Iran rüstet massiv auf mit chinesischer und russischer Top-Technologie

25. Februar 2026von 6,3 Minuten Lesezeit

Während Washington Flugzeugträger-Armadas und Luftflotten an den Persischen Golf schickt und Donald Trump von „sehr harten Maßnahmen“ spricht, wenn kein Deal kommt, hat Teheran nach dem 12-Tages-Krieg vom Juni 2025 seine Verteidigung mit Hilfe von China und Russland auf den technologisch modernsten Stand aufgerüstet.

Während das teuerste und größte Kriegsschiff der Welt, Der US-Flugzeugträger Gerald Ford in der Souda Bucht in Kreta (Bild unten) zwecks Reparatur der Toilette-Anlagen im Hafen liegt, baut der Iran seine Verteidigung gegen US-israelische Luftangriffe massiv aus. Wie berichtet wurde die „unsichtbare“ Basis mit einer komplett neuen Kommunikations- und Kommandoinfrastruktur errichtet, die völlig ohne westliche Technologie auskommt. Eigene iranische Satelliten und Chinas Navigationssystem BeiDou haben GPS völlig ersetzt. Innerhalb weniger Tage berichten unabhängige Militärquellen von zwei massiven Transfers aus China: dem YLC-8B-Anti-Stealth-Radar mit bis zu 700 km Reichweite und der CM-302-Überschall-Anti-Schiff-Rakete. Beides zusammen schafft eine neue Realität: Stealth-Jets wie F-35 und B-2 werden früher entdeckt, US-Carrier-Gruppen geraten in Reichweite tödlicher Überschall-Flugkörper. Die Ära der unangefochtenen westlichen Luft- und Seeüberlegenheit im Nahen Osten ist vorbei.

Ebenfalls in den vergangenen Tagen enthüllten iranische und russische Quellen zwei brisante Entwicklungen, die die militärischen Kräfteverhältnisse im Persischen Golf und darüber hinaus deutlich verändern: Iran hat sein selbst entwickeltes elektronisches Kampfsystem Cobra V8 direkt am strategischen Nadelöhr Straße von Hormuz stationiert – und gleichzeitig einen geheimen Großdeal mit Russland über 500 moderne Verba-Manpads plus 2.500 Raketen im Wert von 495 Millionen Euro abgeschlossen.

Das ist keine reine Defensivmaßnahme. Das ist der systematische Aufbau einer Anti-Access/Area-Denial-Zone (A2/AD), die genau die US- und israelischen Kampfmittel treffen soll, auf die Washington und Tel Aviv in einem Konfliktfall angewiesen wären.

Cobra V8: Das „elektronische Fingerabdruck“-System gegen F-35, P-8 Poseidon und Flugzeugträger

Am 22. Februar 2026 meldete Defence Security Asia die Stationierung des truck-montierten Cobra V8 bei Teheran und vor allem bei Bandar Abbas – direkt an der Straße von Hormuz, durch die 20 % des weltweiten Öls fließen. Das System ist in die einheimische Bavar-373 und die russischen S-300 integriert.

Der Chef der Iran Electronic Industries, Admiral Amir Rastegari, erklärte dazu:

„Die ausländischen Aufklärungsflugzeuge sind in der Flight Information Region geflogen, haben Wellen emittiert, um Informationen zu sammeln – und wir haben ihre Aktivitäten gestört.“

Die Piloten hätten ihre Basis kontaktiert mit der Meldung, das Flugzeug habe „Systemprobleme“ und müsse umkehren. Iran habe die Funkgespräche aufgezeichnet.

Rastegari erklärte weiter, man besitze die „elektronischen Fingerabdrücke“ feindlicher Systeme – und könne sogar einzelne F-35 an ihren einzigartigen Radarwellen identifizieren.

