Hat US-Botschafter in Israel bei Tucker-Interview Iran geholfen

23. Februar 2026von 4 Minuten Lesezeit

Ein explosives Interview von Tucker Carlson mit dem US-Botschafter für Israel, Mike Huckabee, könnte sich für den Iran als hilfreich erweisen. Der extrem rechtsradikale Ultra-Zionist nahm sich kein Blatt vor den Mund und offenbarte Israels wirkliche Ziele: Israel habe aufgrund seiner biblischen Stellung das Recht, den gesamten Nahen Osten zu erobern.

Tucker Carlson schreibt selbst über das Interview in der Ankündigungsmail: „Wenn man einen christlichen Zionisten fragt, warum Amerika Israel unterstützen muss, erzählt er eine Geschichte über ein Volk und ein Land. Gott versprach den Nachkommen Abrahams das Land Israel. Deshalb müssen die Vereinigten Staaten die Kriege der Regierung Netanjahu für sie führen.
Diese Erklärung wirft einige grundlegende Fragen auf: Um welches Volk genau handelt es sich? Um welches Land genau?
Man könnte meinen, dass die pro-israelischen Führer des Christentums Antworten auf diese Fragen hätten. Aber das haben sie nicht. Der US-Botschafter in Israel und ordinierte Baptistenpastor Mike Huckabee hat dies gerade bewiesen.

Im Vorspann zu dem Video (siehe unten) schildert Tucker wie wenig entgegenkommend und unprofessional sich die US-Botschaft in Israel verhalten hat. Weder wollte man ihm einen Begleiter auf der Fahrt vom Flughafen zur Botschaft zuordnen, noch war man bereit für Sicherheitsgarantien seitens der Regierung zu sorgen. Auch seine Flugnummer wollte man nicht dem Militär weitergeben um damit einen allfälligen irrtümlichen Abschuss des Fliegers zu verhindern.

Schließlich fand das Interview dann in einem Raum für Diplomaten am Flughafen statt. Dabei deckte Mike Huckabee, der US-Botschafter in Israel, die wahren Pläne Israels auf. Offenbar haben Israelis das mitbekommen. Carlson und sein Team wurden dann auf recht unfreundliche Weise behandelt, da er intern als eine Art Staatsfeind gilt, weil er Israels Propaganda aufgedeckt hat:

In dem Interview deutete Huckabee Carlson gegenüber seine Überzeugung an, dass Israel aufgrund seiner biblisch gewählten Stellung das Recht habe, den gesamten Nahen Osten zu erobern.

Dies löste im gesamten Nahen Osten eine Welle der Empörung aus, und die Außenministerien aller wichtigen Länder verfassten einen „offenen Brief” als Protest:

Erklärung

Die Außenministerien von Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indonesien, Pakistan, der Türkei, Katar, Kuwait, Oman, Bahrain, Libanon, Syrien und Palästina sowie die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), die Liga der Arabischen Staaten (LAS) und der Golf-Kooperationsrat (GCC) verurteilen aufs Schärfste und äußern ihre tiefe Besorgnis über die Äußerungen des US-Botschafters in Israel, in denen er andeutete, dass es akzeptabel sei, wenn Israel die Kontrolle über Gebiete ausübt, die zu arabischen Staaten gehören, einschließlich des besetzten Westjordanlands.

Viele glauben nun, dass diese Empörung Trump dazu veranlasst haben könnte, eine langfristige Militärkampagne gegen den Iran zu überdenken. Angesichts der Tatsache, dass Carlson nun die wahren Absichten hinter der anti-iranischen Kampagne Israels und der USA „ans Licht gebracht“ hat, deren Endziel die Errichtung eines Großisraels ist, ein durchaus rationaler Gedanke. Immerhin haben auch Thinktanks nach der Niederlage des Ayatollahs auf eine vollständige Balkanisierung des Iran in kleinere Kleinstaaten gedrängt haben:

Offenbar zögern Trump und seine Militärs ohnehin. Auf dem Flugzeugträger Gerald Ford funktionieren die Toiletten nicht, was seine Einsatzbereitschaft ziemlich schwächt.

Dazu wartet der Iran auch ständig mit neuen Überraschungen auf. Bei Isfahan und Teheran tauchten S-300 Luftverteidigungsanlagen auf.

