Angriff auf breiter Front gegen freies Internet – Telegram-Gründer Durov warnt vor „totalen Kontrollmaßnahmen“

6. Februar 2026von 5,3 Minuten Lesezeit

Nachdem Spaniens  Premier Pedro Sánchez erschreckend totalitäre Zensurmaßen angekündigt hatte, warnte Telegram-CEO Pavel Durov Millionen von Nutzern in Spanien. Er bezeichnet die jüngsten Vorschläge der spanischen Regierung zu sozialen Medien als „gefährliche neue Vorschriften, die Ihre Internetfreiheit bedrohen“.

Es nicht ganz klar, woher Sánchez die Inspiration für seine Absichten nimmt, ob bei der spanischen Inquisition, dem faschistischen Franco-Regime oder schlicht von Orwells Roman „1984“. Der in Dubai lebende, aus Russland stammende Telegram-Gründer Pavel Durov warnte, dass die Pläne das Land „unter dem Deckmantel des Schutzes“ in einen Überwachungsstaat verwandeln könnten. In einer Nachricht, die er gestern an spanische Telegram-Konten schickte, schrieb er: „Das sind keine Sicherheitsvorkehrungen, sondern Schritte in Richtung totaler Kontrolle. Wir haben dieses Spiel schon einmal gesehen – Regierungen, die ‚Sicherheit’ als Waffe einsetzen, um Kritiker zu zensieren.”

Er warf den Sánchez-Absichten vor, Plattformen zu massiver Datenerfassung und übermäßiger Zensur zu zwingen, um Strafverfolgung zu vermeiden.

Durov warnte, dass die spanischen Richtlinien zur obligatorischen Altersüberprüfung zu strengen Ausweiskontrollen für alle führen würden, einen Präzedenzfall für die Verfolgung jedes Nutzers schaffen und die Tür für massive Verfolgung durch eine Gedankenpolizei öffnen könnten.

Er sagte, sie würden zu weiterer Zensur führen und Plattformen dazu zwingen, alles zu löschen, was auch nur im Entferntesten kontrovers ist, um Risiken zu vermeiden, wodurch politische Dissidenten, Journalisten und alltägliche Meinungen zum Schweigen gebracht würden.

Die weit gespannte Verwendung des Begriffs „schädliche Inhalte“ würde dazu führen, dass Regierungen bestimmen werden, was gesagt werden darf, dass die Opposition mundtot gemacht wird und dass staatlich kontrollierte „Echokammern“ entstehen.

„Freie Äußerung von Ideen? Vorbei – ersetzt durch kuratierte Propaganda“, sagte Durov.

Der Tech-Unternehmer warnte auch davor, dass vage Definitionen von „Hass“ dazu führen könnten, dass Kritik an der Regierung als spaltend bezeichnet und mit Schließungen oder Geldstrafen geahndet wird. „Dies kann ein Instrument zur Unterdrückung der Opposition sein“, sagte Durov.

Die Warnung kam wenige Stunden, nachdem der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez in einer Grundsatzrede auf dem Weltgipfel der Regierungen in Dubai das vorgestellt hatte, was Beamte als den bisher ehrgeizigsten nationalen Angriff auf digitale Plattformen in Europa bezeichnen.

Am 3. Februar erklärte Sánchez den Delegierten, dass soziale Medien zu einem „gescheiterten Staat“ geworden seien, „in dem Gesetze ignoriert, Verbrechen toleriert und Desinformation mehr wert ist als die Wahrheit“.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez:

Ab nächster Woche wird meine Regierung folgende Maßnahmen umsetzen:

Erstens werden wir das Gesetz in Spanien ändern, um Führungskräfte von Plattformen für viele Verstöße, die auf ihren Websites stattfinden, rechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

Zweitens werden wir die algorithmische Manipulation und Verstärkung illegaler Inhalte zu einem neuen Straftatbestand machen.

Drittens werden wir ein System zur Erfassung von Hass und Polarisierung einführen, um zu verfolgen, zu quantifizieren und aufzudecken, wie digitale Plattformen Spaltungen schüren und Hass verstärken.

Viertens wird Spanien Minderjährigen unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Medien verbieten. Plattformen werden verpflichtet sein, wirksame Altersüberprüfungssysteme zu implementieren – nicht nur Kontrollkästchen, sondern echte Barrieren, die funktionieren.

Fünftens und letztens wird meine Regierung mit unserer Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, um die Verstöße von Grok, TikTok und Instagram zu untersuchen und zu verfolgen.

Grok-Eigentümer Elon Musk reagierte in seinem typischen Stil. Er repostete einen Ausschnitt aus Sánchez‘ Rede und bezeichnete den Premierminister als „Dirty Sánchez – einen Tyrannen und Verräter des spanischen Volkes“ und fügte später hinzu, der Premierminister sei „der wahre faschistische Totalitarist“.

