
Statistik Austria: 3,34 Mio. Einwanderer nach Ö seit 2000
Wie die Statistik Austria-Studie „Zukünftige Bevölkerungsentwicklung Österreichs und der Bundesländer 2024 bis 2080 (2100)“ eindeutig zeigt, hat die kleine Alpenrepublik mit ihren knapp 84.000 km2 und 9,2 Mio. Einwohnern (2025) seit 2000 sage und schreibe 3,34 Mio. Menschen willkommen geheißen. Wenn Sie sich in Österreich also ein wenig „beengt“ fühlen, wissen Sie nun auch woher dies kommt.
Heute werden wir über die politischen Aspekte von Masseinwanderung sprechen, die gewöhnlich als gleichsam „natürliches“ Ereignis diskutiert wird, insbesondere Migration aus nichtwestlichen Ländern in westliche Länder (mit Ausnahme von Japan und Südkorea).
Der Kern dieser Angelegenheit ist die Tatsache, dass nichts von dieser Massenmigration, die wir sehen und erleben, etwas Natürliches ist. Menschen neigen nicht dazu, so oft umzuziehen, insbesondere weil seit Menschengedenken, bis ins späte 19. Jahrhundert, 9 von 10 Menschen in der Regel in relativ kurzer Entfernung zu ihrem Geburtsort lebten und starben.
Migration als soziales Phänomen, genau genommen: Massenmigration ganzer Bevölkerungsgruppen von einem Ort zum anderen ist ein durch und durch modernes Thema und tritt typischerweise in Mitteleuropa erst ab dem (späteren) 19. Jahrhundert auf. Das erste dieser dokumentierten Ereignisse war der sogenannte „erste demographische Übergang“, der eng mit der industriellen Revolution verbunden ist und die Massenmigration der Landbevölkerung in die entstehenden Industriestädte mit sich brachte (was beispielsweise in Niederösterreich nicht vor der sog. Gründerzeit im dritten Viertel des 19. Jh. einsetzte).
Bis dahin waren Städte im Laufe der Geschichte nie wirklich Orte der Massenproduktion gewesen, sondern eher „Informations- bzw. Austauschzentren“, wobei unter „Informationen“ weithin Autorität, Handelsgüter, Wissen usw. verstanden werden. Folglich handelt es sich bei Städten typischerweise um menschliche Siedlungen, die die „Tragfähigkeit“ (eng. carrying capacity) ihrer lokalen Umgebung übersteigen – was darauf hindeutet, dass ein organisierter Import von Nahrungsmitteln und ein gewisses Maß an Organisation zur Abfallbeseitigung erforderlich sind. Historisch gesehen war die Lebenserwartung in Städten im Vergleich zu ländlichen Gebieten auch geringer, was auch bedeutet, dass das städtische Wachstum eng mit der Zuwanderung verknüpft war.
Die erste Schlussfolgerung ist also, dass Massenmigration ein durch und durch moderner Aspekt des Lebens ist und ihre Hauptursachen daher nicht in hochtrabenden Erklärungen zu finden sind, dass Migration einem „natürlichen Ereignis“ so nahe kommt, geschweige denn einem solchen „universellen Recht(en)“.
Statistik Austria: 3,34 Mio. Einwanderer nach Österreich seit 2000
Kürzlich habe ich mir die Bevölkerungsprognose von 2024-2080 der Statistik Austria genauer angesehen, und diese hat es durchaus „in sich“ (alle Hervorhebungen sind von mir):
Österreichs Bevölkerung wächst und altert. Dieser Prozess, der schon in den vergangenen Jahrzehnten zu beobachten war, wird sich auch in Zukunft fortsetzen […] Demnach wird die Bevölkerungszahl Österreichs von 9,13 Mio. (2023) bis 2040 um 5,5 % auf 9,63 Mio. wachsen, bis 2080 schließlich um 11,5 % auf 10,18 Mio. Der Bevölkerungsanteil der Altersgruppe 65+ steigt in den nächsten sechs Jahrzehnten von 19,7 % (2023) auf 29,3 % (2080). [S. 5]
Damit jedoch nicht genug, denn dieses „Update“ der Bevölkerungsprognose aus dem Jahr 2024 bietet so manche andere Neuerung gegenüber dem aus 2022 stammenden vorherigen Modell:
Seit dem Jahr 2013 ist die Bevölkerungsprognose auch nach dem Geburtsland differenziert, und zwar nach dem dichotomen Merkmal „im Inland/Ausland geboren”. Seit 2022 wird dieses dichotome Merkmal sukzessive erweitert auf Geburtslandcluster (gruppierte Geburtsländer) […] Somit werden für jede Gruppe von Geburtsländern zusätzliche Parameter geschätzt, welche das Emigrationsverhalten der einzelnen Personen in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Wohnbundesland sowie bisheriger Aufenthaltsdauer in Österreich setzen. [S. 6]
Zusammengefasst lässt sich die Prognose wie folgt ausdeuten: Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren werden einen geringeren Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen, nämlich 18,7 % im Jahr 2080 im Vergleich zu 19,3 % im Jahr 2022. Die meisten Bundesländer werden diesem Trend folgen, mit Ausnahme von Wien, wo der Anteil der unter 20-Jährigen voraussichtlich in etwa konstant bleiben wird. Da die „Babyboom-Generation“ (die zwischen 1955 und 1970 Geborenen) in den 2020er Jahren das Pensionsalter erreicht, wird die Zahl der älteren Bevölkerung (65 Jahre und älter) voraussichtlich in allen neun Bundesländern zunehmen. Damit wird für Gesamtösterreich der Anteil der älteren Bevölkerung von 19,5 % im Jahr 2022 auf 29,1 % im Jahr 2080 ansteigen. Bis dahin werden voraussichtlich das Burgenland (34,3 %) sowie Kärnten (33,4 %) die „ältesten“ Regionen bleiben, während der westliche Teil Österreichs zusammen mit Wien weiterhin die „jüngsten“ Regionen sein wird. Im Jahr 2080 wird Wien einen Anteil älterer Menschen von 26,0 % haben. Das Durchschnittsalter der österreichischen Bevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen, von 43,2 (2022) auf 47,4 Jahre (2080).
Historische Eckpunkte von Einwanderung nach Österreich
So viel dazu. Was die Statistik Austria nicht darlegt, aber wichtig ist, ist Folgendes:
Für den größten Teil seiner modernen Geschichte war Österreich (in seinen Grenzen nach 1918/45) ein „Auswanderungsland“, wie Sylvia Hahn in der einschlägigen Enzyklopädie zur Migration (ich habe hier nur die englische Version bei der Hand: Encyclopedia of Migration, wo diese Passage auf S. 83ff. ist)]. Dennoch – hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:
Die Mehrheit der ausländischen Einwanderer, die nach den 1960er Jahren nach Österreich kamen und dort blieben, waren gezielt angeworbene Wanderarbeiter beiderlei Geschlechts, insbesondere aus der Türkei (Anwerbevertrag von 1964) und dem [ehemaligen, Anm.] Jugoslawien (1966) […] wie in Deutschland gab es kein Interesse an der Integration oder dauerhaften Ansiedlung dieser Gastarbeiter … anfangs wurden die vereinbarten Einwandererquoten kaum erreicht; Erst nach 1969 stieg die Zahl der Gastarbeiter rasant an und erreichte 1973 mit 226.800 einen ersten Höhepunkt. 1974 wurde die Anwerbung eingestellt und zehn Jahre später sank die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte um etwa 40 % auf 138.700.
Ja, die Wohnbevölkerung war damals kleiner (Österreichs Wohnbevölkerung wuchs von 1961 bis 1971 von etwas über 7 Mio. auf fast 7,5 Mio.), das heißt, der Anteil der Einwanderer an der Gesamtbevölkerung war anders (geringer).
