Das RKI wusste schon vor 130 Jahren Bescheid

24. Februar 2026von 2,7 Minuten Lesezeit

So plausibel das Impfprinzip mit einer Konditionierung durch einen abgeschwächten Erreger erscheint, so wenig hat es funktioniert. Interessanterweise wird der Beleg dafür sogar im Robert Koch Institut (RKI) gehütet. In den gesammelten Werken des Namenspatrons finden sich auch „Beobachtungen über Erysipel-Impfungen am Menschen“, die 1896 in der Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten (Bd. XXIII:267-75) erschienen sind.

Unter Robert Kochs Leitung des „Königlich Preußischen Instituts für Infektionskrankheiten“, dem Vorgänger-Institut des RKI erfolgten unethische Impfversuche mit äußerst unangenehmen und damals ohne Antibiotika kaum behandelbaren Hautinfektionen durch bestimmte Streptokokken. Diese sogenannten Erysipele konnten spontan durch oberflächliche Hautverletzungen während der Arbeit, aber auch durch medizinische Maßnahmen wie Impfungen entstehen.

Tatsächlich wurden Menschen bewusst mit Material von solchen Erysipelen anderer Menschen oder Tieren durch Hautritzungen infiziert, um herauszufinden, ob solche Hautentzündungen Krebserkrankungen günstig beeinflussen können. Fieber galt damals noch zurecht als potente Heilungsreaktion, deren Provokation die Körperabwehr mobilisierte. Allerdings erscheint zweifelhaft, ob die Versuchspersonen über die Risiken eines Erysipels informiert wurden. Bis zu 25% der Erysipele führten zum Tod oder waren nur durch eine Amputation der betroffenen Gliedmaße zu kurieren. Eine Person wurde 11mal infiziert!

Trotz des damals verbreiteten unethischen Vorgehens und ausbleibendem Nutzen für die Kranken entlarvten diese Ansteckungsversuche alle Dogmen der Ansteckungs- und Impfmedizin. Die Ergebnisse lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig:

  • Die durch Kaninchenpassagen zu maximaler Virulenz für diese Tiere angezüchteten Streptokokken waren bei Menschen selbst in großen Dosen unwirksam.
  • Die von menschlichem Erysipel gewonnenen Streptokokken erzeugten nur selten bei anderen Menschen wieder ein Erysipel.
  • Eine aktive Immunität gegen Streptokokkeninfektion wird durch mehrfaches Überstehen leichter Erysipele nicht erworben.
  • Eine passive Immunität durch Vorbehandlung mit den bisher bekannten Anti-Streptokokkenserumproben konnte nicht übertragen werden.

Mit anderen Worten: Alleine diese Versuchsserie im angesehensten Institut des damaligen Deutsches Reiches demonstrierte, dass selbst eine invasive Übertragung von Krankheitserregern meist zu keiner Krankheit führte und die Reaktion mehr vom Impfling als vom Erreger abhängig war. Wenn für die hier untersuchten Streptokokken bei einer Impfung keine Immunität resultierte, wie hätte diese dann bei anderen Krankheitserregern eintreten sollen?

Mit diesen Ergebnissen hätten umgehend alle Impfungen wie auch die sogenannten Passivimmunisierungen durch Blut genesener Menschen oder Tiere eingestellt werden müssen. Tatsächlich begann aber zur gleichen Zeit der Betrug von Emil von Behring, Paul Ehrlich und Ernst Wernicke mit dem „Heilserum“ von Pferden gegen Diphtherie und Tetanus, der erst 1918 mit einer Studie als solcher entlarvt wurde. 1901 erhielt Emil von Behring für sein unwirksames Pferde-„Heilserum“ gar noch den ersten Nobelpreis für Medizin! Mehr zur Infektions- und Impfgeschichte in „Riskanter Schutz. 300 Jahre Immunisierungsversuche“ (Engelsdorfer Verlag 2026).


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat 8 Bücher veröffentlicht. Darunter „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank? 300 Jahre Immunisierungsversuche.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Wie man Impferfolge vortäuscht: Windpocken

Babynahrung aus dem Fermenter

Die verschwiegene Masernepidemie in Berlin

300 Jahre Immunisierungsversuche – eine ernüchternde Bilanz

Ein Kommentar

  1. Gabriele 24. Februar 2026 um 8:58 Uhr - Antworten

    Foltern und Tierversuche müssen sein – „zum Wohle des Menschen“. Das war schon immer so – damals glaubte man auch, Tiere würden keine Schmerzen spüren, was alles über den Menschen sagt – und heute ist es nicht anders. Folter und Quälerei ist eines der Grundprinzipien der „modernen“ Wissenschaft.
    Und sind wir ehrlich: Uns ist es ziemlich egal, nicht wahr? (mir nicht).
    Und wie süß ist die heutige Meldung: „Die“ Wissenschaft steht kurz davor, herauszufinden, wie man Zähne nachwachsen lässt!! Nur noch ein paar Millionen Tier- und jetzt gerechterweise auch Menschenversuche, und dann …. dann wird das Paradies ausbrechen auf der Welt.
    Immer haben die Idioten solchen Ankündigungen geglaubt – und sie werden es weiterhin tun.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge