Epstein-Ausschuss befragte Milliardär

20. Februar 2026von 3,3 Minuten Lesezeit

Am Mittwoch wurde der 88-jährige Leslie „Les“ Wexner, einer der reichsten Menschen von Ohio, vor dem US-Kongress zu Jeffrey Epstein befragt. Er war bis etwa 2007 ein enger Geschäftspartner von Epstein und gilt als Schlüsselfigur.

Während Epstein-Freund (Ex-)Prinz Andrew kurzfristig festgenommen wurde – allerdings nicht wegen mutmaßlicher Sexualdelikte, sondern wegen der möglichen Weitergabe vertraulicher Unterlagen (er wurde nach wenigen Stunden wieder freigelassen) –, ereignete sich im US-Kongress eine bemerkenswerte Anhörung. Milliardär Leslie „Les“ Wexner stellte sich am Mittwoch einer geschlossenen Deposition (vergleichbar einer Anhörung unter Eid) vor Mitgliedern des House Oversight Committee (Ausschuss für Aufsicht und Reform des US-Repräsentantenhauses).

Thema war ausschließlich seine jahrzehntelange Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter und mutmaßlichen Sexhändler Jeffrey Epstein. Der 88-jährige Milliardär unterhielt zwischen den 1980er-Jahren und etwa 2007 eine sehr enge geschäftliche und persönliche Beziehung zu Epstein. So verwaltete Epstein jahrelang einen erheblichen Teil von Wexners Vermögen, er übertrug Epstein umfangreiche Vollmachten, darunter die Befugnis, in seinem Namen zu handeln. Ein brisantes Luxus-Stadthaus in New York übertrug Wexner an Epstein – und in den Epstein-Files wird Wexner 2019 als „Mitverschwörer“ neben Ghislaine Maxwell und dem im Gefängnis verstorbenen Franzosen Jean-Luc Brunel genannt.

Wexner distanzierte sich bereits 2007 öffentlich von Epstein und erklärte später, dieser habe ihn um „mehrere hundert Millionen Dollar“ betrogen. Die Befragung war nicht öffentlich, sondern fand hinter verschlossenen Türen statt. Dennoch sickerten unmittelbar nach der mehrstündigen Sitzung erste zentrale Aussagen und Bewertungen durch. Die Videos wurden von den Demokraten rausgespielt, denn kein einziger Republikaner war zur Anhörung erschienen.

Was Wexner sagte:

Er sei nie vom FBI befragt, kontaktiert oder gar festgenommen worden, obwohl er in manchen Dokumenten als „Mitverschwörer“ bezeichnet wurde. Der Milliardär gab dagegen erneut an, weder Mitwisser noch Mittäter gewesen zu sein und von den Verbrechen Epsteins nichts gewusst zu haben – obwohl er ihm rund eine Milliarde Dollar seines Vermögens verwalten ließ.

Brisant wurde es, als Wexner erklärte, dass Epstein „persönliche Arbeit für die Rothschild-Familie in Frankreich“ gemacht habe. Um welche Arbeit es sich dabei aber genau gehandelt hat, wisse er nicht. An einer Stelle flüsterte ihm sein Anwalt ins Ohr: „Ich bringe dich um, wenn du noch eine Frage mit mehr als fünf Worten beantwortest.“

Die Deposition ist Teil einer breiteren Kongress-Untersuchung zu den Epstein-Akten und den Gründen, warum trotz jahrelanger Vorwürfe und mehrerer Gerichtsverfahren so wenige Personen aus dem Umfeld Epsteins strafrechtlich belangt wurden. Dies wird von den Demokraten vorangetrieben, die jahrelang nichts von Epstein wissen wollten. Die nun veröffentlichten Akten hätten schon unter Biden herausgegeben werden können; damals nannten die Demokraten die Epstein-Causa allerdings kollektiv eine „Verschwörungstheorie“. Nun sind sie die großen Aufdecker.

Auch die Anhörung von Wexner, den überlebende Epstein-Opfer schon vor vielen Jahren als zentrale Schlüsselfigur bezeichnet haben, der Epstein den Aufstieg in die High Society ermöglicht habe, brachte keine Beweise, die gerichtsverwertbar wären. Wenngleich Wexner kaum ein Wort geglaubt wurde.