Migration nach Österreich seit 2000
Diese Passage wiederum ist – erneut – aus der zuvor ausgewiesenen Prognose der Statistik Austria:
Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wanderten im Durchschnitt etwa 110 000 Personen pro Jahr nach Österreich zu. Mit dem Jahr 2011 stieg die internationale Zuwanderung stark an. Die EU- Erweiterungen und das damit verbundene Auslaufen der Übergangsbestimmungen am Arbeitsmarkt für neu beigetretene EU-Staaten, aber auch die Fluchtbewegungen infolge politischer Krisen führten dazu, dass sich die Zuwanderung bis 2015 nahezu verdoppelte (214 000 Personen). Das waren um 100 000 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2010. Aber auch im darauffolgenden Jahr 2016 wurde mit einer Immigration von 174 000 Personen ein überdurchschnittlich hoher Wert beobachtet. In den Folgejahren sank die internationale Zuwanderung bis 2019 auf durchschnittlich 150 000. Nach einem weiteren Rückgang auf 136 000 Personen im Jahr 2020 infolge der COVID-19-Pandemie, führte die Zuwanderung aus der Ukraine im Jahr 2022 zu einem neuen Rekordwert von 262 000 Personen. [S. 13]
Lassen Sie uns hier etwas rechnen: In den 2000er Jahren kamen rund 1,1 Mio. Einwanderer nach Österreich; In den 2010er Jahren kamen weitere mehr als 1,5 Mio. nach Österreich; Und im schrecklichen Covid™-Jahr gelang es weiteren 136.434 Einwanderern, „trotz“ (sic) aller Lockdowns und anderer Maßnahmen – erinnern Sie sich noch daran, dass Ihnen das Betreten von Parkanlagen untersagt war? –, Einschränkungen etc. im Jahr 2020 nach Österreich einzuwandern; die Zahlen von 2020-2023 summieren sich auf weitere 740.000 Einwanderer.
Insgesamt sind gemäß Statistik Austria seit der Jahrtausendwende rund 3,34 Millionen Menschen nach Österreich eingewandert. Die Zahlen ab 2010 entnehmen Sie bitte der unten wiedergegebenen Tabelle 2 (S. 15f.):

Von 9,05 Mio. (2024) Einwohnern sind lediglich 5,71 Mio. „Einheimische“, was etwa 63 % der Gesamtzahl entspricht. Wenn man nun bedenkt, dass diese Veränderungen innerhalb des letzten Vierteljahrhunderts stattgefunden haben, denke ich, dass die Begriffe „historisch“ und „beispiellos“ nicht leichtfertig verwendet werden.
Hier ist die englischsprachige Wikipedia dazu (Quelle; meine Übersetzung; die Zahlen in Klammern verweisen auf Endnoten-Anker im Original):
Laut offiziellen Schätzungen der Statistik Austria hatten im Jahr 2011 81 % der Einwohner bzw. 6,75 Millionen[16] keinen Migrationshintergrund und mehr als 19 % bzw. 1,6 Millionen Einwohner[16] hatten mindestens einen Elternteil mit Migrationshintergrund. [Klärung erforderlich] In Österreich leben mehr als 415.000 Nachkommen von im Ausland geborenen Einwanderern[16], von denen die große Mehrheit eingebürgert ist.
Laut Eurostat gab es im Jahr 2010 in Österreich 1,27 Millionen im Ausland geborene Einwohner, was 15,2 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Davon wurden 764.000 (9,1 %) außerhalb der EU und 512.000 (6,1 %) in einem anderen EU-Mitgliedstaat geboren.[17]
Derzeit leben 350.000 ethnische Türken[18] (darunter eine Minderheit türkischer Kurden) in Österreich. Mit etwa 3 % der Gesamtbevölkerung stellen sie die größte ethnische Minderheit in Österreich dar.
Im Jahr 2018 betrug der Anteil der im Ausland geborenen Menschen rund 19 % der Gesamtbevölkerung, was nach Luxemburg auch der zweithöchste im Ausland geborene Anteil aller EU-Länder ist.
