Der Tech-Kolonie-Komplex: Silicon Valley und Aufstand im Iran

11. Januar 2026von 8,6 Minuten Lesezeit

Was bedeutet die Unterstützung von Big Tech für den Regime-Change im Iran für die EU? Wird Silicon Valley auch Dissidenten unterstützen, wenn sie nicht Moscheen, Kirchen oder Synagogen anzünden, und nicht mit Kalaschnikows Polizisten und Demonstranten erschießen?

Freddie Ponton hat einen interessanten Artikel über die Hintergründe der Unruhen im Iran veröffentlicht, der Einblicke gibt, welche Rolle Silicon Valley heute in solchen Regime-Change Operationen spielt. Der Artikel fragt nicht nach Waffen, die Polizisten und Demonstranten töteten und Brandsätzen, die Moscheen und andere Gebäude in Brand setzten, sondern nach der Rolle der digitalen Medien. Was bedeutet es für die EU?

Der Artikel beginnt damit zu erklären, dass das Internet in einer angespannten Stimmung auf den Straßen blockiert wurde, um eine von ausländischen Mächten unterstützte Destabilisierungsoperation einzudämmen. Die iranische Regierung habe einen landesweiten Blackout verhängt und die Bürger von Informationen, Kommunikation und der Außenwelt abgeschnitten. Während die staatlichen Behörden fieberhaft versuchten, die Kontrolle zu behalten, untergrabe aber das Silicon Valley im Stillen die Souveränität des Landes. Geschmuggelte Starlink-Terminals von SpaceX senden unzensiertes Internet in Häuser und auf die Straße und ermöglichen es Demonstranten, Veranstaltungen live zu streamen, Aktionen zu koordinieren und auf nicht blockierte Plattformen zuzugreifen – eine lebenswichtige Verbindung, die mit den strategischen Zielen der USA und Israels übereinstimmt. Das sei keine Wohltätigkeit. Das sei geopolitische Intervention durch Konzerne.

Regime Change im Internetzeitalter

Ponton erklärt, dass eine 2011 von Journalist Jeremy Loffredo auf X veröffentlichte E-Mail von Stratfor enthüllte, dass Google im Jahr 2011 unter Jared Cohens Google Ideas untersuchte, wie soziale Medien moderne „Farbrevolutionen“, also Aufstände in Ländern, in denen man eine genehme Regierung an die Macht bringen will, befeuern kann, indem sie US-finanzierten „Bürgerjournalismus“ verstärken. Diese wurde 2016 zu Jigsaw, erklärt er, und operierte an der iranisch-irakischen Grenze, wo er angeblich mit stillschweigender Unterstützung des Weißen Hauses und des Außenministeriums Aufgaben übernahm, „die die CIA nicht bewältigen kann“. Jigsaw widmete sich und widmet sich weiterhin der Anwendung technologischer Lösungen, die in „Operationen zur Bekämpfung von Extremismus, Online-Zensur und Cyberangriffen eingesetzt werden können, um den Zugang zu Informationen zu schützen oder zu kontrollieren“.

‚Das Internet ist der Sauerstoff der Bewegung für ein freies Iran‘, sagte Yasmin Green, CEO Jigsaw bei Google und Beraterin des Iranian Diaspora Collective für Konnektivität (Quelle: Iranian Diaspora Collective).

Anders ausgedrückt: Wo Geheimdienste gesetzlich eingeschränkt sind, agieren Unternehmen ungehindert und nutzen fortschrittliche Technologien, soziale Medien, Aktivistennetzwerke und verschlüsselte Kommunikation, um das politische Schicksal eines souveränen Staates zu beeinflussen. (…)

Lange vor den heutigen Unruhen entwickelten Cohen und Google Ideas ein Modell, in dem Vernetzung und digitale Werkzeuge als Waffe eingesetzt werden können, um unter dem Deckmantel der Demokratie politische Umwälzungen zu beschleunigen. Jeder virale Hashtag, jede verschlüsselte Nachricht und jede Trendmeldung kann Teil einer verdeckt orchestrierten Einflussstruktur werden, die Machtverhältnisse verschiebt, Widerstand mobilisiert und die politische Landschaft umgestaltet.