Der Franco-Faschismus ist in Spanien noch sehr lebendig und durchdringt offenbar auch die nur mehr dem Namen nach „sozialistische“ Partei. Ein deutscher, in Teneriffa ansässiger Arzt erzählte mir bei einem Besuch im März 2021 zwecks Ausstellung eines für den Heimflug benötigten Zertifikats, über die Schreckensherrschaft der noch den Franco-Methoden verhafteten Guardia Civil.

Ein etwas dementer Mann  wurde, weil er glaubte die Ausgangssperre sei nicht nur für Hundebesitzer, sondern generell aufgehoben, zu Boden gerissen mit mit dem am Hals aufgesetzte Stiefel fixiert. Der Arzt brachte die dadurch am Hals entstandenen Verletzungen zur Anzeige, womit er aber sich gefährdete als etwas zu erreichen.

Wenig überraschend, dass auch die Regierung von Sánchez immer mehr nach Rechtsaußen driftet und an früherer Politik anknüpft.

Der Premier steht in der Regierung mit seiner Ansicht nicht alleine da:

Spaniens Jugend- und Kinderministerin Sira Rego sagt, der nächste Schritt der Regierung werde darin bestehen, den Gebrauch von 𝕏 in Spanien „einzuschränken und wahrscheinlich zu verbieten“.

Spanien beteiligt sich auch aktiv am Krieg der USA in Westasien. Die Moron Air Base im Süden Spaniens ist ein wichtiger Logistik-Knotenpunkt für die US-Streitkräfte und diente in letzter Zeit als wichtiger Zwischenstopp für den Transport von Flugzeugen, Ausrüstung und Personal in den Nahen Osten.

Wenig überraschend macht sich auch WHO-Tedros stark für mehr Zensur im Internet. Zu oft wurde er bei Unwahrheiten und glatten Lügen ertappt. Die nächste Fake-Panddemie lässt sich auch besser durchsetzen, wenn die Wahrheit mundtot gemacht werden kann.


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5 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 7. Februar 2026 um 0:20 Uhr - Antworten

    Wahrheit siegt am Ende

    Eine Diktatur sich nie schämt,
    die Wahrheit zu zensieren.
    Ist die Zensur auch gut verbrämt,
    braucht sie die Lüge zum Regieren.

    Die Wahrheit hat ein Eigenleben,
    wird hinter vorgehalt’ner Hand,
    von Mund zu Mund weitergegeben
    und ist bald jedermann bekannt.

    Jetzt braucht die Herrschaft Repressionen,
    doch im Diktat der Herrschaftslügen
    des Unterganges Keime wohnen
    und Wahrheit wird am Ende siegen.

  2. Patient Null 6. Februar 2026 um 16:59 Uhr - Antworten

    Denke nicht das die Leute sich ihre sozialen Medien verbieten lassen werden, aber trotzdem erschreckend welches Mindset einige Politiker haben.

  3. Jan 6. Februar 2026 um 8:28 Uhr - Antworten

    Den aktuellen Zustand der Rechtsstaatlichkeit in Europa kann man sicher kritisieren. Richtig ist aber auch, dass Jugendliche mit Inhalten in Kontakt kommen, die nach nationalstaatlichem Recht verboten sind. Gleichzeitig entwickelt sich die letzte Generation schwierig. Die Selbstkontrolle der Industrie hat nicht funktioniert. Es ist überfällig, hier regulierend einzugreifen.

    Dies als Vorwand für Wahlmanipulation zu nehmen, geht natürlich auch nicht. Das ist ja einer der Gründe, warum Leyen überfordert ist. Und alles an die ID Austria oä zu hängen ist nicht nur nach freiheitlichen Maßstäben problematisch, sondern auch hinsichtlich Resilienz.

  4. Vortex 6. Februar 2026 um 5:00 Uhr - Antworten

    Mittlerweile ist es nahezu egal, welche Bereiche des vorherrschenden Systems die Menschheit fremdsteuernd betreuen möchte, da deren zunehmende Restriktionen vmtl. über speziell vorgefilterte KI erfolgen, die nicht unbedingt die freie Natur des Lebens fördert.

    So kann eigentlich nur mehr eine extrem positiv ausgerichtete (unabhängige, humanistische) agierende KI erfolgreich gegensteuern …

    Fazit: Menschliche Vision inkl. KI-Analyse zeigt eine Möglichkeit, wie eine ideale Zukunft für alle Lebewesen installiert werden kann, wo schrittweise alles, was unnötig ist, aus dem (noch) Bestehenden losgelöst wird.

    Platons Politeia vs. zukünftiger https://tinyurl.com/idealstaat

  5. Hausmann_Alexander 5. Februar 2026 um 23:14 Uhr - Antworten

    Etwas mehr als die Hälfte der Epstein-Akten wurden freigegeben und sind stark geschwärzt.

    Mit den Informationen die bei un cut news .ch schon übersetzt wurden, werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufgezeigt.

    Haben sich hochrangige Beamte
    als Spione einschleusen lassen und die wahren Täter (Ursprung) wollen Spione als Täter darstellen?

    Sind Spione auch Täter, wenn sie nicht einschritten und Verbrechen
    begangen um im Netzwerk nicht aufzufliegen?

    Wie wird das Ganze enden?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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