Dies sind die 2010er Jahre – ich habe Ihnen die Daten in der oben wiedergegebenen Tabelle gezeigt. Hier stehen wir derzeit, wie aus der deutschen Version des Wikipedia-Eintrags zur Demografie, Unterkapitel „Asylsituation“ hervorgeht:
In Österreich stieg die Zahl der Asylanträge in den vergangenen Jahren kontinuierlich von 11.012 Anträgen im Jahr 2010 auf 28.064 im Jahr 2014. Experten des Innenministeriums prognostizieren für 2015 einen Anstieg auf mindestens 80.000[14] statt der ursprünglich angegebenen 40.000. Das ist gemessen an der Bevölkerungszahl weit mehr als in Deutschland.[15][16] Im ersten Quartal 2015 betrug der Zuwachs der Asylanträge dann bereits 149,7 % statt der erwarteten 43 %.[17]
Per 1. April 2015 befanden sich 33.859 Personen in Grundversorgung (Unterbringung, Verpflegung, Versicherung, Taschengeld, Rechtsberatung). Die Kosten für die Grundversorgung tragen der Bund (60 %) und die Länder (40 %). Für 2015 wird mit einer Verdopplung der Ausgaben gerechnet. Hinzu kommen die Kosten für das Asylverfahren von 1400 Euro pro Flüchtling.[17] Nach positiver Erledigung eines Asylantrags sind anerkannte Flüchtlinge berechtigt, bedarfsorientierte Mindestsicherung zu beziehen.
So viel zu der Vergangenheit – diese Einwanderung ist bereits Geschichte; Wie aber steht es um die Zukunft Österreichs (und der übrigen europäischen Länder) bestellt?
Zukunftsprognosen: +1,5 Mio. Einwanderer 2025-2035
Diese Passagen sind erneut aus der zuvor ausgewiesenen Prognose der Statistik Austria:
In der aktuellen Prognosegeneration wird unterstellt, dass die internationale Zuwanderung langfristig jährlich 147 350 Personen beträgt (Tabelle 2). [S. 13]

Dies ist der untere Teil der zuvor vermerkten Tabelle 2 (S. 16), wo sich auch der folgende Hinweis findet:
Langfristig werden für den Korridor der oberen und unteren Zuwanderungsvariante ±30 000 Personen angesetzt. Somit rechnet die obere Variante ab 2035 mit jährlich 177 350 Immigrant:innen, die untere Variante hingegen mit 117 350.
Jährlich. Ab 2025. Nachdem von 2025-2034 weitere knapp 1,5 Mio. Menschen – gemäß den Prognosen der Statistik Austria – erwartet werden.
Die Ursachen der sinkenden Fertilitätsrate
In Kombination mit den sehr niedrigen Geburtenraten wird die einheimische Bevölkerung, die derzeit etwa 60 % der gesamten Wohnbevölkerung ausmacht, zu diesem Zeitpunkt – in einem Jahrzehnt (!!!) – in der Minderheit sein. Ja, Einbürgerungen und Nachkommen der 2. und 3. Generation werden einen Teil dieser Rückgänge ausmachen, aber hier liegt das Problem:
Die einzige Nachkriegs-Frauenkohorte, die durchschnittlich mehr als zwei Kinder geboren hat, war der Geburtsjahrgang 1946/47 mit 2,05 Geburten. Jüngere Jahrgänge der frühen 1970er Jahre, die ihre reproduktive Phase noch nicht abgeschlossen haben, liegen derzeit bei rund 1,65 Kindern pro Frau [S. 8]
Wenn Sie sich an dieser Stelle fragen, woher denn diese sinkenden Fertilitätsraten kommen, so bieten die Demographen von Statistik Austria ebenso eine – meines Erachtens plausible – Erklärung an (dies ist kein Werturteil meinerseits):
Das durchschnittliche Fertilitätsalter (DFA) ist seit dem Ende der 1970er Jahre stetig gestiegen und lag österreichweit 2011 erstmals bei 30,0 Jahren. Seitdem nahm es bundesweit bis 2023 um etwas mehr als ein Jahr auf 31,2 Jahre zu. Die regionale Spannweite beträgt derzeit 1 Jahre mit einem Maximum in Tirol (31,7 Jahre) und einem Minimum in Oberösterreich (30,7 Jahre). In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre war das durchschnittliche Fertilitätsalter österreichweit mit 26,2 Jahren noch um fünf Jahre niedriger als derzeit. Wie bei der TFR sind die regionalen Unterschiede auch beim Fertilitätsalter seit 2001 relativ konstant geblieben. Auch hier lässt sich derzeit keine Konvergenz beobachten.