Auch jenseits des Irans sahen sich große Technologieunternehmen wie Google, Microsoft, Amazon und Meta mit Vorwürfen konfrontiert, ihre Infrastruktur und KI-Dienste seien für israelische Militär- und Überwachungsoperationen im Gazastreifen missbraucht worden, um die Zivilbevölkerung gezielt anzugreifen und zu kontrollieren. Dies unterstreicht, dass die großen Technologiekonzerne nicht isoliert agieren; ihre Plattformen sind Instrumente geopolitischer Strategien.“

Die Maschinerie des Einflusses: Movements.org und Israel

Dann berichtet der Autor von einem eindrucksvollen Beispiel, das verdeutliche, wie fließend die Grenze zwischen Aktivismus und Staatsmacht ist. David Keyes, ein israelisch-amerikanischer PR-Manager, der die sogenannte Menschenrechtsplattform Movements.org (Alliance for Youth Movements) leitete, arbeitete laut Poton eng mit Google Ideas unter Jared Cohen zusammen und erhielt von dieser Unterstützung. Movements.org präsentierte sich als neutrale Anlaufstelle für Aktivisten und bot Schulungen, Vernetzung und Reichweite durch westliche Technologieinfrastruktur an. In der Praxis, so die Erklärung des Autors, entwickelte sich die Plattform jedoch zu einem Instrument der Einflussnahme.

Keyes sei später Berater des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu für ausländische Medien geworden und verantwortete Israels internationale Kommunikationsstrategie. In dieser Funktion habe er Direktnachrichtenkampagnen geleitet, die sich an iranische Zielgruppen richteten, darunter auch persischsprachige Aktionen, die als Solidaritätsbekundungen mit iranischen Protestierenden dargestellt wurden.

Diese Entwicklung offenbare eine entscheidende Wahrheit: Digitaler Aktivismus, Technologie-Philanthropie und staatliche Kommunikation bilden sich überschneidende Netzwerke, keine getrennten Bereiche. Werkzeuge, Netzwerke und Narrative, die unter dem Deckmantel der Menschenrechte entstehen, können nahtlos für staatliche Einflussoperationen umfunktioniert werden und die Zivilgesellschaft für ausländische Agenden instrumentalisieren.

Es gehe nicht darum, dass Google Ideas „für Israel gearbeitet“ habe. Der springende Punkt sei, dass das von ihm geschaffene Ökosystem – Plattformen, Aktivistennetzwerke und strategische Kommunikation – von Akteuren mit klaren geopolitischen Zielen, darunter Israel, genutzt werden kann. Sobald diese Infrastrukturen existieren, werden ausländische Einflussoperationen plausibel, effektiv und abstreitbar, und genau das geschehe derzeit im Iran.

Stärkung oder Destabilisierung? Der menschliche Preis

Man könne dies leicht als rein technische Debatte darstellen, meint der Autor, doch gehe es um Menschenleben. Iranische Jugendliche, die mit wirtschaftlichem Zusammenbruch, Hyperinflation und politischer Repression konfrontiert sind, organisierten sich nun über verschlüsselte Apps, VPNs und soziale Medien. Diese Werkzeuge bieten ihnen Stimme, Sichtbarkeit und Handlungsfähigkeit, veränderten aber auch die Machtverhältnisse auf eine Weise, die Spannungen verschärften, Konfrontationen beschleunigten und die Bürger neuen Risiken aussetzten.

Die Plattformen, so der Artikel weiter, selbst seien nicht neutral. Indem sie virale Mobilisierung ermöglichen und staatliche Zensur umgingen, verschieben sie die Machtverhältnisse und begünstigen schnellen, dezentralen Protest gegenüber besonnenen Verhandlungen. Aus der Sicht des Silicon Valley ist dies Stärkung. Aus der Sicht Teherans ist es Destabilisierung. Aus internationaler Sicht handelt es sich um eine ausländische Intervention ohne Kontrolle und Rechenschaftspflicht.

„Über die Software hinaus umgehen die Starlink-Satelliten von SpaceX aktiv die iranischen Internetsperren und ermöglichen so Protestierenden in 31 Provinzen den Zugang zum unzensierten Internet. Endgeräte werden eingeschmuggelt, der Zugang ist Berichten zufolge für begrenzte Zeiträume kostenlos, und die Verbindung bleibt trotz staatlicher Störungen bestehen. Starlink ist nicht neutral; es ist eine technologische Lebensader für Dissidenten, die mit der US-amerikanischen und israelischen Politik der „Internetfreiheit“ übereinstimmt und die iranische Kontrolle faktisch untergräbt.