Die Causa Epstein beschäftigt die amerikanische Öffentlichkeit jedenfalls so intensiv wie noch nie – und das fünf Jahre nach dem dubiosen Tod und fast sieben Jahre nach einer ersten großen Enthüllung. Festnahmen wegen Sexual- und Menschenhandelsverbrechen gibt es weiterhin keine. Diese sind auch nicht zu erwarten. Das FBI hat die Untersuchungen schon vor vielen Monaten für abgeschlossen erklärt.


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Fieberrausch Epstein-Akten

FBI schließt Epstein-Fall



12 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 20. Februar 2026 um 22:20 Uhr - Antworten

    Egal ob Epstein-Verbrechen, mRNA-Injektionen oder „erneuerbare“ Energien – wir befinden uns im Zeitalter der absoluten Gewissenlosigkeit.

    • hermine 22. Februar 2026 um 23:11 Uhr - Antworten

      was ist gewissen? gewusst haben und sich nicht erinnern?

  2. Der Zivilist 20. Februar 2026 um 13:53 Uhr - Antworten

    Die sexuellen Geschichten sind ja nur die eine Seite – ein prima Aufreger – und längst nicht jedes minderjährige ‚Opfer‘ war ein Opfer. Epstein war einfach ein Organisator globaler Eliten, vernetzt muß man sein und er hat vernetzt, schöne Doppeldeutigkeit, Mancher, Manche ist ihm ins Netz gegangen.

    Aber viel interessanter ist doch: Wessen Mann war er, eine eigene Dynastie hatte er nicht und da tauchen hier – schon wieder – die Rothschilds auf und zwar dieses mal die französischen

    • ibido 20. Februar 2026 um 21:03 Uhr - Antworten

      Ja, die sexuellen Geschichten sind die eine Seite, die andere Seite ist das wirtschaftliche Netzwerk.
      BEIDE Seiten sind wichtig!

      (Rituelle) Traumatisierungen sind Part of the game. Gerade bei den sogenannten Eliten. Die ehemaligen Opfer der Traumatisierung werden dann zu willfährigen Tätern, die dann wieder Opfer von Erpressungen werden.
      Alles schrecklich und menschenverachtend.

      Minderjährige sind immer Opfer der Erwachsenen. Wenn Sie den Eindruck haben, sie wären längst nicht alle Opfer gewesen, dann waren diese vorab schon Opfer ihrer Erziehungsberechtigten. Es gibt auch den emotionalen Missbrauch. Und manche lösen ihr Dilemma damit, sich mit den „Starken“ zu verbünden bzw. selbst Täterverhalten zu zeigen (Forschungen zeigen, dass bereits bei 6-monate alten Babys bei einem gewissen Prozentsatz solche Reaktionen vorhanden sind)

      Das soll natürlich keine Entschuldigung sein! Sondern verdeutlichen wie wichtig Aufarbeitung, Traumaverarbeitung und menschenfreundliche, menschengerechte Erziehung sind.

      • Andreas_Sch. 21. Februar 2026 um 7:30 Uhr

        Sorry, aber das klingt auch nicht nach Entschuldigung, eher nach Ausrede…
        Wenn Minderjährige immer Opfer sind, wann werden sie dann zu Tätern? Ab 18 oder 21 Jahren, wenn ja bekanntlich der Himmel sich öffnet und man die Illumination erhält … Oder wie jetzt? Weil vorher ist man ja immer Opfer – von allem und jedem, notfalls der eigenen Eltern etc. Am besten wir schließen die Minderjährigen weg und halten sie von Erwachsenen fern, damit sie keine Opfer werden und damit auch keine Täter … 🤔
        Ich bin verwirrt.

      • hermine 22. Februar 2026 um 23:15 Uhr

        die weitverbreitete schlechte, mangelhafte, oft gefühllose erziehung ist einer unserer sargnägel.