Das relativ niedrige Fertilitätsniveau steht eng im Zusammenhang mit dem Anstieg des Fertilitätsalters. Verstärkte Bildungsbeteiligung und höhere Erwerbstätigkeit von Frauen, die damit verbundenen Karriereplanungen, aber auch die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen dazu, dass Paare ihre Kinderwünsche auf ein höheres Alter verschieben. Dies manifestiert sich, wie zuvor beschrieben, im langfristig anhaltenden Anstieg des durchschnittlichen Fertilitätsalters. In der Prognose wird angenommen, dass das DFA langfristig österreichweit auf 33,5 Jahre steigt. Für die Bundesländer wird analog zur Gesamtfertilitätsrate unterstellt, dass die regionalen prozentuellen Abweichungen vom Österreichwert im durchschnittlichen Fertilitätsalter bis zum Jahr 2080 weiterhin konstant bleiben. [S. 9]
Die möglichen Konsequenzen der Corona-Impfkampagnen bleiben übrigens außen vor.
Fazit: Massenmigration > Politische Entscheidungen
Was können wir dann aus diesen Informationen ableiten? Hier sind drei Hauptschlussfolgerungen sowie ein abschließender Gedanke.
Ein Wort der Warnung: Ich denke, es ist fair, hier und im Folgenden auf „den Westen“ zu verallgemeinern, also hier:
Erstens gab es bis in die (späten) 1960er Jahre keine Massenmigration, und sie begann mit der Erkenntnis seitens der Wirtschafts- und politischen Eliten, dass das damals aktuelle Wirtschaftsmodell (im Grunde der „Kenynesianismus“) sowohl im Hinblick auf den Energie- und Materialeinsatz („Grenzen des Wachstums“) als auch im Hinblick auf ihre gesellschaftspolitischen Folgen unhaltbar war (siehe Michał Kaleckis bahnbrechenden Artikel „Political Aspects of Full Employment“) aus dem Jahr 1943. Wie das österreichische Beispiel deutlich zeigt, waren die von Wirtschafts- und Politikführern angenommenen „Lösungen“ daher zweierlei:
- Verträge zur Anwerbung von Gastarbeitern wurden ausgehandelt (1964, 1966), um billige Arbeitskräfte zu importieren und das im Wesentlichen keynesianische Produktionsmodell aufrechtzuerhalten.
- Gleichzeitig nahm Wien Verhandlungen mit der UdSSR über die Lieferung von Erdgas auf, um sicherzustellen, dass auch genügend bezahlbare Energie zur Verfügung stand; Die ersten Lieferungen von „russischem Gas“ begannen im Jahr 1968 und hatten zur Folge, dass die „Grenzen des Wachstums“ ausgehebelt wurden (siehe diesen informativen ORF-Beitrag)
Zweitens sind Massenmigration und Energiepolitik nicht nur siamesische Zwillinge, sondern Ausdruck bestimmter politisch-ökonomischer Strukturen, die die Kontrolle von oben betont und gigantische Oligopole = sektorale Monopole ermöglicht, die von wenigen ausgewählten Eliten entlang kartellartiger Strukturen geführt werden. Das bedeutet, dass die Entscheidung zur Ausweitung der Masseneinwanderung und der Energieimporte vor allem ein Politikum war, deren „Nebenprodukt“ auch die Veränderung von Familienstrukturen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen mit sich brachte: Wenn man nicht zu viele Arbeitsmigranten importieren will, gibt es immer die Möglichkeit, einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung, der bisher im Großen und Ganzen außerhalb der „Wirtschaft“ blieb, zu einem integralen Bestandteil davon zu machen: Voilà, der Einstieg in den (zweiten Welle) des „Feminismus“ und die sogenannte „sexuelle Revolution“.
Zu den positiven Nebeneffekten für die Herrschenden zählen somit ein massiver Druck auf die Löhne aufgrund des drastischen Zustroms von Frauen in den Arbeitsmarkt – und der gleichzeitige drastische Anstieg des Geburtsalters von Frauen von Mitte 20 (in den 1970er Jahren) auf Anfang 30 (heute). Kurz gesagt: Wirtschaftliche und politische Eliten haben vor über fünfzig Jahren die Probleme geschaffen, mit deren Folgen wir uns jetzt befassen, und für die dieselben Wirtschafts- und politischen Eliten ihre „Lösungen“ „anbieten“, die bei näherer Betrachtung ein wahre Trojanische Pferdeherde sind.