Ebenso hat die US-Regierung Technologiekonzerne, darunter Google, dazu aufgefordert, Iraner bei der Umgehung der Zensur mittels VPNs, Bandbreite und technischer Maßnahmen zu unterstützen – eine weitere Form der direkten Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Irans. Zusammengenommen zeigen diese Interventionen, wie Technologie als Waffe eingesetzt werden kann, um ausländische geopolitische Ziele zu verfolgen, während die Zivilbevölkerung zwischen die Fronten gerät.“

Macht ohne Kontrolle

Die Stratfor-E-Mail, so der Artikel weiter mache eines unmissverständlich deutlich: Technologieunternehmen agieren heute in einer Grauzone globaler Macht, beeinflussen Regierungen, gestalten Revolutionen und handeln weitgehend ohne rechtliche oder demokratische Kontrolle. Geheimdienste sind an Gesetze und Diplomatie gebunden; Tech-Konzerne hingegen nur an Unternehmensrichtlinien und gelegentliche PR-Reaktionen.

Der Vorgang im Iran sei ein Regimewechsel ohne Spuren, wobei sich der Autor sicher nicht auf die kinetischen Ereignisse bezieht, sondern nur auf die digitalen. Außenpolitik ohne Einflussnahme des Kongresses. Macht ohne Konsequenzen. Ob Google, SpaceX, Jigsaw oder andere Tech-Akteure die politische Landschaft Irans verändern wollten, ist weitgehend irrelevant; die von ihnen entwickelten Werkzeuge, die von ihnen unterstützten Netzwerke und die von ihnen propagierte Philosophie, verkörpert in Jared Cohens Vision der „Nutzung sozialer Medien für die Revolution“, machen sie de facto zu geopolitischen Akteuren.

Dann zitiert der Autor einen Artikel von Louise Lee, veröffentlicht auf der Website der Stanford Graduate School of Business, in dem es heißt:

„’Wie die meisten Menschen betrachtete auch Googles Jared Cohen Bluetooth einst als ein Werkzeug, mit dem man ‚gleichzeitig telefonieren und Auto fahren‘ konnte.‘ Doch 2004, als er durch die Straßen von Shiraz im Iran ging, erkannte er dessen revolutionäres Potenzial: Junge Erwachsene vernetzten sich über das drahtlose Protokoll, das die Kommunikation zwischen Geräten in unmittelbarer Nähe ermöglicht. Als fünf Jahre später Proteste gegen die Präsidentschaftswahlen ausbrachen und die Regierung die Mobilfunknetze abschaltete, nutzten viele Iraner Bluetooth-Verbindungen, um sich zu organisieren und miteinander in Kontakt zu treten. Wie Cohen feststellte, können Bürger von Ländern mit eingeschränkten Bürgerrechten sehr kreativ werden. ‚Plötzlich fängt man an, die Bedienungsanleitung zu lesen‘, sagte er am 30. Januar zu den Studenten der Stanford Graduate School of Business. ‚Man lernt, jeden einzelnen Aspekt eines Geräts zu nutzen.'“

Die dringende Frage sei nicht länger theoretischer Natur: Wenn private Konzerne Bevölkerungsgruppen mobilisieren, Narrative prägen und souveräne Regierungen beeinflussen können, wer kontrolliert sie dann? Wer trägt die Kosten, wenn ihre Interventionen scheitern oder die Gewalt eskalieren lassen? Solange diese Fragen nicht beantwortet sind, wird das Silicon Valley weiterhin eine Macht ausüben, die der von Staaten ebenbürtig ist – alles unter dem Deckmantel eines „besseren Internets“.

Die Erkenntnisse für Deutschland und Österreich

Auch die Herrschenden in der EU haben verstanden, was die elektronischen Medien ausrichten können. Daher wird seit Jahren systematisch daran gearbeitet, sie unter Kontrolle zu bringen. Inzwischen wurden sie sogar ein Werkzeug GEGEN Dissens, denn nichts eignet sich besser, um Informationsknoten und Metadaten im Informationsumfeld besser zu erkennen, als soziale Netzwerke. Was dazu führt, dass man sehr genau identifizieren kann, wie man mit chirurgischen Maßnahmen solche Informationsnetze durch Sanktionen, Bankkontenkündigungen, Hausdurchsuchungen usw. unter Kontrolle bringen kann.

Und hinzu kommt, dass es enge Kooperationen mit Israel gibt, einem Land, das seine Apartheid-Architektur und seine Besatzung mit digitalen Mitteln perfektioniert hat. Ein Land, in dem KIs berechnen, wann es am effektivsten ist, um einen Gegner und seine ganze Familie durch Bomben oder Raketen zu eliminieren.

In Deutschland wird niemand jubeln, dass ein Regime-Change stattfindet, wenn Kathedralen brennen und Rathäuser in Flammen aufgingen, Polizisten erschossen würden. Es wird gar nicht dazu kommen. Weil nämlich die Sozialen Medien und Silicone Valley nicht wie im Iran mit den Dissidenten, sondern mit den Regierenden kooperieren werden.