„Wenn eine F-35 ihren Radar einschaltet, emittiert sie andere Wellen als eine andere F-35. Heute können wir diese Wellen identifizieren und sagen, welches Flugzeug es ist.“

Ob die 250-km-Reichweite und die F-35-„Fingerabdruck“-Fähigkeit im Ernstfall wirklich halten, sei dahingestellt. Fakt ist: Das System ist real, es ist stationiert, und es zielt exakt auf die US-Navy-P-8-Poseidon, die Carrier-basierte Aufklärung und die Stealth-Operationen der F-35 ab. Genau die Assets, die einen Angriff auf iranische Anlagen erst möglich machen würden.

Verba-Deal: 500 russische Manpads für 495 Millionen Euro

Ebenfalls am 2. Februar wurden Gerüchte bekannt, Iran habe mit Russland einen 495-Millionen-Euro-Deal über 500 Stück 9K333 Verba-Manpads und 2.500 9M336-Raketen abgeschlossen. Bezahlt in Euro, um Sanktionen zu umgehen. Die Lieferungen laufen bereits seit Wochen mit russischen Il-76-Transportmaschinen von Mineralnye Vody nach Karaj.

Die Verba ist das modernste russische Manpad mit Dreiband-Sucher (IR+UV+optisch), widersteht Störsendern und trifft Ziele bis 6 km Entfernung und 4,5 km Höhe bei Manövern bis 8g und Mach 2.

Dazu kommen 500 Nachtsichtzielgeräte Mowgli-2. Perfekt für den Kampf gegen Helikopter, Drohnen und tieffliegende Flugzeuge – genau die Mittel, mit denen Israel und die USA in den letzten Jahren iranische Stellungen und Proxy-Milizen bekämpft haben.

Die Expertin Nicole Grajewski erläutert die Auswirkungen:

„Keiner dieser Transfers wird Irans Fähigkeit radikal verändern, mit der fortschrittlichsten konventionellen Militärmacht der Welt gleichzuziehen – aber er kann den nächsten Krieg verlängern.“

YLC-8B: Das chinesische „Stealth-Killer“-Radar – 700 km gegen F-35 und B-2

Am 24. Februar 2026 meldete Defence Security Asia, dass China mehrere YLC-8B-Strategie-Radare an den Iran geliefert hat – ein UHF-Band-System, das genau die Schwäche westlicher Stealth-Technologie ausnutzt: Die Formgebung und Beschichtungen funktionieren optimal nur gegen höherfrequente X- und Ku-Band-Radare. Im niedrigen UHF-Bereich werden sie durchlässig.Technische Eckdaten:

  • Erkennungsreichweite: über 500 km gegen konventionelle Flugzeuge, bis 700 km bei ballistischen Raketen im Boost/Midcourse, ca. 350 km gegen taktische Fighter.

  • Speziell konzipiert für kontinuierliche Ortung und Verfolgung von F-35 Lightning II und B-2 Spirit.

  • Digitale Puls-Kompression, Moving-Target-Indication, Multi-Target-Tracking – resistent gegen ECM und Sättigungsangriffe.

Das Radar wird in Irans integriertes Luftverteidigungsnetz eingebunden: Bavar-373, S-300PMU-2, elektro-optische Sensoren. Es dient als Early-Warning-Rückgrat, verlängert die Vorwarnzeit massiv und ermöglicht früheres Zuordnung der Abfangsysteme gegen einzelne Ziele. Ein Verteidigungsanalyst bringt es auf den Punkt:

„Der YLC-8B ist eines der wenigen Radare weltweit, das westliche Fünfte-Generation-Flugzeuge kontinuierlich auf große Entfernung orten und verfolgen kann.“

Damit verlieren Israels F-35I Adir und US-B-2-Einsätze den Überraschungseffekt. Tiefe Schläge gegen iranische Atomanlagen oder Kommandozentren werden riskanter, teurer und brauchen größere Pakete mit Stand-off-Waffen. Die Stealth-Doktrin, auf die Tel Aviv und Washington seit Jahren setzen, bekommt Risse.