Schließlich kann es keinen Zweifel an den verheerenden Folgen der Überalterung, der Masseneinwanderung und des Rückgangs der Freiheit im Westen geben. Allein aus steuerlicher Sicht stellt die Masseneinwanderung eine große Belastung dar (und nein, es sollte bei weitem nicht so sein, dass alles mit einem Preisschild verbunden ist, aber die Kosten, die der Wohnbevölkerung durch die Masseneinwanderung entstehen, müssen berücksichtigt werden). Niederländische Forscher haben gezeigt, dass die wahllose Masseneinwanderung, wenn überhaupt, nur wenige steuerliche Nettovorteile mit sich bringt, und deren Abhandlung „Borderless Welfare State – The Consequences of Immigration for Public Finances“ (2023) verdient weitaus mehr Aufmerksamkeit (TKP hat darüber berichtet).
Wie auch die Zahlen aus Österreich zeigen, wird der Import von immer mehr Menschen, die von der „Öffentlichkeit“ überaus großzügig unterstützt werden, im Laufe der Zeit sowohl gesellschaftliche Spannungen hervorrufen („Warum bekommen diese Einwanderer alles Geld, für das ich arbeiten muss?“), als auch zunehmende finanzielle Sorgen: Wenn ein wachsender Anteil der Einwohner Geld erhält, anstatt in das System einzuzahlen, werden diese Sozialstaaten bald bankrott gehen. Dies ist weder meine Hoffnung noch meine Meinung, sondern eine mathematische Gewissheit. Darüber hinaus wird jede mögliche „Reaktion“ wahrscheinlich viele der „Rechte“ – eigentlich: Privilegien – abschaffen, die den Westlern in der Schule als „universal“ beigebracht wurden, wie zum Beispiel (sogenannte) „Menschenrechte“ (sic), Asylrechte oder das „gesetzliche Recht“ auf jegliche Transferzahlung.
Gibt es einen Silberstreif am Horizont? Hier sind die Forscher von Statistik Austria noch einmal:
Unter dem generellen Ausschluss von Wanderungen würden hingegen Zahl und Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung langfristig gegen Null gehen. [S. 38]
Da ich fast die Hälfte meines Lebens (und den größten Teil meines Erwachsenenlebens) als Einwanderer in zwei bis drei Ländern verbracht habe, kann ich mich nicht für einen vollständigen Stopp der Migration aussprechen. Auch steht außer Frage, dass ein Gutteil der Einwanderer hier wie dort lieber an der Einwanderungsgesellschaft teilhaben wollen denn in ihren „shitholes“ (Donald Trump) zu bleiben.
Ich bin also der Meinung, dass qualifizierte und bedarfsgeprüfte Einwanderung fortgesetzt werden sollte – aber dass die unendliche Aufnahme von jährlich rund 150.000 Migranten, von denen einige Analphabeten sind und viele nie zum Staatshaushalt (Sozialversicherungssystem) der Aufnahmeländer beitragen werden, weder „rechtsextrem“ noch irgendeine andere Form von „Extremismus“. Es ist einfach die Anerkennung der Realität.
Die kognitive Dissonanz zwischen den aktuellen politischen Führern und ihren Mitläufern in den „Leit- und Qualitätsmedien“, aber auch in „Wissenschaft und Forschung“ ist jedoch enorm: Die oben genannten Zahlen lassen sich nicht ewig verschleiern, viele Menschen bemerken drastische Veränderungen in ihrer jüngeren Vergangenheit (seit 2000), und Jahr für Jahr sprechen Wirtschafts- und Politikführer von der Krise auf dem Arbeitsmarkt.
Nun beantworten Sie bitte folgende Frage: Wenn ein kleines Land wie Österreich (ca. 84.000 km², ca. 9,2 Mio. Einwohner) seit 2000 bereits über 3 Mio. Einwanderer aufgenommen hat – warum sollte es dann einen „Arbeitskräftemangel“ geben (können)?
