Krieg gegen Iran aktualisiert in Kurzform

3. Februar 2026von 3,1 Minuten Lesezeit

Hier in Kürze die neuesten Entwicklung im Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran am Abend des 3. Februar. Damit man weiß, wann es angesagt ist, den Tank und evt. ein paar Reservetanks zu füllen, für jene, die noch mit Kohlenwasserstoffen fahren.

Zunächst drohte das US-Zentralkommando (CENTCOM) dem Iran wegen der Drohnenbeobachtung der Flugzeugträgerkampfgruppe. Ungeachtet dessen, dass sich die US-Schiffe in internationalen Gewässern befanden und die Drohne im internationalen Luftraum operierte, was also die Aufnahmen vollkommen legal machte. Dann bekräftigten die Israelis ihre harten Forderungen an den Iran, darunter: gar kein angereichertes Uran, überhaupt kein Atomprogramm und die vollständige Demontage des Raketenprogramms und -arsenals. Lächerliche Forderungen, welche nur als Provokationen aufgefasst werden können.

Die Reaktion des Irans

Die Iraner reagierten daraufhin offenbar mit verschärften Forderungen und teilten den USA mit, dass sie kein Interesse mehr an einem Mehrparteientreffen am Freitag in Istanbul hätten, sondern sich stattdessen mit dem US-Gesandten Witkoff in Oman zu einem bilateralen Gespräch treffen würden. Mit anderen Worten, die hielten den US-Aufmarsch anscheinend für einen Bluff und haben keinerlei Interesse daran, ihr Atomprogramm und ihr Raketenprogramm durch Verhandlungen aufzugeben. Oder die Regierung des Irans ist bereit für den „Showdown auf der Hauptstraße“, um sich für ein paar Jahre von den US-Kriegsbedrohungen zu befreien.

Die USA reagieren, wie sie nicht anders können

Für die USA war dies wiederum eine Provokation, und so wurde der Befehl gegeben, die nächste Eskalationsstufe zu besteigen und die iranische Beschattungsdrohne des US-Flugzeugträgerverbandes abzuschießen. Was für die USA ein zigfaches gegenüber dem Wert der iranischen Drohne kostete. Was nun folgt dürfte die übliche Eskalation sein, nämlich der Iran wird eine viel teurere Drohne der USA, welche in den Iran spioniert, über internationalem Gewässer abschießen, denn wenn die USA das dürfen, kann man es dem Iran ja nicht verwehren. Und man darf auch erwarten, dass ein Tanker gekapert wird, als Antwort auf die Sanktionen und Blockade durch die USA.

Die Eskalationsspirale ist noch nicht zu Ende

Alles scheint darauf hinauszulaufen, dass sowohl der Iran, als auch Israel Trump zu einem Krieg zwingen wollen. Sowohl für Israel als auch den Iran ist es eine existentielle Bedrohung. Der Iran ist nur mit Kernwaffen besiegbar. Aber wenn Israel mit Kernwaffen zuschlägt, wird der Iran das Atomzentrum Israels und die wichtigsten staatlichen Gebäude in Tel Aviv vernichten. Die Opferzahlen werden natürlich im Iran um ein Vielfaches höher sein. Aber der Iran hat schon einmal eine Generation in einem Krieg verloren, um gegen einen Angreifer zu bestehen. Israel wird wesentlich weniger Opfer betrauern müssen, aber die Gesellschaft wird implodieren, weil sie plötzlich erkennt, dass das mit dem „auserwählten Volk“ nicht funktioniert hat. Die Auflösung des Apartheid-Regimes würde schneller vor sich gehen als gedacht.

Die Nachbarländer Israels

Die Nachbarländer Israels haben sich ausdrücklich gegen einen Angriffskrieg ausgesprochen. Jordanien, das als Vasall Israels galt, hat ausdrücklich verboten seinen Luftraum für Angriffe gegen Israel zu benutzen, Saudi-Arabien tat das gleiche.

Die Stunde von Donald Trump

Nun ist Trump wirklich gefordert. Zum ersten Mal wird er wirklich herausgefordert. Er wird sowieso, trotz „Friedensrat“ als Unterstützer des Völkermords in Gaza in die Geschichte eingehen, aber die Frage ist, ob man ihn auch als Schlächter des Irans und Vernichter Israels beschreiben wird.

Bild: Screenshot Google Maps

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