Das Military Watch Magazine berichtete kürzlich über die Installation von S-300 Luftabwehr Systemen in fixen Stellungen bei Teheran und anderen Städten. Auffallend dabei das Fehlen von Radaranlagen. Doch das neu installierte Kommunikations- und Kommandonetz, sowie die Verbindung mit dem BeiDou-Satellitensystem wird nun dazu genutzt um Abfangstationen mit Zieldaten zu versorgen.

Die räumliche Trennung der verschiedenen Komponenten der Luftabwehr stellt die Aggressoren damit vor neue Herausforderungen.

CM-302: Überschall-Rakete aus China – Mach 4 gegen US-Carrier im Golf

Parallel dazu finalisiert der Iran den Kauf der CM-302-Supersonic Anti-Schiff-Cruise-Missile – ein Export-Derivat der chinesischen YJ-12. Verhandlungen laufen seit mindestens zwei Jahren, nach dem 12-Tage-Krieg mit Israel massiv beschleunigt. Iranische Delegationen reisten kürzlich nach China, um den Deal abzuschließen.

Spezifikationen:

  • Geschwindigkeit: Mach 2,5 bis Mach 4 (Solid-Booster-Start, Ramjet-Nachbrenner).

  • Reichweite: 280–290 km – genug, um aus iranischem Hoheitsgebiet heraus zu schießen.

  • Gefechtskopf: 250–500 kg, ausreichend für schwere Schäden an Schiffen bis 5.000 Tonnen.

  • Flugprofil: Sea-skimming auf 5–10 m Höhe, minimiert Radar-Horizont-Probleme.

  • Plattformen: Mobile Küstenbatterien (Makran-Küste), IRGC-Schnellboote, potenziell Flugzeuge.

In der Enge des Persischen Golfs und der Straße von Hormuz (20 % des Weltöls) komprimiert die Rakete Reaktionszeiten auf Minuten. Aegis-Systeme, SM-6-Raketen, CIWS – alles wird überfordert, wenn mehrere Vektoren gleichzeitig kommen. Die US-Dual-Carrier-Gruppen (USS Abraham Lincoln, USS Gerald R. Ford) operieren derzeit innerhalb von ca. 680 km von Irans Küste – voll in Reichweite.

Diese Entwicklungen könnten die technische Grundlage sein für die Warnung des US-Generalstabschefs Dan Caine, dem ranghöchsten US-Militär, es gebe signifikante Risiken bei einem Angriff auf den Iran.


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7 Kommentare

  1. Patient Null 26. Februar 2026 um 10:24 Uhr - Antworten

    Da dürfte es grad anregende Diskussionen im Hauptquartier der amerikanischen Generalität geben. Die haben diese Infos ja auch.

  2. therMOnukular 25. Februar 2026 um 18:57 Uhr - Antworten

    Nicht nur das….:

    Nachdem die USA selbst es geschafft haben, einige bisherige Vasallen gegen sich aufzubringen, arbeitet der Iran erfolgreich daran, solche Vasallen „umzudrehen“. So wurde jetzt ein „strategisches Abkommen“ mit Armenien geschlossen, einem bisherigen „US-Verbündeten“.

    Allerdings wird auch berichtet, dass A-Waffen-bestückte U-Boote Issraells „unerlaubt“ und trotz „Verbot“ der USA im Arabischen Meer Stellung beziehen, um die „Sampson Option“ abzusichern….