  3. Pfeiffer C 20. Februar 2026 um 12:42 Uhr - Antworten

    …just CONFIRMED that Epstein worked for the ROTHSCHILD FAMILY

    JEFFREY EPSTEIN LETZTES INTERVIEW AUS SEINEM HAUS aus den Epstein-Akten

    Unbearbeitete Übersetzung, für die Eigenrecherche. Das Interview wurde von Steve Bennon geführt. Es wurde 2019 aufgenommen, wenige Monate vor Epsteins Juli-Festnahme und seinem Tod im August 2019.

    Bennon (B):
    Santa Fe Insitute

    Eppstein (E):
    Santa Fe Insitute in den späten 80er, frühen 90er Jahren. Ich war im Vorstand von Rockefeller. Das war der Beginn der Rockefeller University, gegründet von John D. Rochefeller gegründet wurde…
    …Und ich sagte, wir müssen etwas anderes tun. Wir müssen mit interdisziplinärer Arbeit beginnen.

    B:
    Wie ist ein Trottel wie Sie in den Vorstand von Rockefeller gekommen? Welches Jahr war das?

    E:
    Ich weiß es nicht mehr. Ende, glaube ich, 89 oder 91.

    B:
    Das ist also einer der renommiertesten Forschungsstätten der Welt, richtig? – Korrekt?

    E:
    Ja

    B:
    Okay, wie ist ein Typ wie Sie in den Vorstand von Rockefeller gekommen? Ein Blaublüter, international bekannt, harte Forschung, Nobelpreisträger überall. Wie kam es dazu, dass man einen Mann wie Sie, einen Händler von Bear Stearns, ausgewählt hat?

    E:
    Gute Frage. Ich wurde gebeten, in den Vorstand von Rockefeller zu kommen. Ich war im Vorstand von Rockefeller. Es gab einen Vermögensverwalter, der sagte, Rockefeller brauche jemanden mit Finanzkenntnissen, weil die Universität wächst und es viele neue Dinge gibt…

    …Bis Mitte der 80er oder Anfang, Mitte der 70er Jahre war das Wichtigste Ihr Name. Wenn Sie Rockefeller hießen, galten Sie bereits als brillant. Wenn Sie Chef von General Motors waren, ging es um Ihren Ruf, wen Sie kannten, wer Ihre Familie war, wie Ihr Charakter war.

    Und dann, Mitte der 70er Jahre, wenn Sie sich erinnern, hatten Sie wahrscheinlich einen Taschenrechner. Damals war es sehr fortschrittlich, einen Texas Instrument Taschenrechner zu haben, mit dem Sie durch Eingabe von Zahlen multiplizierren und Quadratwurzeln ziehen konnetn.

    Das war das erste Gerät, und jeder, der einen Taschenrechner hatte, war an der Wall Street bereits fortschrittlich. Ein einfacher Taschenrechner, fast wie ein Buchhalter. Die wichtigsten Teile des Geschäfts wurden nun wirklich zu Berechnungen. Es ging also nicht um Mathematik, sondern um Dinge, die man berechnen kann. Reputation konnte nicht berechnet werden.
    Ich könnte Ihnen eine 10 auf einer Reputationsskala geben, eine 8. Was bedeutet es, einen Maßstab für Ihren Ruf zu haben?

    Aber Unternehmen wie Rockefeller brauchten jemanden, der ihnen sagte, dass wir in eine andere Welt eintreten, in der Zahlen und die Zahl der Unternehmen, das Portfoliomanagement ausgeglichen und statistisch sein würde. Jeffrey, könnten Sie in den Vorstand kommen?

    …im Finanzausschuss sitzen Nancy Kissuinger und ein paar andere Leute. Und David Rockefeller und ich haben uns sehr gut verstanden. Er war ein unglaublich menschliches Wesen. Er war respektvoll zu jedem. Er stellte seinen Fahrer als seinen Kollegen vor, nicht als seinen Fahrer. (An dieser Stelle, Jeffrey, sage ich, der diese Zeilen hier transkribiert: Ist schon gut…)

    Und David begann mir die Weltpolitik zu erklären. David sagte also: Jeffrey, Geld ist sozusagen das Wichtigste. Die Menschen verstehen das Geld nicht. Sie scheinen ein Händchen fürs Geld zu haben…
    …Rockefeller gründete etwas, das er die Trilaterale Kommission nannte. Die Trilaterale Kommission ist eine gruselige Sache. Die Leute sagen, es handle sich um eine Art Illuminaten, ein Geheimnis, Leute, die die Welt regieren. Es waren Politiker…