Beim Hafen Bandar Abbas setzt der Iran setzt das elektronische Kampfführungssystem Cobra V8 in der Nähe der Straße von Hormus ein. Die  Behauptung es könne sogar einen „Fingerabdruck” jedes individuellen F-35-Radars erfassen verschärft den Machtkonflikt zwischen den USA und dem Iran. Teheran integriert damit seine im Inland hergestellte elektronische Cobra V8 in die Luftabwehrsysteme Bavar-373 und S-300 in der Nähe der Straße von Hormus, wodurch es direkt die ISR-Operationen der US-Marine herausfordert und das elektromagnetische Gleichgewicht im Persischen Golf neu gestaltet.


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16 Kommentare

  1. cwsuisse 24. Februar 2026 um 11:41 Uhr - Antworten

    Die Israelis haben sich ganz offenbar fest vorgenommen, nun alles umzusetzen, was sie während der Zeit des 3.ten Reichs von den Deutschen gelernt haben.

  2. audiatur et altera pars 24. Februar 2026 um 10:44 Uhr - Antworten

    Es handelt sich um einen formal rein inneramerikanischen Dialog. Bitte selbst ansehen! Wenn der Botschafter meint, Tucker solle sich doch bitte unmittelbar an seinen Freund JD Vance wenden, so hat er völlig recht. Ich kann (und will…) – schon allein aufgrund der Geschichte des klassischen Sündenbocks – nicht so wirklich an den Schwanz glauben, der da mit dem Hund wedeln soll. Warum? Kissinger vertrat klar imperiale (manche meinen mehr familiäre..) Interessen. Keine israelischen. Und – da hat Tucker recht: Diese haben nicht viel mit der ursprünglichen Idee der USA gemein. Wie kann sowas gehen? Man sehe sich einfach die Geschichte des Christentums an!
    PS: Für Popverseuchte „US-Kinder“ wie mich tut’s auch der Big Lebowski beim Bowling mit „Jesus“ ;-)

  3. Jan 24. Februar 2026 um 7:11 Uhr - Antworten

    Wenn man versucht, Menschen zu einem Projekt zusammen zu bringen, dann braucht man eine Win-Win-Lösung mit sovielen „Wins“ wie Beteiligten. Jedes Win ist individuell und das Betrachten eines „Win“ lässt keinen Rückschluss zu auf das andere.

    Führt man beispielsweise ein Laienthesterstück auf, so tut es der Eine aus Respekt vor Shakespeare, der Zweite, um nicht allein zu Hause zu sitzen, die Dritte, um ihren Busen zur Geltung zu bringen und der Vierte, weil er sich daheim die Heizung nicht leisten kann und es auf der Probe immerhin warm ist.

  4. Glass Steagall Act 23. Februar 2026 um 23:32 Uhr - Antworten

    Die Aussage vom US-Botschafter für Israel zeigt ganz eindeutig ein völlig falsches Verständnis der Bibel! Hinzu kommt noch, dass die Juden nicht einmal das neue Testament mit Jesus als Messias anerkennen. Somit erkennen sie auch nicht die neuen Gebote Gottes an, die Jesus den Menschen mitgebracht hatte, der alle Christen einlädt, ein Teil Gottes Volkes zu werden! Die Israelis, früher die Israeliten, wurden bereits als Gottes Volk abgelehnt, weil sie immer wieder Gottes Gebote missachtet haben! Sie können sich demnach nicht mehr darauf berufen, „aufgrund einer biblischen Stellung das Recht zu haben, den gesamten Nahen Osten zu erobern“! Das gehört in den Bereich einer falschen Wunschvorstellung, die nicht mehr auf biblische Lehren begründet ist! Der einzige, der denen diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, ist Satan der Teufel! Das zeigt sich auch am Verhalten Israels in Form von der permanenten Vernichtung von Leben im Gaza und anliegenden Ländern. So etwas hat die Bibel im neuen Testament nie gelernt! Deswegen blenden sie auch gern das neue Testament aus. Hier geht es vor allem um Liebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Milde! Israel handelt genau im Gegenteil!

    • Varus 24. Februar 2026 um 9:01 Uhr - Antworten

      Hinzu kommt noch, dass die Juden nicht einmal das neue Testament mit Jesus als Messias anerkennen.

      Die Muslime aber schon – selbst wenn nicht als Sohn Gottes, sondern als Prophet. Absurd, dass Hasbara Angehörige einer Religion mit Christus gegen eine andere Religion mit Christus aufhetzen kann – für Eroberungsgelüste einer Religion, die Christus komplett leugnet.