Hier stimmt etwas ganz gewaltig nicht, und wenn wir nicht bald gegensteuern, werden wir wahrscheinlich einen sprunghaften Zusammenbruch der Sozialversicherung der staatlichen Gesundheitssysteme im gesamten Westen erleben.
Wenn die Geschichte uns etwas lehrt, dann, dass es in der Vergangenheit bei solchen innenpolitischen Krisen immer nur ein Mittel gab, um den Machtverlust abzuwenden: Krieg mit seinen Begleiterscheinungen wie Ausgangssperren, Rationierung und Tyrannei.
Diesmal wird es jedoch keine Sieger geben.
„Massenmigration ganzer Bevölkerungsgruppen von einem Ort zum anderen ist ein durch und durch modernes Thema und tritt typischerweise in Mitteleuropa erst ab dem (späteren) 19. Jahrhundert auf.“ Schreibt allen Ernstes ein Historiker. What about zur Nachschulung beim Ablendänder Orbi in den Unterricht zu gehen? Aber der scheint ja auch völlig vergessen zu haben, woher die Finnen unter den Kakaniern vor (Menschheitsgeschichtlich gesehen) gar nicht so langer Zeit einst herbeigeritten kamen … Aus dem fernen Osten! Und Schluss war’s mit der „Pax Romanorum“, die heute prominent auf den autistischen Fußballerfanen geschichtsvergessener Neorömer in geschmacklosen Prunkpalästen prangt. Studieren? „Za wos!“ Gibt eh KI…
Wieso „diesmal“ – hat beim letzten Mal Ostgau (oder wie auch immer Österreich damals hieß) gesiegt? Soweit ich mich entsinne, nach dem exportierten Maler-Kanzler (der die Heimat wieder einholte) wurde die Entität in Besatzungszonen unterteilt.
Na gut – „Nationalrat (Österreich)“ in der Wikipedia – 183 Leutz, davon 51 Ostgau-Woke-Union, 41 Ostgau-SPD, 18 Ostgau-FDP, 16 Ostgau-Grün:inne? Die Einheimischen begehren offenbar die monierte Entwicklung, sonst hätten sie die FPÖ gewählt. Möge Umma den Österreichenden:innen gnädig sein. Und wofür hat der polnische König 1683 bis Wien galoppiert?
Zu Ihrer Info: Die Ö. haben mit klarer Mehrheit FPÖ gewählt trotz Wahlbetrugs mit den Briefwahlstimmen. Darauf hat es der ausschließlich mit Briefwahlstimmen gewählte grüne Globalisten-BP abgelehnt, Kickl einen Regierungsauftrag zu erteilen. Dann stritten sich die Verlierer zwei Monate lang um die Posten und schließlich trat Nehammer zurück. Man führte dann überraschenderweise Scheinverhandlungen mit der FPÖ, bis Kickl der Kragen p!atzte und er absagte. Nun kam die Stunde der Verlierer. Sie bildeten die Ampel, die es heute zusammen nicht mal mehr auf 40% bringt. 40% in Umfragen hat dafür die FPÖ, Tendenz steigend. Die AfD hat kein solches Glück, denn nur 25% der Micheln halten das für eine gute Alternative zu Mörds. Die meisten klugen Micheln sind halt schon ausgewandert. Österreich gibt hingegen noch nicht auf.
Dafür muss man aber auch jung sein – irgendwann kommt man in ein Alter, in dem man zwar gerade noch arbeiten darf, aber nicht mehr alles ganz neu anfangen könnte. Die eine Auswanderung aus einem chaotischen Land habe ich vor 35 Jahren absolviert – als das Michelstan noch besser organisiert schien.
ein besonderes merkmal der ungefragten °°immigration°° ist die zunehmende sicherheit im öffentlichen raum und der steigende wohlstand der autochthonen bevölkerung
ich vergesse dabei auch nicht die verbesserung der qualitativen und quantitativen der gesundheitsversorgung und die explosionsartige steigerung der aus- und schulbildung,
die in diesem umfang nicht vorhersehbar war –
damit haben die rechtsradikalen und verschwörungstheoretiker die bevölkerung nur unnötig verängstigt