Bild: Titelbildauszug zum Artikel.

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7 Kommentare

  1. Fischefrau99 11. Januar 2026 um 13:41 Uhr - Antworten

    Zitat: „Geheimdienste sind an Gesetze und Diplomatie gebunden; Tech-Konzerne hingegen nur an Unternehmensrichtlinien und gelegentliche PR-Reaktionen.“

    Wie war das doch gleich mit den Twitter-Files?

  2. Jochen Mitschka 11. Januar 2026 um 12:35 Uhr - Antworten

    Übersetzung: Israelischer Minister: Mossad-Agenten im Iran aktiv

    Israels Kulturminister Amichai Eliyahu erklärte, israelische Agenten seien im Iran aktiv. Hintergrund seien die Proteste gegen den Verfall des Rial und die sich verschärfende Wirtschaftskrise. In einem Interview mit dem israelischen Armeeradio sagte Eliyahu, Israel habe im Juni letzten Jahres während des zwölftägigen Krieges mit dem Iran Bodentruppen eingesetzt und deutete an, dass ähnliche Aktivitäten derzeit stattfänden.

    Er erklärte, israelische Streitkräfte seien während der Operation „Rising Lion“ in der Lage gewesen, im Iran zu operieren und das Gelände für Angriffe vorbereitet zu haben. Eliyahu bekräftigte, dass israelisches Personal derzeit im Land aktiv sei, nannte aber keine Details.

    Der israelische Minister betonte, die Agenten arbeiteten nicht an einem Sturz der iranischen Regierung, sondern daran, die Fähigkeit des Irans, eine Bedrohung für Israel darzustellen, zu schwächen. Ihre Aktionen konzentrierten sich darauf, die Fähigkeiten des Iran einzuschränken, anstatt einen Regimewechsel anzustreben. https://x.com/TheCradleMedia/status/2010003929786921163

  3. Jan 11. Januar 2026 um 11:57 Uhr - Antworten

    Der Energiemangel führt zu massiven Einschränkungen und bedroht das Leben selbst von Millionen Menschen. Sie haben nun die Hoffnung, mit Hilfe der USA oder wem auch immer und verfügbarer Technologie könne dies besser werden.

    Eine Ziege würde helfen, aber kein Bürgernachrichtennetzwerk und kein Schah. Selbiges gilt für Europa. Wir haben zuwenig Öl, das lähmt unsere Wirtschaft und lässt Kredite faul werden. Gleichzeitig reduziert es Dünger und die Möglichkeit zum Nahrungsmittelimport.

  4. Jochen Mitschka 11. Januar 2026 um 10:08 Uhr - Antworten

    Eine iranische Hackergruppe hat die Identität von 600 Mossadagenten im Iran enthüllt. Wenn die nun rechtlich verfolgt werden, sind es vermutlich „friedliche Demonstranten“ oder „Dissidenten“ in westlichen Medien. Auf X. hatte die Gruppe schon Listen und Fotos und Videos aus dem Mobiltelefon des für den Einsatz zuständigen Mossad-Agenten gepostet. Jetzt kommt es im iranischen Fernsehen. https://x.com/jochen_mitschka/status/2010276059552628916

    600 Agenten, wenn jeder nur 10 „Demonstranten“ motiviert, ist das eine beträchtliche Macht, die viel Zerstörung und Aufruhr verursachen kann.

  5. OMS 11. Januar 2026 um 9:48 Uhr - Antworten

    Geheimdienste sind an Gesetze und Diplomatie gebunden. – Hahahaha! Diese Aussage ist grundlegend falsch! Geheimdienste halten Schweinereien von Staaten geheim und / oder führen sie aus. Es beginnt bei Terrorfinanzierung und -ausführungen, Farb- und sonstige Revolutionen, Mord und Totschlag und sonstige schwere Verbrechen, welche vom Gesetz nie gedeckt wären. Diplomatie kennen Geheimdienste nicht, sie führen den politischen Willen ihres Staates aus, welcher diplomatisch / militärisch nicht erreicht werden können. Gesetze und Völkerrecht gelten dabei nicht. USA und Israel sind das beste Beispiel dafür. CIA oder Mossad haben sich noch nie an Gesetze oder Diplomatie gehalten.

  6. Jochen Mitschka 11. Januar 2026 um 9:35 Uhr - Antworten

    Was im Iran passiert ist Teil eines hybriden Angriffskrieges. Mit der gezielten Zerstörung von Feuerwehr und Angriffen gegen unbewaffnete Ersthelfer soll die Widerstandskraft der Gesellschaft für den kommenden Angriffskrieg reduziert werden. „Revolutionäre“ zerstören nicht, was das Leben und das Eigentum von Zivilisten rettet.

