niemals gelingen. Es geht vielmehr darum, wie häufig betont wird, nicht dem Leben einfach mehr Jahre, sondern den Lebensjahren mehr Gesundheit hinzuzufügen, denn auch ein hohes Alter ohne Lebensqualität ist von geringem Wert. Tibetische Pflanzenmedizin in geeigneter Ausprägung (nur diese ist im westlichen Markt akzeptiert) kann mit kontrollierten, qualitativ hochwertigen Kräuterformeln nach original-tibetischem Vorbild durch ihr nachweislich anti-entzündliches Potenzial helfend eingreifen.
Common Soil, Altern durch oxidativen Stress und die Entzündungskaskade
Die Häufigkeit chronischer Entzündungen und ihr Zusammenhang mit diversen Krankheiten führte zur Hypothese des „common soil“. Sie besagt, dass das bekannte „Metabolische Syndrom“ mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen sowie Arteriosklerose oder Diabetes Typ 2 gemeinsame Ursachen, also einen „gemeinsamen Boden“ haben müssen.
Unerwünschte proinflammatorische Einflüsse werden durch ständige oxidative Stressfaktoren, darunter Übergewicht, wenig Schlaf, Bewegungsmangel, zudem auch Strahlungseinflüsse (E-Smog, Mobilfunk) oder Gifte aus Nahrung und Umwelt noch verstärkt – besonders im Alter. Am Ende steht nicht selten eine Krebserkrankung.
Die endogenen und exogenen Noxen (Gifte) führen zur Entstehung von Zell- und Gewebeschäden, indem sie die Biomembranen und den zellulären Signaltransfer im Körper nachhaltig stören – hier wirken viele Synergismen, sprich Wechselwirkungen, negativ verstärkend – ein wahrer oxidativer Cocktail. Vor allem aber wird durch diese zelltoxischen Einflüsse, sei es von innen oder außen, eine Entzündungskaskade am Laufen gehalten. Dabei spielen chemisch gesehen primär reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS und RNS – messbar durch Methoden wie Chemiluminiszenz) eine tragende Rolle (gemeinhin spricht man von „freien Radikalen“).
Besserung oder Heilung kann nur dadurch einsetzen, dass dieser fatale Kreislauf durch effektive Antioxidanzien („Radikalenfänger“) wirksam unterbrochen wird – dies idealerweise auf natürlichen Wegen.
Kräutermittel als Mono- oder Polypharmaka
Pflanzliche Arzneimittel sind per se strukturelle und funktionelle Vielstoffgemische. Sie entfalten im Organismus eine breite biologische Aktivität. Zu überdenken ist hier die übliche Annahme, es reiche aus, nur die Einzelkomponenten einer Pflanze auf ihre Wirksamkeit zu untersuchen. Selbst in Monosubstanzen gehen jedoch Inhaltsstoffe miteinander vielfältige, wenn auch schwache Bindungen ein, die man in ihrem gesamten Funktionsbild betrachten muss.
Noch stärker muss diese Sichtweise für biologische Komplexmittel gelten. Dies erweist sich gerade bei Multimorbidität im Alter als günstig, weil auch jede Krankheit komplex in ihren Ursachen ist. Hier parallel nur immer weitere chemische Arzneien zu geben, erweist sich in der Praxis häufig nicht nur als unwirksam, sondern vielmehr gefährlich, da schon bei 3 bis 5 Medikamenten Negativeffekte nicht mehr absehbar sind.
Dagegen können klug kombinierte Phytopharmaka aus ihrer eigenen Biologie heraus eine besonders sinnvolle Netzwerkaktivität entfalten. Der zugrunde liegende Wirkmechanismus ist pleiotrop, wie bereits hier erklärt. Auch lassen sich pflanzliche Multi-Target-Mittel im Einzelfall vorteilhaft mit natürlichen Mono-Wirkstoffen ergänzen bzw. kombinieren.
Was die systemische Therapie von „Alterskrankheiten“ betrifft, zeigen sowohl pflanzliche Einzelmittel, als auch kombinierte Kräuterarzneien gewisse Systemeigenschaften, sprich Gruppeneffekte, wie etwa jene, anti-inflammatorisch und somit günstig bei allen Symptombildern zu wirken, die heute immer häufiger auf chronischen bzw. „stillen“ Entzündungen beruhen. Sie können zusätzlich zu einer beschwerdeorientierten Behandlung, aber vor allem auch vorbeugend eingesetzt werden.
Die moderne Medizin hat gegen chronische Krankheiten immer noch wenig anzubieten, wie sich nicht zuletzt am Beispiel der zahlreichen, nun als „Long Covid“ etikettierten Störungen deutlich zeigt – aber ebenso in Fällen so genannter „Autoimmunkrankheiten“, die bloß isoliert als „Fehler“ im eigenen Immunsystem gesehen werden, die es zu unterdrücken gilt, was viel zu kurz greift. Für Krebs als systemische Erkrankung, die er zweifellos ist, gilt Ähnliches.