    • K Kaefer 24. Februar 2026 um 9:56 Uhr - Antworten

      Das AT ist an vielen Stellen an Grausamkeit ja nicht zu überbieten. Ersetze dort „Gott“ durch „Satan“ und schon passt es.

  5. therMOnukular 23. Februar 2026 um 22:09 Uhr - Antworten

    Darum ist Tucker Carlson für mich ein guter Journalist: er bringt Menschen dazu zu sagen, was sie denken. Das hebt ihn von anderen „Journalisten“ ab, die stets die eingeprobten Stehsätze stehen lassen und nicht weiter nachfragen.

    Auch dieses spezifische Interview ist mEn ein Schulbeispiel, wie man so ein Interview führen muss. Besser hätte man Huckabee nicht dazu bringen können, sein Inneres zu outen.

    Inwieweit dieses Interview dem Iran hilft, ist schwer zu sagen. Unter Garantie schadet es den USA und Issraell.

    Well done, Tucker!

  6. ibido 23. Februar 2026 um 21:18 Uhr - Antworten

    Gott versprach Abraham seine Nachkommen würden so zahlreich sein wie der Sand am Meer. Gott übertreibt nicht! Abraham ist der Mann des (tiefen) Glaubens. Also sind Abrahams Nachkommen kein biologisch definiertes Volk, sondern Menschen, die glauben wie Abraham glaubte. Daher werden eines Tages die Nachkommen so zahlreich sein, wie der Sand am Meer. Die hätten auf dem Landstrich – egal wie groß – gar nicht Platz :-)

    Die Krux ist, dass die Bibel (das AT) materialistisch und historisch ausgelegt wird. Sowohl von den Zionisten als auch von den Evangelikalen.

    Gut, dass viele Menschen heute verstehen, dass Gott inwendig ist und die Bilder der Bibel auf die innere Reise des Menschen hinweisen und absolut nichts mit einem Landstreifen in Westasien zu tun haben. So ist dieses Interview Gott sei Dank ;-) zu einem Skandal für die Ansichten des Außenministers geworden.

    • therMOnukular 23. Februar 2026 um 21:56 Uhr - Antworten

      Das kommt Ihnen nur so vor, weil Sie die Bibel und Abraham absichtlich und böswilligst falsch deuten.
      Diese ganzen Sandkörner-Follower würden ja nicht alle auf einmal existieren. „Zahlreich wie der Sand…“ bezieht sich also auf eine Zeitspanne. Hat Abraham dazu auch eine Erwähnung bereit, oder soll man diese Zeitspann wie bei anderen „Heilsversprechern“ auf 1000 Jahre schätzen? Egal, schon geht Abrahams Rechnung auf…..

      Satire off ;))

      • Varus 24. Februar 2026 um 2:19 Uhr

        Juri Podoljaka brachte kürzlich auf Telegram eine Grafik, laut der sich die Zionisten wie Kaninchen vermehren – mittlerweile mehr Kinder pro Frau als Muslime in der Region, obwohl noch 2000 muslimische Frauen je 2 Kinder mehr hatten. Also Demografie stark auf Expansion ausgelegt?

        Ich wünschte, die hätten je ein Kind pro Frau (ungefähr wie in Westeuropa), was etliche Probleme mit der Zeit lösen würde.

  7. Daisy 23. Februar 2026 um 18:33 Uhr - Antworten

    Tucker fragt sich wie viele Trumpwähler der MAGA-Bewegung auch, was hat das mit America First zu tun und wer regiert eigentlich die USA? Das wird jetzt ganz offensichtlich. Der US-Präsident ist wie jeder vor ihm der Diener der Zionisten. Man vermutet Erpressung, wenn man das System Epstein nun kennt, aber die gibt es auch in monetärer Hinsicht, s. Deep State, und auch, was das Leben des Präsidenten betrifft, s. neuerlicher Attentatsversuch auf Trump.

    Trump kann scheinbar nicht aus. Er windet sind. Er wundert sich, weshalb Iran nicht einlenkt nach all den großartigen Kriegsschiffen, die Trump losgeschickt hat. Das ist jetzt blöd, denn eigentlich wollte er ein Verhandlungsziel erreichen. Die USA sollten dabei aber auch dem Iran etwas entgegenkommen. Ich hoffe sehr, dass das noch gut geht.

    Doch ist die Frage, wenn Iran und US sich einigten, dreht dann nicht Bibi durch? Womit kann man den Gummizellenanwärter beruhigen? Ein Fake-Angriff wie zuletzt geht scheinbar nicht mehr. Eine Blitzaktion der Geheimdienste wohl auch nicht.