    Mein „Angebot“ eines Ausstiegsszenarios:
    Der Iran holt sich moderne FPV-Drohnen aus Russland mit Glasfaserleitung und fliegt damit in die Radarschüsseln der US-Boote, die in der Straße von Hormuz kreuzen (die Drohnen-Teams können nicht entdeckt werden, da sie keine Funkwellen nutzen und die Meerenge ist schmal genug für die Reichweiten; die Radare der Schiffe können so kleine Dinger nicht orten…). Die US-Boote wären nutzlos (weil schutzlos) (ohne Tote) und müssten abziehen. Die USA schwört propagandistisch spätere „Rache“ und einigt sich heimlich mit dem Iran, nicht einzugreifen, wenn sich Issraell verselbständigt und den Iran angreift. Dann wird Issraell irgendwann von alleine bemerken, dass es nicht alles bekommt und brav sein muss, um der eigenen Vernichtung zu entgehen…..
    So könnten sowohl Issraell als auch die USA mit einem blauen Auge und Imageverlust davonkommen. Jeder Versuch, den Iran zu brechen, wird dagegen den Bruch der eigenen Gesellschaft auslösen (nur 21% der US-Amerikaner unterstützen einen Krieg gegen den Iran, sogar die Mehrheit iranischer Dissidenten in den USA ist dagegen…).

    Wunschdenken, klar. Man wird ja wohl noch träumen dürfen……

    • therMOnukular 25. Februar 2026 um 19:08 Uhr - Antworten

      Noch was vergessen:
      die ganze Aufregung um Stealth und Super-Radare usw kann man sich schenken: Iran ist ein großes Land – um tatsächlich mit einer F-22 oder so in den Luftraum einzudringen, sein Werk zu verrichten und wieder heim zu fliegen, müssten diese F-22 mindestens knapp vor der iranischen Küste/Grenze in der Luft betankt werden. Lufttanker sind weder stealth, noch schnell, noch bewaffnet…… So etwas ginge also erst bei absoluter Air-Superiority – und beim 1. Versuch 2025 hat man nicht einmal annähernd Air-Suppremacy erreicht (kein Issraellischer Flieger hat je den iranischen Luftraum verletzt, nur die B2s, die mit dem Iran abgesprochen waren).

      Man wird sich also erneut auf Marschflugkörper verlassen, die man 150km ausserhalb des Iran abfeuern kann, oder überhaupt von den Schiffen und U-Booten weit weg im Arabischen Meer. 2025, heißt es, sind 1/3 dieser Tomahawks nicht detoniert, man vermutet aus „Altersschwäche“……

  3. 1150 25. Februar 2026 um 17:41 Uhr - Antworten

    der modernste und teuerste flugzeugträger, aber dessen scheisshäuser sind kaputt,
    vermutlich werden sie wegen des ununterbrochehen andrangs
    durch so viele schwarzenegger’s, stallone’s, mcgiver’s, etc. an bord kapazitätsprobleme haben oder so.
    ich hab krümme mich vor bauchschmerzen vor lachen : – )))))

    • Jakob 25. Februar 2026 um 18:17 Uhr - Antworten

      Wahrscheinlich kacken sich die tapferen Krieger, die es auf einmal mit einem überlegenen Gegner zu tun haben ständig an.
      Da kann die Entsorgung schon überfordert sein.

  4. Glass Steagall Act 25. Februar 2026 um 17:13 Uhr - Antworten

    Mir würde es schon reichen, wenn die US-Schiffe dort alle am ersten Tag versenkt werden und der Krieg damit vorbei wäre!

  5. Jakob 25. Februar 2026 um 16:47 Uhr - Antworten

    Ich freue mich für den Iran.
    Damit wird ein Angriff auf ihn für den Angreifer sehr sehr teuer.

    Aber:
    Diese Region wird solange keine Ruhe finden solange das bestens bekannte TerrorRegime in dieser Form existiert.
    Diese Terroristen können nicht anders.
    Wenn jetzt kein Angriff erfolgt, weil zu riskant, so ist das Problem lediglich aufgeschoben. Die Waffenentwicklung wird intensiviert werden und wenn man der Meinung sein wird, gleichwertig oder sogar überlegen zu sein wird der Wahnsinn von vorne losgehen.
    So furchtbar dies ist, aber Ruhe wird es erst geben wenn diese Kriegstreiber nicht mehr vorhanden sind.

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