Antioxidanzien und die Wirkung tibetischer Kräuterformeln
Zytotoxische, also zellschädigende Synergismen können durch antioxidative Substanzen beeinflusst und abgemildert werden, das zeigte sich in Einzelmessungen der Bioluminiszenz-Signale – man könnte sagen: Gesunde Zellen leuchten heller. Gut bekannt für diese Wirkung sind etwa Vitamin C, D, E oder OPC und Glutathion. Es kann sich aber genauso um gesunde Nahrungsmittel, Diätpräparate und Tees handeln, die z. B. viele Polyphenole bzw. Flavonoide bieten – Äpfel, Rotwein, grüner Tee, Heilpilze und vieles mehr – wie in diesem Artikel gezeigt. Ein einfaches Beispiel dafür ist auch die aus indigener Quelle stammende Tee-Formel
„9 Kräuter-Essenz“, deren Bestandteile eine Fülle antioxdidativ wirksamer Stoffe enthalten, die geeignet sind, die Konzentration körpereigener Antioxidanzien zu erhöhen. Betrachtet man nun in der Tibetischen Medizin die komplexe Kräuterformel „Gabur 25“ (in westlicher Nennung „Padma 28“ – Marktvarianten: „Padma 28 active“, „Padma Basic“ bzw. „Padma Circosan“), so ist diese aufgrund ihrer Pleiotropie besonders geeignet, auf breiter Basis antioxidativ zu wirken.
Ihr Multi-Target-Mechanismus wurde in Bezug auf Arteriosklerose in zahlreichen Studien tragfähig nachgewiesen, wie hier oder hier ausführlich erklärt. Eine weitere Erkenntnis der Untersuchungen war, dass multivalente pflanzlich-mineralische Antioxidanzien, wie diese traditionelle tibetische Formel, eine höhere langfristige Wirksamkeit zeigten als monovalente Stoffe – etwa isolierte Vitamine. Interessant war also, dass ein synergistisches Konzept gegen chronische Entzündungen aus sich heraus viel länger wirksam blieb, als Einzelsubstanzen, die sich nicht regenerativ zeigten – wo eine nachhaltige Wirkung also auch die Dauereinnahme eines Stoffes bedingt (wie z. B. aus der Orthomolekularmedizin bekannt). Komplexe Antioxanzien bzw. Pflanzencocktails können demgegenüber den Organismus nicht nur aktiv unterstützen, sondern ihn auch viel besser in Richtung einer langsamen Selbstregulation und Selbstheilung bewegen (ein sinnvolles „Nudging“), während sie vorab die Entzündungskaskade geschickt ausbalancieren und neue „stille“ Entzündungen verhindern helfen. Jede nicht ausgeheilte akute Entzündung hinterlässt eine Dauerbelastung für den Körper und kann später zu manifesten Gefäß- und Organschäden führen. Sie hält das Immunsystem ständig beschäftigt, wodurch es Kapazitäten für die Bekämpfung akuter Infektionen verliert (immer mehr Impfungen ändern daran am Ende nichts). Ein Teufelskreis, der sich aufschaukelt.
Um somit den Zustand der Immunoseneszenz zu verlangsamen, müssen nicht nur oxidative Faktoren von außen möglichst vermieden werden, es liegt auch ein großer Nutzen darin, sich passender Pflanzenkombinationen zu bedienen, wie sie die Tibetische Medizin in Europa durch ein Schweizer Unternehmen in tadelloser Qualität („Good manufactoring practice“) seit rund 50 Jahren zur Verfügung stellt. Es handelt sich um keine „Schwurbler-Formeln“.
Ein Anti-Aging-Wunder?
Hat die Tibetische Medizin hier ein echtes „Verjüngungsmittel“ erfunden? Das wäre zu hoch gegriffen, man kann jedoch aufgrund vorliegender Forschungen guten Gewissens sagen, dass die Nutzung dieser alten Pflanzenmedizin im Westen große Vorteile bietet. Sie können fallweise nötige chemisch-technische Interventionen nicht nur gut ergänzen (bisweilen in der Wirkung sogar übertreffen) und damit die Gesundheit in höherem Alter – aber auch schon lange davor – ausgezeichnet unterstützen. Dazu sind sie gut verträglich und aus Erfahrung mit jeder konventionellen Therapie kombinierbar (Abstand von 1 Stunde bei der Einnahme ist einzuhalten).
Literatur und Infos:
Gabriele Feyerer: Padma 28 – Tibetische Naturmedizin für Körper und Geist. 9. aktualisierte Auflage 2018. Windpferd / nun bacopa Verlag (Grundlagen zu Gabur 25 / Padma 28)
Aktuelles Adressenverzeichnis zur TM hier zum Download – auch als e-book
Gabriele Feyerer: Padma. Die Kraft tibetischer Pflanzenmedizin. Heilkunst für ein neues Jahrtausend. Synergia Verlag 2021
(Folgeband zu Padma 28 – Infos zu allen Mitteln) – auch als e-book
Gabriele Feyerer: 9 Kräuter-Essenz. Pflanzenkraft aus dem Schatz indianischer Heilkunst.
Jim Humble Verlag 2016 – auch als e-book.
Padma.ch / de / at
LBM1948, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
© Dr. Gabriele Feyerer, freie Autorin / Journalistin.
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Meinst du dieses Tibet ?