    Übersetzung:
    Aktuelle Meldungen aus dem Einsatzgebiet | Iran

    Der Leiter der Feuerwehr Teheran beschreibt Schäden im Zusammenhang mit den Unruhen im Iran. Die Fokussierung auf die durch die Proteste verursachten Schäden in Teheran, Isfahan und Shiraz verschleiert jedoch das eigentliche Problem: Es handelt sich nicht nur um Unruhen, sondern um gezielte Angriffe auf die Einsatzkräfte.

    Die dem Leiter der Teheraner Feuerwehr zugeschriebenen Aussagen dokumentieren ein Schadensmuster, das über vereinzelte Vandalismusakte hinausgeht. Laut diesen Berichten erlitten schwere Feuerwehrfahrzeuge über zwei aufeinanderfolgende Nächte hinweg zunehmende Verluste, die in der Beschädigung von 50 schweren Fahrzeugen gipfelten. Acht dieser Fahrzeuge waren aufgrund der massiven Zerstörung nicht mehr einsatzfähig.

    Entscheidend ist nicht die absolute Anzahl der beschädigten Fahrzeuge, sondern deren Funktionsfähigkeit. Rettungskräfte konnten Berichten zufolge einen Wohnhausbrand nicht erreichen, nachdem ihre Fahrzeuge in Brand gesetzt und ihre Ausrüstung anschließend geplündert worden war. Dies markiert einen Wandel von zufälligen Schäden hin zu direkten Behinderungen von Rettungseinsätzen.

    Die geografische Ausdehnung der Ereignisse untermauert diese Interpretation. Neben Teheran wurden auch aus Isfahan, Ahvaz, Shiraz und Izeh erhebliche Schäden gemeldet, darunter die Zerstörung ganzer Feuerwachen und eines Gebäudes des Roten Halbmonds. Die Streuung der Vorfälle deutet eher auf koordiniertes oder nachahmendes Verhalten als auf Einzelfälle hin.

    Aus analytischer Sicht verschiebt dies den Fokus von einem Problem der öffentlichen Ordnung hin zu einer Frage der Infrastrukturresilienz. Feuerwehrfahrzeuge und Notfalleinrichtungen sind keine symbolischen Ziele; sie sind Kernbestandteile der städtischen Sicherheit. Ihre Beschädigung hat weitreichende Folgen, die weit über die unmittelbaren Unruhen hinausgehen.

    Die Tatsache, dass neben Brandstiftung auch Diebstahl im Fokus steht, verkompliziert das Bild zusätzlich. Sie deutet nicht nur auf Zerstörung hin, sondern auch auf die Ausnutzung des Kontrollverlusts, was die langfristigen Kosten des Wiederaufbaus erhöht und die kurzfristige Reaktionsfähigkeit verringert.

    Zusammengenommen werfen diese Berichte eine entscheidende, noch immer unbeantwortete Frage auf: Sind diese Vorfälle Begleiterscheinungen der Unruhen oder spiegeln sie ein wachsendes Muster wider, staatliche Notfalldienste als Teil der Konfrontation selbst anzugreifen? https://x.com/bkrkaraki/status/2009924352590905384

  7. Wonderwoman 11. Januar 2026 um 7:32 Uhr - Antworten

    Um den Frieden zu sichern und die staatliche Kontrolke wieder herstellen zu können, musste das Internet abgedreht werden. Und Information zu ermöglichen, zeigt, wie Technologie als Waffe eingesetzt werden kann. Wie man es sich halt dreht und wendet.

    Auch die ungewählte EU-Führung setzt dieses System immer mehr ein, um sich an der Macht halten zu können, wo man sich und seine Freunde bereichert und das Volk unterdrückt und ausbeutet. Die verarmten hungernden Massen interessieren das Establishment nicht, das wilde Orgien feiert und dann all das Kaviar und Champagnerzeugs in die goldenen Klos scheißt. Es ist immer der gleiche. Es nennt sich Gulag. Erste Verhaftungen gab es schon. Bankkontenkündigen und Enteignungen häufen sich. Es gibt unzählige Denunziantenstellen und Überwachungspersonal, auch V-Leute, auf Social-Media-Kanälen bishin in kleinere „alternative“ Blogs, allgemein als TroIle bezeichnet, sobald sie erkannt wurden. Auch die sog. „Faktenchecker“ gehören zu diesem System. Wenn es keine Empörung auslöste, würde auch die EU das Internet gerne abdrehen. Aber das kommt schon noch.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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