    Es ist schon unfassbar, dass man das System Gaza auf die Nachbarn ausweiten möchte und das damit begründet, Gott habe das so gewollt. Was für ein Arschloch ist dieser Gott? Und welches Volk? Das hat Tucker auch gut herausgearbeitet. 97% der heute in Isr. lebenden J. stammen genetisch vom 13. Stamm ab, Chasaren, ein konvertiertes Turkvolk, s. Buch von Arthur Köstler, sowie auch die meisten Ami-J. Das sind gar keine Semiten wie die Palis. Antisemitisch ist daher Isr. eigentlich selbst. Was hat Kreisky noch mal darüber gesagt, ob sie ein Volk sind? Ja, es gibt immer wieder Kritiker in den eigenen Reihen, auch Köstler war J. Im Ü. mag ich viele von ihnen und schätze besonders ihren Humor. Nicht jeder J. ist Zionist. So mochte ich zB auch Arik Brauer sehr. Was für ein feiner Mensch das war! Ich mag seine Bilder…

    Ich hoffe wirklich, US und Iran verhandeln gut und US nimmt diese unrealistischen Maximalforderungen zurück. Es wird Zeit, dass der US-Präsident seinem Land dient und nicht fremden Interessen. Das wäre ein Grund für ein Impeachmentverfahren (was übrigens auch die meisten EUropäischen Kanzler beträfe, mit wenigen Ausnahmen). Kratzt Trump diese Kurve nicht, ist es mMn aus mit ihm. Er kann dann die Midterms vergessen. Es ist aber gewiss schwierig, denn in seinem Team hat er einige solche Fanatiker wie Huckabee, zB Lindsay Graham. Auch die CIA ist stark unterwandert und er braucht sie ja da und dort. Mal sehn, was er jetzt macht. Er ist ja sehr wendig. Er hat ja auch noch die Russlandkarten….vielleicht hat er ja wegen des Iran den Ukraine-Krieg bis jetzt nicht wirklich beendet, um ein Druckmittel zu haben?

    • hermine 23. Februar 2026 um 19:55 Uhr - Antworten

      daisy, fahr doch mal zur erholung weit weg, auf eine schöne insel ohne elektrizität.

    • hermine 23. Februar 2026 um 19:57 Uhr - Antworten

      hi daisy, ich schlage ferien für dich vor. ruhige insel. weit weg, keine elektrizität, schont unsere nerven.

    • Varus 24. Februar 2026 um 2:06 Uhr - Antworten

      Kratzt Trump diese Kurve nicht, ist es mMn aus mit ihm. Er kann dann die Midterms vergessen.

      Kann er das nicht sowieso? Die Trump-Milz ICE hat in Minnesota kapituliert – was wollen die Amis Persien balkanisieren? Die Fluglotsen und Sicherheit auf den Flughäfen arbeiten schon länger ohne Bezahlung. Am Wochenende sollten die FastTracks auf den Flughäfen gestrichen werden, doch vier Stunden nach dem Termin wurde es widerrufen – Chaos pur.

      Und die Matrosen der Flotte vor Irans Küste kämpfen um Klo-Termine? Schlechtes Essen mit Durchfall und Trumps Piraten müssen kapitulieren?

    • K Kaefer 24. Februar 2026 um 10:02 Uhr - Antworten

      Super Beitrag.
      Und es regt sich so nach und nach Widerstand im Land. Die Leute haben die Nase voll immer wieder vor den Karren dieses kleinen Mittelmeerstaates gespannt zu werden um deren „Drecksarbeit“ zu machen. Jeder US-Kongressabgeordnete hat einen AIPAC „handler“ der ihm sagt wo es lang geht. Gilt auch für den aktuellen Chef.
      Mal sehen wie lange das noch gut geht.

      „War Propaganda and Iran: The Exact Script Used for Every Failed US War Is Hauled Out Again
      From Vietnam to Iran and every U.S. war in between, the same propaganda narratives are deployed, no matter how discredited and debunked they are from all the prior times they were exposed as lies.“

      https://greenwald.substack.com/p/war-propaganda-and-iran-the-exact

  8. Peter Ruzsicska 23. Februar 2026 um 18:20 Uhr - Antworten

    Wer nun nicht weiß, was Sache ist, der war schon immer unerreichbar gewesen…

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