    …Also gründete Rockefeller diese Trilaterale Kommission aus Geschäftsleuten und Politikern aus 3 großen Kontinenten.Nordamerikaner, Europäer und Asiaten. Er sagte zu mir: Möchten Sie in der Trilateralen Kommission mitarbeiten? Ich war 32 Jahre alt.
    Ich sagte großartig. Und er sagte: „Nun, Sie müssen diese Bewerbung ausfüllen, damit sie ihren Lebenslauf haben.“

    Und ich schaute auf die Liste der Leute und es war Bill Clinton, der ehemalige Präsident der USA, Paul Vocker, jede große Führungspersönlichkeit in Amerika,, die Asiaten, die Europäer, die Japaner. Und mit einer sehr langen Beschreibung ihrer Geschichte.

    Und sie baten mich, auszufüllen, was ich gerne geschrieben hätte. Und ich schrieb: Jeffrey Eppstein, Komma, einfach ein guter Junge – was ich sehr lustig fand.

    Niemand sonst tat das.

    Ende des Interviewausschnitts. P.S. Im Wikieintrag keine Silbe über den Rockefeller-Konnex (=private Vermögensverwaltung – Vorstandfunktion – Trilaterale Kommissionsmitgliedschaft ff)…

  4. Patient Null 20. Februar 2026 um 11:09 Uhr - Antworten

    I will f*cking kiII you if you answer another question with more than 5 words.“

    Der Rechtsanwalt hat aber auch ne gesunde Portion Selbstbewußtsein, so mt dem teuersten Mandanten zu reden. ;)

    Wexner hat da allerdings ein besonders heißes Eisen angesprochen. Eins das in den deutschen Medien überhaupt nicht vorkommt. Nebst anderen einflußreichen Personen.

  5. Andreas_Sch. 20. Februar 2026 um 11:01 Uhr - Antworten

    Ich zitiere:
    „Festnahmen wegen Sexual- und Menschenhandelsverbrechen gibt es weiterhin keine. Diese sind auch nicht zu erwarten. Das FBI hat die Untersuchungen schon vor vielen Monaten für abgeschlossen erklärt.“

    Nun würde ich einmal ganz ketzerisch behaupten, dass diese auch gar nicht der eigentliche Skandal sind … 🤔

    • ibido 23. Februar 2026 um 20:00 Uhr - Antworten

      ja, das ist ketzerisch. Denn beide sind ein Skandal und sie greifen ineinander.

      Mein Link auf Ihre Antwort oben vor 2 Tagen ging nicht durch. Daher hier nochmal: auf YT suchen: „System Epstein auch in Deutschland“ – Punkt.PRERADOVIC mit Michaela Huber

      Die Dinge, die zutage treten sind so schrecklich, dass ich ein Fachbuch von Michaela Huber nicht zu Ende lesen konnte.

  6. audiatur et altera pars 20. Februar 2026 um 10:58 Uhr - Antworten

    „und dem im Gefängnis verstorbenen Franzosen…“
    So ein Zufall aber auch. Meinl-Reisinger und Conkabinettisten sind übrigens gerade wieder auf „Solidaritätsbesuch“ in Kiew. Voltairenet des schillernden (und gewöhnlich gut informierten) Franzosen Thierry Meyssan liest unsere Hofdame sicherlich nicht. Sowas ist pfuigack und will die Neo-Minsterin des Äußerlnden davon keinesfalls etwas wissen. Verständlich. Denn „wüsste“ sie s – oder zöge sie s auch bloß in Erwägung – so würde ihr gewöhnlich sehr schlecht im Magen werden. Da stolpert Gretchen doch lieber in demonstrativ roten High-Heels über das internationale „Wiederaufbaupark(bank)ett“ und schmeichelt mit Euros, die nicht die ihren sind…

    • hermine 22. Februar 2026 um 23:22 Uhr - Antworten

      diese frau, ehn, meinl-reisinger ist dasda sie direkt unter meiner zuschrift?

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